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Dirk Deimeke & Sujeevan Vijayakumaran

TIL070 - Die persönliche Weiterentwicklung in Job-Interviews

01.08.2026 100 min

Zusammenfassung & Show Notes

Dirk und Sujeevan unterhalten sich über die Erfahrung von Job-Interviews auf Arbeitgeberseite, die persönliche Weiterentwicklung und schnellen Entscheidungen.

Vorgeplänkel
  • keine Links
TIL-Shorty: Job-Interviews
TIL-Shorty: Plus Minus Next
Persönliche Weiterentwicklung
Tooltipp: Zulip
Tooltipp: PlantUML
Medientipp: hellointerview.com
Medientipp: Tiny Experiments
Nachgeplänkel

Transkript

Dirk
00:00:00
Willkommen zur Folge 70 von Till Pott. Hier im sonnigen Grüt sitzt der Dirk und da hinten im sonnigen Castro-Brauxel sitzt der Sujifu. Guten Morgen!
Sujeevan
00:00:12
Guten Morgen! Es ist der 25. Juli um 10.06.
Dirk
00:00:17
Uhr. Genau, Redaktionsschluss ist. Wer weiß, ob sich die Weltgeschehnisse noch verändern in der Zwischenzeit. Deswegen, genau.
Sujeevan
00:00:28
Genau, wir sind in der August-Folge und wir hatten in unserer Matrix-Stadt wieder sehr viele Diskussionen. Mittlerweile habe ich Probleme, da alles nachzulesen. Ich musste schon muten damit, weil ich sonst zu viele Benachrichtigungen bekommen habe.
Dirk
00:00:44
Ja, ich habe ja eh alle Benachrichtigungen quasi auf Mute. Nein, auf Mute ist falsch. Ich sehe sie, aber ich habe sie nicht so, dass sie mich aktiv benachrichtigen können.
Sujeevan
00:00:53
Was ist der Unterschied?
Dirk
00:00:55
Ich habe auf dem Handy, wenn ich das Handy wenn ich aufs Handy gucke, wenn ich das Handy entsperre, dann sehe ich die Benachrichtigung. Wenn ich nicht aufs Handy gucke, sehe ich sie nicht.
Sujeevan
00:01:04
Ja gut, das habe ich eh bei allen Benachrichtigungen, außer bei Anrufen und Kalender, weil Anrufen und Kalender kriege ich auf die Uhr. Aber wenn ich, genau, ich mache da aber nochmal eine Unterscheidung bei so ein paar Sachen, wie jetzt halt auch der Gruppenchat, den ich dann halt mute, sodass ich auch auf dem Handy keine Benachrichtigung bekommen und aktiv reingucken muss.
Dirk
00:01:29
Auf dem Desktop ist es ein bisschen anders. Wenn ich da Debug mache, dann mache ich alles aus, alles Anbenachrichtigung aus. Wahrscheinlich auch den Mail-Client aus. Man kann ja auch einfach auf dem Desktop das Programm nicht starten.
Sujeevan
00:01:40
Moment, was?
Dirk
00:01:42
Genau, das haben wir ja noch nie gemacht.
Sujeevan
00:01:46
Nee, auch da habe ich das dann, weil es wenn da manchmal zu viel ist, dann in dem Sinne gemutet, damit ich dann nicht alles sofort mitbekomme, sondern halt Stunden später nachlesen kann, also aktiv.
Dirk
00:01:59
Mich würde ja generell auf dem Mobiltelefon eine Funktion freuen, wo man sagen kann, alle Anwendungen, die ich habe, sind ohne laute Benachrichtigungen und ich schalte nur die lauten Benachrichtigungen ein bei denen, wo ich es wirklich haben will, nämlich bei mir bei keiner und ich habe die wenigen, die mich wirklich interessieren, die lasse ich an die Uhr weiterleiten. Und das ist nicht so viel möchte mich nicht durch meinen durch mein handy bestimmen lassen das.
Sujeevan
00:02:30
Habe ich ja ich habe auch nur kalender anrufe auf die uhr und beim anrufen vibriert das handy ansonsten nicht fertig.
Dirk
00:02:38
Bei mir auch ich habe noch ein zwei ein oder zwei chats die auf die uhr kommen, die die die mir die mir wichtig sind und ansonsten eben auch nicht ja ja.
Sujeevan
00:02:49
Genau, warum haben wir es eigentlich erwähnt? Es gab diverse Diskussionen zu der Nutzung von AI.
Dirk
00:02:55
Ja.
Sujeevan
00:02:56
Teilweise kontrovers, aber gut.
Dirk
00:03:00
Ja, aber immer auf einem fairen Level, also ohne, dass es um Beleidigungen ging. Es war immer, also ich finde die Diskussion bei uns generell gut. Ich bin da ganz froh, ganz froh, wie das läuft.
Sujeevan
00:03:11
Genau, wobei man auch sagen muss, es gibt jetzt keinen da drin, der oder die total Fanboy ist quasi. Aber es gibt einige, die sind komplett dagegen.
Dirk
00:03:21
Ja.
Sujeevan
00:03:22
Ist so eine gesunde Mischung, würde ich sagen.
Dirk
00:03:25
Ja, ich habe aber auch schon ein, zwei Fanboys, gefunden, sage ich mal so.
Sujeevan
00:03:30
Ja.
Dirk
00:03:31
Die schon sehr, sehr stark sind, dass das...
Sujeevan
00:03:34
Der Unterschied ist aber auch, wenn man das mit den Leuten auf LinkedIn zum Beispiel vergleicht, dann ist das...
Dirk
00:03:39
Ja, das kannst du vergessen.
Sujeevan
00:03:40
Gemäßigter Fanboy.
Dirk
00:03:43
Aber es war jetzt, im Zuge dieser Diskussion war es so, wenn man mal zwei, drei Stunden nicht drauf geguckt hat, waren auf einmal 60, neue Nachrichten da. Da wird es dann halt und ich lese wirklich alles nach, aber ich antworte dann nicht mehr auf alles. Aber es wird schwierig, dann im normalen Tagesverlauf da zu folgen. Das stimmt schon. Lässt das eigentlich Rückschlüsse zu, auf das, was die Leute tagsüber so tun, wenn sie so viel schreiben?
Sujeevan
00:04:07
Macht den Leuten noch ein schlechtes Gewiss.
Dirk
00:04:09
Ich weiß nicht. Vielleicht ist es auch eine Frage der Priorisierung.
Sujeevan
00:04:15
Genau. Kommen wir zu den ersten Schottis, oder zu meinem ersten Schotti. Ich hatte in den letzten ein, zwei Folgen erwähnt, dass ich eine Person gesucht habe für meine Firma Freude Deployments. Und mittlerweile hat die Person auch angefangen, Mitte Juli. Und ich wollte mal ein bisschen erzählen, wie die Jobinterviews so abliefen, was ich daraus gelernt habe, was ich vielleicht auch ein bisschen anders machen würde. Ganz grundsätzlich war es für mich ja irgendwie schwierig, dann für mich allein, ich hatte nicht viel Zeit, war viel für Kunden und sowas zu tun, diverse Deadlines dann halt auch. Trotzdem musste ich dann halt das irgendwie da rein priorisieren und machen. Dann war ich auch noch mal eine Woche im Urlaub, so halb und muss halt trotzdem ein paar Gespräche machen. Und gerade wenn du die erste Person einstellst, musst du dann schon sehr stark drauf gucken, wie ist diese Person, passt das so, weil es halt, und weil ich halt auch bisher eine Ein-Personen-Firma war, ist es halt schon was anderes, als wenn es halt zehn Leute, 20 Leute oder noch mehr halt sind, weil es dann halt, für alles Mögliche schon diverse Strukturen gibt, die es halt hier nicht gibt, wo man dann schon eher in die Breite gucken muss und nicht nur ein Experte in einen Teil und der oder die nichts anderes machen will, ist das dann halt schwierig.
Dirk
00:05:42
Ja.
Sujeevan
00:05:43
Genau, und in dem Sinne musste ich dann halt schon gucken, wie strukturiere ich das Ganze, damit man halt auch die Zeit, die ich mit den Leuten spreche, dann auch effizient gestalte. Nicht nur für mich, sondern natürlich auch für die anderen, weil die wollen ja auch keine fünf Stunden quatschen. Ich habe zwar meist versucht, irgendwie bei einer halben Stunde, dreiviertel Stunde erstmal den ersten Call zu haben. ich bin da eh mal drüber gelaufen. Was aber auch für die Gespräche oder für die Leute dann halt auch reinspielt, weil man sich mit dem gut unterhalten konnte und sonst was. Wenn man schon am Anfang merkt, okay, das geht nix, dann muss man sich da auch nicht so viel drum kümmern, dass da was Sinnvolles bei rumkommt. Dann wird es auch nicht so lang.
Dirk
00:06:26
Wir haben bei uns zum Beispiel als Erstgespräch immer einen Coffee Call, wo es einfach nur eine halbe Stunde ist, manchmal geht es auch ein bisschen länger, wo man einfach nur sich beriecht und guckt, ob die Chemie funktioniert.
Sujeevan
00:06:35
Ja, genau. Und auch da ging es dann bei mir halt auch schon relativ tief rein. Ganz grundsätzlich habe ich es effektiv an drei Stellen oder vier Stellen halt erwähnt. Was ich auf meiner Webseite, auf der Firmenwebsite. Ich habe es auf Mastodon gepostet und auf LinkedIn auch. Und ich finde, man hat schon einen deutlichen Unterschied gemerkt, von wo die Leute kamen, was die Qualität, sage ich jetzt mal, anging. Weil man merkt halt schon so die, bei Mastodon wurde es sehr oft geboostet. Und da kamen halt ein paar Bewerbungen rein. Und bei LinkedIn habe ich so viele Likes bekommen, ein paar Re-Shares auch. Aber das war dann eine andere Sorte von Bewerbungen. Da gehe ich gleich ein bisschen tiefer drauf ein. Aber auf Mastodon hat man schon gemerkt, das ist halt schon so eine Bubble wie wir halt. Genau, die suche ich ja effektiv dann halt auch. Also so eine, ich nenne es mal linksgrün versiffte Gutmenschen, Open Source Chaos Computer Club Backel.
Dirk
00:07:38
Divers, genau.
Sujeevan
00:07:40
Auch wenn es in der Regel weiße Männer waren. Aber halt ... Und ich meine, ich habe es auch ein bisschen forciert dadurch, indem ich halt in der Jobbeschreibung auch drinstehen habe, dass man bei mir in Vollzeit oder in Lifestyle-Teilzeit arbeiten kann. Und da habe ich von vielen verschiedenen Personen auch Feedback bekommen, so, ach, das ist ja witzig und toll. Weil ich halt genau das eben halt ein bisschen stichle dadurch dann halt auch, und genau und das hat dann halt auch so ein bisschen dazu geführt dass, die Bewerbungen bei Mastodon oder die über Mastodon reinkamen dann deutlich besser waren, jetzt menschlich, vor allem halt menschlich geguckt, und über LinkedIn dann halt irgendwie nicht ganz so passend waren und ich habe mir nicht extremst viele angehört. Also effektiv hatte ich quasi vier Bewerbungen über Mastodon. Davon waren drei sehr gut und eine Person habe ich davon angestellt. Bei LinkedIn hatte ich auch vier Bewerbungen. Und da hat man dann gemerkt, das haben dann Leute gesehen, die einen Job suchen, die teilweise kein Deutsch sprechen oder sehr wenig. Und wo man dann sehr hart den Einsatz von LLMs sehen konnte.
Dirk
00:08:59
Ja, da muss man natürlich auch fair sein. Man hat bei deiner Stellenausschreibung auch sehr hart gemerkt, dass da LLM mitgespielt hat.
Sujeevan
00:09:05
Genau, aber wenn halt, wenn da diese ganzen Floskeln drinstehen, die, die in jeder, beziehungsweise von einer Person kam auf LinkedIn eine Message auf Englisch, es war ein Inder, der auch erst seit einem Jahr in Deutschland ist und dann kommt eine Bewerbung rein auf Deutsch, die halt, wo alle Floskeln drin sind, die man so von Bewerbungen kennt.
Dirk
00:09:32
Ja, klar.
Sujeevan
00:09:34
Dann denke ich so, okay, das passt nicht so. Vor allem, weil ich halt auch, auf dieser Karriereseite dann halt, habe ich auch ein paar Fragen hingeschrieben, wie, was interessiert dich, wie lernst du und so weiter. Irgendwie vier Fragen. Ich habe die nicht mehr alle im Kopf. Und die, die über Mastodon reinkamen, die haben die entweder direkt oder indirekt halt beantwortet. Die von LinkedIn haben das gar nicht richtig betrachtet.
Dirk
00:10:00
Ja, ja. es ist ja zum Teil auch ein Floskuggeschäft und ich glaube, wenn du irgendwie die 50. 60. Bewerbung geschrieben hast, dann fängst du nicht mehr an groß dir Müll zu geben bei jeder einzelnen Bewerbung ja, das kann ich schon nachvollziehen die Bewerbung, die du per Mastodum bekommen hast hast du die per Public Tut bekommen oder haben die dich direkt angeschrieben?
Sujeevan
00:10:22
Achso, ne, ich hab's ich meine, es so über Mastodum bekommen heißt für mich, die haben das dort gesehen und sich dann bei mir entgemerkt und dann halt eine Mail geschrieben.
Dirk
00:10:32
Das habe ich schon so verstanden. Okay, gut.
Sujeevan
00:10:36
War bei LinkedIn ja auch so im Wesentlichen. Und eine Person halt auf Empfehlung von einem Ex-Kollegen. Genau, so hatte ich dann quasi drei verschiedene Quellen. Natürlich springen dann sofort Leute an, die auf LinkedIn vor allem, die dann irgendwas mit, hey, ich bin ein Recruiter.
Dirk
00:10:54
Ja, ja, natürlich.
Sujeevan
00:10:56
Und dann so, nein, habe ich jetzt keine Lust zu. Also kann helfen natürlich so. Weil ich hatte auch überlegt, kann ich irgendwie was auslagern oder sowas? Zumindest diese ersten Gespräche, aber dann dachte ich so, nee, das bringt irgendwie nicht so viel und dadurch, dass ich eh nicht so extrem viele Bewerbungen bekommen habe, ging da, ließ sich das auch managen.
Dirk
00:11:14
Ja, und du sag mal so, du hast ja eben, die bei Ninja Warrior sagen, immer im Hindernis gelernt. Du hast ja während des Prozesses auch gelernt, worauf es hier angekommen ist. Das kommt ja nochmal dazu. Und das kann ein Recruiter, kann ja nur eine Vorauswahl nach fixen Kriterien machen. Und die Kriterien haben sich ja zum Stück auch geändert.
Sujeevan
00:11:32
Ja, genau. Und weil bei mir stand ja fachlich jetzt gar nicht so viel drin. Und das hat man halt auch in den Gesprächen dann gemerkt, es haben sich halt Leute gemeldet, die haben halt keine aktive Erfahrung mit GitLab, was gerade wichtig ist für mich. Auch wenn ich da mehr auf DevOps allgemein gucke natürlich, aber schon jetzt ist halt sehr viel GitLab und DevOps Tooling Thematik. Und das ist für mich halt okay, weil man sich halt reinarbeiten kann.
