TILpod

Dirk Deimeke & Sujeevan Vijayakumaran

TIL067 - Vorträge, die die Luck Surface Area vergrößern

01.05.2026 100 min

Zusammenfassung & Show Notes

Dirk und Sujeevan unterhalten sich über interessante Vorträge von den Chemnitzer Linux-Tagen, was die Luck Surface Area und Survivorship Bias ist und noch ganz viel mehr.

Vorgeplänkel
TIL-Shorty: CalVer
TIL-Shorty: Luck Surface Area
TIL-Shorty: Behinderung vs. Beeinträchtigung
TIL-Shorty: Survivorship Bias
Rückblick: Chemnitzer Linux-Tage 2026
Tooltipp: SBB TUI
Tooltipp: it-tools.tech
Medientipp: Tanja Knopp: Strategien für den Krisenfall
Medientipp: GitHub Actions is Slowly Killing Your Engineering Team


Transkript

Sujeevan
00:00:00
Hallo und willkommen zu Folge 67 von Tilpott. Hallo Dirk.
Dirk
00:00:04
Kuckuck.
Sujeevan
00:00:05
Kennst du das 6-7-Meme?
Dirk
00:00:08
Nein.
Sujeevan
00:00:10
Das ist mir neulich, habe ich neulich gelernt, das ist irgendwie so ein TikTok-Meme. Ich habe es nicht verstanden, aber es geht um die Zahl 67, also 6-7.
Dirk
00:00:18
Zwei Drittel, ja. Okay.
Sujeevan
00:00:21
Und irgendwie hat das dann verglichen mit das, was das 6-7-Meme für TikTok-Menschen oder für die jungen Leute ist, ist die 42 für die ältere Generation.
Dirk
00:00:31
Okay, dann ist das so. Ich nehme das mal zur Kenntnis. Wir können das immer als Forschungsauftrag an die Community schicken oder wir packen was in die Sendungsnotizen.
Sujeevan
00:00:41
Ich habe das auch irgendwie nur durch die Nachbarskinder mitbekommen und keine Ahnung. Ich habe es nicht verstanden. Aber die Kinder von heute, die versteht uns ja auch nicht.
Dirk
00:00:52
Die hat ja nichts.
Sujeevan
00:00:56
Gut. Das Feedback war, sagen wir, überschaubar.
Dirk
00:01:00
Ja, aber wir ergänzen noch schnell, dass wir am 20. April aufnehmen und zwar haben es um 19. oder 13. und unsere Hörer haben uns verlassen, sie haben uns nichts geschrieben.
Sujeevan
00:01:12
Ja, ich dachte eigentlich schon, dass zu den AI-Themen oder LLM-Themen dann doch was kommt.
Dirk
00:01:17
Ich habe auch mit mehr Feedback gerechnet, aber diesmal war halt weniger. Vielleicht sind die Leute tatsächlich über die Feiertage mal unterwegs gewesen, was mit der Familie machen. Das kann ja auch sein.
Sujeevan
00:01:29
Was? Die Leute sollen arbeiten.
Dirk
00:01:32
Ja, die sollen vor allem Kommentare schreiben. Wir waren das ja nicht zum Spaß hier.
Sujeevan
00:01:38
Genau. Aber wir wurden ja gefragt, ob wir Geld verdienen mit dem Podcast oder ob man das lieber über RSS-Suite hören sollte. Und dazu der Punkt, wir machen damit kein Geld. Und hört bitte auf jeden Fall das über offene Plattformen, über offene Standards wie den RSS-Suite, der hinter vielen Podcatchern hinterlegt ist. Und nicht über Spotify und Co.
Dirk
00:02:04
Genau. Auch wenn es vielleicht bequemer für euch ist, gerne live, sucht euch einen guten Podcatcher, damit geht es auch.
Sujeevan
00:02:12
Genau, wir sind da trotzdem vertreten, aber, je mit der Servicehinweise.
Dirk
00:02:19
Mir fällt immer wieder auf, wenn du oder ich daran erinnert werden, dass wir auch bei Spotify sind, dass wir ab und zu mal nach Kommentaren gucken sollten.
Sujeevan
00:02:28
Ich hatte neulich mal wieder geguckt.
