TILpod

Dirk Deimeke & Sujeevan Vijayakumaran

TIL069 - Vorwärts deployed mit PACT in den Ultratrail

01.07.2026 81 min

Zusammenfassung & Show Notes

Es erwartet Euch einmal mehr ein bunter Themenmix. Wir reden darüber, wie man sich ohne Arbeitskontext vorstellt, wie man Ziele mit PACT verfolgt, wie der Ultramarathon von Sujeevan gelaufen ist, wi eman mit Nano Learning vorwärts kommt. Dirk versteht, was mit Forward Deployed Engineers gemeint ist, ein Buch und ein Podcast als Medientipp und zwei Tooltipps runden die Folge ab.

Vorgeplänkel
TIL-Shorty: Sich selbst vorstellen, außerhalb des Arbeitskontexts
  • - keine Links -
TIL-Shorty: Ziele mit PACT
TIL-Shorty: Zugspitz Ultratail
TIL-Shorty: Nano Learning
  • - keine Links -
Thema: Forward Deployed Engineers
Medientipp: Die Verkrempelung der Welt
Medientipp: Readme
Tooltipp: CachyOS
Tooltipp: PairDrop
Nachklapp

Transkript

Sujeevan
00:00:00
Hallo und willkommen zu Folge 69 von Tilpott. Hallo Dirk.
Dirk
00:00:04
Hallo Sujiven.
Sujeevan
00:00:06
Ist das nicht nice, dass wir die Folge 69 haben?
Dirk
00:00:11
Ja, sehr nice, aber mein Geburtsjahr wäre 68, das war die letzte Folge, aber das meinst du glaube ich nicht.
Sujeevan
00:00:20
So, ja, wir sind im zweiten Halbjahr des Jahres angekommen. Die Zeit rennt. Was haben wir denn im Vorgeplinkel?
Dirk
00:00:29
Also erstmal sind wir kurz nach der Sommersonnenwende. Also wir nehmen auf am 22. Juni 19.16 Uhr. Mit immer noch lauschigen 33 Grad. Ja, was haben wir im Vorgeplänkel? Im Vorgeplänkel haben wir, dass du einen Mitarbeiter suchst. Männlich, weiblich, deutsch. Äh, nein. Männlich, weiß, deutsch. Nein, auch falsch. Männlich, weiblich oder divers.
Sujeevan
00:00:53
Genau, wir hatten ja in der letzten Folge schon drüber geredet. und dann habe ich doch schon schneller früher, das Gesuch online gestellt. Ich hatte jetzt in der Zwischenzeit auch schon einige Bewerbungen. Wir werden das vorhin verlinken. Ich denke, hoffe aber, dass ich zum 1. Juli das dann auch schon geschlossen habe. Also wenn die Folge jetzt rauskommt. Ja, es ist ein bisschen interessant, die Jobinterviews zu führen, zum ersten Mal. Ich habe das ja auch nicht als Angestellter, habe ich das ja auch nicht gemacht. Aber ich glaube, das können wir mal in der nächsten Folge mal besprechen, was ich dabei gelernt habe. Wenn das alles durch ist.
Dirk
00:01:37
Ich habe das schon häufiger auf beiden Seiten des Tisches hinter mir.
Sujeevan
00:01:42
Genau. Ansonsten, du warst neulich wieder in einem Podcast.
Dirk
00:01:47
Genau, ich bin nachgezogen. Ich war auch im Engineering Geos zu Gast, zum Zeitmanagement und Zeitplanung und Selbstmanagement. Ja, ich habe gefragt, nachdem ich mich mit den Leuten unterhalten habe und der Andi ganz Feuer und Flamme war, ob wir nicht irgendwie eine Selbsthilfegruppe aufmachen sollen. Gucken wir mal. Das scheint ein echt interessantes Thema zu sein und es gab ganz viel Feedback und ganz viel Lob und alle Leute, die das geliked haben bei LinkedIn, die kannte ich sogar. Wirklich alle. Das hat mich ein bisschen erschrocken. Zum Teil auch Leute, die ich schon irgendwie seit 10, 15 Jahren nicht mehr gesehen habe.
Sujeevan
00:02:30
Aber du hast auch Feedback dazu bekommen.
Dirk
00:02:32
Ja, genau. Feedback in der Discord-Gruppe bei denen war eher wenig. Ja, ich finde, persönlich bin ich auch nicht kein so großer Discord-Fan. Ich bin ganz froh, dass wir in unserer Matrix-Gruppe 153 Leute oder auch 143 Leute haben.
Sujeevan
00:02:46
Accounts zumindest.
Dirk
00:02:47
Das finde ich schon, ja, Accounts zumindest, genau. Das finde ich schon sehr beeindruckend. Aber dafür habe ich neulich auch mal bei uns in unserer Teleport-Gruppe den Faden verloren. Also als ich dann zwischen zweimal reingucken irgendwie 100 neue Nachrichten gesehen habe, habe ich dann auch gedacht, ja, da kann man, glaube ich, auch irgendwann aufgeben. Das schaut viel.
Sujeevan
00:03:09
Ja, ich habe zuletzt auch irgendwelche Sachen nicht gelesen.
Dirk
00:03:14
Seht ihr, liebe Hörer, so wichtig seid ihr uns.
Sujeevan
00:03:21
Genau. Aber apropos Engineering Kiosk. Als ich mit denen aufgenommen hatte, also mit Andi und Wolfi, kamen wir irgendwie im Vorgespräch dazu, dass man sich ja eigentlich mal so, also wenn man sich irgendwo vorstellt vor Leuten oder jemand fragt häufig dann, was du in dem so machst, aber meistens ist da der Job gemeint. Was eigentlich schade ist, finde ich. Du bist ja meist mehr als ein Job. Du bist im Konkreten meistens ein Vollidiot, aber gut.
Dirk
00:03:55
Ja, du redest gerade von dir, ne?
Sujeevan
00:04:00
Und mir fiel das auch immer mal wieder so auf, dass es doch eigentlich doof ist, wenn Leute fragen, wenn man die jahrelang nicht gesehen hat oder sonst was oder nur so sehr flüchtlich kennt, was man so macht. Und da ist es eigentlich viel schöner, über Dinge zu reden, die einen gerade beschäftigen. Ja, weil wir hatten dann halt so ein bisschen diskutiert, okay, wie stellt man die Frage richtig? Weil viel interessiert ja irgendwie schon, was du beruflich machst. Und das ist ja auch okay, damit zu antworten. Aber nicht bei allen. Einige haben einen Beruf, andere haben eine Berufung. Und ich habe zum Beispiel keinen Bock, immer wieder über einen Job zu reden, weil ich dazu genug schon rede.
Dirk
00:04:46
Silvia, meine Frau, fand das auch mal erst befremdlich, dass das bei Vorstellungen fast immer um einen Job geht. Ja, für sie ist das auch eher ungewöhnlich.
Sujeevan
00:04:54
Ja.
Dirk
00:04:55
Das ist, glaube ich, so ein Mediziner, Mediziner, ITler Krankheit, die immer sofort von ihrem von ihrer Arbeit erzählen müssen. Ja, genau.
Sujeevan
00:05:03
Ja, gut, ich habe das aber auch bei so Familienkreisen.
Dirk
00:05:08
Ja, ist aus dem Jungen denn was geworden?
Sujeevan
00:05:10
Ja, genau.
Dirk
00:05:13
Wie viele Leute hast du denn unter dir? Kein? Ja, dann kann das ja noch nicht so weit sein.
Sujeevan
00:05:19
Nee, das habe ich tatsächlich weniger. Okay. Sondern mehr so, ach, du bist kein Arzt, dann, ja, gut. Und deine Frau auch nicht, ja, hat dann...
Dirk
00:05:29
Also ich habe viel erlebt, dass man daran gemessen wird, wie viele Leute man befehligt, in Anführungsstrichen, oder wie viele, der Vorgesetzte, wie viele Leute man ist. Völlig bekloppt. Ja.
Sujeevan
00:05:40
Genau, aber die Frage ist jetzt quasi, wie stellt man diese Frage richtig? ohne dass das offen genug ist ohne dass das zu sehr einschränkend ist.
Dirk
00:05:54
Was machst du denn in deiner Freizeit?
Sujeevan
00:05:57
Ja, aber es geht ja nicht unbedingt um Freizeit. Also es kann ja auch die Arbeit sein. Es muss nur nicht.
Dirk
00:06:03
Ja, aber fang doch mit der Freizeit an.
Sujeevan
00:06:06
Genau, bei der Freizeit sage ich dann, ich trainiere gerade für einen Ultramarathon.
Dirk
00:06:10
Genau, fertig. Mehr machst du nicht.
Sujeevan
00:06:13
Genau.
Dirk
00:06:13
Hast du sonst noch Hobbys?
Sujeevan
00:06:17
Genau, aber das ist halt ein Ding, was bei mir ein großes Thema ist. Haben wir gleich auch noch mal als Shorty. Und das macht ja auch nicht jeder. Also Ultramarathon laufen. Und was ist deine Antwort dazu?
Dirk
00:06:31
Was ich so in meiner Freizeit mache? Also ich bin verheiratet, wir haben 200 Pferd, ich bin viel im Grünen draußen, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, ich bin in IT unterwegs, bin hobbymäßig, mache ich auch viel mit Computern.
Sujeevan
00:06:48
Ja, genau.
Dirk
00:06:51
Ich habe ein Buch geschrieben, mache zwei Podcasts.
Sujeevan
00:06:57
Immer diese Low Performer, die nur ein Buch haben.
Dirk
00:06:59
Nein, aber in der achten Auflage. Also ich kann da schon, wenn ich referieren muss, kann ich da schon eine Viertelstunde reden. Aber ich will halt nicht eine Viertelstunde reden. Es gibt so verschiedene Ansatzpunkte, dass ich aus Wanne-Eickel komme und dann dazulege, ja, die Stadt gibt es wirklich oder gab es wirklich solche Sachen. oder ich komme aus dem Ruhrgebiet. Wo ist denn das Ruhrgebiet? Da ergibt sich so das eine oder andere.
Sujeevan
00:07:22
Ja.
Dirk
00:07:23
Genau.
Sujeevan
00:07:24
Aber ich habe ganz bewusst mehr so die Frage, auf was beschäftige ich dich gerade, gesetzt quasi. Weil bei mir ist es ja auch phasenweise. Mal ist es dann halt Ultramarathon oder die letzten Monate waren es halt Ultramarathon laufen oder das Training dafür. Und das finden Leute dann halt auch interessant. Vor ein paar Jahren war es dann halt eher das Bücher schreiben. Ja, ist auch Arbeit. Aber das beschäftigt mich gerade halt. wenn man mich jetzt beruflich, mehr auf den beruflichen Fokus sieht, ist es dann so, naja, okay, ich stelle gerade meine erste Person ein in meiner Selbstständigkeit. Aber das sind auch so verschiedene Sachen. Was machst du in deinem Leben? Klingt dann wiederum despektierlich so ein bisschen, wenn du das so fragst.
Dirk
00:08:10
Ich finde, womit beschäftigst du dich gerade auch grenzwertig, ehrlicherweise.
Sujeevan
00:08:15
Ja, deswegen die Frage, wie würdest du das richtig stellen, was auch gerade für, was sich jetzt gerade beschäftigt und nicht unbedingt jetzt gerade in den letzten Monaten plus minus so, ne?
Dirk
00:08:26
Ich kenne natürlich so einen Haufen von Standardfragen, die man stellen kann, wie zum Beispiel …, Was machst du nach einem stressigen Arbeitstag zum Beispiel? Wie erholst du dich von der Arbeit? Was treibt dich morgens aus dem Bett? Was motiviert dich? Bist du ehrenamtlich unterwegs? Wenn ja, mit was? Also solche Sachen. Es kommt immer auch drauf, das Gegenüber an. Wenn das Gegenüber nur einsilbig antwortet, dann ist das relativ schnell abgehakt.
Sujeevan
00:08:57
Ja, genau.
Dirk
00:08:58
Aber ich hatte das Thema eher so verstanden, dass ich vorne stehe und mich vorstellen muss.
Sujeevan
00:09:05
Achso, nee, ich meine jetzt einfach nur ein wir treffen uns auf irgendeiner Party oder sowas oder bei irgendeiner und du siehst dann jemanden, den du seit 10 Jahren oder 20 Jahren oder seit der Schulzeit nicht gesehen hast. Zum Beispiel triffst du meinen alten Englischlehrer, den du kennst.
Dirk
00:09:22
Ja, mit dem ich mal Basketball gespielt habe, genau. Oder gegen den ich mal Basketball gespielt habe, müssen wir ja ehrlicherweise sagen.
Sujeevan
00:09:29
Ach, so war das.
Dirk
00:09:30
Ja, genau.
Sujeevan
00:09:30
Im anderen Verein. Und dann könnte es ja auch so, was machst du denn so?