Dirk
00:12:00
Konzepte muss man verstanden haben, die Produkte halt nicht.
Sujeevan
00:12:03
Genau, und auch wenn man die Konzepte kennt, aber keine praktischen Erfahrung hat, das kann man halt auch lernen.
Dirk
00:12:10
Korrekt, ja.
Sujeevan
00:12:11
Also klar ist es schöner, wenn alles fertig ist, aber ich weiß, dass es halt unrealistisch ist, auch weil ich jetzt nicht super viel Geld bezahlen kann, weil ich hatte halt als Vollzeit eben angegeben bis zu 50.000 Euro, als Arbeitnehmer brutto, das ist für mich effektiv ja auch teurer. Und dann halt, wenn es Teilzeit ist, dann halt einen prozentualen Anteil davon. Effektiv ist das dann halt auch so draufgekommen. Und ein paar Sachen, die ich dann ja noch hatte, ist Gewinnbeteiligung und Umsatzbeteiligung. Umsatzbeteiligung dann halt so gestaltet, dass wenn die Person... Direkt Umsatz generiert, im Sinne von faktorierbare Stunden für den Kunden, die also nicht über mich laufen, sondern was die Person dann halt auch abliefert quasi, dass man dann halt einen Prozentsatz dafür bekommt und wenn aber nichts dergleichen ist, trotzdem noch ein Teil vom Gewinn dann halt auch einmal mehr effektiv dann halt ausgeschüttet wird. Und um halt auch ein relativ kleines Fixgehalt zu rechtfertigen quasi, Weil wenn man mehr für den Kunden macht, was Geld bringt, dann hat das dann natürlich auch einen Einfluss auf, habe ich weniger Risiko und teilen halt auch da klar, okay, du hast ja voller Transparenz effektiv auch, was du machst, was du verlangst, weil es eben klein ist, es skaliert vielleicht nicht mehr 200 Leuten oder mehr. Muss es jetzt halt auch nicht. Und so fange ich jetzt dann halt auch eben an.
Dirk
00:13:40
Genau.
Sujeevan
00:13:42
Genau. was ich ansonsten noch, gerne gefragt habe, ist was ich eigentlich, also viele machen sich ja über die Frage lustig, zu Recht auch, so, warum hast du dich hier beworben? Die Antwort ist ja dann häufig bei den Leuten, die sich drüber lustig machen, ja, ich brauche Geld.
Dirk
00:14:03
Wenn sie ehrlich antworten.
Sujeevan
00:14:04
Genau, wenn man, deswegen halt, lustig machen halt, ne? Was ja auch irgendwie stimmt, man macht es ja auch aus Geld, so. Aber bei mir ist es ja noch ein bisschen was anderes, weil ich schon gefragt habe, naja, ich bin halt eine bisherige Ein-Personen-Firma, die Firma gibt es ein Jahr, es gibt jetzt nicht extrem viele Kunden, effektiv ist es ein Build-Your-Own-Job-Thema, das kannst du dir ein bisschen so gestalten, das ist halt nicht für jeden was. Und ein paar davon, auch die guten quasi, die über Mastodon effektiv reinkamen, die sind dann halt auch ausgestiegen danach, weil sie so, naja, erstmal wollte ich nur mit dir reden und dann kann man immer noch gucken. Was ja auch völlig okay ist, was für mich zu schade ist, aber ich hätte nicht alle einstellen können. Und trotzdem habe ich halt gefragt, naja, warum hast du dich jetzt beworben? Was fandest du jetzt ansprechend? Und da kamen natürlich Antworten, die ich teils erwartet habe, halt auch nicht so ganz drüber nachgedacht habe. Also ein paar Leute meinten dann so, ja, ich kenne dich hier von der Foscon und war bei meinen Vorträgen oder sowas. Und letztes Mal stand es so neben mir, als ich mit dem und dem geredet habe und ich so, echt? Okay. Ich fühlte mich da so ein bisschen beobachten. Und halt dieser Open-Source-Fokus, das mit dem Lifestyle-Teilzeit kam halt auch gut an. Weil es halt gezeigt hat, dadurch dann halt auch gezeigt hat, dass ich quasi halt nach Common Sense arbeite, dass man mit mir alles reden kann. Weil ich ja zum Beispiel auch hingeschrieben habe, wenn du mehr Urlaub haben willst, man kann darüber reden. Flexibel dann halt auch. Hat dann halt einmal Einflüsse auf Gehalt und sonst was und wie man es organisiert, aber man kann mit mir darüber reden. Also dass ich halt unkompliziert bin, das fand ich dann halt auch irgendwie ein Dachsatz. Genau. Genau, genau. Manche Antworten fand ich auch spannend, weil da meinte dann der eine zum Beispiel, ja, Komfortzone überwinden, dann halt mehr mit Menschen und Kunden zu machen, weil man ein bisschen mehr Maschinenraum dann halt ist, dann kennt man das dann halt nicht, um mal was anderes zu sagen.
Dirk
00:16:11
Ich finde die Frage auch in anderen Kontexten absolut gerechtfertigt, jetzt nicht nur bei dir. Und habe mich dann gefragt, als ich das gelesen habe, warum das explizit bei dir gerechtfertigt ist. Ich finde, das ist überall gerechtfertigt, weil ich habe zum Beispiel in meiner Wunschliste stehen, dass ich nicht in Firmen über 5000 Mitarbeiter arbeiten möchte, arbeite jetzt bei einer Firma mit 25.000.
Sujeevan
00:16:32
Mitarbeitern.
Dirk
00:16:34
Und da muss man sich ja die Frage auch gefallen lassen, also Arbeitskultur spielt eine Rolle, Pensionskasse, also betriebliche Rente spielt eine Rolle, Arbeitskultur spielt eine ganz große Rolle und die Frage ist eigentlich übergerechtfertigt. Also losgelöst mal davon, also ich würde die Frage tatsächlich dann auch erweitern und sagen, dass du Geld verdienen möchtest, das braucht, darüber brauchen wir gar nicht reden, aber wenn das dein einziger Treiber ist, ist es halt auch vielleicht das Richtige.
Sujeevan
00:16:59
Ja, genau. Ja, ich meine, die Frage kommt auch immer drauf an, wie man die Frage stellt.
Dirk
00:17:05
Genau.
Sujeevan
00:17:05
Und aus welchem Blickwinkel. Weil ich habe die natürlich gestellt so, naja, ich bin ja ein Mann-Person. Ein Mann-Person, ja. Ein-Person-Firma.
Dirk
00:17:13
Ich bin übrigens auch eine Ein-Mann-Person. Wir haben mal was gemeinsam.
Sujeevan
00:17:20
Und das muss halt nicht jeder wollen. Oder kann auch nicht unbedingt jeder. Das will ich natürlich dann auch abchecken. Genauso wie wenn nicht jeder bei einer 25.000-Personen-Firma halt arbeiten will. Und es ist aber halt anders, wenn du nur eine Lobhudelei auf die Firma haben willst. Das brauche ich halt überhaupt nicht.
Dirk
00:17:40
Ja, aber es zeigt natürlich auch, ob sich derjenige mit dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin beschäftigt hat. Ob es wirklich Benefits gibt, von denen er gehört hat, die er oder sie gerne mitnehmen möchte. Oder ob es jetzt einfach nur ist, wer Geld verdienen möchte, von der Straße weg sein. Das muss man, Motivation ist schon wichtig, also an der Stelle.
Sujeevan
00:18:02
Genau. Und ich wollte gleichzeitig auch natürlich ein Gefühl dafür bekommen, so okay, wie eigenständig sind die Personen, weil ich halt nicht Händchen halten kann komplett. Weil eine kompletten juniorjährige Person ist halt schwierig anzustellen für mich, weil ich halt nicht so viel Zeit habe. Da was beizubringen. Das kann sich später ändern für Personen zwei, drei oder vier oder sowas. Aber jetzt gerade ist es halt schwierig, wenn man dann Leuten noch die Zeit geben muss, Git richtig zu lernen, zum Beispiel, wenn es halt eher eine juniorige Person ist. Was Stand jetzt halt schwierig ist, später ist es halt okay. Eine Person hatte halt sehr wenig Erfahrung. Dann merkt man dann, okay, so Git- und Git-Lab-Sachen, die waren sehr, sehr basic und Und für später wäre es okay, weil ich dann schon gemerkt habe, die Person hat sehr, sehr viel selbst gelernt und ist sehr fokussiert auf, wie man was lernt. Passt für mich gerade noch nicht. Und das gibt es dann ja auch häufig. Das hatte ich früher dann manchmal ein bisschen komisch, weil dann hieß, ja, wir haben eher ein wenig Seniorik es gesucht, aber jetzt verstehe ich das. Das dann so, ja, okay, kein Wunder, wenn halt keine Zeit dafür da ist und vor allem bei einer ganz kleinen Firma.
Dirk
00:19:16
Ja, man muss ja auch immer im Hinterkopf behalten, jemand, der heute anfängt, ist nicht morgen produktiv, sondern man geht ja je nach Umfeld davon aus, dass es drei bis sechs Monate dauert, bis es wirklich vollproduktiv ist.
Sujeevan
00:19:30
Genau.
Dirk
00:19:31
Das ist ein Invest, auch an deiner Zeit in dem Moment.
Sujeevan
00:19:35
Genau, und das ist ja dann, bei mir ist ja auch nochmal alles irgendwie so, es muss ein bisschen Sales, es muss Marketing, es muss auch technisch was abliefern, können beim Kunden und das ist halt schon sehr breit und, witzigerweise hatte ich auch drei Personen, die ich auch sehr gut fand. Und waren alles Leute, die schon mal selbstständig sind oder waren oder zum Teil selbstständig sind, waren, was für mich dann halt auch ganz gut gepasst hat, weil die dann ja auch ein bisschen mehr wissen, wie es dann ist, wie auch meine Position ist und aus welchem Blickwinkel ich da drauf gucke, weil die das dann auch kennen oder kannten dann auch.
Dirk
00:20:11
Ja, der Punkt ist natürlich, ich vergleiche das immer mit Rollenspielen, wo du, wenn du einen Charakter ausformst, wo du Erfahrungspunkte vergeben kannst, die in bestimmte Bereiche fließen. Und wir haben ja oft von T-shaped, L-cost-shaped, I-shaped und so weiter gesprochen. Wenn du einen Skill hast, der außerordentlich gut ist, wirst du viele Skills haben, die nicht so außerordentlich gut sind. Und da muss man schon eine Priorität setzen. Wenn du jetzt so mit den Anführungsstrichen gemischt warenladen bist und eigentlich etwas von allem brauchst, dann brauchst du nicht den, der der absolute Spezialist in einem Thema ist, sondern du brauchst jemanden, der sich schnell auf wechselnde Anforderungen anpassen kann.
Sujeevan
00:20:51
Genau, und gleichzeitig brauche ich auch Personen, die mich challengen und nicht einfach nur Ja sagen. Und das ist schwierig zu testen in kurzen Gesprächen. Da muss man halt irgendwie so ein Gefühl dafür bekommen.
Dirk
00:21:05
Entschuldigung, du hast aber glücklicherweise auch eine Bubble, in der du dich austauscht, wo du auch, denke ich mal, gechallengt wirst, zusätzlich darüber hinaus.
Sujeevan
00:21:11
Ja, genau. Ich meine dann halt nur so ein paar Sachen, die ich dann halt so kenne. Ich meine, ich habe vieles, wie ich halt arbeite, arbeiten will, was so Unternehmensstruktur, Kommunikation, Arbeitsweisen angeht, ist halt bei mir viel sehr oder sehr angelehnt daran, wie es bei GitLab lief. Nicht wie es unbedingt heute läuft, aber wie es halt damals lief, als ich dann da war, wo ich dann so, ist mir eigentlich egal, wann du arbeitest, vor allem, wenn Kinder noch im Spiel sind, quasi. Hauptsache ich, die Sachen werden erledigt. Du bist ansprechbar und für die Termine da, wo halt relevant ist. Also was für mich Common Sense ist. Wenn ein Termin um 10 Uhr ist und du kannst da nicht, dann sag mir halt Bescheid. Oder mach einen Blocker rein, wenn du mal am Vormittag nicht da bist. Wenn du es in anderer Zeit machst, ich hab da jetzt keine Lust nachzuvollziehen, wann du wie, wo, was machst und so weiter.
Dirk
00:22:09
Genau, das ist mittlerweile glücklicherweise auch in größeren Firmen so. Lange nicht überall. Es gibt ja immer noch die Leute, die wollen 9 to 5 haben und danach lässt das Mikro fallen. Aber es ist mittlerweile auch da Common Sense zu sagen, dass du zu den Terminen verfügbar sein musst. Und wenn es ein Kundentermin ist, ist es eine Regel so, dass erwartet wird, dass du den noch wahrnimmst und dass du da vielleicht auch persönliche Opfer bringst an der Stelle. Also im Rahmen natürlich. Immer im Rahmen.
Sujeevan
00:22:38
Genau, und das kann man dir ja dann halt nach Common Sense dann halt regeln.
Dirk
00:22:43
Bei Common Sense, deswegen erwähne ich das nochmal, bei Common Sense finde ich, dass es schwierig ist, weil es gibt unterschiedliche Interpretationen von Common Sense. Das, was für uns Common Sense ist, muss noch lange nicht in anderen Umfeldern Common Sense sein.
Sujeevan
00:22:56
Genau, und da hatte ich dann auch gemerkt in Gesprächen, dass dann halt diverse Sachen nachgefragt wurden, die für mich halt klar sind, wo aber trotzdem gut ist, dass man darüber gesprochen hat. Und da will ich halt auch mal gucken, diverse Sachen halt einfach runterzuschreiben, wenn die Fragen aufkommen, weil viele Sachen ich halt einfach im Kopf habe, wie ich denke, so laufen zu haben, und da hilft das dann ja auch irgendwie mal runterzuschreiben, damit man das im nächsten Fall vielleicht dann nicht nochmal erzählen muss, sondern halt nachlesen kann.
Dirk
00:23:24
Ja, oder FAQ oder wie es bei Getlep war, halt mit dem Handbook, dass man halt schon Fragen oder Kulturfragen beantworten kann.
Sujeevan
00:23:32
Genau, weil das war dann effektiv, dann, als ich mich bei GitLab beworben hatte damals, wir reden hier von Anfang 2020, Januar 2020, hatte dann mein Manager, der mich dann auch eingestellt hat, gefragt, dann beim Beingespräch dann so, ja, hier, hast du noch Fragen zu irgendwas? Und meine Antwort war dann halt ernst gemeint und nicht irgendwie was anderes. Einfach so, nee, die, die ich hatte, stehen im Handbook.
Dirk
00:23:58
Genau.
Sujeevan
00:23:59
Also sowas, Benefits, Arbeitszeiten, Kommunikation und hast du nicht gesehen. Ich hab dann halt ein paar Stunden da drin verbracht. Und er meinte, ah, sehr gute Antwort. Und dabei wollte ich das gar nicht so als ich will mich profilieren, das gelesen zu haben, sondern halt, es hat mich halt total interessiert. Ich hab selbst die Onboarding-Tickets angeguckt, die Templates, weil die halt public waren.