Dirk
00:02:30
Du weißt das.
Sujeevan
00:02:33
Wir haben da auch irgendwie 100 Follower oder so. oder 160 oder so.
Dirk
00:02:37
Echt?
Sujeevan
00:02:38
Ja. Das sind ein paar.
Dirk
00:02:41
Unfassbar.
Sujeevan
00:02:42
Aber die Anzahl der Leute, die das hören, ist deutlich weniger auf Spotify.
Dirk
00:02:47
Okay. Vielleicht warten ja alle auf Bonus-Episoden, die sie für ihr Plus-Abonnement bekommen.
Sujeevan
00:02:55
Genau.
Dirk
00:02:56
Kleiner Hinweis, das gibt das nicht.
Sujeevan
00:02:59
Noch nicht. Noch nicht.
Dirk
00:03:01
Du hast dir was vor?
Sujeevan
00:03:03
Genau, heimlich hinter deinem Rücken habe ich was vor.
Dirk
00:03:07
Oh, wei.
Sujeevan
00:03:09
Genau. Kommen wir zum ersten Schotty, würde ich sagen.
Dirk
00:03:15
Ja, können wir so machen.
Sujeevan
00:03:17
Und zwar haben wir, glaube ich, schon mal über Semantic Versioning hier gesprochen. Haben wir das? Weiß ich nicht. Aber wie versionieren wir eigentlich Sachen? Semantic Versioning ist relativ bekannt, indem man eine Major, eine Minor und eine Patch-Version hat, also drei Zahlen, also zum Beispiel 1.2.3. das ist die Major Version 1, Minor Version 2 und die Patch Version 3. Und deswegen ist es immer so schön irritierend, wenn man dann sieht, wie der Linux-Kernel ist jetzt in Version 7 raus. Nur, dass die Zahl dann nichts aussagt, weil es kein Semantic Versioning ist.
Dirk
00:03:59
Ja, aber wenn es Semantic Versioning wäre, wäre es Version 7.
Sujeevan
00:04:03
Genau, aber ist es halt nicht.
Dirk
00:04:05
Nee, ist es halt nicht, genau.
Sujeevan
00:04:06
Genau, weil theoretisch könnte könnte Linus Torwells dann auch sagen, naja, wir machen jetzt einfach Version 95 und 96 und 97, weil es ja immer weitergeführt wird.
Dirk
00:04:19
Ja, ich meine, mein Webbrowser ist gerade in Version 100 irgendwas, 147.
Sujeevan
00:04:26
Irgendwie so. Ich nutze schon Firefox-Version 1.5.
Dirk
00:04:30
Mozilla Flatpak 1.0. Naja, das ist eher falsch. 149.02. Ja, genau.
Sujeevan
00:04:38
Und gerade aus dem Sicht von Continuous Delivery, also wenn man wirklich häufig ausrollt, macht Calendar-Versioning halt mehr Sinn. Hatte ich schon mal gelesen, aber es ist irgendwie wieder über den Weg gelaufen. Da dachte ich so, ja, stimmt eigentlich, warum nicht? und Kalender-Versioning ist effektiv ziemlich einfach, es wird der Kalender verwendet. Kommen wir zum nächsten Punkt.
Dirk
00:05:02
Auch mit Uhrzeit oder?
Sujeevan
00:05:06
Nee, nur der Tag. Also zumindest das, was unter karlware.org, definiert ist, ist dann halt so, naja, man hat das ganze Jahr oder ein kurzes Jahr mit ein oder zwei Zahlen, dann die Monate, die Woche vielleicht noch oder halt den Tag entsprechend. Und ein bekannter davon ist Ubuntu. Mit Ubuntu 2604 dürfte jetzt die Tage rausgekommen worden sein.
Dirk
00:05:40
Wird wahrscheinlich rausgekommen sein, wenn der Podcast da ist, ja genau.
Sujeevan
00:05:45
Genau, das ist auch Kalender-Versioning in einem anderen Format und YouTube DL, um YouTube, nicht nur YouTube-Downloads runterzuladen, nutzt das effektiv auch und es gibt halt noch diverse andere, die das nutzen und ich finde, man könnte das häufiger nutzen, vor allem, wenn es halt wirklich keine Bedeutung hat, welche, Ob es eine Major-Version ist oder nicht.