Dirk
00:09:37
Was machst du denn so? Wenn du die Frage so stellst, dann ist es immer Beruf.
Sujeevan
00:09:43
Genau, das will ich ja, genau. Und dieses, eigentlich ist es eine offene Frage, wir müssen das ja jetzt nicht aus, also wir kommen glaube ich nicht zu einem konkreten Ergebnis. Aber eigentlich hätte ich...
Dirk
00:09:54
Aber die Frage ist, ob du die eierlegende Wollmilchsauffrage brauchst oder ob du nicht situativ entscheiden kannst, welche Frage gerade am besten passt. Also Freizeit, eine Frage nach der Freizeit ist ja legitim. Oder was treibt dich morgens aus dem Bett? Ist das nur das Geld verdienen oder machst du noch was anderes? Machst du irgendwas ehrenamtliches? Es gibt ja schon eine Reihe an Fragen, die man stellen könne. Aber es gibt nicht die eine Frage, die alle anderen Fragen erschlägt.
Sujeevan
00:10:15
Genau. Aber das hat mich zumindest um Nachdenken gebracht so von wegen so. Man sollte zumindest mal drüber nachdenken, auf sowas zu fokussieren, statt nur auf die Arbeit.
Dirk
00:10:24
Ja, deswegen weiß ich so viele Fragen, das mache ich eigentlich ständig, weil mich eigentlich die Arbeit weniger interessiert. Ich stelle mich ja selber auch als Computer-Fuzzi vor und damit ist das Thema für mich erledigt.
Sujeevan
00:10:34
Ja, weil da will auch keiner drüber reden.
Dirk
00:10:36
Nein, vor allem, da ich 90 Prozent der Leute, die nicht in der IT arbeiten, einfach nicht erklären kann, was ich tue.
Sujeevan
00:10:42
Ja.
Dirk
00:10:43
Meinen Eltern konnte ich das auch nicht erklären, nie. Ich mache was mit Computern, fertig.
Sujeevan
00:10:49
Habe ich dir erzählt, als ich versucht habe, meinen Eltern zu erklären, oder meinen Vater im Konkreten zu erklären, worum es in meinem Buch geht?
Dirk
00:10:57
Nee, noch nicht.
Sujeevan
00:10:59
Damals, vor zehn Jahren, als mein Git-Buch, die erste Auflage des Git-Buchs rauskam, das ist tatsächlich jetzt fast zehn Jahre her, im August wären es zehn Jahre, da fragte mein Vater mich, worum es denn daran geht. und ich habe ihn und nicht technischen Leuten erkläre ich gibt im Sinne von, naja, du musst halt irgendwelche Dokumente schreiben und viele haben dann ja doch irgendwie Hausarbeiten, gehabt oder sowas und kennen halt das Problem mit V1, V2, V3, Final 2 und hast du nicht gesehen, und da bist du ja alleine unterwegs, das geht dann ja auch, aber wenn du mit mehreren Leuten unterwegs bist, dann willst du dann ja jeder auch ein Teil beitragen, ohne dass das zu Konflikten kommt, großartig oder das anstrengend wird, und das ist ein Tool, womit man das machen kann und das gleiche, das kann Text sein und der Text kann halt auch Source Code sein. Das verstehen die meisten. Meine Eltern sind aber so weit von Texten weg, dass die das halt nicht verstehen. Und dann hat mein Vater davon irgendwie so ein Foto gemacht, ja, vom Buch, hat das auf seinem Facebook ganz stolz gepostet und hat dann geschrieben, mein Sohn hat ein Buch veröffentlicht, irgendwas mit Computern.
Dirk
00:12:17
Ja. Meine Eltern konnten es auch nicht erklären. Die konnten nur sagen, für welches Unternehmen ich arbeite. Das war für die dann okay. Ich habe meinem Vater versucht zu erklären, was Client-Server ist. Mein Vater war Schienenschweißer anhand von Schienen und Bahnen, die zwischen hin und her fahren. Das Schienennetz war dann quasi Netzwerk und wir haben halt Sachen von einem Warenhaus in eine Filiale geliefert, so das Client-Server. ich habe es halt versucht, möglichst nah an seinen Begriffswelten zu erklären, aber das ist schwierig genug. Von daher sage ich den meisten, wenn ich es kurz mache, ich mache irgendwas mit Computern. Als ich auf dem Großrechner war, kann ich auch nicht sagen, dass ich auf dem Großrechner war, weil der Computer ist ja nicht groß. Der Mainframe heißt ja nur Großrechner, weil er halt der zentrale Rechner für, kleine und mittlere und größere Firmen ist, aber es ist ja nicht wirklich ein großer Rechner. Und heutzutage sind ja selbst die Clients größer dimensioniert als früher die Großrechner.
Sujeevan
00:13:18
Ja, genau. Ja. Genau, aber was leihen wir daraus? Man kann eigentlich auch mal ... nicht zu sehr auf Arbeit fokussieren.
Dirk
00:13:30
Generell mache ich super gerne.
Sujeevan
00:13:33
Genau, also ich hatte einen Unterschied gemerkt, als ich letztes Jahr diese FOS Space Camp Wanderung gemacht habe. Da war ich ja mit einem Kollegen unterwegs, einem Arbeitskollegen von GitLab. Und der hat die Leute dann immer gefragt, was sie beruflich machen. Mich hat das meistens gar nicht so primär als erste Frage oder als eine der ersten Fragen interessiert. und auch wenn ich bei meinen Ultramarathons oder sonst was mit irgendwelchen Leuten rede, so random auf der Strecke, dann frage ich halt lieber so, was hast du noch so gelaufen für Veranstaltungen? Weil da war es dann auch so jetzt beim letzten Ultramarathon, kommen wir gleich nochmal zu, dann hatte einer dann nur erzählt, nicht wundern, wenn ich so komisch, wenn ich so viele englische Wörter reinkippe, ich wohne seit 30 Jahren in Oxford. Ich hätte den, ich dachte so im Kopf so, das ist bestimmt einer an der Uni oder so und ist dann dahin gelandet. Ich habe den aber nicht gefragt, weil mich das der Zeitpunkt auch gar nicht interessiert hat. Dann habe ich den gegoogelt und so, ja, da ist irgendwie Dozent, Professor oder Postdoc, irgendwas in Oxford für Informatik, lustigerweise auch. Und da dachte ich so, ja, okay, schön. Und wenn ich das jetzt sage, wusste ich, hätte das jetzt was geändert? Nö.
Dirk
00:14:46
Ja, eben drum, eben drum. Also ich mag das auch nicht so sehr über die Arbeit definieren, aber die meisten fangen halt damit an, weil sich viele Menschen darüber definieren und weil es ja auch quasi etwas ist, was sie die meiste Zeit ihres Tages machen.
Sujeevan
00:15:00
Ja, das ist auch irgendwie die Norm.
Dirk
00:15:02
Die Leute verbringen ja, muss man sich, also im Moment ist es ja auch mehr mit Homeoffice, aber als wir noch alle fünf Tage die Woche im Office waren, haben wir da Leute gehabt, mit denen wir mehr Zeit verbracht haben, als zu Hause mit unseren Partnern oder Partnerinnen oder Eltern. Also wenn man mal das Hobby noch mit reinrechnet. Und das ist Zweck, die Arbeit ist eine Zweckgemeinschaft, genau.
Sujeevan
00:15:23
Genau. Genau. Ja, viel mehr habe ich auch dazu gar nicht zu sagen.
Dirk
00:15:29
Jetzt muss ich wieder was sagen, ne? Vielleicht. Ich lese gerade ein Buch. Das Buch heißt Tiny Experiments. Das ist von Anne-Laure LeCunf. Die Anne-Laure LeCunf oder Anne-Laure LeCunf oder wie auch die auch immer heißen mag, die hat ein Newsletter, der nennt sich Nestletter oder Nestlabsletter oder so. Keine Ahnung. Das Buch werden wir hier auch noch mal ausführlicher besprechen, weil ich das relativ gut finde. Bin noch nicht ganz durch. Aber sie ist der gleichen Meinung, dass wie ich, dass Smart-Ziele nicht immer hilfreich sind. Und ich rede ja häufig von unendlichen Zielen und sie redet halt davon, dass man viel experimentieren sollte. Und da hat sie gesagt, dass man sich dann eher kurzfristige Vorhaben überlegen sollte. Und zwar, dass man für einen bestimmten Zeitraum irgendwas tut. Zum Beispiel, die nächsten 100 Tage mache ich jeden Tag einen Liegestütz. Oder, keine Ahnung, ich werde, sie hat das Beispiel von einem, der sagt, ich werde jetzt 100 Tage lang jeden Tag eine Stunde programmieren. Ich gehe ein halbes Jahr jedes Wochenende mit meiner Frau essen oder was auch immer sein mag. Aber dass man halt ein definiertes Ende hat und dass man dann halt darüber auch, die Motivation hochhält. Weil man sagt, ich muss jetzt ja nur noch 20 Mal durchhalten, dann habe ich das Thema ja geschafft. Das ist anders, als wenn man sich ein Smart-Ziel setzt, was viel zu hoch ist und woran man eh scheitert. Ich habe im Zuge der Lektüre gelernt, dass der zweite Freitag im Januar als Quitter's Day gilt. Also das ist der Tag, an dem die meisten Vorhaben, die man sich Silvester gefasst hat, zusammenbrechen. Weil das das Ende der ersten kompletten Arbeitswoche ist, wo dann die meisten Leute halt im Alltag angekommen sind und merken, dass sie ihre Vorhaben nicht durchhalten können. Und sie empfiehlt halt, dass man sich Ziele setzt mit PACT oder PACT. PACT steht für Purposeful, Actionable, Continuous und Trackable. Continuous, da sind wir wieder mal bei meinen unendlichen Zielen. Und in der deutschen Übersetzung, die ich lese, hat man das übersetzt mit Purposeful, nicht mit Purposeful, verkehrte Zeile. Planvoll, attraktiv, kontinuierlich und transparent. und, ich finde die Idee eigentlich ganz gut, sich nicht das Ziel zu setzen, ich will eine Programmiersprache lernen bis zu dem Zeitpunkt, sondern zu sagen, ich beschäftige mich jetzt jeden Tag für die nächsten vier Wochen einfach eine halbe Stunde pro Tag mit dieser Programmiersprache.
Sujeevan
00:17:50
Ja.
Dirk
00:17:51
In irgendeiner Form. Einfach sich ein Ziel zu setzen für einen Zeitraum und das dann auch durchzuhalten.
Sujeevan
00:17:58
Genau, ich hatte das ja, als ich mein DevOps-Buch geschrieben habe, ja auch versucht, am Anfang zumindest, ist, solange es ging, 30 Minuten pro Tag, damit ich zumindest mindestens das mache und abhaken kann, hat natürlich nicht immer geklappt oder dann phasenweise halt gar nicht geklappt. Aber das hat mir zumindest geholfen, dann kontinuierlich am Ball zu bleiben. Und ich habe ja hier und da immer mal wieder diesen einen YouTuber Ali Abdaal mal erwähnt, der ja auch nicht alles richtig weiß oder halt auch von irgendwelchen Büchern oder sonst was hat. Der sagt dann halt auch immer, naja, man sollte Systeme bauen, die funktionieren. Und das klingt ja genau danach. Ein System bauen, was für dich funktioniert, das gilt ja auch beim Abnehmen oder gesunde Ernährung. Zu deinem Abnehmen gehört. Generell Sport, Läufe ich jetzt nur einen Marathon, weil ich einen Marathon laufen will, oder bin ich ein Läufer, der auch Marathon läuft?
Dirk
00:18:54
Genau, aber es geht ja dann schon in Richtung Gewohnheiten, und Gewohnheiten zielen ja darauf, ab und endlich weiterzulaufen, und das, was sie halt beschreibt, ist die Vorstufe davon.
Sujeevan
00:19:02
Ja.
Dirk
00:19:03
Dass man einfach mal experimentiert, ob man mit Sachen zurechtkommt, ob man da Bock drauf hat, und, dass man es dann weitermacht, steht ja in den Sternen, man kann es weitermachen, man muss es nicht weitermachen, aber so, dass man überhaupt mal mit neuen Dingen experimentiert und halt eine Zeitlang dranbleibt, um wirklich zu merken, ob das was ist. Also du merkst ja auch, wenn ich davon erzähle, dass ich ein neues Tool ausprobiere, dann sage ich ja auch, dass ich komplett auf das Tool umgestellt habe und mache das dann für drei, vier Wochen, um wirklich da auch was Verwertbares rauszubekommen. Und sie rät auch, die Beobachtung aufzuschreiben und sie nachzuverfolgen, was es einem gebracht hat oder nicht gebracht hat und was man daraus gezogen hat. Ali Abdal ist übrigens auch Thema, der sich ja vorgenommen hat, jede Woche zwei Videos zu veröffentlichen, zum Beispiel. Genau. Also von daher, sie hängen ja alle irgendwie zusammen, jetzt alles ein Pack. Ein Pack. Nein, ich fand die Idee eigentlich ganz spannend zu sagen, dass wenn man sich was Neues überlegt und was Neues mal ausprobieren möchte, dass man sich da eine zeitliche Begrenzung dran hängt.
