TIL073 - Gelassen, neue Leute kennenlernen
01.11.2026 64 min
Zusammenfassung & Show Notes
Sujeevan und Dirk sprechen über eponymische Gesetze und das Kennenlernen von Menschen am neuen Wohnort. Dann gibt es einen Ausflug in die Gelassenheit mit Tool- und Medientipps zum Schluss.
Vorgeplänkel:
TIL-Shorty: Eponymische Gesetze
- List of laws named after people (Wikipedia)
TIL-Shorty: Leute kennenlernen am neuen Wohnort
- - keine Links -
Thema: Gelassenheit
- Das kleine Handbuch des Stoizismus
- The Scary Guy
- Die LET THEM Theorie
- Circle of Influence
- Gelassenheitsgebet
- Why you never have to worry in life again by Gaur Gopal das (YouTube)
- The Metaphor of the Stoic Archer, Explained
Tooltipp: gitui
- gitui (GitHub)
Tooltipp: Collabora Office
Medientipp: Anthropic Scion
Medientipp: The Scary Guy
- The Scary Guy - Der Tätowierte (YouTube)
Nachklapp
- CLC Konferenz
- Deine CI/CD-Pipeline ist dein Einfallstor (Sujeevans Vortrag)
Transkript
Ja, was soll ich sagen? Willkommen zu einer neuen Episode vom Tilpott.
Wir sind beide Ausgewanderte.
Ich ohne Visum in die Schweiz und du ohne Visum nach Bayern. Schönen guten Abend.
Guten Abend, Herr Daimek. Wir haben den...
Wie Jeyakumaran.
Jeyakumaran.
Geht auch schon.
Geht auch, geht auch.
Wie ist das Wetter in der Schweiz?
Heute ganz bedeckt, zugezogen, relativ frisch.
Ich habe eigentlich minütlich mit Regen gerechnet. Ich bin mit Regenjaggen mit
den Hunden rausgegangen. Und wie ist das Wetter bei dir?
Auch bewölkt, tiefhängende Wolken. Ich sehe keine Berge, obwohl ich in den Bergen wohne. Verdammt.
Konnte das passieren.
Genau.
Ja, vielleicht für die analen Folge 73 nehmen wir heute auf.
Es ist Montag, der 19. Oktober, 19.09 Uhr, 2026.
Montag, der 19. Oktober 2026, 19.09.
Du hast dich gerade noch gerettet.
Puh, Schwein gehabt.
Ja, November-Folge. Am 1. November kommt die raus. Das heißt?
In zwei Wochen.
Was heißt diese Episode für uns?
Das ist unsere sechsjährige Episode. Also wir sind jetzt sechs Jahre dabei zu podcasten.
Juhu. Hier an den Editor bitte so Konfetti-Geräusche.
Konfetti-Kanonen.
Genau. Da brauchen wir nur noch einen Editor.
Genau, das machen wir im Wechsel beide. Genau, sechs Jahre. Da hätte ich auch
nicht gedacht, dass wir so lange durchhalten.
Aber ist schön und hat sich mittlerweile fest etabliert, auch wenn es manchmal
schwierig war, den Termin zu finden und manchmal war es noch schwerer, Themen zu finden.
Wir haben jetzt auch unser Backlog komplett aufgebraucht. Wir müssen uns jetzt
pro Episode neu verabreden, was wir eigentlich erzählen wollen.
Und heute werdet ihr ewig was Komisches dabei rumkommt.
Ja, es klingt so, als wenn du nicht so gelassen wärst, was das Backlog angeht.
Ja, da bin ich gar nicht gelassen. Nee, ich brauche es geplant.
Genau, ich.
Könnte jetzt jammern.
Ach ja wir können erstmal jammern darüber, dass wir schon wieder einen Spotify-Kommentar
bekommen haben, dabei wollen wir gar keine Spotify-Kommentare haben aber trotzdem bekommen wir da was.
Danke fürs Spotify-Kommentar schreiben, aber uns wäre es wirklich lieber,
wenn du uns über die Webseite Kommentare schreibst, lieber Leser oder lieber Hörerin genau.
Oder per Matrix oder per Briefpost oder per Brieftaube Briefpost?
Hast du eigentlich noch ein Fax?
Ich habe keinen Fax, nein.
Ah, verdammt, wieder ein Kanal weniger. Gut.
Genau. Gibt es das nicht als Service?
Fax-as-a-Service gibt es bestimmt, ja. Fax-to-Mail.
Genau. Was war der Kommentar? Die müssen wir jetzt mal im Kopf haben.
Achso, genau. Das Witzige war, dass das ja ein Kommentar auf die Matrix-Channel halt war.
Weil wir hatten jetzt zuletzt ja auch nochmal unsere erste Spam-Attacke im Matrix.
Beziehungsweise im Matrix generell und unsere war halt auch betroffen.
Witzigerweise war es genau die Tage oder der Tag, wo weder du noch ich irgendwie
richtig an meinen waren.
Ich war im Urlaub und du warst irgendwie beruflich unterwegs.
Nee, du warst auch im Urlaub, oder?
Ja, ich war auf engen Berg hoch. Wir haben es nicht abgesprochen, genau.
Genau, ich bin auf engen Berg hoch und dann, ja. Das heißt, wir haben jetzt
drei zusätzliche Moderatoren.
Genau. Wir haben einen Bot ausprobiert. Der Bot hat, danke, kam mit 83.
Der Bot hat es leider nicht so gebracht. er hat sofort einen unserer vier Poster
gekillt, weil er zu viel gepostet hat.
Genau.
Und ja, bei sowas hätte ich dann gerne eine Bestätigung, dass man das nochmal bestätigen muss.
Aber ja, jetzt haben wir drei Moderatoren und uns beide als Admins.
Damit sollten wir fast alle Eventualitäten abdecken.
Interessanterweise sind wir um die 150 Leute im Matrixraum, was ich relativ viel finde.
Genau. Es ist, glaube ich, so eine Stammgruppe von so 20 Leuten oder so.
Und der Kommentar, den wir halt bekommen haben, fragt also, ob das mehr Channels
besser wären, um so ein bisschen zwischen Off-Topic, AI, Infrastruktur-Kramen trennen zu können.
Habe ich jetzt noch nicht so wirklich überlegt.
War das Tatüterlicht bei uns oder bei dir?
Bei dir.
Okay, Tatüterlicht bei uns, genau. Ich bin da auch zwiegespalten,
weil ich glaube, dann verläuft sich alles.
Das fände ich ein bisschen doof. Und ja, es macht Angst, wenn man mal eine Stunde
nicht da war und man sieht 73 ungelesene Nachrichten, ja.
Aber ich glaube, das sind immer so Wellenbewegungen. Man kommt eigentlich auch
ganz gut hinterher. Oder man steigt einfach da ein, wo es gerade ist.
wir brauchen vielleicht AI, um uns die ungelesenen Nachrichten zusammenfassen zu können.
Und auch sprechen zu lassen, weil das kannst du scheinbar auch nicht.
Ne, sprechen kann ich sowieso nicht, deswegen mache ich ja einen Podcast, um es zu lernen.
Wir sind aber nicht der einzige Podcast, den es gibt. Und ich in den Kiosk...
Echt nicht?
Ne.
Okay.
Den gibt es nicht mehr. Anne, der ist im Sabbatical.
Im Sabbatical, genau. Wie lange auch immer der Sabbatical, der, die, das Sabbatical ...
Das ist der Bettige. Das ist Sabbatia.
Ich muss das wissen, weil nächstes Jahr gehe ich selber auf eins. Riss?
Erzähl mir mehr.
Ja, erstmal mach du deinen Text zu Ende, dann sage ich meinen Text.
Genau, so der Engineering Kiosk hat eine Umfrage gestartet zu deutschen Podcasten.
Und effektiv ist das erreichbar unter engineeringkiosk.dev slash survey.
Wir verlinken es auch in den Sendungsnotizen.
und da geht es unter anderem darum, welche deutschsprachigen Tech-Podcasts,
also nicht unter anderem, sondern es geht um deutschsprachige Tech-Podcasts,
welche gehört werden und so ein bisschen auch, welche Altersgruppe und welche
Berufsfeld man unterwegs ist und so weiter,
um da so ein bisschen mehr Einblick zu bekommen,
welches, was für Leute uns eigentlich hören, weil effektiv, wir sehen halt nur
unsere Download-Zahlen und ich glaube, bei Spotify sieht man ein paar mehr Daten,
aber da haben wir auch gar nicht so viele Leute, die uns da zu hören.
Aber wir kriegen jetzt so locker 500 Downloads kriegen wir schon häufig hin pro Folge.
Im ersten Monat, genau.
Genau, und wir kriegen über alle Folgen hinweg regelmäßiger jetzt zwischen 800 und 1000 Downloads.
Das sind so ungefähr 800 bis 1000 Downloads mehr, als ich damals erwartet habe,
als wir vor sechs Jahren gestartet sind.
Ja, aber es ist ganz spannend, dass sich das hier wahrgehält,
dass die alten Episoden genauso häufig runtergeladen werden wie die neuen Episoden.