Dirk
00:06:09
Ja, aber bei Semantic Versioning finde ich eigentlich die Idee ganz gut, dass zumindest alle Versionen innerhalb einer Major-Version, also die Vision vor dem allerersten Punkt, dass die zumindest API-kompatibel zu nachfolgenden Versionen sind. Und das sehen wir bei Calender Version ja nicht mehr.
Sujeevan
00:06:25
Genau, kommt ein bisschen darauf an, was so eine Software das ist. Weil bei YouTube DL ist es relativ einfach, dass irgendwann die Backends die Downloads, die API anpassen. und dann ist es halt relativ egal, ob du Version 15, 92 oder 183 hast, dann ist die Jahreszahl halt aussagekräftiger. Bei Linux-Kernel ist es halt effektiv auch egal, weil es halt kein, oder zumindest sehr lange mittlerweile, dass es halt kein Major-Break gibt zwischen den, was es halt früher, glaube ich, gab. ganz früher.
Dirk
00:07:06
Also mein Notebook leidet gerade an einem Problem mit der AMD-Firmware, AMD-GPU-Firmware und an einer bestimmten Körner-Version über 6.18.2 oder so. Und von daher, gerade der Körner, wenn es hardware-nah ist, kann immer zu Problemen führen, wenn es da API-Changes gibt.
Sujeevan
00:07:24
Ja.
Dirk
00:07:25
Aber die sind hier auch im normalen Versionsschema dann enthalten, leider.
Sujeevan
00:07:29
Ja, genau. Das meine ich. Dann macht es halt irgendwie nicht so viel Unterschied. Genau, aber wenn man jetzt viel im Internen ist und auch keine Abhängigkeiten nach außen oder sowas hat, dann kann man das verwenden, wenn man es überhaupt machen muss, weil man kann theoretisch auch einfach die Commit Schar nutzen, um zu versionieren, also die man ja eh schon hat.
Dirk
00:07:53
Ja, also finde ich gut, Punkt. Das Einzige, wo ich halt das Problem sehe, ist bei Anwendungen, die von der Version abhängig sind.
Sujeevan
00:08:02
Genau, genau. Das ist nicht für jeden Fall was.
Dirk
00:08:05
Ja.
Sujeevan
00:08:07
Und dazu muss man ja auch sagen, viele sagen, Semitic Versioning ist toll, es funktioniert nur nicht, weil das alle ignorieren. Alle in Anführungsstrichen natürlich.
Dirk
00:08:16
Ja, die Idee dahinter ist gut, aber die Umsetzung ist zum Teil schlecht. Also ich habe auch schon in Versionen, also in meiner Versionswechseln habe ich auch schon RP-Changes gehabt, die mich nahezu umgebracht haben, gerade in Bezug auf, irgendwas war in OpenShift als der, ich komme nicht mehr drauf, in OpenShift gab es auf jeden Fall einen Operator, der eine meine Version geändert hat und der dann hinterher komplett zerbrochen ist.
Sujeevan
00:08:41
Ja, und ich erinnere mich gerade an eine Firma, wo es eine Versionsnummer gab. Ich sag jetzt mal, ich erfinde mal jetzt ein bisschen was, damit man nicht komplett rausfindet, wer das war. Aber das war irgendwie die Version, sagen wir jetzt mal 8.0. Und dann gab es dann aber noch, weil sie sich nicht getraut haben, 8.1 oder 8.2 zu machen, hieß das dann halt, wurde dahinter ein A oder B gesetzt, weil es der Kleine aussieht. für neue Features und Bugfixes waren dann in Hotfixes drin. Und dann gab es dann irgendwie 8.1 B Hotfix 3. Und dann hast du dann irgendwie so fünf Versionen gehabt. Und irgendwann kam dann für das Hotfix noch ein Hotfix raus und dann fragt man so, warum gab es das für das Hotfix ein Hotfix? Und ich so, ja, da haben wir ein neues Feature eingefügt. Und da war dann ein Bug drin. Und dann so, was ist dann in einem Hotfix drin? Ja, weil ansonsten installieren sich die Kunden das nicht. Wenn ich das dann also so...