Sujeevan
00:20:08
Genau. Und es sollte auch lang genug sein, dass du es dann auch machst.
Dirk
00:20:12
Ja. Genau.
Sujeevan
00:20:16
Gut. Kommen wir zum nächsten Schottie. Ich habe es ja gerade schon lang geteasert.
Dirk
00:20:23
Ist das eigentlich ein Till Update oder ein Till Schottie?
Sujeevan
00:20:29
Ja, kann auch ein Till Update sein. Gefühlt sind die Till Updates für Bücher reserviert. Ja, ich bin zum gefühltes Mal, war das jetzt, beim Zugschwitz Ultra Trail wiedergelaufen. Ich war 20, zur Historie, 2022 bin ich da, ich glaube schon 67, 68 Kilometer mit 3000 Höhenmeter. Danach das Jahr nochmal, aber die Strecke war anders. Danach das Jahr habe ich 100 Kilometer angefangen und nach der Hälfte abgebrochen. Letztes Jahr habe ich 107 Kilometer dann auch gestartet, wurde ein bisschen gekürzt und noch mal über 101 Kilometer. Und dieses Jahr war ich registriert für die 166 Kilometer, also 100 Meilen mit 8000 Höhenmetern. Und hatte den Plan gehabt, das zu laufen, zu finischen. Und wie es so ist, hatte ich nicht das Glück, dass das gepasst hat.
Dirk
00:21:32
Und es lag nicht an dir.
Sujeevan
00:21:34
Nee, aber kommen wir gleich zu. Also 166 Kilometer oder 100 Meilen ist halt eine verdammt lange Strecke und 8000 Höhenmeter ist auch verdammt viel, weil diese 60, 70 Kilometer, die schaffe ich, sollte ich mittlerweile relativ locker schaffen, also mit Training natürlich. 100 Kilometer ist schon mal noch, da musst du noch mal die ganze Nacht durchlaufen. zumindest war ich letztes Jahr 24 Stunden unterwegs und 100 Meilen ist halt ein Zeitlimit an der Strecke zumindest 42,5 Stunden was sehr lange ist.
Dirk
00:22:13
Ich meine, die Strecken sind ja erschreckend genug. Die würde ich ja vielleicht mit Wandern noch hinbekommen. Das, was tödlich ist, sind die Höhenmeter, oder?
Sujeevan
00:22:21
Ja, genau. Und das geht dann ja auch auf über, der höchste Punkt ist auch bei 2200 Höhenmetern. Das heißt, man ist auch in alpinen Gelände halt unterwegs, was nochmal einen Unterschied macht im Vergleich zu anderen Strecken, wo man halt nicht in hochalpinen Bereichen unterwegs ist. Was sowohl die Luft angeht, als auch das Terrain angeht. Genau. So, was ist jetzt aber passiert? Ich bin das nicht gelaufen, weil ein paar Stunden, das fing, angedacht war es, dass am 18. Juni um 20 Uhr anfängt. Donnerstag, ja. Das war Donnerstag und das sollte um, und um 15 Uhr oder so, gab es eine Mail, so von wegen, so wegen Schlechtwetter, erwarteten Schlechtwetter an dem Freitag, am Tag da drauf, kürzen wir die Strecke auf die 100 Kilometer, die ich auch letztes Jahr gelaufen bin oder 107 Kilometer oder so. War natürlich erstmal enttäuschend, war aber nachvollziehbar, weil Gewitter war halt für den nächsten Tag angekündigt und du willst nicht bei Gewitter hoch in den Bergen sein, ohne Schutz und sonst was. Und das hatte auch Einflüsse auf die anderen Distanzen, weil die ursprünglichen 100 Kilometer, die sind dann halt gekürzt worden auf 74 und da gab es einiges, was dann durcheinander gewirbelt worden ist. Die mussten also kurzfristig einiges umplanen. Das hatte dann für mich auch noch mal den Einfluss, dass zwar der Start normal geblieben ist, also ich bin dann halt zum Start gegangen, wusste so, okay, ich laufe jetzt gar keine 100 Meilen, sondern 100 Kilometer, was für den Kopf dann irgendwie dann so doch irgendwie erleichtert war, weil dann, okay, ist jetzt doch nicht so lang. Aber auch da war es halt so, dass dann noch mal während des Laufs gekürzt wurde, eben wegen des Gewitters, sodass man dann auf 101 Kilometer gekommen wäre. Das war letztes Jahr auch schon passiert und davor das ja auch schon passiert. Dadurch, dass ich aber besonders langsam war, nicht nur ich, sondern auch ein paar andere, wurden wir nochmal abgefangen und dann gesagt, ihr müsst jetzt hier schnell runter wegen Gewitter. Dann bin ich dann irgendwie bei 89 Kilometer angekommen im Ziel. Und das Witzige ist dann, ich war dann von, also effektiv gab es dann drei Varianten. Einmal den Zugspitz-Ultra-Trail, dann die Variante 1, dann die Variante 2, also 107, 101 und 89 Kilometer. Und bei der kürzesten Variante quasi, bin ich letzter geworden.
Dirk
00:24:45
Aber angekommen. Ich sehe es auf der Webseite als Finisher.
Sujeevan
00:24:48
Genau. Jetzt habe ich eine tolle Medaille und ein tolles T-Shirt bekommen, wo es steht, dass ich 166 Kilometer gelaufen bin, aber bin ich es gar nicht. Die Dinge waren ja schon vorher.
Dirk
00:24:56
Nagel das an die Wand. Guck nicht zurück, frag nie nach.
Sujeevan
00:25:02
Genau. Ja, interessanterweise, und ich habe diverse Sachen dabei gelernt, weil jedes Mal, wenn ich das gemacht habe, jetzt zum vierten Mal, 22, 23, 24, fünften Mal, war ich dann jetzt dort. Deswegen kenne ich groß, also die Strecke, die ich jetzt gelaufen bin, kannte ich auch komplett. Einige Teile davon bin ich schon zum fünften Mal gelaufen. Aber jedes Mal hatte ich irgendwelche Sachen, die ich verbessert habe, die dann den Lauf generell angenehmer gemacht haben. Bei kleinen Läufen ist das halt relativ egal. Wenn du aber so lange unterwegs bist, dann ist das nicht mehr ganz so egal. Zum Beispiel Kleidung oder Equipment generell. Ich hatte letztes Mal viel zu kleine Schuhe, das heißt beim Runterlaufen, da habe ich dann halt die Zehen und die Zehennagel gegen den Schuh gerammt, effektiv. Größere Schuhe, besser geschnürt, keine Probleme damit, quasi keine Blasenbildung oder fast keine. Oder halt auch Shorts, die so eine Innenhose mithaben, so eine Leggings quasi drunter. Das führt dann auch dazu, dass man an keinen Stellen was scheuert und Schweiß halt besser abläuft und sowas. Oder ein anderes Ding, keine Trinkblase. Ich hätte keine Trinkblase mitgenommen. Was eigentlich angenehm ist, weil du dann halt dran nukkulst und fertig. Aber Flaschen sind dann doch irgendwie besser, weil du die nicht rausfriemeln musst, also einfacher rausfriemeln kannst, um zu verfüllen und wieder reintun kannst. Ja, das war so eine Trinkblase mit einem Rucksack, wo ganz viele Sachen drin sind, nicht so einfach ist. Und das merkst du dann halt auch, beim ersten Mal bin ich mit einem anderen Rucksack gelaufen und dann habe ich einen neuen gekauft, der deutlich besser fiel, wo man viele Sachen halt direkt rankommen kann, ohne dass man die Tasche ablegen muss. Oder dazu zählt aber halt auch, Wanderstöcke zu haben, die leicht sind. Weil du die halt ständig in der Hand hast. Und wenn du normal wandern gehst, ist das egal. Wenn du aber so einen Ultramarathon machst, dann merkst du es schon auf die Dauer.
Dirk
00:26:53
Leicht, aber stabil, ne?
Sujeevan
00:26:55
Genau, genau. Vor zwei Jahren ist mir auch welche kaputt gegangen im Schnee, auf Schneefeldern. Diesmal halt nicht, weil ich auch keinen Schnee hatte. Aber was halt auch nochmal wichtig ist, ist Essen oder Essen und Trinken. Weil man nimmt zwar dann halt Wasser mit, aber es sollte ja nicht nur reines Wasser sein, sondern auch isotonisches mit Elektrolyten. Man muss eigentlich ständig essen. Man müsste eigentlich ständig essen. Das ist aber total eklig, wenn du die ganze Zeit nur irgendwelche komischen Riegel reinschiebst, die halt meistens sehr trocken sind oder dann immer trockener werden im Mund, wo es dann so staubig ist.
Dirk
00:27:28
Also Astronautennahrung.
Sujeevan
00:27:30
Ja, also viele Kalorien in kleiner Verpackung quasi dann halt auch. Und so ein Riegel, die 30, 40 Gramm haben, die haben halt dann irgendwie ihre 160, 180 Kalorien. davon musst du aber theoretisch halt alle halbe Stunde eine reinschieben kriegst du aber nicht runter.
Dirk
00:27:49
Genau und bei den Temperaturen macht es dann auch noch nicht Spaß die aus dem Papier zu brüllen oder zum Teil.
Sujeevan
00:27:55
Die sind dann auch schön weich geworden und hast ja nicht gesehen oder geschmolzen, dafür helfen dann Gels aber Gels kommt auch nicht jeder Magen mit klar wenn du es nicht vorher geübt hast und ich habe es vorher nicht geübt ich habe mir dann irgendwelche gekauft damit ich zumindest welche habe die kommen deutlich besser runter weil die halt flüssig sind, Das ist halt eher dann Astronauten-Nahrung.
Dirk
00:28:14
Ja, das meine ich mit Astronauten-Nahrung.
Sujeevan
00:28:16
Genau, da sind halt Gels besser, da gibt es auch verschiedene, welche die, weil da ist auch sehr, sehr viel Zucker drin, damit du halt Kalorien runterbekommst. Die brauchst du halt. Aber davon kotzen dann auch viele. Sorry, erbrechen dann viele auch.
Dirk
00:28:29
Du darfst schon Kotzen sagen. Ja. Sind wir eigentlich explicit? Haben wir das irgendwo gekriegt?
Sujeevan
00:28:37
Das ist für 18. Genau. Nee, weil du kriegst dann immer mal wieder mit, dass entweder man direkt sagt, ja, der Kollege da vorhin, der hat dann einen Magen gerade geleert oder sowas, dann kriegt man dann mit.
Dirk
00:28:50
Dann läuft er danach leichter, ist doch auch schön.
Sujeevan
00:28:54
Genau. Bei so einem 2- oder 4-Stunden-Lauf ist es halt relativ egal, weil wenn du dann 24 Stunden oder 42 Stunden unterwegs ist, musst du halt sehr, sehr viel runterkriegen. Weil laut meiner Uhr habe ich halt, also ich war insgesamt dann 21 Stunden 40 unterwegs. Das war quasi für die 89 Kilometer. Also ich bin ja nicht ein bisschen mehr als ursprünglich geplante Hälfte gelaufen. Und ich hätte halt noch 21 Stunden gehabt, die ich wahrscheinlich gebraucht hätte. Und ja, und wenn man dann gesund bleibt, weil das hatte ich dann auch, gesehen, mitten in der Nacht, das war irgendwie 1, 2 Uhr nachts, auch irgendwie an der höchsten Stelle des Rennens, so bei 2100, 2200 Metern, da lag dann halt einer am Boden und auf dem Rücken und hat sich an die Schulter gefasst. Und ich dachte dann so, hey, brauchst du Hilfe, irgendwas? Dann labert der irgendwas auf Englisch, was ich kaum verstanden habe, so vom Dialekt her. Das kam mir sehr Nordenglisch vor. Dann habe ich auf den Namen geguckt und die Flagge, die da drauf war, war ein Finne. Und naja, dann war...
Dirk
00:30:00
Ich bin ja nah beieinander eigentlich.
Sujeevan
00:30:02
Ja. Und dann habe ich dann halt auch so geguckt, naja, okay, wie helfe ich dem jetzt? Also ich konnte... Ich wusste aber, ein paar Meter weiter sind, ist die Bergwacht, Bergrettung, die dann halt genau dafür da ist. und der ist dann zwar noch weiter hochgelaufen, also Höhenmetern noch ein paar gemacht und ich habe dann halt an diesem Zelt, wo die Leute dann gepennt haben, die erst mal aufgeweckt und gesagt so, hallo, hier brauche ich jemand Hilfe. Das ist dann auch irgendwie so spannend, wenn dann ein Typ, das war auf österreichischer Seite, dann so mit einem starken österreichischen Akzent, einen Typen, der Englisch spricht mit einem starken Akzentdialekt, dann auf Deutsch halt was sagt und der andere halt auf Englisch auch nichts versteht und sie sich gegenseitig nicht verstehen. und genau und dann habe ich halt später mitbekommen da musste er da wohl noch irgendwie 3-4 Stunden ausharren, bis es hell wurde um dann vom Heli abgeholt zu werden ja, Hawaii, und deswegen ist gesund war ja nämlich schon wichtig, das hat man manchmal auch Pech, weil der ist halt hingefallen auf die Schulter passiert klar.