Also alle alten Episoden zusammen
werden genauso häufig zusammen runtergeladen wie die neue Episode.
Genau, wobei wir natürlich nicht wissen, sind das Bots, sind das keine Bots?
Ja.
Keine Ahnung was. Wir kriegen auf jeden Fall die Ergebnisse von dieser Umfrage zugesendet.
Glaube ich, hoffe ich. Das braucht schon ein bisschen Zeit, weil das sind so 37 Fragen.
und man kann auch über die Ergebnisse informiert werden.
Ja genau und die Umfrage läuft bis Heiligabend, also gibt es noch reichlich
Zeit und dann wird es wahrscheinlich so 2, 3, 4, 5, 6 Wochen brauchen,
bis die ausgewertet sind.
Das heißt, Ende Januar werden wir wahrscheinlich ein Resultat haben.
Genau.
Gut. So viel dazu.
6 Monate, 6 Jahre, mein lieber Scholli.
Ich habe einen Shorty, den ersten jetzt und da geht es um den Begriff eponymische
Gesetze, den ich vorher nicht kannte.
Eponymische Gesetze sind die Gesetze, die mit einem Namen versehen sind,
also wo im Prinzip sowas wie Murphy's Law, wo ein Name vorne vorsteht und Gesetz hinten steht.
Und das sind nicht nur wirkliche Gesetze oder physikalische Gesetze,
sondern das sind so Gesetzmäßigkeiten quasi. Also Murphy's Law kennt man ja.
Was immer schief gehen kann, wird schief gehen und zwar im ungünstigsten Moment.
Was ganz Spannend ist, sind solche Sachen wie Ketlins FalklandsLaw,
wenn ein Problem klar und präzise aufgeschrieben werden kann,
ist es bereits zur Hälfte gelöst.
Vielleicht sollten wir öfter mal unsere Probleme aufschreiben,
dann haben wir auf einmal keine mehr.
FalklandsLaw fand ich noch ganz spannend. Wenn es nicht notwendig ist,
eine Entscheidung zu treffen, ist es notwendig, keine Entscheidung zu treffen.
Also wenn man nicht unbedingt entscheiden muss, dann sollte man noch nicht entscheiden.
Was?
Wenn ich keinen Hunger habe, muss ich mir nichts zu essen kaufen.
Ja, okay.
Nein, das ist übertrieben. Das ist ein schlechtes Beispiel.
Aber Parkinson's Law gibt es da noch. Arbeit dehnt sich genau in dem Maß aus,
wie es Zeit für die Erledigung braucht.
Wir tun einen Link in die Sendungsnotizen. Ihr könnt auch euer LLM of Choice
fragen. Die kennen eponymische Gesetze. Da gibt es unfassbar viele.
Also die Wikipedia-Seite, die englische Wikipedia-Seite ist wirklich echt lang.
Ja, die ist wirklich lang. Ja gut, ich meine, da gehört ja teilweise auch noch
sowas wie Dunning-Effekte noch drin, wie Dunning-Kruger-Effekt.
Ja, genau.
Ich glaube, da fällst du ganz gut rein in kompetente, überschätzliche Fähigkeiten.
Ja, ich glaube, dass ich von allem Ahnung habe, habe ich aber nicht, genau.
Was mir ganz besonders gut gefällt, das habe ich tatsächlich auch mal angefändet,
da haben die Leute ganz blöd geguckt.
Alles dauert länger als erwartet, auch wenn man Hofstädter's Gesetz berücksichtigt.
Also es ist so ein rekursives Gesetz, also Hofstädter's Law,
alles dauert länger als erwartet, auch wenn man Hofstädter's Law kennt.
Das gefällt mir ganz gut.
Oder WIRTS-Gesetz von Niklaus Wirt, dem Erfinder von Modula 2 unter anderem
und auch Pascal. Software wird schneller, langsamer als Hardware schneller wird.
Software wird schneller, langsamer als Hardware schneller,
wird.
Ja, es können wahrscheinlich unsere Windows-Nutzer noch besser schreiben,
dass Windows über die Zeit immer langsamer wird und die Haltwehr wird einfach
nicht schneller. Das heißt, die Geschwindigkeit des Betriebssystems hat sich
in den letzten Jahren nicht so groß erhöht.
Aber es gibt eine ganze Menge von diesen Gesetzen. Es ist bestimmt mal spannend, da reinzugucken.
Aber mir ging es um den Begriff eponymische Gesetze, kannte ich vorher nicht.
Ja. Gut, kommen wir zu meinem Schottie.
Und da habe ich erstmal eine Frage an dich. Als du in die Schweiz gegangen bist,
wie hast du da neue Leute kennengelernt?
Auf der Arbeit, sagt der Ruhrdeutsche.
Außerhalb der Arbeit nicht. Außerhalb der Arbeit weniger. Da waren die Leute
ziemlich reserviert hier.
Und haben relativ, also die Schweizer sind insgesamt nicht so kontaktfreudig.
Das ist schon relativ schwer, da an Kontakte zu kommen.
Da hatte vor allem Silvia, also meine Frau, mit zu kämpfen.
Also wenn wir im Verein waren, haben wir Leute kennengelernt.
Und wenn wir uns da engagiert haben, haben wir Leute kennengelernt.
Oder Silvia natürlich über die Hundeschule.
als Silvia hier im Dorfladen gearbeitet hat, hat sie Leute kennengelernt.
Aber so auf der Straße eigentlich gar nicht, nein.
Ja, sehr gut, auf der Straße. So reine immer auf der Straße ist auch schwierig.
Also es muss schon irgendeinen Grund haben für ihn kennenlernen.
Ja, genau. Das hatte ich ja jetzt auch mit dem Umzug nach Garmisch-Partenkirchen.
Dass ich dann ja auch geguckt habe, wo komme ich an Leute. Quasi. Das ist kein Komische.
Wie kriege ich Leute in mein Bett?
Nein, das hast du nicht gesagt. Das will ich dir auch gar nicht dazu schreiben.
Bei mir sind es effektiv zwei Sachen.
Wir haben es ja letztes Mal nur ganz kurz erwähnt im Lebenssatz.
Oder ich habe es kurz erwähnt. Es sind ja doch 700 Kilometer, die ich weggezogen bin.
Was ja schon eine Strecke ist. und so gesehen,
kannte ich niemanden, bevor ich da hingezogen bin.
Ich habe jetzt quasi auch zwei Orte. Das eine ist auch bei der Arbeit,
was halt in meinem Fall das Coworking-Space ist, wo ich ein Büro angemietet
habe. Ein abschließbares Büro, muss ich dazu sagen.
Und da kenne ich jetzt halt ein paar Leute. Der, der das leitet,
der ist auch Ende 20, glaube ich, ein paar Jahre jünger Und hier sind dann auch
andere Leute, die entweder angestellt sind oder selbstständig sind und,
Arbeiten. Remote in der Regel dann halt. Weil es ja an sich ja auch eher ein Touri-Ort.
Was bei mir aber sonst gut geklappt hat, ist, das war aber schon vor dem Umzug,
hatte ich dann halt schon mal, auch in dem Coworking-Space, wo ich dann während
des Zugspitz-Ultra-Twells quasi dann da war, dann gefragt, gibt es hier überhaupt junge Leute?
Oder mittelalter Leute?
Mittelalter, so jung bist du nicht mehr.
Genau. und hier in Garmisch gibt es dann nämlich eine große Trailrunning-Community
und die ist schon verdammt groß.
Da kommt man dann plötzlich, da muss man dann auch ein bisschen flexibel sein,
muss man dazu sagen, so als Open-Source-Ecke kommt.
Es gibt eine WhatsApp-Community und eine WhatsApp-Community sind dann halt verschiedene
Channels oder Gruppenräume halt in dem Ding halt drin.
So ein bisschen per Ordner drin. Was nervt mich daran, ist es WhatsApp.
Und die Handynummer steht dann überall dran. Aber da ist natürlich eine niedrige Einstiegshürde.
Und da merkt man aber auch schon so, okay, was ist ja auch quasi das Gleiche,
was du ja auch gesagt hast, das ist ein Verein, effektiv ja auch.
Und wo man kein Mitglied sein muss, in meinem Fall. Kann man aber.
Und da sind dann, ist in dem Fall dann auch sehr offen. Ich meine,
das ist in meinem Fall, hat eh so ein gutes Ehen-Hobby.
Und, also Laufen, beziehungsweise Trailrunning und dann Man connectet man ja
auch ganz gut mit Leuten und jetzt kenne ich schon deutlich mehr Leute,
als ich erwartet habe nach anderthalb Monaten.
Genau, das habe ich gelernt, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist,
vor allem, wenn es Strukturen gibt, die auch das fördern, dass man einfach hinkommen
kann, weil es auch wirklich sehr offen ist, geringe Einstiegshürde ist, nicht ein,
man muss halt mal raussuchen, rausfinden, wo es ist, was es ist,
ob man überhaupt erwünscht ist,
sondern dann halt auch aktiv beworben wird quasi.