Dirk
00:24:18
Ich finde solche Ansätze auch ziemlich gut. Ich finde auch ganz gut, dass du direkt mit dem, sagst schon, dass du sehr offen mit dem Gehalt umgegangen bist. Das ist ja das, was wir in unserer Blase eigentlich auch erwarten.
Sujeevan
00:24:31
Genau, weil es bringt mir auch nichts, wenn ich da ein total hohes Gehalt reinschreibe oder gar kein Gehalt reinschreibe und dann kommen halt Leute, die 80.000 oder so verdienen wollen, die ich vielleicht sogar anstellen könnte, aber, wo ich dann halt vielleicht auch zu viel Zeit verbraten würde, wenn es dann halt eh nicht passt von den Zahlen her.
Dirk
00:24:55
Ja, zum einen das und zum zweiten finde ich, da scheiden sich die Geister eigentlich, aber ich bin der festen Überzeugung, dass das in das Erstgespräch gehört.
Sujeevan
00:25:05
Ja.
Dirk
00:25:06
Und wenn man merkt, dass man sich da überhaupt nicht einig werden kann, wenn das den Budgetrahmen komplett sprengt, dann braucht man an der Stelle gleich gar kein Zweitgespräch mehr führen.
Sujeevan
00:25:14
Ja, genau. So war das bei mir bei sowohl GitLab als auch Grafana auch gewesen. Im Erstgespräch zumindest war es dann Gehaltswunsch. Teils stand es Public ja dran, teils nicht. Und dann so, ja, okay, ist notiert. Und wenn es nicht gepasst hätte, dann hätten die es ja sofort gesagt.
Dirk
00:25:30
Ja. Also ich habe das bei den guten Firmen, bei denen ich mich beworben habe, da war das auch immer sofort Thema. Ja, genau.
Sujeevan
00:25:43
Was würde ich jetzt nächstes Mal anders machen? Auf jeden Fall, die Gespräche müssen besser vorbereiten, weil teilweise, weil es kostet halt schon Zeit, Texte zu lesen, also das Prosa zu lesen, auch mal so gucken, was steht im Lebenslauf vielleicht drin. Von dem, den ich eingestellt habe, von dem hatte ich gar keinen Lebenslauf gehabt. Der hat einfach so geschrieben, so, ja, hier, du wolltest ja quasi keinen klassischen Lebenslauf, also kriegst du von mir eine lange Antwort. Und hat auch geschrieben, was er nicht so gut kann ansonsten, was sich dann halt auch praktisch an, wenn man dann halt da auch offen ist.
Dirk
00:26:18
Das ist super, ja.
Sujeevan
00:26:20
Aber auch das kostet halt Zeit, man muss sich halt reinlesen, damit man nicht nochmal Punkte aufgreift, die man schon besprochen hat eigentlich. Oder schon geschrieben waren, sondern halt eher auf den zweiten Schritt dann gehen und da halt die vernachfragen, hey, du hast hier X geschrieben, was sagst du zu Y oder so weiter?
Dirk
00:26:38
Ja, genau. Das ist wichtig.
Sujeevan
00:26:41
Was ich schon dann gemacht habe, ist ein quasi finales Interview noch mit meinem Business-Coach machen zu lassen, um dann nochmal abzuprüfen, so okay, weil der halt aus dem anderen Blickwinkel nochmal draufschaut, der mich kennt und dann halt gucken kann, okay, was brauche ich jetzt und passt das so? Und nachdem dann da halt noch ein Daumen hoch kam und ein paar Feedback-Sachen dann noch habe ich das dann auch dann für dich gemacht.
Dirk
00:27:05
Das ist super, ja.
Sujeevan
00:27:07
Was würde ich sonst noch nächstes Mal anders machen? An sich würde ich viele Sachen gleich lassen. Ich würde nur gucken, dass ich vielleicht auch andere Gruppen erreiche vielleicht. Also effektiv haben sich bis auf einer alles weiße Männer und es gibt auch Menschen, die nicht weiße Männer sind. Und es haben sich zwar ein paar Leute beworben, was keine weißen Männer waren, aber wenn es zu juniorig ist, ist es dann auch schwierig.
Dirk
00:27:39
Ja, ich finde, ich halte es für gut, dass man Leuten die Stellenbeschreibung zu lesen gibt, die halt in den Gruppen sind, die man auch erreichen möchte. Ja, also wir haben das bei uns gemacht, zum Teil, also bei der Bank, bei der ich vorher war zum Beispiel, dass wir das auch ein Junior gegeben haben. Würdest du dich auf die Stelle bewerben? Was würdest du drin sehen wollen? Was würdest du anders haben wollen? Würdest du dich als Frau darauf bewerben? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Einfach, um das ein bisschen breiter aufzubauen.
Sujeevan
00:28:15
Genau, weil es macht schon einen Unterschied. Das hatte ich jetzt bei mir, glaube ich, nicht so direkt drinstehen. Aber wenn man halt drinstehen hat, wenn du Kinder betreuen willst, musst und die immer abholen willst oder sonst was, dass du dir dann halt die Zeit dafür freinimmst und das halt aktiv ansprichst, ist dann nochmal weniger besser, als wenn es zwischen den Zahlen effektiv nur steht.
Dirk
00:28:36
Ja, einmal das und das Zweite natürlich auch zu erwähnen, wenn du einen Kundentermin vor Ort hast, wie stehst du dazu? Sowas kommt ja auch vor. Es ist ja nicht so, dass auch wenn du als Sujivan komplett remote sein möchtest, der Kunde fordert ja auch manchmal Sachen.
Sujeevan
00:28:52
Genau. Und die Stelle ist ja auch remote eingestellt. Ich will ja niemanden bei mir besitzen.
Dirk
00:28:59
Du möchtest keinen sitzen. Ah, das ist ein anderes Thema.
Sujeevan
00:29:02
Genau, von daher ich bin gespannt, wie es anläuft. Die ersten Tage, anderthalb Wochen quasi waren gut. Das erste Gehalt ist auch schon gezahlt.
Dirk
00:29:12
Super.
Sujeevan
00:29:14
Pünktlich. Und genau. Wir sind dann als komplette 4day Deployments GmbH auch bei der Froskern vertreten.
Dirk
00:29:27
Ich bin gespannt, ihn kennenzulernen.
Sujeevan
00:29:31
Ich auch in Person dann.
Dirk
00:29:34
Ich werde ihm dann ein paar Geheimnisse über dich verraten. Er ist ja noch in der Probezeit, dann kann er noch kündigen und direkt auf der Fritz kann nach einem neuen Arbeitgeber suchen.
Sujeevan
00:29:43
Genau. Gut, so viel dazu.
Dirk
00:29:49
Ich habe auch einen kleinen Shorty. Der Shorty heißt Plus Minus Next oder Plus Minus Nächstes. Das ist ein Verfahren, was von Anne-Laure LeCunf empfohlen wird, dass man so ein Weekly Review macht über das, was man getan hat und dass man sich überlegt, was in der Woche gut gelaufen ist, was in der Woche schlecht gelaufen ist und was man als nächstes vorhat. Und es geht eher um Verfahrensweisen als um konkrete Dinge. Also zu sagen, ich möchte im nächsten Meeting ausprobieren, wie es ist, wenn ich da stärker mit Timeboxing arbeite. Und dass man dann im Review eine Woche später sagt, das hat gut funktioniert, das möchte ich gerne weiterverfolgen, das hat schlecht funktioniert, das möchte ich gerne sein lassen. Und sie meinte, das wäre ein ultrakurzes Review. Das bin ich der gleichen Meinung. Man sollte sich einfach eine Tabelle aufmalen mit drei Spalten, wo man plus minus next macht. Und wenn die next Spalte zu groß wird, dann sollte man sich überlegen was man daraus schmeißen möchte und sie empfiehlt die eisenhower matrix um sachen aus der next spalte rauszuschmeißen, ja ich halte jetzt nicht ganz so viel von der eisenhower matrix aber ich finde die idee für einen fünf minuten review finde ich relativ gut, Und ich beginne das jetzt jeden Montag zu machen, um die letzte Woche zu rekapitulieren. Ich habe jeweils Montag in meiner To-Do-Liste eine Wochenplanung drinstehen, wo ich die kommende Woche plane. Und da passt dieses Plus-Minus-Nex eigentlich sehr, sehr gut rein.
Sujeevan
00:31:14
Das muss ich mir auch mal angucken, weil effektiv brauche ich das ja jetzt quasi, um wieder auf das Thema von vorhin zurückzukommen. wie gestalte ich Kommunikation quasi innerhalb der Firma. Zu zweit ist es dann auch relativ einfach, aber auch da willst du Struktur haben. Und dann ist es dann halt auch immer so das Thema, bisher habe ich halt alleine gearbeitet, habe meine eigenen Tools einfach in Sachen was reingeschrieben und so weiter. Und jetzt muss ich das halt öffentlich machen oder intern öffentlich machen, damit es klarer ist, wo man mich unterstützen kann, wo ich vielleicht Hilfe brauche, aber es gar nicht im Blick habe, dass man mir da helfen kann zum Beispiel. Gleichzeitig aber halt auch einen Blick bekomme, was macht die andere Person, jeweils, um da halt auch nochmal eingreifen zu können und in die richtige Richtung zu gehen, also transparent zu schaffen. Und da gibt es auch verschiedene Prozesse und auch da kann man ja sagen, so lief gut, lief schlecht. Oder wie passen wir das an?
Dirk
00:32:09
Ja, also das ist aus dem Buch Tiny Experiments, was dieses Mal auch der Medientipp von mir ist. Aber es gibt auch einen Artikel dazu, der öffentlich ist. Von daher kann man das persönlich nachlesen. Den Artikel verlinken wir natürlich. Und gerade in deinem Kontext kann es ja durchaus sein, dass du in die Plus-Spalte reinschreibst, es war gut, dieses und jenes zu delegieren, es war schlecht, dieses und jenes zu delegieren und next wäre dann versuchen, auf dem, was positiv gelaufen ist, vielleicht noch eine andere Sache weitergeben zu können, als Beispiel.
Sujeevan
00:32:37
Ja.
Dirk
00:32:38
Ja, genau. Und, ja, wir lernen halt, wir sind ein lernendes System. Und ja, ich gehe gleich bei Tiny Experiments noch ein bisschen ausführlicher darauf ein. Es geht halt darum, Experimente zu machen und das ist Teil von Experimente machen.
Sujeevan
00:32:53
Ja. Gut im Gegensatz zu mir war das wirklich short.
Dirk
00:33:02
Ja deine shorties sind nie short, eigentlich müssen wir die als mediums machen oder so oder als vorstufe zum full naja keine Ahnung, spielt ja auch keine Rolle, wir haben ja da keine Vorgaben wie wir das machen wollen vielleicht müssen wir das in dieses plus minus next aufnehmen, dass wir das genauere Vorgaben machen Short, die darf nicht länger als fünf Minuten sein. Genau, ich habe mir als Thema für diese Episode rausgesucht, dass wir uns mal über persönliche Weiterentwicklung unterhalten und dazu habe ich ein paar Fragen gestellt, die ich in unserem gemeinsamen Vorbereitungsticket-Issue einfach nicht bearbeitet habe, sondern nur drinstehen hatte und dann so die erste Frage, was definiert uns, was bestimmt uns als Person? Und sicherlich spielt ausbildung eine große rolle innere haltung spielte vielleicht noch größere rolle aber die innere haltung haben wir auch nicht von alleine bekommen die innere haltung entsteht durch unseren familien familiären kontext und auch durch unseren kontext in dem wir groß geworden sind, was würdest du für dich sagen was diese dinge waren die dich am stärksten beeinflusst haben die sich am stärksten definieren.
Sujeevan
00:34:17
Zu den einzelnen punkten die du gerade genannt hattest.
Dirk
00:34:19
Egal, egal, völlig egal. Du bist ja eine Gesamtperson und du bestehst ja nicht aus Punkten, vielleicht auch ein bisschen, aber wenn du verpickst bist.
Sujeevan
00:34:26
Da schenkt sich jetzt ein hinduistischer Witz mit dem Punkt auf der Stirn.
Dirk
00:34:33
Nein, nein, aber so ja, was würdest du sagen, was dich am stärksten beeinflusst hat, in verschiedenen Belangen?
Sujeevan
00:34:41
Völlig egal. Ja, bei Ausbildung, wenn man das jetzt größer fasst, alles, was sich so technisch oder karriereorientiert ist, was mich da definiert, ist, glaube ich, viel, was ich bei GitLab gelernt hatte. Also mir geht es mehr um das Miteinander, wie gearbeitet wird. Technisch aber halt dann auch mein erster Job, den ich hatte in der dualen Ausbildung, weil ich da sehr viel ausprobieren durfte, konnte. Dadurch konnte ich sehr viel lernen und da hatte ich auch keinen Stressdruck gehabt und da konnte ich halt vieles ausprobieren, was ich halt in Open-Source-Projekten oder so gehört, gelesen habe, mitbekommen habe, um das dann da auch zu implementieren, was genau richtig für mich war und was mich dann halt auch fachlich dann halt geprägt hat, weil ohne das wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Auch wenn da die Open-Source-Bubble halt auch sehr stark natürlich mit geholfen hat, wo ich halt viel gelernt habe. Wo es dann auch da reinfließt. Die innere Haltung, was ich jetzt mehr so politisch, würde ich das jetzt auch sehen.
Dirk
00:35:51
Kannst du sehen, wie du magst es.
Sujeevan
00:35:52
Genau, politisch, moralisch halt effektiv. Effektiv eigentlich auch Open Source Community. Nicht nur durch die Gespräche da, sondern auch, weil Open Source hier eigentlich auch sehr ein Miteinander ist, dass alle was von haben. Und das sind ja schon linke Einstellungen, die dann Linke und Grüne eigentlich ja auch Einstellungen...
Dirk
00:36:15
Ich finde das schade, dass wir das in diesen politischen Richtungen festmachen. Aber ja, es ist leider so.
Sujeevan
00:36:21
Naja, was heißt leider?
Dirk
00:36:23
Ja, weil es eigentlich nicht Politik ist.
Sujeevan
00:36:26
Ja, aber das ist heute schon unpolitisch.
Dirk
00:36:29
Ja, eben. Deswegen schade. Also genau.
Sujeevan
00:36:34
Ja, genau. Also ich meine, der Blickwinkel ist jetzt quasi so, naja, Open Source, was sind das für Haltungen? Und nicht Open Source, also aus anderen Blickwinkeln halt betrachtet, rückwärts betrachtet quasi. Und das wegt sich dann halt auch bei mir viel auf die Einstellung aus, die ich so habe. Dabei so ein Open Source Projekt, der interessiert mich meistens, ist ja zum Beispiel auch nicht so, also direkt interessiert mich ja nicht genau, wo kommt diese Person her? Also ist mir bei einer Contribution jetzt erstmal egal, ist das jetzt ein Deutscher, ist das jetzt ja aus Sri Lanka, aus Afghanistan oder was weiß ich. Trotzdem will man es trotzdem so offen gestalten, dass jeder aus verschiedenen Ländern auch mitkontributen kann. Und das hat man in der heutigen Gesellschaft eher weniger, wo dann halt gerade mehr eher zugemacht wird.