Dirk
00:31:07
Hingefallen generell passiert und dann auf die Schulter ist natürlich besonders.
Sujeevan
00:31:10
Doof ja und dann halt in den Bergen ist halt nochmal schwieriger ja Und ja, dann fragen manche Leute, warum sind solche Events so teuer? Ja, unter anderem deswegen.
Dirk
00:31:19
Ja, aber den Heli wird der ja selber zahlen müssen, oder nicht?
Sujeevan
00:31:23
Ja, aber dass da auch relativ nah dann auch medizinisches Personal da ist.
Dirk
00:31:29
Ja, ja, klar.
Sujeevan
00:31:29
So was dann, Gesamtpaket dann halt. Und genau, und da merkt man dann, also das liegt halt nicht alles immer an einem selbst. Klar, je unfitter man ist, desto gefährlicher wird das Ganze, gerade bei den Temperaturen von 30 Grad, die wir wieder hatten. Und in der Nacht war es natürlich einfacher als tagsüber, aber das sind halt verschiedene Punkte, die man dann halt beachten muss.
Dirk
00:31:54
Ja, man darf aber auch die Länge nicht unterschätzen. Wenn du dann in die Müdigkeit reinläufst und dann unaufmerksam wirst, dann kann ein einfacher Tritt, den du normalerweise locker abfängst, wenn du nicht müde bist, dann kann das schon zum Debug werden an der Stelle.
Sujeevan
00:32:06
Genau, weil ich konnte zum Beispiel, oder ich kann halt generell nicht gut schnell quasi hoch- oder runterlaufen Berge. und je technischer es wird, desto schwieriger ist das, wenn das so ein Forstweg ist oder ein Asphalt ist, dann geht das zwar noch, weil du dann ja nur runterlaufen musst und gucken, dass du die Kraft hast, wenn du aber auf Geröll unterwegs bist, dann geht das halt nicht so einfach oder würzelig ist.
Dirk
00:32:28
Ich tue mich mit dem Runterlaufen schwer. Hochlaufen geht, runterlaufen ist doof.
Sujeevan
00:32:32
Ja, und dann musst du noch vorstellen, Asphalt ist nochmal schlimmer, finde ich, weil das ist meist sehr hart. Hatte ich zum Schluss dann auch, wo ich dann so, wo halt alles weht hat dann, weil es geht dann auch wieder stark auf die Knie. Wenn es ein bisschen gerölliger ist, geht es halt weniger auf die Knie, aber wenn die Beine schon komplett durch sind, weil du schon so lange unterwegs bist, wird es nicht einfacher.
Dirk
00:32:52
Ich finde geröll schwieriger, weil man da viel mehr aufpassen muss, wie man wo tritt.
Sujeevan
00:32:58
Schwieriger ist das, ist geröll. Geröll und Wurzeln und sowas, weil dann kannst du dich auch, ist ja uneben halt alles. Für Knie und sowas tut da halt mehr Asphalt weh.
Dirk
00:33:10
Korrekt, ja.
Sujeevan
00:33:11
Je länger du unterwegs bist, desto mehr natürlich dann. Aber auch da musst du und ich, also wäre ich jetzt die normalen 100 Meilen gelaufen, dann wäre ich schon bei Kilometer 41, 42 am Cut-Off gescheitert, weil die halt die langsamen Leute aussortieren.
Dirk
00:33:28
Cut-Off heißt, dass du in einer bestimmten Zeit da durch musst.
Sujeevan
00:33:30
Genau. Und der Cut-Off war da bei acht Stunden. Ich war acht und halb Stunden später halt da. Und dann wäre ich halt aussortiert worden. Letztes Jahr war ich an derselben Stelle nach siebeneinhalb Stunden. und da dachte ich, eigentlich fühlt mich aber die ganze Zeit relativ fit bis auf den Anfang, wo ich extremst geschützt habe, und da fiel mir dann auch auf so, es war ein kleines Teilnehmerfeld weil so 100 Meilen machen halt nicht so viele es waren irgendwie 320 330 oder so, die gestartet sind und bei den 100 Kilometern starten halt eher so 700, 800, so, ich bin halt die meiste Zeit dann doch eher alleine gelaufen und hab niemanden gesehen Und das nimmt dann auch ein bisschen den Spül von der Veranstaltung, weil man halt niemanden halt sieht. Und normalerweise, wenn du Leute siehst, dann ziehen die einen mit oder du hängst da dich dran, gehst automatisch schneller, weil du denkst so, ah, ich bleib mal an dem dran. Das hatte ich diesmal gar nicht. Und dann war ich dann halt automatisch langsamer. Dass ich dann irgendwann gemerkt habe, ich laufe hier gerade außer Zeit, ich sollte mich mal beeilen.
Dirk
00:34:35
Aber vielleicht war das auch die Chance, dass du die Zeit besser eingeteilt hast und dadurch auch einfach im Ende vielleicht länger unterwegs gewesen hätte es sein können, toller Satz, dass du irgendwie bis zum Ende auch durchgehalten hättest, weil du dich halt nicht ziehen lässt in einem Tempo, was nicht deins ist.
Sujeevan
00:34:52
Genau, in gewisser Weise schon, aber wenn ich den Cut-Off ähnlich geschafft hätte, dann bringt das halt auch nichts. Und meistens sind die halt am Anfang strenger mit dem Cut-Off, also enger und nach hinten hin halt nicht mehr so eng, eben weil die, die es schon am Anfang zu langsam sind, die werden es auch hintenrum nicht schaffen.
Dirk
00:35:11
Ja.
Sujeevan
00:35:12
Und so ist das dann halt. Und interessanterweise hatte ich jetzt, obwohl ich fast 90 Kilometer gelaufen bin, kein Muskelkater danach.
Dirk
00:35:21
Ja, das hat mich überrascht.
Sujeevan
00:35:23
Wovon ich aber Muskelkater hatte, war, also ich bin den Samstag davor hingefahren, also Donnerstag war der Lauf, Samstag davor bin ich hingefahren und am Sonntag bin ich den Wank in Garmisch hochgewandert und dann runtergelaufen, auch um dieses Runterlaufen nochmal zu trainieren, Zu Hause kann ich das halt nicht, ich habe ja keine Berge hier. Und davon habe ich dann bis zum Donnerstagmorgen quasi noch Muskelkater gehabt. So drei, vier Tage. Wo ich dachte, ich habe so viel Muskelkater, das wird ja nicht so feierlich, für den langen Lauf. Aber vielleicht war das genau das, was ich brauchte.
Dirk
00:35:58
Ja, das kann sein. Das ist möglich, ja.
Sujeevan
00:36:01
Und ja, das war dann schon spannend.
Dirk
00:36:04
Willst du es nochmal versuchen?
Sujeevan
00:36:08
Teile ich diese Antwort. Ich kann mich für unsichern.
Dirk
00:36:11
Ich habe... Ich habe ja ein Zitat gefunden in dem Buch, von dem ich gerade das Pakt vorgestellt habe, das, was ich dir auch geschickt habe, was ich ganz treffend fand. Da steht halt, da wir irrtümlich glauben, die Welt wäre nach der Überwindung einer großen Herausforderung glücklicher, tust du das, neigen wir zu wahr schwieriger Wege, gerade weil sie mehr Anstrengung erfordern. Selbst wenn das die Wahrscheinlichkeit unseres Scheiterns erhöht. Und ich habe sofort an dich gedacht. Sofort an dich gedacht. Du hast ja dann noch gefragt, in welcher Beziehung ich das meinte. große Herausforderung ist Ultramarathon oder 100 Meilenlauf. Mehr Anstrengung. Du bist nicht flach gelaufen, sondern Zugspitze. Also ich meine, du könntest ja auch sagen, ich mache 100 Meilenlauf mal flach. Und das ist ja nochmal was anderes. Und die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns ist halt nicht zu finishen in dem Moment.
Sujeevan
00:37:00
Genau.
Dirk
00:37:02
Glaubst du denn, dass die Welt ein glücklicherer Ort ist, wenn du das schaffst? Oder was ist deine Motivation, das zu machen?
Sujeevan
00:37:09
Ja, mich fragen viele, was die Motivation ist, aber für mich ist es einfach nur die Challenge, erst zu gucken, schaffe ich das.
Dirk
00:37:14
Also die Challenge, ob du es selber schaffst, quasi.
Sujeevan
00:37:17
Genau, ich kenne ein paar Leute.
Dirk
00:37:18
Die anders. Oder weil du was zu erzählen haben möchtest bei der Vorstellung, wenn du...
Sujeevan
00:37:21
Zum Beispiel. Ich schreibe nicht nur Bücher und mache einen Podcast und arbeite, sondern ich laufe halt auch. Ne, mir macht ja auch das Laufen Spaß grundsätzlich. Von daher ist das dann halt nur so, okay, das ist eine Challenge, die ich gerne schaffen will. Ich habe ein paar Freunde, Bekannte, hauptsächlich GitLab-Leute oder die bei GitLab gearbeitet haben oder hatten.
Dirk
00:37:39
Ja.
Sujeevan
00:37:40
Und durch die kam es irgendwie dann so. Dann dachte ich, wenn die es können, dann kann ich es doch auch. Ich bin ja nie hingegangen, aufgestanden und gesagt, ich möchte irgendwann mal 100 Meilen laufen. Als ich mit dem Laufen angefangen habe, war das erste Ziel, 6 Kilometer bei dem Firmenlauf zu laufen, 2015. Und dann hat sich das immer so hochgeschaut. Ich kann jederzeit damit aufhören.
Dirk
00:38:06
Und das ist kein Ding. Heheheh.
Sujeevan
00:38:12
Genau, ja, also es macht eigentlich, um die Frage zu beantworten, es macht eigentlich nur Sinn, wenn ich regelmäßig, also ich will schon das nochmal probieren, es macht aber eigentlich nur Sinn, wenn ich auch tatsächlich regelmäßig in den Bergen laufen gehe zum Training.
Dirk
00:38:33
Und 100 Meter flach würden dich nicht reizen oder mit geringeren Steigungen?
Sujeevan
00:38:37
Ach, 100 Meter sind kein Problem.
Dirk
00:38:38
100 Kilometer natürlich. Oder 160 Kilometer, 100 Meilen.
Sujeevan
00:38:42
Nee, das hätte ich zu langweilen. Also das Ding ist ja auch, ich finde das da an der Zugspitze in den Alpen auch super schön.
Dirk
00:38:48
Das ist klar.
Sujeevan
00:38:48
Und selbst dann, wenn man es nicht schafft, hat man zumindest einen schönen Tag draußen gehabt. Auch wenn es anstrengend war.
Dirk
00:38:56
Der Federico, damals von Task Warrior, der war ja auch Ultramarathonläufer.
Sujeevan
00:39:00
Ja, ist er immer noch.
Dirk
00:39:02
Ist er immer noch? Und der ist, glaube ich, mal durchs Death Valley gelaufen. Eine Seite runter, andere Seite hoch. Das wäre ja auch noch eine Variante.
Sujeevan
00:39:11
Ja, es gibt richtig viele verrückte Sachen. Ich habe dann auch geguckt, der Typ, der da die Schulter gebrochen hat, der war auch irgendwo in Finnland 320 Kilometer laufen. In vier, fünf Tagen oder sowas. Und ich war so, hui, hui, hui. Nee, das musste ich jetzt nicht haben.
Dirk
00:39:25
Oh mein Gott, ja.
Sujeevan
00:39:27
Also ja, wenn ich 100 Meilen mache, dann muss das ein Ort sein, der schön ist. Es muss nicht extremst hoch sein. Also 8000 sind schon sehr viel. Ich war letztes Jahr in Nizza gewesen, wo ein Kollege 100 Meilen gelaufen ist. Das waren irgendwie 8900 Höhenmeter. Und der ist fitter als ich. Und der hat das zwar geschafft, aber der war auch komplett durch.
Dirk
00:39:48
Ja, klar.
Sujeevan
00:39:51
Und in Neuseeland zum Beispiel gibt es einen schönen Lauf, da sind dann nur 4000 Höhenmeter auf 100 Meilen. Der Cut-Office ist auch deutlich kürzer, weil es auch nicht so viele Höhenmeter sind. Aber da kommst du halt nicht so einfach hin. Ja.
Dirk
00:40:05
Also ich meine, wir müssen uns immer vor Augen führen, dass der erste Läufer, der den Marathon gelaufen ist, tatsächlich danach tot zusammengebrochen ist. Das muss man sich eben auf der Zunge zergehen lassen.