Also was man, glaube ich, braucht, ist ein gemeinsames Interesse.
Dann ist es einfacher. Einmal ist das gemeinsame Interesse vielleicht die Arbeit.
Nicht, dass man so eine Zwangsgemeinschaft hat, weil da hat man keine Möglichkeit,
den Leuten aus dem Weg zu gehen.
Aber wenn man ein gemeinsames Hobby hat und man findet Leute,
die das gleiche Hobby haben, dann geht das eigentlich relativ leicht.
Also wir waren ja auch mal im Reitclub, wir haben ja ein Pferd.
Wir waren im Reitclub und haben relativ schnell Anschluss gefunden.
Wobei, auch da, als wir aus dem Reitclub wieder ausgetreten sind,
sind die Kontakte auch abgebrochen.
Meine Erfahrung ist auch von der Arbeit, dass pro Arbeitsstelle,
auf der ich war, so maximal ein bis zwei Kontakte übrig bleiben.
Ja, ja. Ja, gut, kommt auch darauf an, wie irgendwann die Kontakte auch sind.
Ja, aber ich meine, wie im letzten Fall im Bank von Tobi war ich acht Jahre,
da habe ich gar keinen einzigen mehr, mit dem ich noch Kontakt habe.
Ja.
Und acht Jahre ist echt eine Zeit, da merkst du, dass das einfach keine,
keine, ja, wie soll ich das, ich meine es nicht böse, dass es keine gewollte
Gemeinschaft ist, sondern dass es wirklich eine Zweckgemeinschaft ist.
Ja, ja.
Genau.
Genau. Nee, bei mir habe ich das ja auch, aus der GitLab-Zeit halt deutlich mehr bei mir.
Aber auch da die Kultur, wie von der Firma her gegeben wird,
das wirkt sich dann der doch aus, auch auf Privatumgebungen.
Zumindest die es damals gab, heute will ich das nicht mehr so sagen. Aber gut.
Aber ja, ich glaube, wenn ich an die anderen Arbeitsstellen denke,
ist das schon eher so ein, zwei Leute, wo ich ein paar Mal im Jahr mal was von
höre oder gegenseitig dann halt auch.
Ja, wenn ich die Leute sehe und treffe, haben wir immer noch eine gute Zeit,
wir können uns gut unterhalten, ohne dass wir ein Brass drauf bauen.
Aber es ist keinem von uns anscheinend daran gelegen, dass wir die Kontakte
vertieft weiterführen.
Ich glaube, das muss man einfach akzeptieren.
So ist es halt.
Ja.
Genau. Und ja, witzig war, dass sich dann auch ein Hörer gemeldet hat und gemeint
hat, ach, ist ja witzig, ich wohne oder arbeite in Garmisch und Ja.
Und jetzt werde ich mit dem wohl auch irgendwie Kaffee trinken müssen.
Und dann habe ich ihm zugesagt und dann habe ich ihm auch.
Ich trinke meinen Kaffee. Ich werde nicht mit dem Kaffee trinken müssen.
Du darfst mit dem Kaffee trinken.
Du Flackpfeife. Ich trinke aber gar keinen Kaffee.
Sprache ist wichtig, du Vollpfeife. Ist ja unglaublich.
Das ist auch witzig. Witzig ist auch spannend. Wer das hören,
bevor wir uns treffen? Beziehungsweise werden wir uns treffen,
bevor die Folge rauskommt?
Man wird, die Auflöse kommt in der nächsten Folge.
Ich glaube, du musst ihm erklären, dass man im Ruhrpott so miteinander redet,
dass das keine Wertung ist.
Ach ja. Naja, was hast du uns für ein Thema mitgebracht?
Ich habe das Thema Gelassenheit mitgebracht. Warum Gelassenheit?
Also Gelassenheit ist ein Thema, womit ich mich schon relativ lange beschäftige.
Wir haben ja hier im Podcast auch schon über das kleine Handbuch des Stoizismus
gesprochen. Da geht es auch so viel um Gelassenheit.
Und Aufhänger dessen, dass ich das mal hier im Podcast besprechen möchte,
ist, dass mir Jammern von Menschen gestiegen auf den Sack geht.
Und zwar so gestiegen auf den Sack geht, dass mich das wirklich nervt.
Ja, und so jammern da, über das Jammern.
Ja, und es war sogar so weit, dass ich das in einem Chat mitbekommen habe und
dass ich kurz davor bei diesem Chat so verlassen habe, weil mir das echt auf den Sack gegangen ist.
Und warum geht mir das so auf den Sack? weil ich das Gefühl habe,
das ist nur destruktiv und schaut nach hinten.
Und die Motivation zu jammern ist vielleicht, dass man Zuspruch haben möchte
oder dass man möchte, dass die Leute mitleiden und hoffentlich tun sie es nicht.
Und ich möchte lieber in die Zukunft gucken und ich möchte lieber konstruktiver
an solchen Dingen arbeiten.
Das ist der Aufhänger dieser Folge. Und ich habe im Zuge dessen,
dass ich mich so viel damit beschäftigt habe, viele Beispiele dafür gefunden.
Und vielleicht finden wir ja so Möglichkeiten, halten, wie wir mit Scheißsituationen umgehen können.
Oder Dinge, über die wir jammern würden, um mit solchen Sachen gelassener umzugehen.
Das ist so der Aufhänger. Darum geht es.
Ja, ich habe da noch eine Frage.
Frag nur. Ist ein Podcast. Du darfst reden.
Danke dir.
Sehr gerne.
Was heißt für dich?
Ja, man heißt für mich so ein Stück weit sich über was auskotzen,
was man erlebt hat, oder über was auskotzen, was man nicht so toll findet.
Eidmalig? Mehrmals? Ja.
Ja.
Über das gleiche Thema, über verschiedene Themen?
Ja, beides.
Okay, ich würde das jetzt spontan sagen, das kommt ein bisschen auf den Kontext an.
Immer, ja.
Weil ich würde... Also jammern ist für mich noch mal... Also man ist ja immer
wieder von Sachen genervt.
Und jammern ist für mich eher in die Richtung, wenn mich etwas so sehr stört,
wie irgendwie schlechte Arbeitsbedingungen.
Aber gleichzeitig auch nichts dagegen tut, wenn man die Möglichkeit hat, dagegen was zu tun.
Und dann immer wieder die gleichen Themen immer wieder aufrollt.
Das reicht auch, wenn man es einmal tut. Wenn man sich über einen Arbeitskollegen
wie Wild aufregt oder über jemanden aufregt, der,
Produkte von Elon Musk kauft, was neulich mal vorgekommen ist.
Also es gibt eine deutliche Bandbreite für das Jammern.
und du bringst es auch schon genau zu dem Punkt, es gibt zwei Arten des Jammerns,
habe ich festgestellt es gibt einmal das Jammern über Personen und einmal das
Jammern über Situationen mehr oder weniger ich kann zum Beispiel total scheiße finden,
dass bestimmte Parteien gewählt werden dürfen und dass bestimmte Parteien nicht
verboten werden aber ich kann nichts daran ändern,
ich kann mich über Personen tierisch aufreden der Kollege ist ein Idiot zum
Beispiel oder ich kann mich darüber aufregen, dass die Bahn zu spät kommt,
dass das Wetter scheiße ist, dass die Politik Mist ist,
aber es bringt einem nichts.
Außer, dass man sich darüber aufregt.
Und es kommt nicht dazu, dass wir uns Gedanken darüber machen,
was wir mit der Situation umgehen, was wir damit machen.
Also, und die Idee ist, ich erzähle gleich noch mehr dazu, die Idee ist da so
ein bisschen Abstand zu gewinnen und drauf zu gucken, was kann ich tun, um das zu ändern?
Und wenn ich es nicht ändern kann, was kann ich tun, um damit umzugehen?
Ja, also was mich da gerade so ein bisschen stört, ist ab wann fängt,
hört einfach mal Dampf ablassen oder halt einfach nur von irgendwas genervt
sein, wann hört das auf und wann fängt Jammern an.
Ist nicht darüber genervt sein und das lautstark von sich zu geben schon eine Form von Jammern?
Ja, aber es kann nicht Dampf.
Dampf, Dampf Ja, normale Kritik ist kein Jammern.
Genau.
Jammern ist ja meistens, wenn man emotional involviert wird,
oder? Also wenn so eine Sache von etwas genervt sein, ist es das eine,
zu sagen, dass jemand scheiße ist oder dass man ein schlechtes Gefühl bei jemandem
hat, da geht es dann in Richtung Jammern auf jeden Fall.
Ich habe jetzt keine trennscharfe Definition, was genau Jammern ist,
aber Jammern ist ganz klar, wenn ich nur darüber ablässt, was Kacke ist und
nicht, also mal auf Ruhrpott-Deutsch gesagt, und nichts tue,
um was an der Situation zu ändern, nicht nach vorne gucke.
Ja, genau. Ja, okay, das passt dann. Damit passt das für mich ganz gut.
Ja.