Dirk
00:37:22
Ja.
Sujeevan
00:37:24
Genau. Familiärer Hintergrund würde ich auch eher sagen, da kommt auch viel, wie ich aufgewachsen bin, eher relative Armut, nicht absolute Armut. Weil so viel Geld und sowas hatten wir nicht oder so viele Möglichkeiten. Deswegen bin ich schon anders aufgewachsen als andere. Und genau. Das wäre es erst mal, glaube ich.
Dirk
00:37:49
Ja, also bei mir ist es so, ich hatte jetzt das Glück, mir ein bisschen länger Gedanken darüber zu machen. Von daher ist es für mich jetzt ein kleines bisschen einfacher. Ich war mal sehr schüchtern und zurückhaltend. Ich auch. Ein Deutschlehrer bei mir, der hat mich mal im Rahmen eines Schultheaterstückes aufgefordert, Theater mitzuspielen. Und diese Entscheidung hat mich dazu geführt, dass ich auch in der Lage war, was vor Menschen zu machen. Das hat mich später auch zum Klassenklauen gemacht, das ist vielleicht nicht ganz so geschickt, das hat einige Lehrer dann doch sehr gestört, aber letzten Endes war das so der Startschuss, dass ich überhaupt auch ein bisschen extrovertierter geworden bin und auch was mit Menschen gemacht habe. Genau, dann, ich bin im Ruhrgebiet groß geworden, das heißt, ich bin in einem sehr diversen Umfeld groß geworden, von daher war Diversity für mich eigentlich, ja, wirklich ein No-Brainer. Also da muss man sich nicht drüber unterhalten. Also ich habe mit vielen verschiedenen Menschen aus vielen verschiedenen Hintergründen zusammengelebt und mich mit denen auch ausgetauscht. Von daher ist Diversity für mich einfach eine Lebensart und eine Philosophie und gar nicht so etwas, was man irgendwo draufdrücken muss, sondern es ist Normalität. Es sollte Normalität sein. Ich habe erst später im Beruflichen kennengelernt, dass das lange nicht die Normalität ist an der Stelle. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Wir hatten auch nicht so viel. Von daher bin ich auch eher linksorientiert. Mein Vater war sehr lange SPD-Wähler, hat sich sogar mal in der Partei engagiert. Und als er gemerkt hat, dass das nur so Klüngel ist. Ist er dann auch wieder direkt ausgetreten. Das ging nicht so lange. Und mein Vater hat mir eine Sache mitgegeben, die mich stark beeinflusst hat. Und zwar zum einen einen sehr, sehr starken Gerechtigkeitssinn. Also ich kann Ungerechtigkeit sehr schwer nur ertragen. Und zum anderen aber auch, dass man die Klappe nur dann aufmachen sollte, wenn man von etwas Ahnung hat. Das hat mich schon häufig den Kopf gerettet, um es voll vorsichtig zu sagen.
Sujeevan
00:39:41
Moment, also beenden wir jetzt den Podcast hier.
Dirk
00:39:44
Genau. Nein, aber die Tatsache zum einen, dass mich der Lehrer zum Extrovertierten gemacht hat und mein Vater da gesagt hat, halt deine Extrovertiertheit ein Stück weit im Zaum und mach nur dann die Klappe aus, wenn du was Ahnung hast, das hegt das so ein bisschen ein. Und es war auch immer das soziale Miteinander hat immer eine große Rolle gespielt und ich habe mich nie über das, was ich habe, definiert, weil wir einfach auch nicht so viel hatten und von daher auch viel, viel mehr darüber definiert, was in den Leuten drin steckt.
Sujeevan
00:40:15
Charakterlich.
Dirk
00:40:16
Ich war sehr lange in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv, das hat natürlich auch zu meiner Haltung beigetragen, zu meinem Hintergrund beigetragen und, im Beruflichen habe ich dann auch kennengelernt, dass Dinge ganz anders funktionieren können ich kann mich mit der fokussierung auf geld überhaupt nicht gut, anfreunden ich habe da habe da zum teil schwierigkeiten mit einfach zu sagen dass ich alles was ich machen muss auf auf ökologische, sinnhaftigkeit ökonomische sinnhaftigkeit prüfen muss nicht ökologische entschuldigung, ökonomische sinnhaftigkeit prüfen muss dass das liegt das liegt mir nicht ja, gar Nämlich, ja, innere Haltung auch, links, grün versifft, wenn man so will, wenn man es politisch nennt, wenn man so will, aber eher, ich bin ein Mensch, ich mag Communities und ich bin halt dann auch wahrscheinlich aufgrund dessen in der Open Source Community gelandet, und Open Source auch, weil es Menschen Teilhabe ermöglicht, die finanziell schwächer gestellt sind. Und ich möchte jeden bitten, das ist wirklich eine ernst gemeinte Bitte an alle Hörer das sprecht bitte nicht von Sozialschwächeren wenn ihr finanziell Schwächere meint die sind nicht Sozialschwächer.
Sujeevan
00:41:31
Genau, ich meine, das wurde mir auch erst so über die Jahre, Jahrzehnte, klarer, dass ich, ich hatte ja vorhin gesagt, vieles kam ja bei mir auch durch diese Open-Source-Bubble effektiv dann halt auch, weil die Leute sind da ja schon sehr hilfsbedürftig.
Dirk
00:41:50
Sondern auch hilfsbedürftig manchmal.
Sujeevan
00:41:52
Ja, das auch, aber ich meine jetzt mehr so, wie nennt man das, wenn man hilfsbereit ist. Danke für die Hilfe. Das halt Sachen zu erklären, auch wenn es dumm sind. Gibt es natürlich sehr starke Abwandlungen. Es gibt sehr viele toxische, gerade auch in Open-Source-Communities, viele toxische Sachen. Das weiß man doch. Das stand schon in dem Foren-Sweat von vor 15 Jahren drin. Und das ja nicht gesehen. Das finde ich sehr kritisch. Gleichzeitig gibt es aber trotzdem natürlich viele, die da hilfsbereit sind und Leuten halt was erklären. Nicht nur technisch, sondern halt auch menschlich. Und man halt Nachfragen stellen kann. Und die Leute das in der Regel dann doch eher erklären oder tendenziell. Wenn man aber natürlich als ersten Einblick hat, was soll die Quatsch hier, ist doch klar, wie es so und so läuft. Dann ist das halt nicht so willkommen. Das gibt es natürlich auch.
Dirk
00:42:53
Ja, genau. Und ich habe das gerade schon kurz bei deinem Shorting angesprochen. Ich habe halt gelernt, dass Common Sense nicht lange gekommen ist. Also, dass je nachdem, in welchem Umfeld man sich bewegt, der Common Sense sich verschiebt. Also, es kann durchaus in sehr streng kapitalistischen Gesellschaften, wie zum Beispiel hier auch in der Schweiz, kann es zum Beispiel Common Sense sein, dass man alles ökologisch betrachtet.
Sujeevan
00:43:19
Gleich kommt ökomenisch.
Dirk
00:43:22
Betrachtet sehr schön dass man alles auf den auf die wirtschaftliche sinnhaftigkeit prüft und weniger auf die soziale sinnhaftigkeit, und dass das das common sense ist dass man sehr stark für sich selbst verantwortlich ist und dass man der allgemein nicht zur last fallen soll solche sachen und das, ändert sich halt mit jeder gemeinschaft in der man so unterwegs ist was der commonsens ist und in der open source community habe ich ein, gemeinsamen also commonsens gefunden das heißt eigentlich auf deutsch anders das heißt nicht gemeinsinn sondern egal, habe ich dann habe ich eine gemeinsamkeit gefunden dass wir ein ähnlichem eine ähnliche auffassung von dem haben was was, Kommensens, mich nervt das jetzt. Ich muss das jetzt live suchen.
Sujeevan
00:44:12
Sie hören, wie Dirk Deimecke googelt. Bitte warten Sie.
Dirk
00:44:16
Gesunder Menschenverstand.
Sujeevan
00:44:17
Gesunder Menschenverstand. Ich fiel es auch nicht an.
Dirk
00:44:20
Kann man mal sehen, wie sehr wir im Denglischen verhaftet sind. Also, dass der gesunde Menschenverstand sich halt an der Stelle auch so ändert, dass wir je nach Gemeinschaft dann leicht unterschiedlichen Einfluss darauf haben.
Sujeevan
00:44:33
Ja, ich meine, das ist ja auch alles sehr unterschiedlich. so, ne, weil das, was ich gerade gesagt hatte, mit Hilfsbereiten und so weiter, das heißt ja nicht unbedingt, dass du für jeden Scheiß effektiv Hilfe bekommst. Sondern es ist ja häufig dann ja auch Hilfe zur Selbsthilfe in der Umsource-Ecke. Und das zieht sich bei mir dann halt im Job halt auch weiter. Ja, RTFM, wenn du RTFM schreibst und nur einen Link postest, dann kommt das halt manchmal schroff rüber. Aber auch da kommt es natürlich stark darauf an, wie es kommuniziert wird. Sondern so, hier ist das schon, das macht schon einen Unterschied, wenn ich schreibe, oder sage, ja, da habe ich schon mal was zu gelesen, geschrieben, lies das mal, als du dummer Idiot.
Dirk
00:45:15
Genau.
Sujeevan
00:45:16
Hättest du es nicht selbst finden sollen. Und wenn ich aber weiß, dass ein paar Sachen schwierig sind zu finden, dann erzähle ich den Leuten dann halt auch, wie ich das gefunden habe. Wonach habe ich gesucht, zum Beispiel.
Dirk
00:45:27
Hilfe zur Selbsthilfe, Brunnen bauen. Genau.
Sujeevan
00:45:32
Und das habe ich halt bei Ubuntu-Users in der Community effektiv halt gelernt danach. Manchmal weiß man ja nicht, welche Begriffe man genau suchen muss, weil man nicht weiß, welche Begriffe man sucht, die man halt eingeben muss. Und als ich dann aber die Pre-Sales-Rolle bei GitLab hatte und ich da ja auch nicht alles weiß und Kunden halt auch nicht, dann habe ich halt in dem Call, gegoogelt, was die Leute googeln sollten. Die Frage dann halt, damit die auch sehen, ich weiß nicht alles, aber halt auch, wie können sie Infos selbst finden.
Dirk
00:46:03
Mhm. Finde ich enorm wertvoll. Also hilft dir auch, dich weiterzuentwickeln. Da kommen wir dann, passt sehr, sehr gut zum Thema, ja.
Sujeevan
00:46:13
Genau, und das ist dann auch wiederum in gewisser Weise egoistisch, weil du dann halt sagst so, also jetzt überspitzt natürlich, weil du halt nicht unbedingt alles selbst machen kannst, willst, sondern halt da die Hilfe gibst, die Hilfe zur Selbsthilfe eben.
Dirk
00:46:28
Aber das ganze System wird ja dadurch besser, dass ja meist editieren möglich ist durch alle. Das heißt, wenn jemand diese Information in der Seite, die du geschickt hast oder ein Dokument, was du geschickt hast, nicht findest, kann er dich ja fragen, dass seine Frage nicht beantwortet wurde. Und du kannst ihm im Nachgang das Dokument um das erweitern, was jetzt neu dazukommt. Und dadurch werden die Sachen ja auch besser. Und das ist vielleicht auch eine der großen Stärken von Open Source an der Stelle, dass das so ein iterativer Prozess ist, der dadurch immer besser wird. Im Idealfall.
Sujeevan
00:46:58
Ja.
Dirk
00:47:01
Your mileage may vary, genau. Genau. Kommt halt da nochmal aufs Open-Source-Projekt an. Und was uns natürlich auch generell beeinflusst, ist die Menge an Rollen, die wir innehaben. Und das sind gar nicht mal wenige, wenn man sich darüber Gedanken macht. Ich werde jetzt nicht über das innere Team sprechen, das können wir separat mal machen. Bei Rollen ist es so, dass keine Rolle permanent ist, sondern dass Rollen temporär sind, dass alte Rollen gehen und neue kommen. Und mit einer Rolle verstehe ich eine Funktion, die man inne hat oder eine Position, die man inne hat. Das ist unterschieden von einer Tätigkeit, die bestimmt, was ich tue. Beispiel, beruflich bin ich momentan Epic Owner Linux Workplace, das heißt, ich bin für den Linux Workplace verantwortlich, aber ich bin auch, Teammitglied, ich bin Stellvertreter vom Product Owner, ich bin Stellvertreter vom Team Coach, ich bin Diversity Ambassador, ich bin Betriebssanitäter, ich bin Ansprechpartner für Open Source Fragen. Ich habe eine ganze Menge an Rollen, die ich innehabe und die sich dann auch wechseln, wenn mein internes Aufgabengebiet sich ändert. Dann bin ich vielleicht nicht mehr Epic-Owner, dann ist meine Rolle vielleicht eine andere. Also im Klassischen sprechen wir im Betrieb auch generell von Rollen. Aber wir haben auch eine ganze Reihe an Rollen im Privaten. Ich bin Bruder, ich bin Sohn, aber eigentlich war ich Sohn, weil meine Eltern beide gestorben sind. Ich war Enkel und da merkt man schon, dass die Rollen halt nicht für immer sind. Und im Hobby, ich bin Open-Source-Contributor beispielsweise, ich bin Podcaster, ich bin Autor, ich bin was nicht sonst noch alles. Also unsere Rollen geben ein relativ umfassendes Bild von dem, wenn man das mal zusammenschreibt, wer wir eigentlich sind. Wo wir eigentlich zu finden sind. Welche Rollen siehst du bei dir? Ich habe extra vorgelegt, um dir eine Idee dafür zu geben, was ich damit meine.
Sujeevan
00:49:08
Ja, also in der familiäre Ebene halt Sohn, Bruder, Onkel, ich wollte gerade Tante sagen.
Dirk
00:49:18
Ich hätte dafür gewettet, was du dann zu sagen.
Sujeevan
00:49:23
Genau, also der Cousin effektiv ja auch.
Dirk
00:49:26
Ja.
Sujeevan
00:49:28
Ja, aber da genau, da hatte ich natürlich verschiedene Rollen. Im Hobby halt, sind ja auch Läufer, Fahrradfahrer abgleich vielleicht. Was habe ich für Hobbys?
Dirk
00:49:44
Podcasting.
Sujeevan
00:49:44
Podcasten, Wandern. Ich zähle jetzt mal Ehrenamt mit Arbeiterkind auch mal als Hobby mit rein.
Dirk
00:49:51
Unbedingt, unbedingt, ja.
Sujeevan
00:49:53
Und genau. Und da ist das dann halt auch gleichzeitig jetzt beruflich dann halt auch viel vorangestellt. Ich bin jetzt Chef meiner eigenen Firma. Ich bin auch Chef.
Dirk
00:50:08
Geschäftsführer als Rolle, genau.