Sujeevan
00:40:16
Genau.
Dirk
00:40:16
Also ganz ohne Training geht es da nicht.
Sujeevan
00:40:19
Ja. Und da muss man sehr, sehr viel verschiedenes trainieren. Zum Beispiel das Essen trainieren. Ja. Du musst essen, obwohl du es gar nicht willst, so in die Richtung. Gut. So viel dazu.
Dirk
00:40:32
Prima. Wir haben bei uns jetzt in der Swisscom ein neues Lernformat. Das nennt sich Nano-Learning. Nano-Learnings sind Lernhäppchen von einer Viertelstunde, wo in einer Viertelstunde ein Thema erörtert wird und, darüber gesprochen wird. Also es gibt einen Dozenten, der moderiert, vollzermoderieren muss. Und am Schluss gibt es noch eine Fragerunde und da geht es prinzipiell nur um, Micro- oder Healthy Habits, um Lifehacks oder um alles, was einen Menschen weiterbringt. Ich finde die Idee eigentlich ganz klasse. Das ist so ein Häppchen zwischendurch. Beim vollen Terminkalender, den man hat, kann man da mal kurz reinhören. Ich habe mich dann auch prompt angeboten, auch mal was zu machen. und ich werde dann was zu Zielen machen. Aber ich finde die Idee, deswegen habe ich es hier jetzt mit in den Podcast genommen, das ist ein Beispiel, was Schule machen könnte, was man sicherlich in jeder Firma mal machen kann.
Sujeevan
00:41:26
Dass man, Moment, noch mal. Du machst 15 Minuten. Ist das jetzt ein Call?
Dirk
00:41:34
Das ist ein Online-Teams-Call. 15 Minuten. Die Organisation, die das bei uns macht, sind die Swisscom Learning Labs. 15 Minuten. Jeder ist eingeladen, der dabei sein möchte. Jeder kann dazukommen, kann auch jeder wieder gehen, wenn er mag. Es ist keine Pflichtveranstaltung. Es ist eine private Sache und kann da einfach hingehen und zuhören und was mitnehmen und vielleicht auch zum Schluss noch ein bisschen mitdiskutieren.
Sujeevan
00:42:03
Ja, ich überlege gerade, das ist ja schon synchron, aber das muss ja nicht schlecht sein, weil wie oft ist denn das?
Dirk
00:42:12
Also alle drei, vier Wochen. Ja, okay, das geht dann ja. Und das ist an unterschiedlichen Wochentagen und zu unterschiedlichen Zeiten, sodass auch Leute mit verschiedenen Arbeitsrhythmen durchaus teilnehmen könnten. Ja. ich weiß gar nicht, ob es aufgezeichnet wird, bin mir gerade gar nicht sicher.
Sujeevan
00:42:28
Ja, nee, weil ich dachte gerade, also naja, eigentlich kann man es ja so als Podcast-mäßig quasi oder Video-Podcast-mäßig das ja auch irgendwie aufzeichnen und nur darüber machen. Aber ich glaube, dann wird wahrscheinlich wieder was fehlen, so auf dem Weg, dass du es dir tatsächlich da anguckst, weil dann nichts im Kalender drinsteht oder nicht geblockt ist.
Dirk
00:42:44
Ja, einmal das und das Zweite ist natürlich, wenn man Rückfragen stellen möchte, ist so ein synchrones Format dann schon schöner an der Stelle. Ja, genau. Es gibt auch noch andere Veranstaltungen, die dann in den Stunden oder anderthalb Stunden dauern oder sogar vor Ort sind. Aber ich finde das Format gerade mit den 15 Minuten ziemlich schick. Das gefällt mir wirklich gut.
Sujeevan
00:43:05
Aber 15 Minuten pro Thema, das ist 15 Minuten insgesamt.
Dirk
00:43:08
Pro Thema. Pro Thema, ja. Bei dem Nano-Lang, was ich zu Zielen mache, bin ich der alleinige Referent in Anführungsstrichen. Und ein paar Wochen später hat jemand was zur Resilienz gemacht in 15 Minuten. es gibt durchaus auch noch durchaus auch noch andere themen da hat mal einer was zu, sagt schon zum reptiliengehirn gemacht also dass wir sehr durch instinkt natürlich und durch, vorgefertigte muster gesteuert werden solche sachen und es gibt durchaus durchaus unterschiedliche das findet jetzt hat jetzt schon zweimal stattgefunden und ich mag glaube ich das dritte mal naja genau, genau das soll es auch sein. Genau.
Sujeevan
00:43:51
Dann kommen wir zu unserem Hauptthema und ich bin gespannt, wie lange wir dafür brauchen.
Dirk
00:43:55
Fertig.
Sujeevan
00:43:58
Was sind denn Forward Deployed Engineers, Dirk?
Dirk
00:44:01
Ich habe keine Ahnung, deswegen möchte ich mir das gerne von dir erklären lassen.
Sujeevan
00:44:04
Mensch, gut, dass wir das hier aufnehmen.
Dirk
00:44:08
Erzähl mir doch mal bitte, was sind Forward Deployed Engineers.
Sujeevan
00:44:11
Aber gerne doch, Dirk.
Dirk
00:44:12
Ich kann den Artikel übrigens lesen, den du da verlinkt hast.
Sujeevan
00:44:17
Ja, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Das ist nämlich hinter der Paywall. Wenn du runterscrollst, siehst du irgendwie vier Punkte von zehn oder sowas.
Dirk
00:44:23
Also es geht bis zu zehn runter, okay.
Sujeevan
00:44:24
Ja, irgendwie so. Ich habe das auch nicht in den ganzen Artikel. Aber es ist so ein bisschen die, also ich habe, das kam gerade durch diese AI-Companies, kam sehr viel dieser Punkt oder diese Jobbezeichnung, nennen wir das ja so, Forward Deployed Engineers.
Dirk
00:44:39
Ja.
Sujeevan
00:44:41
Und wir können ja mal erstmal den Namen auseinandernehmen, wenn ihr das gar nicht sagt.
Dirk
00:44:45
Ja.
Sujeevan
00:44:45
Engineer ist das klar. Und Forward Deployed, was kann das heißen?
Dirk
00:44:56
Dass er nach vorne deployed.
Sujeevan
00:44:59
Ja, aber wohin deployed ist?
Dirk
00:45:01
Ich kann mir vorstellen, dass das in Richtung Pre-Sales geht.
Sujeevan
00:45:08
Ja, auch.
Dirk
00:45:10
Mach es nicht so spannend.
Sujeevan
00:45:14
Die Idee ist, dass Engineers, also du hast eine Produktfirma, Produkt X, nicht X, sonst denken alle noch das eigentliche X. Du hast ein Produkt und du möchtest das weiterentwickeln und die Software wird bei Kunden eingesetzt. Dann gibt es ja verschiedene Rollen. Es gibt ja normale Software Engineers, dann gibt es ja meistens irgendwelche Product Owner oder Product Manager. Es gibt dann ja meistens irgendwelche Pre-Sales-Rollen, wie ich die damals gemacht habe, Solutions-Architect, Solutions-Engineer. Es gibt Post-Sales-Rollen wie Customer-Success-Manager oder Technical-Account-Manager und so weiter und so fort. Und die Frage ist jetzt dann auch eher so, wie kommt das Produkt-Feedback von diesen Kunden, Zurück in die Firma, in das Produkt rein. Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, wie du das umsetzen kannst. Und nicht alles ist falsch, nicht alles ist richtig und nicht alles ist für jeden Fall genau das Richtige. Ich habe das natürlich viel bei GitLab dann ja auch gemerkt. Wie kriegt ein Produktmanager oder auch ein Engineer, ein normaler Software Engineer mit, wie wird das Projekt, Produkt tatsächlich verwendet? Wie verwenden das die User? Und dieser Feedback-Kanal ist ja gar nicht so einfach unbedingt, weil du aber manchmal gar keinen Einblick hast. Bei einem SaaS-Companie kannst du vieles durch irgendwelche Metriken dann ja auch erfassen. Wer nutzt das wie? Aber einige Sachen wird dann auch erst, wird ja vieles dann ja durch irgendwelche UX-Researcher oder sowas dann halt auch gemacht. Und die Idee von einem Forward-Deployed-Engineer ist halt grundsätzlich, dass ein Engineer bei den Kunden sitzen und mit die Implementation, Integration des Tools voranbringen. Und das Feedback, was sie dann da mitbekommen, weil die dann ja sehen, wie funktioniert das Ganze, nehmen sie dann auch mit in die eigentliche Firma, wo sie arbeiten und bauen das in die Projekte dann halt auch mit rein. Das heißt, du hast so einen Teil, wo du bei einem Kunden vor Ort, kann natürlich auch remote sein, aber dass du direkt beim Kunden Zugang hast und da mitarbeitest, aber gleichzeitig halt auch normaler Engineer bist und die Sachen verbesserst, weil du dann siehst, die sind das total ineffizient, wir bauen das jetzt mal um.
Dirk
00:47:42
Ja, ich kenne eigentlich nur so Ingenieurs, die die in Betriebnahme begleiten, sage ich mal. Also die das Deployment begleiten und die mit den Erfahrungen, die sie da machen, dann halt das zurück in die Firma geben, aber die nicht selber entwickeln. Also das, was jetzt neu für mich ist, ist, dass es die Leute sind, die das Produkt auch weiterentwickeln an der Stelle.
Sujeevan
00:47:59
Genau. Und tatsächlich kommt das halt viel von diesen AI-Firmen, also Open AI and Topic und sowas. Aber den Ursprung hat es bei Palantir. Palantir ist natürlich eine sehr shady Firma, aber die haben zum Beispiel mehr Forward-Deployed Engineers als reguläre Software-Engineers. und, die definieren das zum Beispiel so, naja, ein Kunde braucht mehrere Capabilities, aber aus normaler Dev-Sicht hast du ja meistens eine Capability, die für viele Kunden relevant sind. Das ist ja so ein anderer Ansatz, wie du auf was drauf guckst und dadurch kriegst du halt ja viel besser, oder kriegen die Entwickler ja auch viel besseren Insights, wie wird das Ganze denn genutzt? Bei Open-Source-Firmen zum Beispiel, also bei so einem GitLab zum Beispiel. ist das ja auch ein bisschen einfacher, oder auch bei einem GitHub oder sowas. Das muss ja nicht Public-Facing sein. Da kriegst du ja auch schon vieles mit, je nachdem, wie die Community gebaut ist. Aber du kriegst trotzdem nicht mit unbedingt, wo klicken die drauf, wo gehen sie drauf, wie nutzen die es tatsächlich, was für Probleme haben sie. Weil manchmal kennst du das ja auch bei irgendwelchen Produkten, wo du denkst so, nutzen die Leute das in der Firma selbst? Also nutzen die Leute bei Workday zum Beispiel Workday oder hast du es auch?
Dirk
00:49:13
Das kann man nicht lieben, das kann ich mir nicht vorstellen. Aber das ist ein anderes Thema, glaube ich, an der Stelle. Wie gesagt, dass die Leute an dem Produkt mitarbeiten, das ist für mich das Neue. Ansonsten kenne ich natürlich schon Support Engineers, die auch beim Kunden sind und regelmäßig mit dem Kunden sprechen und abholen und dann auch regelmäßige Calls haben. Die Reddits kennen ja den TAM, den Technical Account Manager, der sich um solche Sachen auch kümmert. Also so Rollen, die den Betrieb begleiten oder die den Betrieb unterstützen, die gibt es ja schon länger.
Sujeevan
00:49:46
Genau, aber so ein Technical Account Manager oder Customer Success Manager, Da schreibt ihr auch vielleicht irgendwelche Tools.
Dirk
00:49:53
Skripte. Genau.
Sujeevan
00:49:56
Die haben ja in der Regel keinen Zugriff auf Kundensysteme.
Dirk
00:50:00
Ja.
Sujeevan
00:50:01
Weil so sehr integriert sind die dann halt auch nicht.
Dirk
00:50:03
Das stimmt, ja.
Sujeevan
00:50:04
Und ich hatte als Solutions Architect, als Pre-Sales, ja auch keinen Zugang zu Kundensystemen. Ich habe denen halt über die Schulter geschaut. Das macht ja schon einen Unterschied, ob du Dinge mal selbst implementierst und nutzt und dann siehst du, wo hapert es denn eigentlich. oder wenn es halt nicht so der Fall ist. Ich kenne ganz viele Beispiele, zum Beispiel bei GitLab, wo man denkt so, würden die das selbst richtig nutzen, dann würden die auch merken, dass das zwar auf die Idee gut ist, aber in der Praxis halt irgendwie noch nicht so praktisch ist.
Dirk
00:50:32
Vor allem, es gibt Branchen, da darfst du als Externer gar nicht ohne weiteres auf die Kundensysteme zugreifen.