Wenn es in einer Art und Weise konstruktiv ist, man zu seinen Werten steht quasi,
dann ist das meckern und jammern ist für mich auch nochmal ein Unterschied,
auch wenn es sich überlappt.
Ja, die Grenzen sind sehr fließend. Das würde ich auch sagen.
Ja.
Wann hast du das letzte Mal gejammert? Oder kannst du dich daran erinnern,
wann du das letzte Mal gejammert hast?
Oder magst du davon erzählen?
Keine Ahnung, mir fällt jetzt irgendwie, also ich würde behaupten,
ich jammere zum Beispiel selten, wenn ich nicht jammere, nämlich über verspätete Bahn,
weil ich da eh nichts ändern kann. Ich erwähne das manchmal,
aber einen so, ja gut, hat halt eine Stunde oder zwei länger gedauert.
Jammern ist es aber erst dann, wenn ich dann irgendwie nachts nicht mehr nach
Hause komme oder irgendwie drei Stunden später total verspätet ankomme und so weiter.
Ansonsten sollte ich auch jedes Mal bei jedem Stau und bei jeder Baustelle auf der Autobahn jammern.
Wo ich eher drüber jammere, sind unnötige Meetings, unnötige Scrum-Meetings
zum Beispiel, wo Leute irgendwie nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen besprechen
oder alles in Frage stellen, obwohl sie eigentlich,
obwohl es das Gespräch nicht weiterführt. Da sind wir ein bisschen weiter bei dem Thema,
von der letzten Folge, wo es um anstrengende Personen geht. Und bei der Arbeit,
wo man ja auch häufig jammern kann.
Weil die kriegt man nicht so schnell weg.
Ich habe zum letzten Mal gejammert über Leute, die keine Rücksicht nehmen.
Insbesondere, also wir haben zwei Hunde.
Wir versuchen mit unseren Hunden Rücksicht zu nehmen auf Leute,
die uns entgegenkommen und die Hunde an die Seite zu nehmen.
Und wenn Leute wie mir neulich passiert, so rücksichtslos sind,
dass sie ihre Nordic Walking-Stöcke irgendwie Zentimeter vor der Nase unseres
einen Hundes in den Boden rammen,
da war ich verärgert, da war ich auch wütend und da habe ich danach auch drüber
gejammert, dass es so viele Leute gibt,
die nicht Rücksicht nehmen.
Ja, das kenne ich ganz gut.
Also ich habe mich letztes Mal drüber aufgeregt, wenn Leute rücksichtlos sind
und wenn Leute keine Rücksicht nehmen.
Und ich habe gemerkt, dass ich mich, wenn ich drüber jammer,
nicht besser fühle danach. Fühlst Du Dich besser?
So eine Marke Dampf ablassen, ist das dann besser?
Manchmal schon, ja. Es gibt ja ein paar Punkte, wo man einfach nur eine kurze
Bestätigung haben und dann reicht das. Ich will das nicht weiter so diskutieren,
weil man es eh nicht ändern kann. Einfach nur ein,
Ich fühle mit dir. Auch wenn man es nicht direkt wörtlich so sagt.
Ja, also so eine Bestätigung, ja ist scheiße. Du bist kein Idiot,
wenn du das so siehst, sondern...
Es reicht auch schon, so eine Emoji-Reaction von wegen rollende Augen oder so.
Ja, ja.
Und dann kann es auch weitergehen. Nur damit man weiß, die Freunde verstehen einen den Schmerz.
Ich habe gemerkt, und das ist jetzt das, was ich so als Quintessenz für mich selber gelernt habe,
dass viel von dem, wenn ich über Menschen jammere, ist, dass das mein Problem ist.
Inwiefern dein Problem?
Ja, mich riecht ja das auf, was sie tun. Die selber riecht es ja vielleicht gar nicht auf.
Ja.
Die selber haben ja gar kein Problem damit. Wenn Menschen nicht meinem moralischen
Standard entsprechen, ist das auch mein Problem. Das ist nicht das Problem der Menschen.
Ich versuche das zu deren Problem zu machen, aber es ist nicht deren Problem, es ist mein Problem.
Wenn Leute sich ästhetisch verunstalten, ist das auch deren Ding,
nicht mein Ding. Ich brauche mich da nicht drüber aufregen.
also meine Mutter konnte früher ziemlich gut sagen, guck mal,
wie sieht denn die Person da aus, oder die Ärzte haben das, glaube ich,
auch in einem Lied gemacht, wie du schon wieder aussiehst,
das ist mein Problem das ist nicht das Problem der Person über die ich urteile.
Ja also kommt für mich hart aufs Thema an, natürlich aber ja Beispiel,
Also ich finde Leute zum Beispiel super anstrengend, die jammern und meckern sind über Veganer.
Ja, aber es ist mein Problem, dass mich das aufregt. Ja, genau.
Genau, genau.
Ich finde es auch scheiße. Also losguttes davon, ich finde es auch scheiße.
Ich bin zu oft so jammern. Aber dann über Politiker ist nochmal so ein bisschen
was anderes, weil Politiker oder Politik ist nochmal ein bisschen was anderes.
weil da hat man zumindest durch das Wahlverhalten einen gewissen Einfluss.
Ja, aber sehr begrenzt.
Genau. Aber es gibt einen gewissen Einfluss. Ob jetzt der eine Mensch dann irgendwie
eine Hose trägt, die rot ist oder ein grünes Auto fährt oder sowas,
was man überhaupt nicht leiden kann,
das hat ja, wenn die Farbe anders wäre, überhaupt keinen Einfluss auf niemanden.
Ja.
Und das finde ich nervig.
Ja. Ich möchte das auch trennen von dem, wenn mich Leute scheiße behandeln.
Ja, also wenn, das ist nochmal ein Unterschied, dann wird das ja direkt auch
zu deren Problemen, je nachdem, wenn sie sich nicht im rechtlichen Rahmen bewegen.
Aber wenn Leute Dinge tun, die ich Mist finde, ist das mein Problem,
weil ich darüber urteile.
Ja. Und wenn Leute meinen, Steuern hinterziehen zu müssen oder unehrlich zu
sein oder unfair zu sein oder so, ist das immer noch mein Problem.
Ja, fließender Übergang zu gesellschaftliches Problem.
Fließender Übergang zu, ich muss das melden.
Ja.
Aber auch das Melden ist dann.
Das kann ich ja machen.
Aber es ist mein Problem, wie ich damit umgehe. Das passiert bei mir im Kopf.
Ich habe, das habe ich auch als
Medientipp mitgebracht, es gibt den Scary Guy. Kennst du den Scary Guy?
Ich kenne dich. Bist du Scary? Ja.
Ich bin ziemlich scary. Der Scary Guy ist eine Person, die 85% seiner Körperüberfläche
insgesamt tätowiert hat.
Ah, ja.
Und der mal Versicherungsmakler war.
Und der mittlerweile als Motivationstrainer ist und als Trainer gegen Vorurteile unterwegs ist.
Ah, ja.
Und der dann ganz klar hat, und da habe ich das eigentlich auch gelernt,
wenn andere mit dem Finger auf
ihn zeigen, ist das ein Problem der anderen Leute und nicht sein Problem.
Wenn er beleidigt wird, liegt es an ihm, die Beleidigung anzunehmen oder nicht anzunehmen.
Ja.
Es ist schwer. Also ich sage jetzt nicht, dass das leicht ist.
Also wenn mich jemand beleidigt, das ist ein Tiefschlag, auf den ich in der
Regel auch wahrscheinlich reagieren möchte.
Aber da hinzukommen, zu sagen, das ist nicht mein Problem, das ist sein Bild
von mir und es ist sein Problem, was er sich von mir für ein Bild macht.
Ja.
Genau, also jetzt um das mal auf mein Beispiel zu minzen. Ich höre immer wieder,
dass Leute mich verrückt halten, dass ich Ultramarathons oder so laufe.
Ich könnte es zu meinem Problem machen oder darüber jammern,
dass die Leute nicht verstehen, dass ich das okay finde oder dass es mir Spaß macht.
Oder dass Leute dich für bekloppt halten. Genau. Aber dass dich Leute für bekloppt
halten, ist deren Problem, nicht dein Problem.
Genau. Ich könnte aber die ganze Zeit darüber jammern, dass die Leute mich nicht verstehen.
Exakt. Aber eigentlich wäre das der sinnvollere Weg zu sagen,
ich versuche meinen Umgang mit solchen Idioten, Entschuldigung,
mit solchen Menschen zu finden.
Ja, genau.
Und ich versuche das nicht an mich rankommen zu lassen.
Ja.
Und das meine ich mit trainieren. Genau.
Man kann ein bisschen was dagegen tun. Ich habe jetzt gerade ein Buch fertig
gelesen, das heißt die Let Them Theory, das Theorie von Mel Robbins.
Das Buch kann ich nicht unbedingt empfehlen, aber die Basisaussage ist ganz interessant.
Wenn andere Leute was tun, was mich stört, lass sie doch einfach machen.