Sujeevan
00:50:09
Genau, aber halt auch Chef von einer Person, Vorgesetzter von einer Person, was ich noch nie war. Ich bin aber gleichzeitig Marketing, Sales, Customer Success, Professional Services. Also irgendwie alles dann halt. Chief Everything Officer, keine Ahnung. Und je nach Rolle muss ich dann natürlich auch ein bisschen anders gucken, weil jetzt merke ich dann halt auch so, okay, ich habe jetzt einen Mitarbeiter oder ich habe jetzt auch Kunden, wie man mit den Kunden redet, ich habe vieles natürlich so gleich gelassen, aber auch da entwickelt man sich dann ja auch so weiter, wo man dann denken muss, okay, was mache ich mit potenziellen Neuaufträgen, Neukunden und so weiter. Gleichzeitig muss ich halt auch führen, den Weg zeigen, aber halt nicht zu sehr, eingrenzen, was dann ja auch wieder was anderes ist, je nach Kontext dann halt auch wieder.
Dirk
00:51:04
Ja, es gibt ja dieses geflügelte Wort, was man eigentlich von Eltern für ihre Kinder sagt. Also wenn die Kinder jung sind, gib ihnen Wurzeln und wenn sie älter sind, gib ihnen Flügel. Das gilt ja für dich als Vorgesetzte in dem Moment auch dass du, deinem Angestellten das Gefühl gibst, dass er an einem sicheren Ort ist wo er verlässlich das Geld bekommt wo er sich auch wo er hohe psychologische Sicherheit genießt, wo er Sachen sagen kann, die auch nicht so gut laufen, und auf der anderen Seite musst du, wenn du delegierst, Sachen abgeben und dem auch Flügel geben, dass er Dinge halt alleine tun kann, also das passt an der Stelle auch, also Rollen können sich sehr ähneln an der Stelle und mal ist die eine rolle dominanter mal ist die andere rolle dominanter, Und warum machen wir den Quatsch? Ja, den Quatsch machen wir eigentlich, weil die Rollen auch Felder zeigen, in denen wir uns weiterentwickeln können oder müssen oder dürfen. Und es gibt ein gutes Buch, was wir auch verlinken werden. Das nennt sich, ich glaube, Selbstbild heißt das.
Sujeevan
00:52:09
Dynamisches Selbstbild.
Dirk
00:52:10
Ja, ich glaube, das Buch Selbst hat Selbstbild. Aber ja, genau, das Buch Selbst hat Selbstbild. Das ist von Carol Dweck. Die redet davon, dass es ein statisches Selbstbild und ein dynamisches Selbstbild gibt. Und das statische Selbstbild, auch Fixed Mindset, das geht davon aus, dass man mit einer gewissen Menge an Fähigkeiten und Fertigkeiten geboren ist und dass man eigentlich nur diese weiterentwickeln kann und gut weiterentwickeln kann und dass man keine neuen Fertigkeiten und Fähigkeiten lernen kann. In meinem Selbstbild finde ich das Quatsch. Ich bin dann eher beim dynamischen Selbstbild. Da steht halt drin, dass man durch Übungen und Strategien Sachen verbessern kann und auch neue Dinge lernen kann. Also ich würde mir auch zutrauen, Klavierspielen zu lernen, aber ich weiß ganz genau, dass ich nie Konzertpianist werde. Auch wenn ich halt nicht so sehr musikalisch bin an der Stelle. Wohingegen das statische Selbstbild schon fast so weit ist und sagt, dass du nie Klavierspielen lernen kannst. Und ich habe es auch damals, als ich noch Basketball gespielt habe, gesehen, du kannst durch großes Training und durch gutes Training kannst du einen bestimmten Level erreichen und in einer bestimmten Liga spielen und alles, was darüber hinaus kommt, dafür musst du halt auch Talent haben. Also Talent bestimmt schon den Ausgangspunkt für dein Lernen, aber bestimmt halt nicht, dass man Dinge überhaupt lernen und überhaupt weiterentwickeln kann. Und das kommt auf den Bereich an. Also zum Beispiel habe ich im Bereich Handwerk ein ziemlich statisches Selbstbild, weil ich nicht glaube, dass ich jemals in der Lage sein werde, Dinge handwerklich gut zu machen, weil ich da einfach zwei linke Hände habe. Und das ist falsch. Ich weiß, dass das falsch ist, aber ich habe das Gefühl, dass ich das nicht kann. Wohingegen ich bei vielen anderen Sachen, die eigentlich nur kopfeuert sind, da denke ich, ich kann einfach alles lernen. Bis zu einem bestimmten Level. Du bist auch eher im dynamischen unterwegs, hoffe ich.
Sujeevan
00:54:10
Ja, ich meine, könntest du dir vorstellen, Arzt zu sein und OPs zu machen?
Dirk
00:54:18
Ja, kann ich mir vorstellen. Mit der entsprechenden Ausbildung.
Sujeevan
00:54:21
Genau. Auch ohne 1er-Abi.
Dirk
00:54:25
Auch ohne 1er-Abi? Also ich habe ein guter Kollege von mir, der hat einen 3er-Abi-Durchschnitt gehabt der wollte auch als werden der aufgrund des numerus clausus hat relativ lange auf die ausbildung warten müssen aber der behandelt wirklich super geschickt ist heute ein super guter chirurg, hätte wäre aber durch das raster gefallen wenn es nur um schulnoten geht.
Sujeevan
00:54:46
Und da fallen ja viele schon durch, quasi durch das Raster.
Dirk
00:54:49
Ja, genau. Und das ist vielleicht auch eine Kritik an unserem gemeinsamen Bildungssystem, dass viele durch das Raster fallen.
Sujeevan
00:54:55
Ja.
Dirk
00:54:56
Ja, und dass in einer Rolle Arzt halt viele Fähigkeiten notwendig sind. Das ist viel Wissen nötig, klar. Man muss halt auch wissen, wie Sachen interagieren und wenn man Sachen macht, wie andere Sachen im Körper darauf reagieren. Aber zum Beispiel brauchst du auch Handwerk. Also Orthopäden sind einfach Handwerker. Die schon wissen müssen, wie das zusammenhängt, aber wenn man sieht in Operationen, wie die mit dem Hammer auf irgendwelche Körperteile hauen oder irgendwelche Prothesen da einsetzen, das ist hartes Handwerk. Da sind die echt körperlich fertig danach.
Sujeevan
00:55:28
Ja, ich hatte auch irgendwann mal ein Video gesehen, von OPs oder Hirnchirurgen oder sowas. Die müssen dann ja halt auch mit einer Bohrmaschine den Schädel aufbohren.
Dirk
00:55:38
Genau. Ob ich Hirnchirurg werden könnte, das weiß ich halt nicht. Weil da so viel auch manuelles geschick erforderlich ist und ich glaube dieses manuelle geschick habe ich nicht aber allgemein als wie du gerade gefragt hast du dich mit tatsächlich vorstellen das machen zu können mit der ausbildung.
Sujeevan
00:55:57
Ja und auch da gibt es auch verschiedene sachen um unterschiedlich gut oder schlecht sein würde weil ich glaube personen wie du und ich wären auf menschlicher ebene deutlich besser als die wir viele ärzte die da draußen sind, Also im Sinne von Kommunikation, wie diverse Sachen dann halt kommuniziert werden.
Dirk
00:56:18
Und da muss man sich die Frage stellen, dass möchte ich von einem menschlich fitten Arzt betreut werden oder möchte ich von einem fachlich tollen Arzt betreut werden?
Sujeevan
00:56:27
Ja, genau. Es muss halt irgendwie beides sein.
Dirk
00:56:29
Idealerweise beides, oder?
Sujeevan
00:56:31
Genau. Ich habe halt auch nur einen Arzt, der mir in den Kopf kommt, meinen Lungenarzt. Der nimmt sich dann halt auch die Zeit und erklärt die Dinge, ist auch ein bisschen lustig dabei und sonst was. Mir geht es nicht schlecht, ich habe halt Asthma, aber durch mein Training habe ich es halt gut im Griff und man merkt bei mir keinen Unterschied zu einer gesunden Lunge. Außer wenn ich halt aufhöre, wieder einen Sport zu machen. Und das macht halt immer Spaß, so dem hinzugehen. Das finde ich bei anderen dann halt meinen Hausarzt wiederum, der redet dann extrem viel, extrem schnell und ich so, Moment, halt, stopp. Nochmal kurz anders.
Dirk
00:57:07
Viel reden und wenig sagen?
Sujeevan
00:57:09
Ne, ich habe dann Schwierigkeiten zu folgen.
Dirk
00:57:12
Ja, ja.
Sujeevan
00:57:12
Wo ich den dann, das aber teilweise, da merkt man sich dann auch entschuldigt. Und gleichzeitig dann waren nur Orthopäden gewesen, wo du gefühlt keine Fragen stellen durftest, weil er dachte, ich bin doof oder so. Keine Ahnung.
Dirk
00:57:28
Ja, aber ich glaube, dein Hausarzt, wenn der so schnell redet, der weiß, dass bei 90 Prozent seiner Patienten, die interessiert das eh nicht. Die wollen am Ende das Rezept und die Krankschreibung haben und sind dann wieder raus.
Sujeevan
00:57:38
Ja.
Dirk
00:57:39
Und wahrscheinlich hat er sich deswegen auch angewöhnt, einfach schnell zu reden, weil es die meisten nicht, weil das sagen muss, aber weil es die meisten eh nicht interessiert.
Sujeevan
00:57:45
Ja, weil man auch dazu sagen muss, das, was wir ja gerade gesagt haben, wir sind eventuell besser in der Kommunikation als viele Ärzte, dass die Struktur, wie sie arbeiten, macht ja schon viel aus. Wahrscheinlich wären sie meistens viel, viel besser, wenn sie mehr Zeit hätten und weniger Druck und weniger Stress.
Dirk
00:58:00
Wenn die Rahmenbedingungen besser wären.
Sujeevan
00:58:01
Weil wenn wir da drin wären, dann, das sagt sie von außen halt immer so einfach. Genauso wie ein Chef auch immer sagt, er könnte alles selbst tun, aber meistens kannst du das doch nicht.
Dirk
00:58:12
Ja, genau. Aber in seiner Rolle als Chef muss er das auch vielleicht gar nicht tun.
Sujeevan
00:58:15
Ja, genau.
Dirk
00:58:16
Genau. Und jetzt kommen wir zur eigentlichen Masterfrage dieses Themas. Wo wollen wir uns weiterentwickeln, wo müssen wir uns weiterentwickeln und müssen alle Weiterentwicklungen, die wir so angehen, immer mit Arbeit zu tun haben? Das sind so die drei Leitfragen. Also, wo ich mich, ich möchte gerne Videoschnitt lernen, zum Beispiel. Ja. Ich tue mich da schwer, einen Anfang zu finden. Einfach auch, weil, ja, meine Frau ist selbstständige Hundetrainerin, sie macht Videos und ich würde sie da gerne unterstützen, nämlich unter Linux, das ist die Bedingung, Videoschnittlerne, Das ist eine Sache, die ich gerne lernen musste. Hat also ein bisschen was mit Arbeit zu tun, aber eigentlich ist die Unterstützung meiner Frau Hobby, weil ich ja da auch nichts dran verdiene. Ich muss mich ständig weiterentwickeln, um technisch auf dem Stand der Dinge zu bleiben und auch da weiter Ahnung zu haben. Und ich möchte mein Notiz-Tool besser kennenlernen. Also ich benutze ja Logseek, also ich benutze da nur Rand, also ich kratze da nur am Rand, möchte ein bisschen tiefer einsteigen, vor allem da jetzt endlich bald die Version 2.0 rauskommt. Und wo will ich mich weiterentwickeln? Ja, ich möchte mich menschlich weiterentwickeln. Das ist der Grund, weshalb ich mal parallel ein Fachbuch, und ein Belletristikbuch lese. Ich möchte mich einfach auch menschlich weiterentwickeln. Und ich habe mich, wenn ich das so angucke, ich habe mich in den letzten fünf bis zehn Jahren eigentlich erst richtig kennengelernt, was ich relativ spät finde.
Sujeevan
00:59:49
Das würde ich auch so sagen über mich.
Dirk
00:59:53
Das würde ich gerade erst kennenlernst.
Sujeevan
00:59:55
Ja. Aber wahrscheinlich sagt man das in jedem Alter. Im Nachhinein ist es halt so einzeitbeißenmäßig. Im hinterher ist es immer einfacher.
Dirk
01:00:04
Nein, ich habe mich nie so ausführlich mit solchen Themen beschäftigt. Vielleicht hat das damit zu tun, dass ich in die Rolle Teamleiter geschubst wurde und mich dann sehr, sehr stark mit Teamleiter-Themen auseinandergesetzt habe und darüber hinaus dann sehr, sehr stark mit persönlicher, mit Selbstmanagement auseinandergesetzt habe und auch mit Eigenentwicklung auseinandergesetzt habe. und das mache ich halt noch nicht so wahnsinnig lange. Im Vergleich, du müsstest ja endlich mal Führungsqualitäten lernen.
Sujeevan
01:00:34
Ich bin stets bemüht.
Dirk
01:00:35
Ja, nein, hast du jetzt Felder, die dir per se einfallen, wo du weißt, dass du da lernen möchtest oder dass du dich da weiterentwickeln möchtest oder dass du eine Rolle, die du hast, weiterentwickeln möchtest, vielleicht auch eine Rolle abgeben möchtest?
Sujeevan
01:00:49
Ja, ich weiß jetzt nicht, ob das so richtig in diese Rollen und sowas passt, aber schon so als Chef quasi. Jetzt delegieren, Sachen delegieren, dass sie nicht alle selbst machen. Also ja, wie soll ich das beschreiben? Also effektiv will ich ja schon Sachen abgeben. Ein paar Sachen, technische Sachen ist relativ einfach. Ein paar Sachen ist dann wieder schwieriger, wie Entscheidungen, wie Geld ausgegeben wird. Und auch da könnte ich theoretisch sagen, hier ist ein Budget für irgendwas, mach einen Plan und Marketingplan, keine Ahnung, bestell die Sachen und ich klicke auf OK. Das ist halt eine Rolle, was man halt auch lernen muss, das abgeben zu können. Da bin ich jetzt gerade ganz am Anfang. Und da muss man aber halt auch die Leute, die man dann umein hat, dann auch dazu führen, dass man das hinbekommt. Das ist ja nicht nur beruflich, sondern auch familiär. Wenn man halt Familienangehörige oder sowas pflegen muss oder sowas, oder man dann halt so, okay, holen wir jetzt noch Zeit rein, indem wir, keine Ahnung, indem man so eine Reinigungskraft oder sowas dann halt, die dann halt diverse Sachen im Haus dann halt sauber macht, damit man es nicht mehr selbst machen muss, wenn es schwieriger wird. Das ist ja auch eine Art Delegation, aber halt im privaten Umfeld, das muss man halt auch können. Und dann muss man halt damit okay sein, dass da eine fremde Person in einem Haushalt rumläuft.
Dirk
01:02:12
Ja.