Sujeevan
00:50:37
Genau, da muss natürlich vertraglich und sowas richtig gemacht werden. Aber das kann man ja theoretisch ja regeln.
Dirk
00:50:44
Also ich weiß, im Bankenumfeld, das ja nicht erlaubt war, dass die Leute auch nicht remote irgendwie auf die Systeme zugreifen durften. Auch nicht im Unternehmen selber. Außer sie waren direkt im Unternehmen vor Ort und da auch eingesetzt. Dass immer jemand über die Schulter gucken konnte. Vielleicht auch nicht mehr ganz zeitgemäß, aber damals war es halt so.
Sujeevan
00:51:05
Ja, genau. Und das ist letztendlich jetzt halt sehr viel, wobei das auch da nicht ändert. Also ich habe ja jetzt quasi nur gesagt, Produktfeedback mit reinholen. Aber das andere ist halt auch Sales-Unterstützung. Weil wenn ich jetzt bei Firma A bin, als Forward-Deployed-Engineer, und es dann um irgendeinen Upgrade oder sonst was geht, dann kann ich dann als Forward-Deployed-Engineer für die Firma A, bei meiner eigenen Firma, ja dann schon sagen, so das und das und das ist wichtig. Dann kriegt das Ding auch durch. Ansonsten kriegt ihr das nicht durch. Also Sales-Unterstützung dann auch.
Dirk
00:51:40
Ja, gibt es denn Sammelstellen, die gucken, ob das für mehrere Kunden relevant ist? Oder wird dann nur für diesen einen Kunden an der Capability weitergearbeitet? Und auch wenn die sich mit anderen Capabilities ins Gehege kommen. Also irgendeine Stelle muss es doch geben, die das kann.
Sujeevan
00:51:53
Ja, klar, das gibt es ja auch weiterhin.
Dirk
00:51:55
Genau.
Sujeevan
00:51:56
Nur, dass man halt einen näheren Einblick hat. Weil letztendlich sind das halt aufgebrochene Silos. Der Silo zwischen Kunde und Hersteller. Dass das dann halt eher überlappend ist.
Dirk
00:52:07
Ja.
Sujeevan
00:52:09
Und wenn du dann merkst, okay, die Kunden brauchen irgendwas über die API und die API ist kacke oder unbrauchbar, dann fixst du das dann halt.
Dirk
00:52:17
Ja. Verstehe. Spezialität ist halt selbst fixend, genau.
Sujeevan
00:52:22
Und dann hast du natürlich einen aus Kundensicht natürlich dann auch praktischer, wenn du deine Sachen dann, effizienter dann auch reinfließen, weil dann der Forward-Deployed-Engineer deine Umgebung halt auch kennt und dann halt intern das besser beitragen kann, warum das jetzt gemacht werden muss. Weil ich war ja auch in sehr vielen Calls drin, wo ich halt von den Kunden erklärt bekommen habe, was deren Problem ist. Ich habe einen Product-Manager reingeholt, dann erklärt man dem das nochmal, um dann irgendeine Teilnahme zu bekommen, dass das dann doch nicht gemacht wird oder sowas. Das ist klar, irgendeine Priorisierung muss man halt machen, aber häufig ist es halt auch so, dass die Leute nicht unbedingt wissen, wie sie es genau nutzen und dann wollen sie es halt erklärt haben. Das eine ist halt erklärt bekommen und das andere ist direkt selbst erleben, so richtig.
Dirk
00:53:07
Sind die Leute dann Vollzeit beim Kunden oder wechseln die auch dann jeden Tag den Kunden, weil dann kriegen sie es ja doch nicht wieder voll mit.
Sujeevan
00:53:14
Ja genau, nee, das geht dann halt nicht komplett. Also das, was jetzt in diesem Artikel vom Pragmatic Engineer stand, stand halt so 25 bis 50 Prozent direkt beim Kunden und die restliche Zeit dann halt intern.
Dirk
00:53:25
Ja, intern, nicht beim anderen Kunden.
Sujeevan
00:53:27
Naja, irgendwann willst du ja dann die Zeit ja auch implementieren, ne?
Dirk
00:53:31
Ja, also ich hab den Artikel so verstanden, dass dann die Leute direkt beim Kunden die Sachen implementieren und zurückgeben.
Sujeevan
00:53:38
Ja, ich mein, letztendlich gibt's so und so, ne? Also es ist ja nicht...
Dirk
00:53:42
Ja, vermute ich auch. Ich rede als Blinder von der Sonne. Ich hab dann...
Sujeevan
00:53:47
Ich auch nicht. Ich kenn auch keine, die das so direkt sind.
Dirk
00:53:50
Ja.
Sujeevan
00:53:50
Aber halt OpenAI zum Beispiel hat das dann halt auch. und ich war ja Solutions Architekt und Vorwärtsdeployment schreibt echten Code direkt in der Kundeninfrastruktur. Habe ich halt nicht gemacht, ich habe keinen Zugang gehabt. Außer über die virtuelle Schulter zu gucken. Klar, ich habe manche Sachen, Kleinigkeiten hatte ich dann auch gefixt. Das war zwei, dreimal, kam das irgendwie vor. Es wäre besser, wenn ich mehr gekonnt hätte, weil ich dann kleinere Sachen dann selbst hätte fixen können. Aber da fahrte ich dann wieder auch zu viele Kunden.
Dirk
00:54:23
Du hast dich ja jetzt ein bisschen tiefer damit beschäftigt als ich. Suchen sich die Firmen dann wirklich nur Kunden, bei denen das möglich ist, oder gibt es dann auch das Standard-Rollmodell immer noch?
Sujeevan
00:54:34
Wen meinst du jetzt genau?
Dirk
00:54:35
Gibt es jetzt nur noch Forward-Deployed Engineers, oder gibt es noch normale Pre-Sales?
Sujeevan
00:54:39
Es gibt, achso, es gibt alles. Es ist ja eine weitere Rolle quasi, die sich in Teils überlappt. Bei Palantir gab es zumindest bis 2016 mehr Forward Deployed Engineers als normale, reguläre Software Engineers. Also es ist halt ein Mix.
Dirk
00:54:55
Ich meine, das muss ja dein Kunden auch zulassen an der Stelle.
Sujeevan
00:55:00
Ja, genau. Das muss dann ja auch bezahlt werden.
Dirk
00:55:02
Ja, genau. Und das kommt auch nochmal, ja.
Sujeevan
00:55:05
In irgendeiner Form auch immer. Und Und gerade bei so, wenn du jetzt OpenAI oder sowas anguckst, da passiert ja auch gerade sehr, sehr viel. Und generell bei der AI-Space. Und das ist dann sowohl für den Kunden natürlich praktisch, wenn da mehr Sachen reinfließen, direkt, wo du dann weißt, andersrum natürlich dann halt auch nochmal, okay, wir haben hier was gebaut, wir sehen direkt, wie das läuft und kriegen das Feedback besser zurück, als, wenn das nur per Videocall quasi oder nur per Tickets oder sowas dann halt passiert.
Dirk
00:55:36
Ja.
Sujeevan
00:55:41
Genau, und ich meine, es gibt so theoretisch dann ja auch Professional Services, gibt es, als Consultants quasi, die da reinkommen und was machen, aber die sind dann halt meistens nur Implementierungshilfe, aber Implementierung beim Kunden oder Integrationshilfe, aber nicht unbedingt, an dem Produkt selbst was zurückliefern.
Dirk
00:56:00
Ja, ja.
Sujeevan
00:56:01
Das ist ein anderer Schnitt.
Dirk
00:56:02
Ja, absolut, komplett anders, ja.
Sujeevan
00:56:05
Anderer Schnitt, aber nicht unbedingt, dass das eine was anderes ersetzt. Wo man sich manchmal halt schon fragen kann, so brauche es jetzt noch eine weitere Rolle oder sind die bisherigen Rollen einfach nur schlecht umgesetzt? Weil wenn du manchmal guckst, die reden dann bei Herstellern ja auch untereinander nicht so richtig.
Dirk
00:56:23
Ja.
Sujeevan
00:56:24
Dann erzählst du jedem das Gleiche und niemand weiß von nichts. Oder außerdem denkst du, okay. und, genau, und da kommt das nochmal zu tragen.
Dirk
00:56:37
Ja.
Sujeevan
00:56:41
Genau.
Dirk
00:56:41
Spannend, noch nie von gehört.
Sujeevan
00:56:44
Ich habe das schon voll oft gelesen, irgendwie so, aber jetzt nicht unbedingt, so richtig festgestellt quasi.
Dirk
00:56:55
Ich finde generell ja in dem umfeld die namensvergabe immer sehr spannend unterschiedliche dinge also genau mein bestes beispiel ist fußtek engineer wo die meisten, menschen wie ich sagen würden dass das von von vom kabel bis hoch zum zur zur applikation ist und dass es in developer kreisen eher heißt dass sie frontend und backend machen also da gibt es schon genügend raum für für missverständnisse an der stelle.
Sujeevan
00:57:25
Ja, genau. Ich gucke gerade noch, habe ich noch was vergessen, aber im Wesentlichen ist es das. Deswegen, das war jetzt auch nicht super lang, aber es ist schon irgendwie spannend.
Dirk
00:57:36
Spannend, ja, sehr.
Sujeevan
00:57:37
Ja, ich meine, im Endeffekt, deswegen der Punkt, was ihr am Anfang meintet, im Endeffekt geht es halt darum, wie kriege ich Feedback quasi von, oder wie verbessere ich mein Produkt weiter? Und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Und einige Firmen haben ja alles Mögliche. viele Firmen haben ja Customer Success Manager abgeschafft, was ich teilweise verstehen kann weil die einfach nur schlecht designt sind diese Rolle.
Dirk
00:58:02
Customer Happiness Manager.
Sujeevan
00:58:04
Genau genau dann gibt es auch Customer Success Architects, wo du dann auch so fragst, was ist jetzt der Unterschied, dann gibt es auch Customer Success Engineers und dann gibt es noch Professional Services und dann gibt es noch Forward Deployed Engineers und dann denkst du dann so wo ist der Unterschied.
Dirk
00:58:21
Das Kind muss einen Namen haben, oder?
Sujeevan
00:58:23
Vor allem, wenn es halt alles gibt bei der gleichen Firma.
Dirk
00:58:25
Ja, aber ich finde es ganz spannend, dass Firmen solche neuen Rollen auftun. Und meistens ist die einzige Firma, in der das vernünftig implementiert ist, die Firma, die den Begriff geprägt hat. Und die anderen Firmen machen das meist anders. Also ich habe es gemerkt bei Google, bei den Site Reliability Engineers, die halt auch für den kompletten Lifecycle einer Applikation verantwortlich sind. wo dann irgendein Development-Team dann die komplette Applikation inklusive Infrastruktur an so ein Support-Team rüber schmeißt und die dann auch die Weiterentwicklung machen. Und Site Reliability Engineers in anderen Firmen sehen halt wieder anders aus. Also es gibt zwar immer so Dachbegriffe, aber die Dachbegriffe werden halt je nach Firma unterschiedlich, wie soll ich sagen, geprägt.
Sujeevan
00:59:11
Ja, und das entwickelt sich über die Zeit ja auch nochmal.
Dirk
00:59:15
Ja.
Sujeevan
00:59:16
Wie gibt es noch das schöne Spotify-Modell, wonach nicht mal Spotify arbeitet?
Dirk
00:59:21
Ja, genau. Das mit Tribes und Chapters und so weiter. Genau. Und Squads.
Sujeevan
00:59:28
Genau.
Dirk
00:59:29
Spannend.
Sujeevan
00:59:29
So viel dazu.
Dirk
00:59:29
Noch nie gehört, herrlicherweise.
Sujeevan
00:59:32
Ich meine, der Name macht dann ja auch Sinn. Forward, deployed, so forward zum Kunden.
Dirk
00:59:35
Ja.
Sujeevan
00:59:36
Deployed, stationiert.
Dirk
00:59:37
Ja.
Sujeevan
00:59:39
Und fertig ist die Sache.
Dirk
00:59:41
Und engineer halt engineer.
Sujeevan
00:59:43
Genau.
Dirk
00:59:45
Der Schweiß-Engineer. Ja, genau. Okay.
Sujeevan
00:59:49
Gut. Kommen wir zu den Medientipps.