Es ist doch deren Ding, nicht mein Ding.
Ja, also warum ich das noch...
Ich meine bewusst stört. Ich meine jetzt nicht bewusst,
irgendwelche rechtlich relevanten Dinge tun.
Ja, genau. Ja, ich denke da gerade
an Diskussionen, die ich früher viel geführt habe, heute nicht mehr.
Warum Linux besser ist, zum Beispiel.
Ja, ein Beispiel. oder wenn Leute, was ich absolut nicht haben kann,
wenn Leute ständig auf den Boden spucken.
Das war eine ganze Zeit lang bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in Mode,
dass die ganz viel auf den Boden gespuckt haben.
Ja.
Finde ich ekelhaft.
Ja.
Aber das ist deren Ding, nicht meins. Also ich muss ein Stück weit darüber stehen.
Ich muss lernen, damit umzugehen.
Ja, genau.
Und,
das ist halt schwierig. Das ist nicht einfach.
dahin zu kommen und das zu verstehen.
Ja.
Aber zu begreifen, dass das nicht mein Problem ist, ich glaube,
das ist ein guter Weg. Das kann man versuchen in jedem Fall.
Ja.
Das zu Person. Bei Situationen ist es nochmal anders.
Da kann man dieses lass sie machen, was sie wollen, ja auch nicht sagen.
Also wenn ich sage, ich finde es absolut Mist, dass es ständig regnet oder ständig
die Sonne zu heiß ist oder der Klimawandel gerade so weit fortschreitet,
dann kann ich darüber jammern, aber es ändert nichts. Aber ich kann gucken,
was ich damit mache. Es gibt diesen Spruch von früher,
wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade daraus. Ich kann jetzt nicht
aus jeder Situation was Gutes rausziehen, aber ich kann versuchen,
da positiver mit umzugehen.
Ich kann versuchen, mir Fähigkeiten anzueignen, damit zurechtzukommen.
Beispiel, verspätete Bahnen.
Ja.
Für mich kein Problem in der Regel, weil in der Regel nicht immer natürlich,
weil ich eh ein, zwei Stunden Puffer oder so einbaue und ich in der Bahn eh
meist irgendwie Dinge tue, also irgendwas arbeiten, wenn es unter der Woche
ist vor allem, oder halt auch irgendwelche Dinge lesen.
Ob ich da jetzt eine Stunde länger oder kürzer drin brauche,
ich sehe dann auch immer so, naja, ab einer Stunde gibt es 25% Cashback,
Fahrgastrechte, dann geht es ja, okay, wenn es jetzt noch ein paar wie schon
länger dauert, dann kriege ich nochmal 25% zurück oder halt 50% bei 2 Stunden.
Ja, wäre natürlich schöner, wenn es fünktlich wäre, aber so kriege ich dann
auch ein paar Sachen drin, was dann eher nervt natürlich, wenn du dann halt
irgendwie 2 Stunden draußen in der Kälte warten musst.
Ja, oder wenn du so eng geplant hast, dass dich die,
Verspätung deinen Plan durcheinander wirft. Das ist dann auch nochmal ein Problem.
Genau, aber das kann man ja auch mit reinplanen.
Genau, ja Das ist ja das mit Manchmal nicht möglich Genau, so weit es,
geht Aber dass man da halt mit mehr Luft plant Und dass man denkt,
dass man zum Beispiel Wenn ich jetzt längere Strecken fahre mit der Deutschen
Bahn Rechne ich für die Umsteige Bahnhof immer eine Stunde Ja.
So schlimm ist es bei mir nicht.
Und ich habe oft genug schon erlebt Dass das nur knapp gereicht hat.
Ja.
Und von daher bin ich damit eigentlich immer ganz gut gefahren.
Aber gerade für Verspätung, das ist wirklich ein gutes Beispiel,
dass man einfach was zu lesen mitnimmt und dass man einfach diese Zeit,
die man warten muss, füllt in irgendeiner Form, dass man damit umgeht.
Wenn man mit der politischen Lage nicht einverstanden ist, dann kann man darüber
jammern, wie die politische Lage derzeit ist.
Oder man kann mit Leuten darüber sprechen und sagen, warum man aus bestimmten
Gründen andere Parteien wählt.
Ja.
Oder warum man eher eine demokratische Partei wählt als eine undemokratische Partei.
Ja.
Beispielsweise.
Genau.
Aber das Jammern darüber hilft halt nicht.
Ja.
Also mir ist es ganz wichtig zu sagen, das Jammern gibt keine Perspektive und
mir ist es wichtig, Perspektiven zu haben. Ja.
Ich werde jetzt ganz viel darüber jammern, dass Leute ständig über das Deutsche
Bahn Verspätung jammern.
Ja, aber ich meine, wir ändern nichts daran, wir wissen weiter,
dass das zugrunde zu Tode gewirtschaftet wurde und dass es durch Misswirtschaft
entstanden ist und die neue Bahnchefin, die ist ja angetreten,
daran auch was zu tun. Mal gucken, was dabei rauskommt.
Und dass es anders geht, sieht man ja, wenn man in der Schweiz Bahn fährt.
Ja, wo halt viel mehr Geld in die Bahn gepumpt wird.
Ja, aber das ist ja dann auch eine Sache, man kann ja Parteien wählen,
wenn es einem wichtig ist, die genau das, wenn mir das wichtig ist,
auch wirklich das nach vorne treiben.
Aber denk doch mal an die deutsche Autoindustrie.
Genau. Ich mag nicht darüber jammern, dass die deutsche Autoindustrie auf dem
absteigenden Ast ist. Wenn so viele schlechte Managemententscheidungen getroffen
werden, sind die halt auf dem absteigenden Ast. Das ist halt so.
Worüber ich jammere, ist, dass die Belegschaft darunter leidet und nicht die
Manager rausgeschmissen werden.
Da habe ich Mühe mit, ehrlicherweise. Also, da könnte ich wirklich drüber jammern, aber dauernd.
Aber eigentlich auch das, das betrifft mich nicht.
Ja.
Ja, ich finde es scheiße und mein Urteil ist, dass es eigentlich in einer vernünftigen
Welt nicht so sein sollte, aber ich kann daran nichts ändern.
Mhm.
Was mich dazu bringt, zu den Werkzeugen mal zu kommen und zu sagen,
was kann man denn damit tun, wenn man solche Situationen hat, wo man jammern möchte.
Man kann sich überlegen, auf welche Dinge man Einfluss hat. Und da gibt es dieses
Modell der Circles of Influence.
Das haben wir, glaube ich, hier auch schon mal im Podcast gehabt.
Das ist von, ich glaube, Stephen Covey heißt der.
Es gibt den ganz großen Circle of Concern, das ist der äußerste Circle.
Das ist der Kreis, wo Dinge passieren, die ich in keiner Form beeinflussen kann,
die ich einfach nur zur Kenntnis nehmen muss.
Bahn kommt verspätet.
Dann gibt es den etwas kleinen Kreis da drin, den Circle of Influence.
Das ist der Kreis der Dinge, die ich beeinflussen kann, die ich in irgendeiner
Form beeinflussen kann. Zum Beispiel durch eine Wahl kann ich dann halt bestimmtes
Verhalten beeinflussen.
nicht unmittelbar wenn ich es unmittelbar beeinflussen würde wäre es eben noch
enger im Kreis im Circle of Control,
also das sind die Sachen die ich kontrollieren und tun kann Genau.
Also um jetzt bei dem One-Beispiel zu bleiben mit,
was war das jetzt? Das zweite, nicht das dritte?
Circle of Concern, Circle of Influence und Circle of Control Genau.
Auf Influence dass du ja schon beeinflussen kannst,
wie eng du deine Sachen planst, wie bei dir zum Beispiel eine Stunde Puffer planst du dir eine.
Genau, und das ist auch genau die Methode, die dahintersteckt,
dass man sagt, dass man immer mehr Dinge aus dem Circle of Concern in den Circle of Influence zieht.
Dass man guckt, dass man Sachen da rausnehmen kann und dass man Sachen,
die man gar nicht beeinflussen kann, auch entlässt und sagt,
die sind im Circle of Influence, aber ich merke, dass ich sie nicht beeinflussen
kann, ich muss sie in den Circle of Concern entlassen. Ich muss begreifen,
dass ich daran nichts ändern kann.
Ich muss es an der Stelle dann auch vielleicht gar nicht mehr versuchen.
Es gibt so ein uraltes Gelassenheitsgebet,
das bestimmt jeder schon mal gehört hat. Gott gibt mir den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Ich glaube, dass das Dinge sind, die wir lernen müssen.
Und dass wir auch da sehr stark an dem Mut arbeiten können, sollten.
Ja, für dich.
Also sprich, wenn wir merken, dass einer Person in unserem Umfeld Ungerechtigkeit
passiert, und das sind Stegertypen, kann der Mut auch darin bestehen,
dass man die Polizei ruft.
Ja.
Man muss sich ja nicht da reinstellen und sagen, dass man selber auf die Fresse
bekommt. Da kann man auch ein bisschen Selbstschutz noch betreiben.