Sujeevan
01:02:13
Und das geht halt auch nicht so von jetzt auf gleich, finde ich definitiv nicht, nein weil es sowohl einen selbst betrifft, als auch in dem Fall meine Eltern zum Beispiel, und da entwickelt man sich so ja dann auch irgendwie letztendlich weiter ja, Genau, aber ansonsten grundsätzlich halt eigentlich nur ein guter Mensch sein.
Dirk
01:02:35
Ja, ich habe vor Jahren mal eine HPU-Unix-Studium gemacht in Bad Homburg. Und der Lehrgangsleiter damals hatte gesagt, eigentlich wollen wir alle nur Wale retten. Und das spukt so als Hintergedanke immer in meinem Kopf, dass wir eigentlich alle Gutes tun wollen.
Sujeevan
01:02:52
Genau, was hast du für Timmy getan?
Dirk
01:02:55
Ja, genau. Den hatte ich jetzt genau nicht im Kopf. Aber ich meine, die Idee ist ja schon, dass wir gerne was Gutes tun wollen.
Sujeevan
01:03:03
Genau, aber auch da gilt es ja also, wenn ich sage, ich möchte zum Beispiel ein guter Onkel sein, ich muss mir dann halt auch schon die Zeit nehmen, mit den Kindern, also den Neffen und Nichten, was zu tun. Das bringt halt nichts, wenn man dann halt das dann tatsächlich nicht tut, aber nur sagt.
Dirk
01:03:20
Und da gibt es ja durchaus auch, sag ich mal, Extremformen, dass du jetzt als, Nicht-Familienvater einfach sagen würde, dass ich lerne jetzt Kinder kennen dadurch, dass ich 20 Bücher bei Erziehung lese. Wäre ja ein gangbarer Weg. Sehe ich an der Stelle auch nicht. Da würde ich dann eher auf mein Bauchgefühl vertrauen und auch auf mein, wie soll ich das sagen, meine Erziehung vertrauen an der Stelle. Aber es gibt halt auch da verschiedene Herangehensweisen. Du könntest auch in den Kindergarten gehen und dir ein Kind ausleihen für eine Zeit, um das zu testen.
Sujeevan
01:03:51
Das klingt ja so ein bisschen falsch.
Dirk
01:03:54
Ist es auch. Nein, ich habe gerade an Tierheime gedacht. Tierheime sucht immer Gassigea. Das habe ich jetzt auf Kindergärten umgemünzt genommen. Aber es war natürlich nicht ernst gemeint. Gibt es irgendwelche konkreten Dinge, die dich interessieren, die du gerne lernen möchtest? Boot bauen? Keine Ahnung.
Sujeevan
01:04:19
Wenn ich viel Zeit hätte, dann würde ich wahrscheinlich Handwerk, Elektrik, Elektronik. Damit sparst du dir effektiv. Jetzt habe ich gerade keine Zeit, das effektiv dafür zu lernen. Weil du dann doch irgendwie, so wie du ja auch sagst, na ja, eigentlich weißt du, dass du es wahrscheinlich lernen kannst, aber im Kopf blockiert ist. Und das ist ja auch eine Zeitsache, weil im Moment ist es sinnvoller für mich. Würde es mir keinen Spaß machen, weil ich keine Ahnung davon habe. Und wenn man dann aber halt Ahnung oder Erfahrung damit gesammelt hat, dann kann man ja immer noch entscheiden, was selbst zu machen. Und das kann dann ja auch Spaß machen. Und dann sparst du dir auch viel Geld, wenn du diverse Sachen dann halt selbst machen kannst. Und nicht dann jemanden immer beauftragen musst.
Dirk
01:05:07
Aber das bringt mich zu einer Frage, die ich sowieso noch stellen wollte. Ist die Motivation das Geld sparen oder die Motivation, das Neue zu lernen?
Sujeevan
01:05:14
Ja, was selbst machen zu können.
Dirk
01:05:16
Ja, wäre für mich eben auch genau die Motivation an der Stelle.
Sujeevan
01:05:19
Sodass man halt wenig Abhängigkeiten hat und auch sagen kann, hey, das habe ich gemacht.
Dirk
01:05:25
Ja, also Silvia, meine Frau, sagt immer, sie möchte gerne Lockpicking lernen. Und es gab ja früher auf Obsessveranstaltungen die Freunde der Sperrtechnik. Und ich habe gesagt wenn ich noch mal so eine konferenz finde wo die unterwegs sind dann würde ich sie mitnehmen dass sie da vielleicht mal so ein workshop mitmachen kann und da hätte sie echt bock drauf ich finde das auch witzig also, also eigentlich unnützes wissen weil wir es vielleicht nie brauchen aber zu wissen wie wie schlösser zu funktionieren und wie man wie man sie öffnen kann finde ich dann auch spannend einfach nur aus neugierde ja ja, Und ich habe vor zwei Wochen einen Artikel gelesen und die haben gesagt, man sollte sich die Neugierde unbedingt beibehalten bis ins hohe Alter, weil das hält den Kopf rege und das hilft halt sehr, dass man halt bestimmte, Ausfallerscheinungen, bestimmten Ausfallerscheinungen vorbeugen kann. Nicht verlässlich, klar, aber wenn man interessiert ist und Dinge einfach aus dem neugierenden Blickwinkel anguckt, dann ist das schon spannend. Die empfehlen auch zum Beispiel, wenn man in ein Meeting geht, dass man von der Dokumentation nur die Hälfte liest, um noch im Meeting noch Fragen stellen zu können. Ich halte das jetzt in bestimmten Meetings für fragwürdig, diese Strategie. Aber als Idee finde ich das gar nicht so schlecht, einfach zu sagen, dass man auch mit Neugierde in Meetings geht, weil man Sachen lernen möchte.
Sujeevan
01:06:44
Ja, du erinnerst mich gerade an einen Ex-Kollegen von mir, der ist seit drei Jahren oder so in einem sehr langen Sabbatical. Und mit dem rede ich so einmal im Jahr oder so. Und den hatte ich dann ausgefragt, was machst du jetzt eigentlich den ganzen Tag? Weil der jetzt auch nicht groß rumreist oder sowas. Und dann meinte ich so, oh ja, hier im Haus mal diverse Sachen reparieren und machen und Dachboden ausgebaut und an der Heizung was repariert und Bäume gepflanzt und Pflanzen kümmern. Und neulich hatte ich dann, ist dann die Achse am Auto gebrochen oder so und dann fing dann halt an, das Ding auseinander zu bauen und, Er musste es halt wieder zusammenschrauben, weil seine Frau halt irgendwo hinfahren wollte, über mehrere hundert Kilometer. Und da wollte er sicher gehen, dass das dann halt auch richtig ist und richtig hält. Er wollte seine Frau nicht in Gefahr bringen und ihn selbst halt auch nicht. Und dann hat er sich halt reingenerdert und hat gemerkt, da gibt es ganz viele verschiedene Öle. In verschiedenen Ecken gibt es andere Öle, die genutzt werden müssen, damit das richtig flutscht da. Und auch nicht flutscht, je nachdem. Aber halt auch so Dinge wie, wie stark muss ein bisschen was ange... was für Schrauben gibt es, wie stark müssen die eingestellt werden, was sollte man nicht machen. Also nördet er sich in solche Themen ein und macht das dann halt.
Dirk
01:08:09
Ja, sehr spannend.
Sujeevan
01:08:11
Er hätte das Geld gehabt, das bezahlt, zu bezahlen, aber der hat halt Lust und Zeit, wenn er halt sonst nichts arbeitet effektiv, wenn er von einem Ersparten lebt, dass er dann halt sowas macht.
Dirk
01:08:21
Wenn du die Zeit hast und das priorisieren kannst, ist doch super, ja.
Sujeevan
01:08:23
Ja.
Dirk
01:08:27
Ich habe ein Beispiel im Buch gefunden und deswegen die Frage an dich, würdest du dich in dein Hauptthema laufen, eigentlich rein nerden wollen? Oder tust du das vielleicht schon? Also du hast ja gesagt, wenn du die Ultramarathon läufst, haben wir häufig ja auch schon darüber unterhalten, dass du Erkenntnisse mitnimmst, wie zum Beispiel du hast den Rucksack gewechselt, du hast die Schuhe gewechselt, du hast, Pflaster auf dem Brustwarzen, was weiß ich nicht noch alles, dass das nicht blutig wird. Du nimmst bestimmte Arten von Getränken mit und und und. Hast du da Interesse daran, dich da richtig tief rein nerden zu wollen?
Sujeevan
01:09:01
Das habe ich zum Beispiel nicht, weil jetzt wo du sagst, ich hatte jetzt die letzten Wochen einen engeren Kontakt zu jemandem aus der erweiterten Familie, und der nerdet sich in jedes Thema extremst tief ein Spannend.
Dirk
01:09:16
Ja, sehr spannend.
Sujeevan
01:09:17
Und das war super nervig Ja.
Dirk
01:09:19
Das glaube ich.
Sujeevan
01:09:21
Weil wenn ich laufen gehe, dann gehe ich laufen, weil es mir Spaß machen soll. Natürlich ist nicht alles spaßig daran. Er nerdet sich aber komplett rein in Sachen wie ist die Temperatur, wie ist die Luftfeuchtigkeit, welche Klamotten ziehe ich jetzt an, welche sollte ich jetzt nicht anziehen, welche konkreten Schuhe, das habe ich auch zu einem gewissen Rahmen, aber wie viel, Watt, also Kraft laufe ich gerade und wie viel habe ich die letzten Wochen gelaufen, die letzten Tage gelaufen. Und dann hast du da irgendwie hunderte Faktoren, nur damit die Performance besser ist. Und dann meinte ich halt so, naja, ich hole die Tage mein neues Fahrrad ab, weil ich Bock habe, mehr Fahrrad zu fahren. Und dann so, ja, aber willst du nicht, ja, das würde ich persönlich nicht machen, weil meine Performance ist im Laufen besser als im Radfahren. Ich so, ja, mir geht es nicht um Performance. Ich will halt einfach nur was anderes machen und Spaß haben. Weil du kannst dir dann alles verdenken.
Dirk
01:10:22
Absolut, ja, natürlich.
Sujeevan
01:10:23
Wenn du dann die ganze Zeit dann halt dich da reinördest in jeden Scheiß, dann und dann frage ich ja, wie oft bist du jetzt im letzten halben Jahr gelaufen? Ja, zweimal. Ja, herzlichen Glückwunsch.
Dirk
01:10:36
Ja, also ich habe ein Beispiel gefunden von einem Läufer, Elot Kipchoge, der Marathonläufer war, der alle Aspekte seines Laufens wirklich notiert hat und mehr links oder mehr rechts getreten hat. Ja, das bringt mich aber zu der nächsten Frage. deswegen dreht er gerade den Kreis. Dein eigenes Laufen war dann nur der Einstiegspunkt. Machen wir das mit unseren beruflichen Themen? Weil ich habe gemerkt, als ich Teamleiter wurde, habe ich mich schon sehr stark, in die Themen rund um Teamleitung reingenördet, weil ich es richtig machen wollte. Und habe sehr viel gelernt, sehr viele Methoden gelernt, habe auch dieses Certificate of Advanced Studies gemacht bei der Uni, bei der Zürcher Hochschule. Ich habe, mich in bestimmte Themen reingenerdet, weil es mich interessiert hat und bestimmte Dinge habe ich vielleicht auch in bestimmten anderen Themen habe ich bereits Nerd-Status, aber ich finde relativ wenige Themen, in die ich mich so reinnerde. Mhm. Und eigentlich müssten wir ja interessiert sein, in unseren beruflichen Themen, immer stärker zu werden und immer tiefer reinzunerden und ich merke, dass ich zum Teil gar nicht die Energie dafür aufbringen möchte.
Sujeevan
01:11:44
Mhm.
Dirk
01:11:45
Nicht, dass ich es nicht könnte, aber dass ich es gar nicht möchte. Mhm. Und das fasziniert mich an der Stelle auch. Da gibt es auch noch in vielen Belangen Entwicklungspotenzial.
Sujeevan
01:11:55
Ja, ich meine, eigentlich musst du bei einem LLM zum Beispiel, kannst du auch super viel tiefer reinschauen. Aber letztendlich sind wir da auch nur sehr oberflächlich mit drin. Also wie funktioniert das tatsächlich? Wie haben die weitergemacht, damit die Modelle die letzten Jahre deutlich besser wurden? Weil das in JetGPT oder GPT-3 ganz am Anfang, da war ja so viel Halluzinationen drin, da konntest du ja quasi nicht mitarbeiten. Trotzdem war es.
Dirk
01:12:24
Und es war schon gut genug in vielen Belangen.
Sujeevan
01:12:26
Ja, genau. Weil wenn du jetzt guckst, dann wird der ja auch, ich glaube, wir hatten das ganz am Anfang, als es rauskam, ja auch gefragt, wer ist Dirk Dallmecke oder sowas. Mittlerweile kommt da ja richtig was raus, weil er halt eine Onlinesuche noch mit reinbaut und so ein Kram. Und da ist halt auch die Frage, was ist jetzt Teil des Modells? Was ist jetzt Teil von solche Sachen? Da habe ich mich dann halt auch nie so reingenerdet und da kannst du auch sehr, sehr viel tiefer wahrscheinlich reingucken.
Dirk
01:12:50
Ja.
Sujeevan
01:12:51
Nur als ein Beispiel.
Dirk
01:12:53
Ja, klar. Aber die Frage ist, wäre es dann Interesse, das zu wissen oder wäre es von irgendeinem, ökonomischen nutzen wirtschaftlichen nutzen also dass man das wirklich beruflich auch einsetzen kann oder es ist einfach nur nice to know ist alles legitim also es muss ja nicht es muss ja nicht immer irgendeinen nutzen haben aber, ich für mich wäre das nice to know auf dem level.
Sujeevan
01:13:19
Ja viele sachen halt nice to know aber wie ich halt zuletzt gemerkt habe ist das kann schon sehr tief gehen wenn man es möchte ja aber das will ich dann halt auch nicht weil sich das dann sehr gestresst dann fühlt oder man.
Dirk
01:13:31
Zu sehr anpasst. Ich habe ein Buch zum Thema Künstliche Intelligenz gelesen, auch in unserem Mutterverlag erschienen und das hat mir einen sehr guten Überblick gegeben und viel tiefer möchte ich da auch gar nicht einsteigen. Was mich jetzt mehr interessieren würde, wäre LLMs lokal zu betreiben und vielleicht mal so ein paar Dokumente, EPUBs da reinzuschmeißen und mich damit dann, also mich interessiert mehr der Text. Der Umgang mit Text, als dass mich der Umgang mit Code interessiert. Mich persönlich, aber ja. Gut. Soviel zur Weiterentwicklung. Kommen wir zum allerersten Tourtipp.
Sujeevan
01:14:14
Genau. Und zwar sind wir wieder in meinem Firmenkontext unterwegs.
Dirk
01:14:18
Natürlich.
Sujeevan
01:14:20
Das wird sich die nächsten Folgen oder Jahre wahrscheinlich in die Richtung weiterentwickeln.
Dirk
01:14:25
Gut, dass es kein Update ist. das werden dann wahrscheinlich wieder 50 Abwärts.