Dirk
00:59:52
Ein Medientipp. Ich habe ein Buch gelesen, mal wieder, und das Buch heißt Die Verkrempelung der Welt. und ich fand das ganz spannend und zwar der, oh ich habe mir den Outdoor nicht gemerkt, verdammte Tat, das kommt jetzt ins Schwarze Buch der Herr Juran redet von, Produkten die sich nicht weiterentwickeln und wenn sie weiterentwickelt werden einfach nur scheiße werden als Einstiegsbeispiel hat er Herdplatten wo die ganzen Bedienelemente der Herdplatte oben auf der Herdplatte sind, die man dann halt auch nicht mal bedienen kann, wenn das Wasser von den Nudeln mal überkocht oder von was auch immer. Und er meint, das ist eine Weiterentwicklung, klar, weil es das vorher noch nicht gab. Die meisten Leute wissen nicht auf Anhieb, wie man das bedient. Wohingegen man mit den Schaltern, die vor dem Herd sind, wo man die Drehknöpfe hat zum Drehen, wo daneben ein Signier ist, welche Platten man mit dem Drehknopf steuert, das hat man sofort verstanden. Und diese neuen Sachen, die versteht man halt nicht. Es ist eine Weiterentwicklung, aber es ist halt Krempel es ist verkrempelt an der Stelle er bringt dann auch noch weitere Beispiele wie zum Beispiel, wenn man sich einen Duschschlauch kauft und der Duschschlauch hat keinen Drehgewinne das heißt, wenn man den Duschkopf dreht, dann dreht sich das ganze Kabel mit. Und wozu das führt, weiß man ja ganz genau, wenn man das zu viel macht, dann preißt das Kabel irgendwann ab oder man hält das völlig verkrampft, weil man halt den Duschkopf dann wieder entwirren muss an der Stelle, und die früheren Duschläuche hatten alles das Drehgewinne, aber die Weitentwicklung hat es nicht, das kann man jetzt als zusätzliches Feature dazu kaufen, damit man, noch mehr Geld damit schärfen kann an der Stelle oder er hatte ein Beispiel, dass eine Waschmaschine die nach dem Waschvorgang Schubert spielt und zwar die Forelle für 25 Sekunden, als ob Faschmaschinen, irgendwelche Musik spielen müssten. Und wie nervig das ist, wenn immer die gleiche Musik kommt, das merke ich ja schon bei Klingeltönen, wenn ich mal beim Arzt bin. Was sehr selten passiert, wenn man da die Klingeltöne hat, das macht einen ja wahnsinnig. Er hat nur noch ein Beispiel von einem Fernseher, der an die Wand gehört und wo eine Schablone mitgeliefert wird, in der die Bohrlöcher eingezeichnet sind und es wird explizit gesagt, man sollte durch die Schablone durchbohren. Was man nicht dabei sagt, ist, dass dann. Die Schablone kaputt ist, dass man die nicht wiederverwenden kann. Das heißt, in dem Moment, wo man umzieht, hat man keine Schablone, mit der man den Fernseher wieder aufhängen könnte. Also alles so Kleinigkeiten, oder dass man sehr große Wäscheständer hat und die alles nur Querstreben haben, in der Form, dass man da keine Bettwäsche aufhängen kann. Also alles Weiterentwicklungen, die einfach nur, Nur Mist sind oder auch Verkrempelung, dass man, wenn man in gängigen Einkaufsportalen sich irgendwas kauft, dass man dann die nächsten 20 Produktempfehlungen sind genau das, was man gerade gekauft hat. Nur in anderen Ausfertigungen, als ob man sich ein, also wir haben ein Auto gekauft und ich habe mich beim Newsletter von Skoda angemeldet, und ich habe seitdem immer Autos mir, wurden mir angeboten, als ob ich mir direkt nach einem Auto wieder ein neues Auto kaufen würde. Das ist doch völliger, völliger Dünnsinn. Mich hätte ja eher interessiert, wie ich mehr aus meinem eigentlichen Auto raushole.
Sujeevan
01:03:09
Ja, oder irgendwelche Zubehör oder sowas.
Dirk
01:03:12
Und er schrieb dann eben auch, dass die Marktlogik dazu führt, dass mehr Schnickschnack eingebaut wird und weniger gute Dinge, dass die Lebensdauer verkürzt wird. Also Obsoleszenz ist ein großes Thema an der Stelle und dass die Nutzerfreundlichkeit abnimmt, wie beispielsweise mit dieser Herdplatte an der Stelle.
Sujeevan
01:03:29
Ja.
Dirk
01:03:31
Und als lobendes Beispiel hat er ein RedDot Design Award Gerät präsentiert. Rettort Divine ist ein Industriepreis, den sich die Industrie selbst vergibt, von einer Kaffeemaschine, die 2000 Euro kostet, die ein Touch-Display hat, wo in schönsten Farben Kaffees aufgemalt sind und wo man die Kaffeemaschine sogar mit einer App fernsteuern kann, wo man den Malgrad feintunen kann und und und. Und was keiner sagt, ist, du musst ja irgendwann auch eine Tasse drunter stellen, das heißt, du musst ja eh hinlaufen, um den Kaffee zu holen.
Sujeevan
01:04:02
Ja.
Dirk
01:04:02
Ja, wo das drumherum für Technik nutzt wahrscheinlich total toll, aber richtigen Zusatz nutzen bringt es nicht.
Sujeevan
01:04:10
Ja, bei Waschmaschinen ja auch. Da muss immer noch jemand die Wäsche reintun.
Dirk
01:04:13
Ja, genau. Ja, da kann ich zum Teil verstehen, dass du vielleicht sagst, ich möchte die Waschmaschine starten, wenn ich losfahre, weil ich möchte gerne die Wäsche aufhängen, wenn ich nach Hause komme. Das bekomme ich noch ein Stück weit verstanden an der Stelle, dass es dafür einen Anwendungsfall gibt. Aber er kritisiert halt Produkte, die nicht dadurch besser werden, dass sie bessere Funktionen für die Menschen bieten, sondern einfach nur besseres Marketing ermöglichen oder durch Kostendruck billigere Teile haben. bis heute in dem Zusammenhang nie verstanden, warum im Herd keine Funkuhren verbaut sind. Warum die Uhr im Ofen eine der wenigen Uhren ist, die ich immer noch von Hand stellen muss.
Sujeevan
01:04:55
Dafür gibt es eine App.
Dirk
01:04:58
Unser Ofen hat jetzt keine App, unsere Mikrowelle auch nicht. Unsere Mikrowelle auch nicht, aber das verstehe ich nicht. Das ist ein Bauteil von 50 Cent, wenn es so viel ist, eher weniger, was dafür sorgen würde, dass sich die Zeit automatisch einstellt. Und das ist Mittelwelle, die kommt wahrscheinlich in jeden Keller auch noch rein, also die Funkfrequenz. Für mich nicht nachvollziehbar.
Sujeevan
01:05:18
Ja. Ja, ich meine, das denke ich mir bei vielen Sachen aus. Wer braucht eine Zahnbürste mit AI?
Dirk
01:05:26
Ja, das verstehe ich auch nicht.
Sujeevan
01:05:27
Also, ich kann mir schon vorstellen, dass es ein paar Leute braucht, also, was heißt AI, Machine Learning ist ja noch was anderes und es sind Leute, die es nicht schafften, richtig zu Zähneputzen, dass man da das auch besser sehen kann, wie hat man gut geputzt oder nicht, das verstehe ich ja schon, aber nach einer Weile brauchst du es dann nicht mehr.
Dirk
01:05:44
Also die Zahnbürste mit Blockchain hat sich nicht durchgesetzt, vielleicht braucht die jetzt eine Zahnbürste mit AI.
Sujeevan
01:05:49
Genau, und da ist dann halt, und bei vielen Sachen fragt man sich dann halt ja schon so, okay, das wird jetzt irgendwie nur gemacht, um Marketing zu machen.
Dirk
01:05:56
Korrekt.
Sujeevan
01:05:56
Nicht, weil es braucht.
Dirk
01:05:58
Korrekt.
Sujeevan
01:05:59
Und ich will es nicht so enden.
Dirk
01:06:01
Ich habe das Buch mit einem sehr großen Schmunzeln gelesen, kann das euch wirklich empfehlen und ans Herz lesen, das hat sich wirklich gelohnt für mich. Ans Herz lesen. Ans Herz lesen, genau. Und ich fand es mir jetzt wird wirklich gut gefallen. Lohnt sich, da mal reinzuschauen auf jeden Fall.
Sujeevan
01:06:19
Was ist jetzt genau die Story quasi dahinter?
Dirk
01:06:22
Also die Story ist, dass die Produkte nicht mehr den Menschen dienen, sondern dass die völlig am Menschen vorbei entwickelt werden, letzten Endes. Und dass die nächste Produktinkarnation von einem Produkt, was lange gut war, nicht zwangsweise ein besseres Produkt ist, sondern einfach auch ein schlechteres Produkt ist. Und dass die Welt dadurch immer mehr verkrempelt, weil immer mehr Krempel auf den Markt geschmissen wird. also die Verkrempelung der Welt geht genau darum dass immer mehr Krempel auf den Markt kommt mit dem man eigentlich nichts mehr anfangen kann oder nichts besseres anfangen kann als mit den Vorgänger Dingen.
Sujeevan
01:06:56
Ja, spannend. Interessant.
Dirk
01:07:02
Gut.
Sujeevan
01:07:02
Kommen wir zum nächsten Medientipp. Und zwar gibt es von unserem Verlag, dem Rheinwerk Verlag.
Dirk
01:07:12
Der uns beiden zu gleichen Teilen gehört.
Sujeevan
01:07:16
Genau.
Dirk
01:07:17
Unser Verlag.
Sujeevan
01:07:18
Unser Verlag, der uns gehört. Nein. Die haben jetzt auch noch mal zwei Podcasts sogar. wobei ich jetzt, ja, ich weiß gerade nicht, wie der andere heißt. Aklüge aus gestern heißt der eine.
Dirk
01:07:31
Genau.
Sujeevan
01:07:31
Und der andere heißt Readme. Wir haben beide noch nicht rausgefunden, warum es zwei Podcasts gibt, wo mit Autoren gesprochen wird aus dem Rheinwerk Kreise Universum.
Dirk
01:07:43
Ja.
Sujeevan
01:07:44
Und was wir aber wissen ist, dass der Readme Podcast von unserem Freund Christian Ullenboom gemacht wird.
Dirk
01:07:52
Ob der mich jetzt noch als Freund bezeichnet, wo ich ihn verkehrt auf meinen Folien verewigt habe. Mit Tippfehler.
Sujeevan
01:07:59
Das ist der Autor von Ja, war es auch eine Insel. Und der macht diesen Podcast, den Read Me Podcast von Rheinwerk. Und der interviewt dann halt Autoren über ihre, über Background, wie sie zu den Themen kamen, um dann daraus ein Buch zu schreiben. Im Moment gibt es zwei Folgen davon. Das eine ist er selbst. Und das andere ist dann mit Petra Sammer, die hat ein Storytelling-Buch gemacht, was ich auch hier mal als Minitipp hatte. Wir kommen auch noch irgendwann dran. Das wurde ja schon vor einem Jahr oder so aufgezeichnet.
Dirk
01:08:38
Irgendwie Ende letzten Jahres haben wir das gehabt, oder?
Sujeevan
01:08:40
Ich glaube sogar Mitte letzten Jahres.
Dirk
01:08:41
Echt?
Sujeevan
01:08:42
Also bei mir.
Dirk
01:08:44
Ja, ich heiße ja mittlerweile gar nicht mehr Daimke. Genau.
Sujeevan
01:08:49
Und, da werden wir wohl irgendwann noch erscheinen, gehe ich von aus. Wir wissen nicht wann, aber ich fand eigentlich ganz cool, wie er den Podcast gemacht hat, also die Fragen gestellt hat. Der hat sich schon, weil Er hat schon die Bücher gelesen und macht dann die Interviews. Und er meinte dann, dein Lieblingswort ist also Silos. Weil dieser von Silos im DevOps-Buch geschrieben hat. Und genau.
Dirk
01:09:17
Der Christian trägt auch Schuld daran, dass wir die Videospur machen, wenn wir unseren Podcast aufnehmen, dass wir das mittlerweile via Signal machen.
Sujeevan
01:09:25
Ja.
Dirk
01:09:26
Weil das für den Podcast damals richtig gut funktioniert hat und deswegen haben wir das adoptiert.
Sujeevan
01:09:30
Ja. Genau. Ja, ich habe mir selbst die noch nicht ganz angehört. Außer die erste Folge oder die nullte Folge.
Dirk
01:09:39
Ja, ich habe mir die ersten beiden schon angehört.
Sujeevan
01:09:41
Ja, und ich bin gespannt, wann dann die nächsten Folgen kommen.
Dirk
01:09:45
Ich bin gespannt, ob wir noch in diesem Jahrzehnt kommen. Wer weiß das?
Sujeevan
01:09:50
Wer weiß das? Die hausten das auf Bonn Audio.
Dirk
01:09:54
Ja, genau.
Sujeevan
01:09:55
Weil Rheinweg ja in Bonn stationiert ist.
Dirk
01:09:58
Auch Castropod wieder?
Sujeevan
01:10:00
Mit Castropod, was ja viel die Wörfs Podcast. wie nennt man das? FidiWars Podcast Plattform.
Dirk
01:10:06
Ja, ja, ja, ja.
Sujeevan
01:10:08
Genau, deswegen kann man die über FidiWars dann halt auch folgen und hören.
Dirk
01:10:13
Und kommentieren. Hat keine sonstige Kommentarfunktion.