Aber dass man Handlungsoptionen für sich selber sieht und hat.
Ja.
Genau. Dann gibt es ja das, was ich hier, glaube ich, häufiger schon mal geteilt habe.
Der Link, wo man die Sendungsnotizen, der Gaur Gopaldas, das ist ein Mönch oder,
ein Guru aus Indien, der hat mal so ein Flussdiagramm aufgebaut und hat gesagt,
hast du ein Problem im Leben?
Ja, kannst du was daran ändern? Nein, dann sorg dich nicht.
Hast du ein Problem im Leben? Ja. Kannst du was daran ändern?
Ja, dann sorg dich nicht.
Ja.
Hast du ein Problem im Leben? Nein, dann sorg dich nicht.
und dann, dass dein sorgt dich nicht, heißt im Englischen why worry,
also warum ärgerst du dich darüber und,
wir haben das auf Tasten drucken lassen also wir haben Tasten gekauft,
wo wir das haben draufdrucken lassen, um uns daran zu erinnern,
dass wir keine Sorgen machen müssen er hat auch noch eine andere schlaue Sache
gesagt, den Link habe ich aber nicht wiedergefunden da sagt er,
wir lachen über keinen Witz zweimal,
warum regen wir uns zweimal über die gleichen Dinger auf.
Oh, ich lache häufiger über diese Witze.
Einmal, wenn du gehört hast und einmal, wenn du verstanden hast,
oder? Und einmal, wenn du weitererzählst. Genau.
Ich glaube ja, im Prinzip ja.
Und wenn wir gemerkt haben, dass wir alles, was wir getan haben,
gemacht haben und es ändert sich trotzdem nicht, dann muss man es hinnehmen an irgendeiner Stelle.
Irgendwie hängt mir immer noch dieses Bahnbeispiel im Kopf, weil ich bin wirklich,
immer genervt. Jetzt jammere ich über die Leute, die ständig über die verspätete
Bahn, vor allem im Fernverkehr, jammern.
Weil ich habe dann immer das Gefühl, soll ich jetzt auch jedes Mal Messages
schreiben, Nachrichten schreiben oder sonst was, wenn ich in einer Autobahnbaustelle
hänge oder im Stau hänge?
Das macht auch keiner. Da nimmt man hin. Bei der Bahn irgendwie nicht.
Und wenn ich das melde, kann ich ja vielleicht auch einen Verbesserungsvorschlag
dran hängen oder eine Idee, die ich für einen Verbesserungsvorschlag halte.
Zum Beispiel eine Idee, die ich hätte, wäre zu sagen, informiert doch mal rechtzeitig.
Ja, also konstruktiv nach vorne zu gucken. Wenn ich weiß, dass mich eine Verspätung
erwartet und wenn klar ist, dass nach der derzeitigen Verkehrslage eine Verspätung
nicht mehr reingeholt werden kann, dann sag doch rechtzeitig Bescheid.
Dann überlege ich mir vielleicht vorher auszusteigen, eine Nacht da zu verbringen,
vielleicht am nächsten Tag noch irgendwann Spaziergang zu machen. Zum Beispiel.
Ja.
Und ich habe bei der Beschäftigung mit dem Thema Bild gelesen,
was ich eigentlich ganz toll finde.
und das ist das Bild vom Bogenschützen, wenn du dann deinen Bogen spannst,
einen Pfeil einlegst und alles vorbereitet hast und auf das Ziel schießt.
In dem Moment, wo du den Pfeil loslässt, hast du keine Kontrolle mehr.
Und das Pendant dazu wäre, du hast alles gemacht, du hast alles vorbereitet,
du hast alles getan und ab irgendeinem Zeitpunkt musst du die Kontrolle abgeben
und sagen, ab hier kann ich keinen Einfluss mehr nehmen.
Und auch da dann halt ein bisschen gelassener zu werden.
Was mir wichtig ist zu sagen, Gelassenheit ist nicht Gleichgültigkeit.
Das heißt nicht, dass man gleichgültig durch die Gegend laufen soll.
Sondern eher, dass man konstruktiv mit Problemen umgehen sollte.
Was wir auch gerade gesagt haben, die meisten Leute, die jammern,
wollen keine Lösung. Die wollen einfach ein Emoticon drunter haben.
Was ja auch okay ist. Dass die Leute sich jammern.
Ja, aber wenn es dann zum Sport wird, wird es schwierig. Ja, genau.
Deswegen hatte ich am Anfang auch gefragt, ab wann ist das Jammern und wann
ist das nur ein Dampferplatz.
Und man muss ganz stark aufpassen, dass manche Leute jammern und eigentlich nach Hilfe rufen.
Ja.
Und das zu verstehen und das zu begreifen und auch mal nachzufragen,
was kann ich tun, dass es dir besser geht, ist keine verkehrte Frage.
Also anderen Leuten zu helfen.
Über Gelassenheit zu reden ist natürlich auch ein Luxusproblem.
Also wenn es Existenzängste berührt,
dann hat es sich mit der Gelassenheit, das geht nicht.
Das geht gar nicht zusammen in irgendeiner Form.
Ja, ja.
Da kann man, glaube ich, nichts draus machen.
Ich würde,
gerne versuchen, ob wir beide es im Rahmen dieses Podcasts schaffen,
eine Challenge zu machen.
Und zwar das kommt vom Scary Guy, der sagt, versuch mal sieben Tage und sieben
Nächte kein schlechtes Wort über einen anderen Menschen zu sagen.
Niemand definiert das schlechtes Wort.
Nicht mal im Auto, nicht den Stinkefinger zeigen, nicht im Kopf denken, du bist ein Arschloch.
Versuch mal sieben Tage und sieben Nächte am Stück das durchzuhalten.
Ja.
Ich werde es versuchen.
Ich werde es versuchen. Ich möchte gerne gucken, was das mit meinem Mindset macht.
Fände ich ganz spannend.
Ja.
Also er hat auch ein Buch geschrieben, das heißt Seven Days and Seven Nights.
Wahrscheinlich geht es genau darum.
Ja.
Und,
ja, als Abschluss vielleicht Vielleicht als Frage an die Hörer,
welche Dinge, die uns so über den Weg laufen, lassen wir in den Circle of Concern,
also nach ganz außen gehen und sagen, wir haben keinen Einfluss darauf,
wir kümmern uns nicht weiter drum.
Ja.
Das ist ja voll philosophisch heute hier.
Das ist komplett philosophisch. Ja, wie gesagt, jetzt kürzen.
Ich musste kürzen. Also ich habe mehrere DIN-A4-Seiten-Notizen gemacht.
Ich musste sehr, sehr stark kürzen. Ich könnte auch noch ein paar Beispiele
nehmen von Leuten, die es echt hart gemacht haben. Also zum Beispiel von Nelson Mandela.
Ich habe die Zelle von Nelson Mandela gesehen, in der er gelebt hat auf Robben
Island. Das waren 2x2 Meter.
und er war als politischer Gefangene da und er hat in seiner Gefangenschaft
Afrikans gelernt, um sich mit seinen Unterdrückern verständigen zu können.
Und weil er gesagt hat, ich habe die Hoffnung, dass das irgendwann aufhört und
wenn das hier aufhört, möchte ich mit den Unterdrückern Verhandlungen führen
und dazu muss ich deren Sprache sprechen.
Das waren ja politische Gefangene, die haben im Gefängnis sich gegenseitig unterrichtet
und sogar Uni-Abschlüsse gemacht und haben das Beste aus der Situation gemacht.
Die haben nicht über die Situation gejammert, sondern die haben das Beste aus der Situation gemacht.
Ja.
Ich bin maximal weit davon entfernt, das genauso zu tun, aber ich finde das
unglaublich spannend, dass es solche Menschen gibt und das kann ein sehr gutes Vorbild sein.
Ja.
Ja, definitiv.
Genau.
Jo, jetzt habe ich ganz viel geredet.
Jo.
Sorry.
Aber Mich würde wirklich die Meinung unserer Hörer interessieren,
wie sie damit umgehen, wie sie mit Jammern umgehen, wie sie mit Gelassenheit umgehen.
Ob es für sie überhaupt ein Thema ist, gelassen zu sein, gelassenär zu sein,
oder ob es ein Problem ist.
Ja.
Und jetzt das Wetter.
Kommen wir nun zu den Tooltips.
Genau.
Harter Cut?
Ja, hättest du noch was gehabt? Oder bist du gerade nachdenklich?
Ich bin nachdenklich.
Ja, okay. Alles okay.
Hast du so die Sinnfragen gestellt? Insistensfragen?
Tut mir leid, das ist zu viel Tiefgang. Nächstes Mal wieder anders.
Nächstes Mal wieder Shit-Podcasten. Statt Shitposten.
Nächstes Mal wieder jammern.
Genau.
Wie nutzt du Git eigentlich?
Auf der Kommandozeile.
Also einfach mit dem Git-Kommandozeilen.
Git-Befehlen auf der Kommandozeile, genau. Und manchmal benutze ich TIG, T-I-G, als Frontend.