Sujeevan
01:14:30
Firm-Update. Letzten Monat hatten wir... Fünf Mails geschrieben.
Dirk
01:14:34
Der Friday Deployments Podcast.
Sujeevan
01:14:36
Und schon wieder nicht an einem Freitag deployed.
Dirk
01:14:38
Schon wieder nicht, genau.
Sujeevan
01:14:41
Genau, also ich hatte auf Mastodon vor ein paar Wochen, vor zwei Wochen oder so, also irgendwann im Juli, gefragt, welchen Chat-Tool ich verwenden sollte für die Firma. Bisher war ich ja alleine, da war es irgendwie relativ egal. Aber ich wollte dann halt schon ein Gruppen-Chat-Tool haben, wo man auch vieles in Channeln organisieren kann. Das heißt, so Tools wie Slack, MetaMost, Teams, Discord, RocketChat, Matrix, zu einem gewissen Rahmen auch, die ich halt kenne und wo ich dann halt auch eben gucken kann, dass ich verschiedene Themen in verschiedenen Channels posten kann, wenn es um Sales oder Marketing geht oder einzelne Kunden geht, dass man das halt organisieren kann. Weil theoretisch kannst du sagen, ja, okay, ich schreibe halt über Signal und dann, aber da kannst du halt nicht verschiedene Themen gleichzeitig behandeln oder teilweise Wochen später nochmal was wiederfinden kannst. Das ist auch immer so ein Thema.
Dirk
01:15:34
Das Wichtige, ja, genau.
Sujeevan
01:15:36
Und halt darauf wieder referenzieren kannst. Und die Tools, die ich jetzt gerade genannt habe, das sind auch alles Tools, die ich kenne und genutzt habe oder nutze in verschiedenen Kontexten. Slack zum Beispiel war bei GitLab viel im Einsatz. Metamouse bei dem einen Kunden bei mir gerade, Teams bei vielen anderen Kunden bei mir gerade, Discord eher so für andere Gruppierungen RocketJet auch mal bei der Arbeit gehabt, Matrix jetzt mehr so privat Open Source Bubble, und was ich bisher nicht genutzt habe, war Zulip Z-U-L-I-P und ich weiß gar nicht, wofür das steht oder ob das eine Bedeutung hat, und letztendlich fiel die Wahl auch auf Zulip, weil ich hatte halt ein paar Punkte, die waren für mich dann halt wichtig und das ist zum einen, dass es selbst ausgleichbar ist, dass ich es selbst hosten und verwalten kann, aber nicht unbedingt muss, aber dass die Möglichkeit dazu bestehen sollte. Damit fällt halt Slack raus, Teams fällt raus, Teams wäre sowieso schon rausgefallen, weil mich das nervt, Discord auch und so, dass halt quasi Metamount, RocketChat, Matrix, Zulip dann halt übrig sind. Dann wollte ich halt auch echtes Open Source haben. Zulip ist Apache 2.0 Lizenz. Mir ist irgendwie Schnelligkeit und die User Experience dann auch irgendwie wichtig. Und dass es halt Integration mit anderen Tools gibt. Das habe ich zum Beispiel in dem Fall noch nicht getestet. Muss ich aber noch. Ein Beispiel ist, dass man. Wenn irgendwie Commits in einem Git-Repository sind, dass es dann halt in einem Channel steht, damit man dann auch sehen kann, was da dann halt die zentrale Kommunikationsplattform ist. Dass du auch verschiedene Threads hast, die du verwalten kannst. Und das ist bei Zulip auch gut geregelt, weil du quasi gezwungen wirst, in einen Thread zu schreiben, in dem du der Unterhaltung effektiv auch einen Titel gibst, einen Thread-Titel gibst und du kannst den halt abhaken. So, weil wenn du dann einen Thread hast zu einem bestimmten Thema wie, keine Ahnung, ein Jobinterview für eine Person, dann kannst du halt irgendwann abhaken, dann weißt du so, okay, das ist jetzt nicht mehr relevant und das haben wir fertig diskutiert und fertig. Und es sollte natürlich auch nicht nerven und es sollte halt auch eine Weile schon existieren, weil wir haben halt einige diverse Tools verlinkt, die waren relativ neu, wo ich dachte, ja, ich habe jetzt keinen Bock, Betatester zu sein, effektiv. Und dann kommen wir halt wieder mit Integration, mit den Tools halt geben soll, ne, und dann fällt es dann halt wieder flach viele Sachen dann an. Effektiv haben wir beide ja Zulip dann getestet. Einfach mal, um so ein Gefühl dazu zu bekommen. Die Oberfläche ist schon sehr rudimentär. Rudimentär würde ich es nicht nennen. Eher gewöhnungsbedürftig.
Dirk
01:18:31
Ja, und eine Holzhütte, kein Glaspalast.
Sujeevan
01:18:34
Ja, es ist halt nicht so bunt wie so ein Slack. Oder so ein Metamost, wo alles irgendwie bunt ist und sich bewegt. Was mir auch hier ganz gut ist. Es ist wahnsinnig schnell.
Dirk
01:18:45
Ja, das finde ich auch.
Sujeevan
01:18:47
Das ist man heutzutage nicht mehr gewohnt. Und man kann es halt auch selbst hosten und so weiter.
Dirk
01:18:53
Es gibt eine Mobile-App, die auch gut funktioniert. Das kommt ja auch nochmal.
Sujeevan
01:18:55
Genau, wobei ich sagen muss, dass ich die User-Experience von der Mobile-App nicht so geil finde.
Dirk
01:19:02
Okay, ja.
Sujeevan
01:19:04
Aber vielleicht habe ich auch nicht dran geholfen. Also das hat ja schon so eine gewisse Angewöhnungsphase, das muss man schon sagen.
Dirk
01:19:09
Na klar.
Sujeevan
01:19:10
Und für mich ist auch wichtig, ein Chat-Tool ist für mich ein Chat-Tool. Da wird vielleicht auch besprochen und was bestimmt, aber dann muss das halt woanders dokumentiert werden. Und nicht ein, wir haben jetzt einen Wiki effektiv in dem Discord drin, wie einige das irgendwie haben.
Dirk
01:19:25
Gleiches gilt für Issues, oder? Issues sind auch kein Dokumentationsmedium.
Sujeevan
01:19:29
Da wird die Diskussion dokumentiert, aber nicht das Ergebnis. Also das Ergebnis auch, aber das wird dann halt eventuell verlinkt.
Dirk
01:19:35
Ja, genau. Das ist in vielen Kontexten, in denen ich in Firmen unterwegs war, haben viele Leute gedacht, dass das der Issue-Tracker, das Issue-System halt auch ein Dokumentationstool ist. Ich widerspreche.
Sujeevan
01:19:46
Ja, kommt auf den Kontext an. Aber das war Betreuung, wir jetzt mal nicht rein.
Dirk
01:19:52
Ja, können wir vielleicht separat nochmal diskutieren. Ein Link auf die Issue ist okay, aber die Quintessenz sollte im Wiki zu finden sein oder irgendwo anders.
Sujeevan
01:20:03
Genau, weil das ist eigentlich ein Thema für sich, wie man vor allem Softwareprojekte richtig, Weil alles zu dokumentieren ist auch anstrengend, wenn es halt in den Tickets wieder drinsteht. Es kommt immer darauf an, wie high-level man oder low-level man unterwegs ist.
Dirk
01:20:16
Implizit versus explizit. Aber wie gesagt, anderes Thema, das hat nichts mit Zulich zu tun.
Sujeevan
01:20:22
Genau. Ich meinte zwar gerade ja auch, ich möchte selbst hosten können, aber nicht unbedingt wollen. Und jetzt habe ich halt eine, habe ich dann mal geguckt, okay, ich kann für, ich glaube, das waren 8 Dollar oder so pro User, pro Monat, kann ich das bei Zulib selbst hosten. Das ist dann, glaube ich, in den USA oder sowas gewesen, also als typisches SaaS-Produkt. Weil für mich war halt wichtig, dass, genauso wie Mails, das muss halt funktionieren. Und ich habe keinen Bock darauf, Bereitschaft zu machen. Ich habe ein paar Tools, die funktionieren nur, wenn, also die funktionieren halt, aber kann halt mal down sein. Mein GitLab betreibe ich selbst zum Beispiel. Und dann hatte ich halt geguckt, okay, wo kann ich das denn hosten lassen oder halt nutzen. Ich hatte einen Offering gesehen, hat auch irgendwie einen User pro Monat irgendwie 5 Euro irgendwas gekostet, Von der deutschen Firma habe ich dann hingeschrieben und dann meinte sie so, ja, das kam relativ, lange offene Antwort zurück, so ja, das lohnt sich gerade für uns effektiv nicht, gerade wenn es zwei User sind, auch weil die Hardwarekosten und sonst was alle gerade Hardware-Cloud-Kosten, was auch immer alle sehr gestiegen sind.
Dirk
01:21:31
Wenigstens ehrlich geantwortet, oder?
Sujeevan
01:21:32
Genau, und dass es dann halt nicht wirtschaftlich ist und so weiter. Das hat er mir auch schon gesagt, 10 Euro, wenn ich jetzt nur 10, 11 Euro zahle, das ist nicht viel, um da was zu managen. Weil die Hardware, also eine VM kriegst du ja schon nicht für unter 10 Euro, wenn es halt auch in einer VM halt auch läuft. Naja, und in dem Fall wollte ich es halt, wie gesagt, nicht selbst managen. Und ich bin jetzt dann auf den Andi zugegangen, den Andi von WeManage, von WeManage.de, hier die unbezahlte Werbung. Der Andi macht auch den Newsletter Alles nur geklaut.
Dirk
01:22:16
Und war hier schon mal Medientipp.
Sujeevan
01:22:19
Genau, vor Ewigkeiten. Und das Coole ist, was ich an seinem Businessmodell effektiv praktisch finde, ist, Die Dienste, die er oder die seine Firma quasi betreibt, die laufen in meinem Hetzner-Account. Und ich habe quasi ein Projekt im Hetzner angelegt und dann ihn eingeladen. Und er kümmert sich dann halt um die ganze Einrichtung, Monitoring, Backup und das hast du nicht gesehen. Mein SSH-Key ist aber auch hinterlegt, sodass ich halt hingehen kann und ein paar Config-Dateien zum Beispiel auch selbst anpassen kann. Und dadurch habe ich halt die Hardware-Kosten quasi und halt noch meine Management-Gebühr, die dann halt an denen geht. Und das ist, theoretisch könnte ich halt also sagen, okay, ich mache das jetzt einfach selbst, dann hängt das aus seinem System raus und ich habe keine Abhängigkeiten mehr. Typische SaaS-Dienste sind ja doch eher dann so, naja, es wird halt hingestellt, man hat keinen, vielleicht auch einen Datenexport, je nachdem, wie das Tool ist, aber du hast keinen Zugang zu dem System, du kannst nichts machen.
Dirk
01:23:24
Und stimmstenfalls bist du verdammt, wenn die Preise angezogen werden, weil das halt nicht deine Daten sind in deiner Umgebung.
Sujeevan
01:23:31
Genau, weil in dem Sinne musste Andi mir nicht sagen, dass die Hardware teurer wird oder sonst was, wenn es Hetzner erhöht, weil ich es da selbst dann mitbekomme. Und ja, es ist jetzt relativ teuer, also das ist quasi so ein relativ großer Kostenpunkt für mich jetzt, verglichen mit Mails, wo ich per User bezahle bei Mailbox.org. Aber dafür ist es dann halt in meiner Infrastruktur und ich kann es später immer noch selbst machen, wenn ich möchte. Fand ich recht praktisch. Und in meinem Fall war es jetzt hetzender. Ich hätte auch zu irgendeinem anderen Cloud-Provider gehen können und da hätte er sich reingehangen. Ein paar Sachen musste ich dann halt auch anpassen. Aber ansonsten musste ich mich da nicht so viel drum kümmern.
Dirk
01:24:17
Ja, finde ich super. Und das lokale Ökosystem unterstützt, das kommt ja auch nochmal dazu.
Sujeevan
01:24:23
Genau. Vor allem, ich meine, ich kannte ihn halt eh schon vorher, von daher passte das. Wobei das auch witzig war, weil er mal in einen GitLab Sales Call reingekommen ist, als er noch bei der anderen Stelle quasi war. Und da meinte sie, ich kenne dich, ich höre deinen Podcast. Wer bist du?
Dirk
01:24:43
Genau. Nein, wunderbar. Das finde ich gut. Ich finde das Tool sehr gut. Also wir haben es ja zusammen getestet Und ich finde, die Oberfläche ist gewöhnungsbedürftig, aber funktional.
Sujeevan
01:24:57
Ja, und halt wahnsinnig schnell.
Dirk
01:25:00
Ja, und wirklich wahnsinnig schnell, genau. Aber dabei nicht funktionseingeschränkt, das ist halt auch nochmal ein Punkt.
Sujeevan
01:25:06
Ja, wir haben es auch relativ oberflächlich getestet. Ich habe es jetzt auch erst seit einer Woche im Einsatz.
Dirk
01:25:13
Ja, aber wie willst du es mit zwei Personen wirklich tief testen?
Sujeevan
01:25:18
Ja, genau, die meisten Probleme oder sonst was, die kommen halt erst mit der Weile.
Dirk
01:25:23
Ja, genau.
Sujeevan
01:25:26
Genau, weil ich habe jetzt halt auch ein paar Channels angelegt und die kann man dann auch gruppieren. Die Gruppierungen werden dann halt auch angezeigt, in der Web-Oberfläche, aber nicht in der App auf dem Handy. Und ich denke so, warum nicht? Aber gut.
Dirk
01:25:40
Ja, gut. Da ist noch Verbesserungspotenzial da, ja.
Sujeevan
01:25:43
Genau. Gut, soviel dazu.
Dirk
01:25:47
Prima, ich möchte einen kürzeren Tooltipp wiedergeben, und zwar ist das PlantUML. PlantUML kenne ich schon relativ lange. Ich hatte die Not, weil viele verschiedene Stellen bei meiner Arbeitgeberin momentan an mir zerren und von mir Arbeitszeit haben wollen, mal das darzustellen, zu welchem Zeitpunkt sie was wollen. Und ich wollte das in Form einer Timeline darstellen. Und da ich grafisch nicht so unbedingt der Held bin, zum Thema statisches Selbstbild, ich glaube, richtiger Grafiker werde ich nie. Habe ich mir überlegt, das mit einem textbasierten Format zu designen. Da ist mir Plant.UML in den Kopf gekommen und habe damit eine Timeline erstellt. Das ging relativ schnell. Es gibt ein paar Kings, die drin sind. So Knoten müssen einen eindeutigen Namen haben und der auch auf der Oberfläche dargestellt wird. Und wenn zwei den gleichen Namen haben, dann steigt halt das Plant-UML beim Übersetzen aus oder beim Erstellen des SVGs aus. Ist der Trick, dahinter Leerzeichen zu machen, was ich nicht ganz so gelungen finde. Aber generell, das war mal gedacht für OML-Diagramme, mittlerweile kann man fast alles dazu machen. Und mit den Themes kann man auch wirklich ansehnliche, Grafiken daraus erstellen lassen. Und deswegen mein Tooltip Plant-UML. Und du hast mir erzählt, dass das in GitLab auch gerendert wird.