Sujeevan
01:10:17
Ja, haben wir auch nicht.
Dirk
01:10:18
Und keine weitere Webseite.
Sujeevan
01:10:20
Ja.
Dirk
01:10:21
Aber wir haben wenigstens keine Webseite. Ja, genau.
Sujeevan
01:10:26
Genau. So viel dazu. Kommen wir zu den Tooltips.
Dirk
01:10:29
Tooltip. Ich habe einen Tooltip und das Tooltip ist KashiOS. Ich weiß, dass KashiOS momentan die absolute Go-To-Distribution ist und dass sie wahnsinnig gehypt wird. Ich habe zu KashiOS gewechselt, weil mit meinem Notebook, mein Notebook hatte einen AMD-Firmware-Bug und der war in KashiOS gelöst und in vielen anderen Distributionen nicht, deswegen wollte ich das mal ausprobieren. KashiOS verspricht ein viel auf Performance optimierte Paket und einen eigenen Kernel mit Scheduler-Optimierung, die die Reaktionsfähigkeit verbessern. Ehrlicherweise muss ich sagen, wegen der Performance habe ich es jetzt nicht ausprobiert, aber was ich gemerkt habe, dadurch, dass man optimiertere Pakete hat, steigt die Akkulaufzeit des Notebooks. ziemlich an. Ich habe ja vorher Blufin benutzt. Blufin ist ein Immutable OS, das heißt mit einem Immutable Gurn, auf PC basierend, und da war der Akku deutlich schneller leer als mit CashiOS. Ich habe mit dem, was ich bei Immutable gelernt habe, angefangen, CashiOS zu nutzen, und ich verzichte auf das Arch User Repository, was ja neulich noch mit schlechten Nachrichten in den Medien war, letzten Endes. Und wenn ich mal Applikationen brauche, die nicht bei KashiOS direkt dabei sind, dann benutze ich Distrobox oder Flatback. KashiOS hat eben die optimierten Pakete und auch die Arzt-Dienungspakete. Und ich habe geschaut, dass Order City als Audio-Editor ist nicht dabei, ist nicht in den Repos. Dessen habe ich das auf Tenacity gewechselt. Das ist ja der Open-Source-Klon von OrderCity. Da hat man auch kein Problem damit. Mit Optimierungen, ich merke die Optimierungen nicht, ehrlicherweise. Die Repos enthalten schon sehr, sehr viel. Ich muss ganz selten ausweichen. Ich habe, glaube ich, sechs Applikationen neben, oder sieben, irgendwie via Distrobox und Flatpak, die ich nutze. Schöne, sehr runde Distribution. Ich benutze sie mit Gnome. das Standard-Desktop ist irgendwie Plasma, also KDE und ich bin mehr als zufrieden. Und ich habe seitdem auch auf ein Dark Theme gewechselt. Das hatte ich vorher nicht.
Sujeevan
01:12:41
Ja. Gut. Von welchen Leuten kommt das? Ist das irgendwelche Leute.
Dirk
01:12:47
Die man... Lohnt sich anzugucken. Ich glaube, das ist ein separates Team, was das macht. Oder jägermalige Arch-Enthusiasten, die sich da zusammensetzen und das mit KashiOS machen. Ja. Was ist KashiOS? Keine Ahnung.
Sujeevan
01:13:01
Was weißt du eigentlich?
Dirk
01:13:02
Vielleicht, weil sie Kashiokörner essen. Nein, ich habe keine Ahnung. Ich habe keine Ahnung, woher das kommt. Sie werden zum Beispiel gesponsert von Framework, von dem, Hardware-Hersteller. Und ich sehe jetzt gerade nicht Performance Improved, bla bla bla. Also sie haben eine Seite mit einer Bauseite, wo zwei Handvollen Dichler drauf sind, die daran arbeiten.
Sujeevan
01:13:27
Peter Jung.
Dirk
01:13:28
Ja. Wahrscheinlich werden die das so hoch automatisiert haben, dass sie gar nicht mehr Leute brauchen. Also sie haben auch nicht alle Pakete mit Performance-Optimierung, sondern hat nur eine Auswahl von Paketen. Aber es funktioniert wirklich gut. Also macht Spaß, damit zu arbeiten.
Sujeevan
01:13:45
Ja, der Hauptentwickler oder Founder davon ist scheinbar Deutscher. Er kommt aus Bayern.
Dirk
01:13:56
Ja, das ist schon eher schlimm. Nein, zumindest nicht automatisch. Quatsch. Ja, ich finde es eigentlich ganz... Kann man ja vielleicht mal in der virtuellen Maschine angucken, ob man Bock drauf hat oder nicht. Ja.
Sujeevan
01:14:11
Aber ja, weil dann steht auch im Profil, dass der Arch Linux Entwickler ist.
Dirk
01:14:15
Für mich hat sich das gelohnt. Schöne Distribution.
Sujeevan
01:14:20
Schaltet auch ein in der Folge, keine Ahnung, in den sechs Folgen, Folge 75, wenn du dann die nächste Distribution vorstellst.
Dirk
01:14:33
Da wollen wir das hinziehen. Da habe ich das durchgespielt, dann muss ich wieder was Neues ausprobieren. Das stimmt schon. Ich bin mit keiner Distro bisher zuhundertprozentig zufrieden gewesen.
Sujeevan
01:14:43
Gut. Dann habe ich noch einen Tooltip. Und zwar kam das von dem Christoph aus unserem Tillpod-Chat, wo ich in der letzten Folge ja erwähnt habe, oder vorletzten Folge, weiß ich gerade nicht mehr, mit dem, ich musste von dem einen Rechner auf den anderen Rechner eine Datei übertragen, bei den Chemnitzer Linux Tagen und habe dann einen Stick von dir bekommen, damit ich das machen kann. Und der meinte, nutzt doch Paardrop, Paardrop.net, das musst du einfach nur auf zwei Geräten aufmachen im Browser, und kann es um dem selben Netzwerk sein. Und dann kannst du Daten hin und her schieben, relativ einfach per quasi Drag & Drop. Habe ich einmal getestet, funktioniert. Zumindest bei mir jetzt lokal im eigenen Netz. Ich habe es jetzt nicht in anderen Netzen probiert, aber es war sehr simpel.
Dirk
01:15:37
Schön, ja. Muss allerdings das WLAN auch unterstützen, dass man die Geräte untereinander sieht.
Sujeevan
01:15:45
Ja, genau, deswegen habe ich halt nicht geguckt, wie das funktioniert bei öffentlichen Netzen oder so. Es kann sein, dass es da nicht geht.
Dirk
01:15:51
Also bei uns im Firmennetz würde das wahrscheinlich nicht funktionieren. Ja, kann ich mal ausprobieren, genau.
Sujeevan
01:15:59
Genau, vielmehr kann das auch nicht und das kann es aber dafür gut, scheinbar.
Dirk
01:16:03
Genau, das kann ich.
Sujeevan
01:16:08
Genau, das wär's dann dazu.
Dirk
01:16:12
So schnell kann's gehen?
Sujeevan
01:16:14
Ja.
Dirk
01:16:14
Sind wir etwa schon fertig?
Sujeevan
01:16:16
Vielleicht.
Dirk
01:16:18
Dann haben wir jetzt nur noch einen Nachklapp zu machen. Das ist die Juli-Episode, aber ihr könnt schon mal in euren Kalender eintragen, dass Mitte August die Forstcon stattfinden wird. An der ihr auch Sujivan und mich sehen könnt.
Sujeevan
01:16:40
Oh nein.
Dirk
01:16:41
Wir haben beide keinen Vortrag. Wir können uns also voll auf euch konzentrieren. Das heißt nicht ganz. Meine Frau hat einen Vortrag eingereicht und sie war erschrocken, dass der genommen wurde. Und ich werde sie natürlich ein bisschen supporten. Wir werden mit beiden Hunden da sein. Wenn ihr mal unsere Hunde sehen wollt, könnt ihr uns auch da besuchen kommen.
Sujeevan
01:17:01
Genau. Und du hast ja auch Vorträge eingereicht.
Dirk
01:17:06
Ja.
Sujeevan
01:17:06
Ich auch, wurde nicht angenommen. Dafür bin ich jetzt, oder ist die Fire Deployments GmbH-Sponsor. Wunderbar. Mit einem Mini-Stand, den ich nicht mit Menschen besitzen werde.
Dirk
01:17:19
Ja.
Sujeevan
01:17:20
Aber wenn ich gerade auf die Webseite gucke, die haben ja schon händeringend nach Partnern gesucht. und ich habe jetzt quasi einen kleinen Mini-Stand gebucht, wo ich irgendeine Art Coding-Challenge machen will, die ich noch herausarbeiten möchte und wo es dann wahrscheinlich irgendwas Kleines zu gewinnen gibt, einfach nur, weil ich Bock drauf habe. Mal sehen. Ich suche noch ordentliche Ideen.
Dirk
01:17:45
Ja. Die Forskern hatte dieses Jahr wahnsinnig Pech mit Firmen, die sich beteiligen wollten. Und die haben ein echtes Finanzproblem gehabt. Mittlerweile haben sie genügend Geld zusammen, um die Konferenz generell stattfinden zu lassen. Ich weiß nicht, ob mit Eintrittsgeld oder ohne. Das werden wir noch sehen. Aber wenn ihr vielleicht ein paar Euro übrig habt oder wenn ihr euch ein Business-Ticket kaufen wollt oder könnt, dann wäre es schön, wenn ihr auch da unterstützen könntet. Das ist eine der zwei großen Konferenzen in Deutschland. Also die Westkonferenz, wenn man so will, die Ostkonferenz wird nun die Chemnitzer Linux-Tage, die noch ein bisschen größer ist als die Frostkonten, meines Wissens nach. Genau. Es wäre schade, wenn es die Konferenz nicht mehr gäbe, wirklich.
Sujeevan
01:18:28
Genau, aber wenn man jetzt die Partnerliste anguckt, da ist schon was zusammengekommen mittlerweile.
Dirk
01:18:33
Ja, bei Better Place haben sie eine Spenden auf Ofen, da sind sie bei 18.000 von 30.000, die sie brauchen. Also 18.155, 12.
Sujeevan
01:18:44
Ja, und ich sehe hier auch so 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 Standpartner, inklusive vor der Deployments.
Dirk
01:18:54
Ja.
Sujeevan
01:18:56
Und da kommen, ich weiß ja, wie viel ich bezahle, und das ist 1.000 Euro.
Dirk
01:19:01
Ja.
Sujeevan
01:19:02
Das heißt, die anderen dürften wahrscheinlich noch ein bisschen mehr bezahlen, weil ich ja nur so einen Mini-Stand habe. Ja. Und dann gibt es nochmal zusätzliche Partner und Unterstützer. Von daher, da kommt schon was zusammen.
Dirk
01:19:12
Ja, aber überlegt euch bitte, ob ihr da was zugeben wollt. Das lohnt sich bestimmt.
Sujeevan
01:19:17
Genau. Und kommt vorbei.
Dirk
01:19:19
Und kommt vorbei. Und sollten wir eigentlich mal irgendwie Sticker machen? Ich weiß gar nicht. Eigentlich brauchen wir ja ein neues Logo, weil ich jetzt auch Haare im Gesicht habe.
Sujeevan
01:19:33
Genau. Darauf habe ich bald keine mehr auf dem Kopf. Dann müssen wir nochmal was machen.
Dirk
01:19:38
Naja, so schlimm ist es nicht. Es war schon schlimmer.
Sujeevan
01:19:41
Bei mir? Was meinst du? Weil ich mal glatt sagte.
Dirk
01:19:45
Mit den Haaren auf dem Kopf war es bei dir schon mal schlimmer. dass du weniger hattest. Im Moment sieht es nicht so schlimm aus.
Sujeevan
01:19:50
Doch, es wird schon weniger.
Dirk
01:19:51
Ja?
Sujeevan
01:19:52
Ja. Ja.
Dirk
01:19:52
Dann hast du gut gekämmt. Oder überhaupt mal gekämmt, das weiß ich jetzt nicht.
Sujeevan
01:19:58
Ich kämmere nicht.
Dirk
01:20:00
Ich kämmere nicht. Ich kenne dich nicht, dich wasche ich nicht. Nein, ein anderes Thema.
Sujeevan
01:20:06
Gut, in dem Sinne, wir sehen uns demnächst.
Dirk
01:20:11
Genau, vor der Frost kommt kommt noch die August-Episode und Aber ihr könnt es schon mal in den Kalender eintragen.
Sujeevan
01:20:19
Genau.
Dirk
01:20:20
Das Datum haben wir natürlich nicht gesagt, weil das wäre viel zu einfach, wenn ihr das nur hören müsst. Das ist der 15. und 16. August. In St. Augustin bei Bonn. Genau, Link in den Sendungsnotizen.
Sujeevan
01:20:32
Genau. Und in dem Sinne, tschüss.
Dirk
01:20:35
Ciao.

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