Gut, dass du das sagst.
You're right. Das ist ein guter Tipp. Ich habe hier einen neuen Tipp mitgebracht.
Genau, und zwar das Tool gibt es schon ein paar Jährchen, aber ich bin da neulich
erst drauf gestoßen, und zwar ist das Git UI oder Git UI.
also wird Git UI halt geschrieben, so sieht auch das Logo aus.
Text User Interface.
Und das ist ein Git-Client für die Kommandozeile,
geschrieben in Rost, so wie es sich mittlerweile gehört bei Kommandozeilentools,
was halt wieder wahnsinnig schnell ist im Vergleich zu Dingen wie Tick.
Es gibt auch solche Sachen wie LazyGit und so weiter. und,
das habe ich jetzt zuletzt mancher mal ein bisschen genutzt,
um so ein paar Diffs anzuschauen zum Beispiel oder auch ein paar Änderungen zu stagen.
Kann man sich mal angucken als Alternative zu Tick, wenn man das mal nutzt.
Und wenn nicht, dann nicht.
Ja, das ist ja immer mit Tools. Angucken hilft in jedem Fall.
Genau. Ich habe es mir installiert, ich habe es mir angeguckt und habe gemerkt,
dass ich, um es gut nutzen zu können, es mal ein bisschen tiefer eintauchen müsste.
Ja.
Und dann habe ich altes Motto gesehen, gelacht, F8.
F8 war im alten Norden Commander der Key Shortcut, um Dateien zu löschen. Genau.
Ach so, davon kommt es. Genau. Das war die historische Stunde mit Dirk. Genau.
Der Altersgong wird den anderen Podcasts angeschlagen, wenn ich sowas erzähle. Genau.
Ja, genau. Also es gibt halt diverse Sachen, wo ich auch manchmal noch ein bisschen
durcheinander komme, aber ich nutze es auch noch sehr relativ basic,
um Sachen mal kurz anzuschauen und so weiter, weil es dann doch angenehmer ist,
wenn es größere Changes sind, als ein GDIF auszuführen.
Ich finde es gerade für solche Sachen, dafür benutze ich Tick dann auch,
wenn sich viel in einem Repository getan hat, die Diffs anzugucken,
gerade wenn sich mehrere Dateien verändert
haben, sind über solche Kommandozahlen-Tools viel, viel leichter.
Es gibt wahrscheinlich auch gute GUI-Tools, aber die kenne ich nicht.
Ja, ich meine, ich nutze dann auch wieder, kommt ein bisschen drauf an, was der Use-Case ist,
ich nutze es meistens eher, wenn ich habe Änderungen lokal und möchte diese
angucken und ich bin gerade nicht irgendwie einen VS Code oder sowas offen,
weil wenn Änderungen schon auf dem Server gepusht sind, dann gucke ich die mir
meistens halt in einem GitLab oder GitHub und so weiter an, weil das irgendwie
dann doch einfacher ist, rumzuklicken.
Mache ich tatsächlich nie, interessanterweise. Obwohl es einfach wäre,
ja, aber mache ich nicht.
Ja, genau. Aber kommt ja halt immer darauf an, so wie weit muss man jetzt zurück?
Muss man länger weiter nach Versuchen und so weiter? Es ist halt UseGase-abhängig.
Ja, ehrlicherweise bin ich auch kein Heavy-Git-User. Es gibt eine Menge Dinge,
die ich da noch lernen könnte, wenn ich es brauchen würde.
Aber ich brauche halt nur Basic-Commandos. Ich mache relativ wenig.
Ja, ich auch.
Nicht spannenderweise, oder?
Ja.
Ja, Mann, der geht zu seinem Beruf, macht er.
Genau. Genau. Aber das war mein Tooltip. Gitui, Gitui, wie auch immer.
Kommen wir zu deinem Tooltip.
Ja, mein Tooltip ist Collabora Office. Ich setze mich ja beruflich gerade sehr
viel mit OpenDesk auseinander. In OpenDesk ist Collabora Online- enthalten bei
so einem Online-Office.
Und ich habe im Zuge der Beschäftigung damit, weil wir einen Kunden haben,
der gerne OpenDesk einsetzen möchte und trotzdem die Möglichkeit haben möchte,
offline arbeiten zu können.
Dann haben wir uns überlegt, was wir dem anbieten, wenn der offline arbeiten will.
Und habe gesehen, dass Collabora auch Offline-Office anbietet.
So als Alternative zu LibreOffice oder OpenOffice.org.
Oder Apache OpenOffice heißt es mittlerweile.
Also Collabora Office ist plus minus und sowas wie LibreOffice,
nur dass man Support-Vertrag da dran kleben kann.
Und dass man halt eine Company dahinter hat, die auch Feature-Requests umsetzt
und das anscheinend relativ schnell.
Also ich habe mit zwei Firmen oder zwei Kollegen gesprochen,
die das für Kunden einsetzen und die haben beide erzählt, dass sie Feature-Requests
gemacht haben, dass sie binnen einer Woche übernommen wurden.
Ah ja.
Was ich dann schon relativ stark finde. Da hat man dann auch echt einen Mehrwert an der Stelle.
Ich möchte nicht verschweigen, dass es natürlich ein Streit zwischen der Document
Foundation und LibreOffice, also die Organisation bei der LibreOffice liegt
und Collabora liegt und dass die Entwickler von Collabora tatsächlich ausgeschlossen
wurden bei LibreOffice.
Ja, auf die Politik möchte ich mich gar nicht zurückziehen. Ich will einfach
nur sagen, es gibt eine Alternative zu OpenOffice.org, also Apache OpenOffice
heißt, ich werde es lernen, und LibreOffice auf dem Linux-Desktop.
Und Collabora ist auch Open-Source-Software.
Aber ist Collabora ein Fork von LibreOffice oder ist es aber separat?
Ja, okay. Das ist ein Fork und sie basieren auf dem LibreOffice-Quellcode und
haben dann noch eigene Extensions hinzugefügt.
Aber ich glaube, sie machen das ähnlich wie Ubuntu, die das darunterliegende
Debian ja immer freesend und dann in Ubuntu wandeln letzten Endes.
Also die Basis ist immer noch der Quelltext von LibreOffice.
So habe ich es verstanden. Also wenn es irgendwie anders sein sollte, gerne korrigieren.
Ja.
Gut, kommen wir zu den Medientipps. Und zwar hatten wir gerade ja schon mal
kurz was über Git und ich hatte jetzt kürzlich am 13.10.2026 hatte Anthropic,
einen Blogpost veröffentlicht, wo sie ihren Source-Control geschrieben haben.
Und das fand ich aus verschiedenen Gründen spannend, weil Probleme,
die sie da ansprechen, also was machen sie?
Die haben ein eigenes Version-Control-System quasi geschrieben,
fürs Backend vor allem, was halt deren Git-Server halt ersetzt hat.
Und das nicht nur das, sondern halt auch ein Code-Review-Tool,
um Code-Reviews und sowas durchzuführen.
Und das heißt Cion, S-C-I-O-N, keine Ahnung, wie das ausgesprochen wird.
Und das Witzige war, oder ich fand's witzig, oder auch traurig,
dass nachdem dieser Blogpost veröffentlicht worden ist, ist erstmal der GitLab
Aktienkurs um 10% eingestürzt.
Und so ein bisschen überrascht mich das auch nicht, aber das hat sich danach
irgendwie wieder ein bisschen erhöht, also von daher ist das alles relativ zu
betrachten, aber was hat Anthropic genau gemacht?
Sie haben ihr eigenes Version-Control-System gebaut, weil die haben ja quasi
unlimitierte Trogens für Claude und die nutzen halt für alles mögliche,
was sie als Schreiben klaut und,
allein den Historienwachstum oder beziehungsweise die Änderungen,
die sie gemacht haben, sind von Mai 2026, was ja noch nicht so lange her ist,
von 2500 Änderungen, gemergten Änderungen pro Tag auf über 30.000 im September geändert.
So, man kann davon halten, was man will.
Und es ist ein Monorepo. Und letztendlich ist es halt eine große Bude.
Und Firmen wie Facebook und Google und Co., die haben ja auch schon ihre eigenen großen.
Teils proprietären Source-Code-Sachen drin, die nicht gibt sind.
Die gibt es halt schon lange eigentlich. Also es ist eigentlich nichts Besonderes,
dass große Firmen noch mal andere Anforderungen haben.
So, was ist das Problem? Also ich gehe jetzt nicht auf alle technischen Details
ein, weil so ganz genau habe ich es da noch nicht angeguckt.
Aber die bringen so ein paar Probleme an, die ich dann doch irgendwie spannend
finde, weil Git ist ja ein verteiltes Versionskontrollsystem.
Das wird ja bewusst so gebaut und das ist aber,
Bei je größer es wird, desto schwieriger wird das natürlich zu händeln,
weil natürlich die Repos immer wieder größer werden.
Ist jetzt an sich nichts Neues, aber wenn man bei sehr großen Umgebungen ist,
wird das halt so Challenge.