Sujeevan
01:27:05
Genau, also du kannst das sowohl als Dateien halt ablegen, dann wird das halt direkt gerendert. Und wenn du das in Issues, Merge Requests oder halt auch in Readme-Files oder sonst was drin hast, mit dem richtigen, also in Markdown-Files auch drin hast, auch im Wiki, dann wird das halt mit rausgerendert, was echt praktisch ist.
Dirk
01:27:26
Ich habe so verschiedene Infrastrukturgrafiken früher damit erzeugt, was auch sehr gut funktioniert, auch bei komplexeren Infrastrukturen. Was einen manchmal in den Wahnsinn treibt, ist der Automatismus dahinter, wie bestimmte Sachen dargestellt werden. Das kann man relativ schlecht beeinflussen.
Sujeevan
01:27:42
Das haben aber viele solcher Text-Grafiken-Tools.
Dirk
01:27:47
Ich finde Mermaid vom Aussehen ein bisschen gefälliger an der Stelle, aber PlantUML kann man halt relativ leicht selbst betreiben. Und damit gibt es, glaube ich, nur einen Webdienst. Deswegen plant UML einen Tooltip, sollte man sich mal anschauen. Es hat einen relativ einfachen Dialekt, mit dem man seine Texte erstellt. Das ist so eine Mischung aus Markdown und UML und es funktioniert richtig gut.
Sujeevan
01:28:12
Ja, genau. Nutze ich jetzt nicht so häufig, aber kenne ich.
Dirk
01:28:20
Ich glaube auch, dass die meisten unserer Hörer das kennen werden, aber ich wollte das nochmal explizit als Du-Tipp nehmen, weil ich es wirklich, gut und gut gelungen finde.
Sujeevan
01:28:27
Ja.
Dirk
01:28:30
Wandervoll.
Sujeevan
01:28:31
Gut. Kommen wir zu den Medientipps. Und zwar habe ich hier mal einen Medientipp für alle, die Jobs suchen, quasi. Passt jetzt wieder zum Schotti. So halb. Und zwar ist US-fokussiert, aber es geht um die Webseite hellointerview.com. Und das ist so eine Lernseite, die auch kommerziell ist, wo du dich vorbereiten kannst für Jobinterviews in so typischen US-Firmen. Viele gibt es wahrscheinlich dann auch Überlappungen zu deutschen Firmen oder europäischen Firmen, weil halt viele Sachen ja auch so sind, es gibt keine richtige Antwort oder keine falsche Antwort, wenn es zum Beispiel um Systemdesign geht. Und da wird dann halt auch vieles erklärt. Ich habe da jetzt nicht alles durchgelesen oder was gemacht, aber du kannst dann halt so Sachen wie Systemdesign halt relativ schnell lernen, und gleichzeitig sind halt auch nochmal so Sachen drin, wie ein. Paar Sachen dann halt beschrieben sind von wie das System bei bestimmten Firmen halt aussieht, wo man sich vielleicht halt bewirbt. Also echte Fragen halt drin sind, die kann man natürlich dann nutzen für, wenn man sich bei den Firmen bewirbt, aber man kann es dann halt auch nutzen, um überhaupt mal was zu lernen, was dann schon spannend ist, wenn es halt aber so ein Grundumschlag ist um verschiedene Themen. Ein paar Sachen sind halt unter einer Bezahlschranke halt effektiv. Ich habe mir halt auch nicht alles angeguckt, also ich habe es eigentlich nur überflogen. Der Tipp kam aber von diversen Ex-GitLab-Kollegen, die da nicht mehr sind und jetzt auf Jobsuche sind nach dem Layoff. Und die meinten, dass es dann schon weitergeholfen hat, bei ein paar Firmen dann auch reinzugucken und zu verstehen, was da noch relevant ist, wie es relevant ist und so weiter. Und dann halt gut aufbereitete Themen dann halt auch sind. Das sind dann halt einmal technische Themen wie System Design, Coding, Low-Level Design, Behavioral AI Coding oder Machine Learning System Design. Aber auch so Sachen wie Salary Negotiation, also Gehaltsverhandlungen. Und gleichzeitig gibt es aber halt auch nochmal Interviewguides für Firmen wie, Meta, Amazon, Google, OpenAI, Microsoft, Airbnb und so ein Kram, sodass man da ein bisschen besser einschätzen kann, was wird gefragt und so weiter.
Dirk
01:31:00
Ja, spannend.
Sujeevan
01:31:02
Also ja, für das Komplette muss man halt Geld zahlen. Ich brauche es jetzt persönlich halt nicht, aber ich glaube, da kann man schon gut was lernen, so wie es ausschaut.
Dirk
01:31:10
Ja.
Sujeevan
01:31:13
Genau. Viel mehr habe ich dazu auch nicht.
Dirk
01:31:17
Reicht ja auch. Du musst ja nicht immer eine Dreiviertelstunde reden. Prima. Ich habe auch noch einen Medientipp, und zwar das Buch Tiny Experiments, was hier schon mal angeklungen ist, von der Anne-Laure LeCunf. Wir verlinken wieder den Verlag, wo man das Buch kaufen kann. Gibt es auch als E-Book. Also ich habe es als E-Book gelesen. Eines der besseren Bücher, vielleicht das beste Buch, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Die ganz klar von Anfang an sagt, dass feste Ziele in der heutigen Zeit vielleicht nicht mehr ganz so angesagt sind, auch feste Lebensziele nicht, sondern dass man versuchen soll, sich weiterzuentwickeln durch kleine Experimente. Da habe ich den Begriff Quitter Stay gelernt. Das Quitter Stay ist der Tag, an dem alle Neujahrsvorsätze scheitern. Das ist der zweite Freitag im Januar. Das ist der Freitag nach der ersten vollen Arbeitswoche im neuen Jahr. Und sie sagt halt, dass man sich überlegen soll, dass man eine bestimmte, dass man sich Pakts machen soll, dass man einfach sagen soll, ich möchte jetzt für die nächsten drei Wochen jeden Tag eine Viertelstunde meditieren. Was weiß ich. Oder ich habe jetzt für mich als kleinen Pakt gemacht, ich möchte bis Ende des Jahres jeden Dienstag einen kleineren Blogartikel veröffentlichen, unabhängig davon. Und der Vorteil, das so zu machen ist, ist erstmal, dass es keine Endgültigkeit hat, dass man sich überlegen kann, dass es zeitlich begrenzt ist und dass man, gerade wenn es zeitlich begrenzt ist, ist das Durchhalten einfacher, weil man sagt, ich muss ja nur noch zweimal machen, dann bin ich ja fertig. Und sie sagt dann halt auch, dass man, wenn man das gemacht hat, dass man sich entscheiden soll, was man mit dem, was man da gerade gelernt hat, eigentlich anfangen soll. Macht man das weiter auf dem Level? Will man das überhaupt weitermachen? Macht man das weniger? Bringt das überhaupt was? Also klar diese plus minus next fragen und dann auch sich dann sich dann überlegt, was was es einem gebracht hat also auch darüber bruch führt was was es bringen wie man sich gefühlt hat und was ich ganz spannend fand war dass sie gesagt hat prokrastination ist keine lebenseinstellung sondern ein hinweis darauf dass irgendwas falsch läuft, und das das muss man vielleicht im kontext mal lesen das lohnt sich sehr. Und sie sagt halt auch und dass das merke ich auch, häufig dass es sinnvoll ist über solche sachen zu erzielen die man da gerade gemacht hat also dass man selber ein kontakt quasi eingeht und sagt ich lerne zusammen mit anderen ich lerne, ich setze mir das ziel beispielsweise wie was schon angesprochen haben videoschnitt zu lernen und ich blogge jede woche darüber was meine fortschritte sehen welche ich aufgetreten habe und wenn die plattform groß genug ist und genügend Leute davon Wind bekommen, dann können sie zum einen, selber anfangen zu lernen und das nachzuvollziehen und zum anderen können sie unterstützen, da wo sie mehr Ahnung haben.
Sujeevan
01:34:05
Erinnert dich das gerade an irgendwas?
Dirk
01:34:07
Nee.
Sujeevan
01:34:08
Die Buchupdates?
Dirk
01:34:11
Ja. Das war ja nur zwischen uns. Hast du da eigentlich viel Feedback bekommen? Das würde mich mal interessieren.
Sujeevan
01:34:22
Ich erinnere mich gerade nur an irgendeine random Person, die bei der CubeCon, als ich am GitLab stand, den Bestandbetreuung gemacht, erstmal ganz normal über GitLab-Sachen gesprochen hat und plötzlich gefragt hat, wie läufst du mit deinem Buch?
Dirk
01:34:34
Ja.
Sujeevan
01:34:36
Ansonsten jetzt nicht so viel. Aber wir kriegen ja auch nicht zu jedem, oder zumindest dahinter nichts, was hängen geblieben ist.
Dirk
01:34:43
Also diese eine laurale Kumpf sagt halt, dass man sich da vielleicht auch sogar in einer Lern-Community anschließen sollte, wo man halt auch wirklich Feedback zum Thema bekommt. Also wo man Schreibtipps bekommt und wenn man es aufs Buch bezieht oder ich halt Tool-Tipps bekomme, was Videoschnitt angeht und vielleicht auch einen Einstieg finde, das zu machen, solche Sachen. Fand die Idee eigentlich ganz spannend.
Sujeevan
01:35:05
Ja, ich meine, effektiv haben wir das gemacht, nur wir beide halt. Und das hat mir auch schon geholfen.
Dirk
01:35:11
Ja, und in unserer Blase machen wir das ja auch. Also, im Teleport-Chat oder in unserem Blasen-Chat sprechen wir auch häufig über Dinge, die wir tun.
Sujeevan
01:35:21
Blasen-Chat.
Dirk
01:35:24
Da gibt es den Blasen- und Nierentee. Nein, aber wir besprechen das ja schon. Aber die Idee wäre halt, das noch größer zu machen und noch öffentlicher zu machen. Ich finde die Idee eigentlich ganz spannend. für mich eins der Bücher, was mich sehr beschäftigt hat, was mich sehr stark ins Nachdenken gebracht hat und was ich glaube, was sich lohnt auch zu lesen.
Sujeevan
01:35:46
Ja, vielleicht sollte ich das lesen.
Dirk
01:35:50
Bringt mich dazu, dass wir mal bei uns im Chat die Umfrage stellen werden, wie viele von den Tooltips von euch als Hörern überhaupt angeguckt werden.
Sujeevan
01:35:58
Das könnt ihr euch so auch einfach Rückmeldung geben.
Dirk
01:36:02
Das könnt ihr generell Rückmeldung geben. Ich habe die Vermutung, dass ich der Einzige bin, der liest, weil ich da keine Rückmeldung bekomme. Aber ja.
Sujeevan
01:36:13
Aber manche kamen ja schon so zurück. Ah ja, guter Tipp oder sowas. Das habe ich auch gelesen.
Dirk
01:36:19
Also ich kann euch das Buch nur ans Herz lesen. Es gibt, die Anne-Laure Lecoumpf hat den Newsletter Nestlabs, den verlinken wir euch auch, wo sie regelmäßig Artikel macht, wo auch der Plus-Meines-Next-Artikel vorher ist, den wir am Anfang des Podcasts besprochen haben. Genau.
Sujeevan
01:36:40
Gut.
Dirk
01:36:41
Prima.
Sujeevan
01:36:42
Dann sind wir jetzt am Ende der Folge. Und am 15. und 16. August sind wir wieder zusammen.
Dirk
01:36:53
Wieder vereint. Wie schön.
Sujeevan
01:36:56
Nee.
Dirk
01:36:58
Nee. Du Arsch. Ich werde hier deinen Angestellten abwerben. Wir werden sehen, was daraus wird.
Sujeevan
01:37:07
Genau, wir sind auf der Frostcon. 15. und 16. August.
Dirk
01:37:11
Also.
Sujeevan
01:37:11
In knapp zwei Wochen also zwei Wochen nach Veröffentlichung der Folge und weder ich noch du haben einen Vortrag genehmigt bekommen.
Dirk
01:37:23
Werde ich den Scotty mal vor Schien meintreten so geht es ja nicht so geht man mit uns nicht um früher war alles besser nein aber ich finde auch gut dass mal neue Gesichter zu sehen sind zum Beispiel, meine Frau hält einen Vortrag sie hat gesagt, sie will was einreichen aber sie hat überhaupt nicht damit gerechnet, dass das genommen wird aber ihr Vortrag ist jetzt genommen worden wir verlinken euch den auch, es geht darum, dass es auch Mut erfordert, auf Open Source Software zu setzen, und ein Money-Quote kann ich hier im Podcast vielleicht schon mal sagen früher waren wir alle MacGyver heute sind wir alle ChatGBT ja, Es ist aus ihrem Vortrag, sie ist gerade dran, den zu schreiben und sie hat einige gute Ideen, die sie da einbinden möchte. Sie ist ja Hundetrainerin, hat sich über das Hundetrainer-Dasein sehr stark mit Verhaltensbiologie auseinandergesetzt und einige Mechanismen, die es da gibt. Die greift natürlich für alle Säugetiere und damit auch für Menschen.
Sujeevan
01:38:24
Ja, ihr werdet aber auch Dinge erzählen über dich. Das ist noch kaum glaube ich.
Dirk
01:38:29
Das kannst du schon machen.
Sujeevan
01:38:32
Ich freue mich aber auf die Frostcon.
Dirk
01:38:34
Ja, Familientreffen.
Sujeevan
01:38:37
Genau, nur dass ich die Familie in dem Fall mag.
Dirk
01:38:39
Wahlfamilie.
Sujeevan
01:38:42
Sind wir wieder bei Timmy. Ich bin ja auch mit, ich mache auch ein Sponsoring, über Freude-Deployments für die Froscon. Wir haben einen Mini-Stand, der ist nicht durchgängig belegt, ist mehr so ein Poster effektiv. Und wir werden eine Challenge machen. Wir haben es noch nicht ausgearbeitet, aber effektiv wird es halt irgendeine DevOps-CICD-Challenge wahrscheinlich irgendwie sein. Das müssen wir jetzt haben, jetzt noch zwei, drei Wochen Zeit, das fertig zu machen mit ein paar Gewinnen, wo ich jetzt auch gerade dran bin, die zu bestellen oder Überlegungen zu machen. Und da bin ich gespannt, wie das ankommt, ob wir das gut hinbekommen, dass das die Leute dann halt auch machen. Und Genau, da bin ich sehr gespannt drauf. Da werde ich dann wahrscheinlich hinterher erzählen, wie gut das funktioniert hat oder auch nicht gut funktioniert hat. Die Ideen, die wir so haben, die finde ich schon mal gut.
Dirk
01:39:44
Ja, ich habe von einigen schon gehört, die finde ich dann auch gut. Ich bin gespannt, wie es dann wirklich umgesetzt wird. Genau. Prima.
Sujeevan
01:39:51
In dem Sinne, bis zum nächsten Mal.
Dirk
01:39:53
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Sujeevan
01:39:56
Tschüss.

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