Dirk
00:09:42
Bei Perl war das auch lange so. Viele Leute haben gesagt, es geht mit Perl nicht weiter, weil die Manager-Version immer 5 war. Allerdings war es so, 5. ungerade Version war eine Entwickler-Version und 5. gerade Version war eine Verteilversion.
Sujeevan
00:09:54
Das war doch bei Gnome auch so gewesen.
Dirk
00:09:56
Und bei den geraden Versionen war es dann so, dass da auch neue Features drin waren.
Sujeevan
00:10:00
Ja.
Dirk
00:10:01
Bei Perl 6 sollte halt dann das neue werden, was nicht gekommen ist. Wir haben ja damit Perl 7 weitergemacht und haben das neue dann RAK-GUDO genannt, genau.
Sujeevan
00:10:11
Ach, Perl 6 ist so Rakudo geworden. Ich wusste, dass da irgendein anderer Name rauskam aus derselben Community, aber ich wusste nicht, dass es da noch Perl 7 gibt, gab.
Dirk
00:10:20
Ich glaube, es heißt Rakudo.
Sujeevan
00:10:23
Ich weiß es nicht. Ich habe lange kein Perl mehr angefasst oder gesehen.
Dirk
00:10:29
Ja. Raku-Landwich. Ja, ich meine, das wäre es. Ich weiß es nicht. Lange nichts mehr mit zu tun gehabt. Ich habe Perl sehr gerne gemocht, im Gegensatz zu vielen anderen, die darüber lästern und nie darin programmiert haben.
Sujeevan
00:10:42
Ja, ich lästere und habe damit programmieren müssen. Ich dachte es.
Dirk
00:10:47
Dann ist es educated, aber die meisten, die ich kennengelernt habe, die nie was darin schreiben müssen, haben sich trotzdem einfach der Lästerei angeschlossen.
Sujeevan
00:10:56
Ja. Genau, es gibt halt tausend Wege, was umzusetzen in Perl und viele machen dann hässlichen Code draus. Es ist einfach, schlechten Code zu schreiben, sagen wir so.
Dirk
00:11:06
Genau, es ist genauso einfach, auch guten Code zu schreiben. Man muss sich halt mehr disziplinieren.
Sujeevan
00:11:10
Ja. Ach, das erinnert mich gerade an die Folge, wofür A ist besser als B oder ist nicht besser. Und jetzt sind wir hier und sagen, Pearl ist doof. Doch, Pearl ist nicht doof.
Dirk
00:11:23
Ja, Pearl hat sehr darunter gelitten, dass es mal diesen most opfuskiertes Pearl-Contest gab, wo man möglichst verschleiern sollte, was das Programm tut. Und das ist dann wirklich superkryptisch geworden. Das, was eigentlich als Gag unter Programmierern gedacht war, ist dann halt zurückgefallen auf die Programmiersprache, leider. haben.
Sujeevan
00:11:43
Ja, ich meine, ein Fall, der mir immer in Erinnerung geblieben ist, wenn ich mit Perlcode arbeiten müsste, war du kannst dir ja If-Abfragen machen mit If, This, Then, That. Klar. Und wenn dann aber Code geschrieben ist, der dann extra möglichst klein geschrieben hat, damit es wirklich wenig Zeilen sind, dann stand da halt in einer Zeile irgendein Statement, also das That quasi, Unless irgendwas. Und das ging mir immer nie richtig durch den Kopf, weil man ja von hinten anfangen musste, die Zeile zu lesen, um dann zu gucken, ob die erste Hälfte der Zeile relevant ist.
Dirk
00:12:20
Ja, das lehnt sich halt sehr an die englische Sprache an. Larry Ball war Linguist und der hat dann einfach gesagt, kauf Brötchen, wenn welche da sind. Dann kannst du eben auch schreiben, buy family if there are some. Also du kannst das if halt nachgelagert machen. wie die natürliche Sprache halt.
Sujeevan
00:12:39
Genau, das macht dann halt, wenn du dann komplexere Sachen liest, dann macht es halt nicht ein wenig einfacher.
Dirk
00:12:43
Ja, genau.
Sujeevan
00:12:45
Aber gut, wir wollten eigentlich nicht über Perl reden.