Und das ist dann halt auch in dem Sinne dann halt spannend, weil die haben natürlich
sehr, sehr viele AI-Agents, die dann halt hier und da halt rum committen.
und dann hast du natürlich dann auch sehr, sehr viele Clones,
wenn es ein Git-Repo sind,
und jedes Mal hast du dann natürlich auch noch Merch-Konflikte und so weiter
und dann hast du natürlich auch nochmal CI-Jobs, die sich auch nochmal die Repos
klonen und so weiter und die haben das jetzt quasi so umgebaut auf High-Level jetzt, dass A, die,
Infrastruktur dahinter 200 mal kleiner ist als die als der alte Git-Mirror, den es gibt oder gab,
und dass ein Checkout halt nur noch ein paar Sekunden dauert statt Minuten und
dass halt auch die CI-Konflikte die CPU-Kapazität für CI um 25% reduziert wurde.
Was halt nicht überrascht, weil wenn du so guckst, wenn du jedes Mal einen Commit
reinballerst in einem GitHub, GitLab, wie auch immer, dann wird halt jedes Mal
eine CI getriggert und wenn er jedes Mal halt das Repo runterlädt, das dauert halt.
Und das geht dann halt schon an die Kapazität und dann haben sie das dann halt
eben so gebaut. Wie gesagt, ich gehe jetzt nicht ganz genau auf den Designprinzip hierhin ein.
Was ich aber auch nochmal spannend fand, ist, es ist ein relativ kleines Team,
sieben Personen, die diese beiden Tools gebaut haben und haben das innerhalb
von fünf Monaten dann auch komplett migriert.
Muss aber natürlich sieben Personen, aber halt mit AI-Agents natürlich.
Schon nicht sehr, sehr viel dann halt auch.
Und es ist auch deutlich effizienter dann auch eben gestaltet.
Und was wollte ich noch sagen? Jetzt muss ich nochmal lesen.
Also genau, was ich halt witzig fand, ist wegen dem, weil ich ja gesagt habe,
das hat den GitLab-Aktienkurs um 10% nach unten gestoßen an dem Tag.
Die schreiben selbst in den Blogpost, es ist nur ein Problem,
was wir haben, was aber viele Firmen halt nicht haben.
Außer sie werden halt sehr, sehr viel schnell größer. Also die Probleme gibt
es grundsätzlich, wenn man sehr stark auf AI-Agents setzt, weil halt sehr viel
mehr Commits gemacht werden. Deswegen hat ja auch GitHub und GitLab auch,
Probleme mit ihrer Infrastruktur, dass sie ständig down ist.
Und das sind halt Dinge, die halt angegeben werden müssen. Und da kommt halt
Git an seine Grenzen, so wie es designt ist.
Ich hänge so ein bisschen an dem, was du oben in unsere Issue geschrieben hast.
25 Millionen Checkouts pro Tag.
25 Millionen.
Genau, weil das sind halt einmal AI-Agents, das sind normale User,
das sind CI. Da summiert sich dann halt.
Und immer wird die Historie, wenn sie nicht aufpassen, mit ausgecheckt.
Aber gut, man kann ja den letzten...
Ja, man kann auch Shallow Clones machen.
Genau.
Shallow Clones, Sparse Checkouts, dass nur einzelne Pfade geklont werden.
und, aber diese Operationen, also Shallow Clones und Sparse Checkouts sind relativ CPU-lastig.
Weil ein reiner Klon schickt dir halt im Wesentlichen stark vereinfacht einfach
nur die Daten durch und bei so einem Shallow Clone oder Sparse Checkout dann,
macht er on the fly dann halt eben so, welche Daten muss er dir jetzt schicken. Das kostet dann halt,
Auch nochmal Zeit.
Es macht weniger Last auf dem Client, aber mehr Last auf dem Server auf jeden Fall.
Ja, weniger Last auf der Netzwerk vor allem.
Ja, na klar.
Also auf dem Lokalen zumindest. Also auf dem Ausgeben.
Schon irre, ja.
Ja, und genau, das fand ich schon spannend, wie sich das dann,
wie auch völlig anders, die da arbeiten.
Wie gesagt, man kann es gut finden, man kann es schlecht finden,
aber so arbeiten sie da halt.
Muss man dazu sagen, dass so Buden wie also genau, was ich auch nochmal witzig
fand, ist, die haben nachträglich in den Blogpost geschrieben,
so, ach ja, übrigens, das ist gar nicht was völlig neues Konzept, effektiv ist das,
fußen die auf Arbeit von einem Tool namens Mononoke, was von Facebook kommt
oder von Meta-Plattforms kommt,
was das,
Source-Code-Management-Tool namens Sapling ist.
Okay, ja.
Und also es ist eigentlich, Wohl, dann habe ich aber nicht so tief reingeguckt, abgekupfert davon.
Und dann denkst du dann auch so, ja, woher holen sich die AI-Agents ihre Kenntnisse
von Tools, die es schon gibt?
Ja, na klar.
Und dann wird es neu verpackt und dann gesagt, ey, wir haben was Neues entwickelt.
Ich finde es spannend zu lesen, dass die dann aber nicht von ihrer Idee losgegangen
sind, dass sie nicht auf Monorepos verzichten wollten, sondern dass sie weiter
bei Monorepos bleiben und das Tooling drumherum geändert haben.
Ja, genau.
Das wäre für mich der erste logische Schluss gewesen, wieder von einem Monorepo
wegzukommen. Aber spannend, spannender Ansatz. Die werden ihre Gründe haben.
Ja, Monorepos sind für viele Firmen nicht die Lösung.
Aber es löst ein paar Probleme, führt natürlich wieder zu anderen Problemen.
Und wenn man das aufteilt, dann auch wieder. Also egal, wie man es tut,
es gibt halt andere Probleme.
Ich habe auch mehrere Monorepos.
Das hast du jetzt extra so gesagt.
Natürlich habe ich das so gesagt und das habe ich auch, glaube ich,
schon gesagt in unserer allerersten Tirpott-Episode, wo wir über Monorepos gesprochen haben.
Genau, jetzt kam er auf. Aber das ist doch schön. Nach sechs Jahren referenzieren wir wieder Monorepos.
Also ein Podcast ist dann gut, wenn er selbstreferenziert wird.
Wir sind auf dem besten Weg.
Genau, die Folge 001, keine Zeit vor Monorepos. Den Titel weiß ich sogar noch,
ohne nachzuschauen. Hahaha.
Nein, aber sehr cool. Ich glaube, ich muss den auch lesen, ob ich die Hälfte
wahrscheinlich nicht verstehen werde.
Ja, ich war auch nicht bemüht genug, um wirklich alles im Detail zu verstehen.
So sehr hat mich dann doch nicht interessiert.
Er zeigte sich stets bemüht, genau.
Sagt das nicht mein Chef.
Super.
Komm, dann geht's zu deinem Medientipp.
Ja, meinen Medientipp habe ich
schon angesprochen. Das ist ein Video zu einer Doku über den Scary Guy.
Ich habe gesehen, dass es die Doku auf YouTube gibt. Die hat einer der Regisseure,
von der Doku hochgeladen.
Das sind, glaube ich, anderthalb Stunden oder eine Stunde zehn oder so.
Ich finde es sehenswert. Also ich habe die zuletzt mal vor ein paar Jahren gesehen,
als ich die tatsächlich bei Arte gesehen habe.
Und ich finde es sehenswert, sich mal darüber Gedanken zu machen.
Also wie gesagt, er ist sehr stark in Richtung gegen Vorurteile unterwegs und
er selber ist halt das wandelnde Vorurteil.
Und das ist wirklich spannend zu sehen und das relativiert eine ganze Menge
Dinge. Und da habe ich halt diesen Satz gelernt, wenn andere ein Problem mit
dir haben, ist es deren Problem, nicht dein Problem.
Also es bezog sich natürlich bei ihm auf die Tätowierung und die Piercings und das Ganze.
Aber eindrücklich, sehr, sehr eindrücklich. Ein toller Typ.
Ja.
Nicht mein Weg, aber ein toller Typ.
Ja, ich finde den auch. Ich habe den jetzt nochmal angeguckt,
der sieht schon scary aus.
Ja, mittlerweile sieht der noch scarier aus. Also das, ich glaube,
die Doku ist 10, 15 Jahre alt.
Mittlerweile gehört er auch zu den Graubärten und habe jetzt noch einen langen weißen Bart.
Spannend.
Ja.
Gut, muss ich mir mal anschauen.
Ja. Tut nicht weh, kann man auch gut nebenbei gucken.
Ja. Gut, dann sind wir fertig mit dieser Folge.
Ja, gibt im Nachklapp nichts zu erzählen oder bist du auf irgendein Event in nächster Zeit?
Ich bin auf der CLC-Konferenz in Mannheim. Irgendwann im November. Mit Vortrag.
Link auch zum Vortrag reicht nur nach.
Genau.
Gut, in dem Sinne, schönen November.
Ja, ich treu euch wieder hin, bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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