Dirk
00:12:49
Könnten wir auch mal.
Sujeevan
00:12:51
Oder auch nicht.
Dirk
00:12:54
Also Cal-Versioning, Cal-Ware.
Sujeevan
00:12:56
Kann man machen, muss man nicht.
Dirk
00:12:59
Gibt gute Anwendungsfälle dafür, gibt auch nicht so gute.
Sujeevan
00:13:03
Genau.
Dirk
00:13:03
Wie eigentlich immer.
Sujeevan
00:13:06
Genau. Generalisierungen sind auch immer scheiße.
Dirk
00:13:09
Genau, genau.
Sujeevan
00:13:11
Gut, kommen wir zu deinem Schottie.
Dirk
00:13:13
Genau, alle Generalisierer sind doof. Mein Shorty ist Luck Surface Area. Das ist ein Konzept, von dem ich gelesen habe.
Sujeevan
00:13:21
Moment, was für ein Lack?
Dirk
00:13:23
Der Lack ist ab.
Sujeevan
00:13:24
Hast du Lack gesoffen?
Dirk
00:13:27
Die Glücksoberfläche.
Sujeevan
00:13:28
Ja, ach, das Lack mit U.
Dirk
00:13:31
Look. Look hier. Die Idee dahinter ist, dass man sagt, dass Glück passiert, das hängt nicht nur davon ab, dass man wirklich Glück hat, sondern auch davon ab, ob man gesehen wird oder nicht. Also sprich, man sollte möglichst viel produzieren, um dann auch die Chance zu erhöhen, dass man wirklich gefunden wird. Und dann gibt es halt diese Grundformel, die sagt, deine Glücksoberfläche entspricht dem, was du tust, mal wie viele Menschen davon wissen. Also wenn du einen Vortrag vorbereitest und den auch hältst und es gehören nur drei Leute zu, dann ist die Lack-Surface-Area halt relativ klein. Wenn allerdings hunderte von Leuten zuhören oder sogar tausende oder dein Video dann später im Nachgang, wie beispielsweise bei den Chemnitzer Linux Tagen, im Nachgang noch angeschaut werden kann, dann erhöhst du halt diese Surface-Area, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass Leute dich finden können und dann erhöhst du auch die Wahrscheinlichkeit, dass Leute dich ansprechen.
Sujeevan
00:14:26
Genau. Das merke ich gerade auch, dass ich eigentlich ja schon, oder dass mich viele Leute auch kennen, durch diesen Podcast zum Beispiel, durch irgendwelche Vorträge, die ich in den letzten zehn Jahren gemacht habe. Aber es wussten halt viele noch nicht, dass ich selbstständig bin. Weil sie ja nicht mich komplett verfolgen. Häufig kennt man ja den einen, der jemanden kennt, der mir jemanden kennt oder sowas. dann braucht das halt eine Weile, wenn man in die Selbstständigkeit vor allem dann halt geht, bis die Leute das dann wissen, dass man selbstständig ist. Und das muss man dann halt auch ein bisschen kundtun.
Dirk
00:15:01
Genau, aber der Punkt, der ja auch eine Rolle spielt, ist, welche Zielgruppe adressiere ich mit dem, was ich mache. Also, wenn wir nur unsere Blase bespielen, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass auch Leute außerhalb der Blase davon mitbekommen. Also muss man Medien finden, in denen halt auch andere Leute außerhalb unserer Blase zu finden sind. Und das ist genau der Punkt mit einer Selbstständigkeit eigentlich an der Stelle. In unserer Blase wissen das doch dann schon einige, aber um dich einzustellen müssen, dass halt auch Leute, oder um deine Dienste zu buchen, müssen das halt auch Leute außerhalb unserer Blase wissen.
Sujeevan
00:15:36
Genau, genau. Und das hat man dann doch relativ häufig. Ich erinnere mich immer noch sehr gerne an den Fall, wo ich in Sydney am Flughafen erkannt wurde.
Dirk
00:15:46
Ja, da häufen sich mittlerweile auch, auch wenn wir nicht die wahnsinnigen Downloadzahlen haben, aber da häufen sich auch die Sachen, dass Leute sagen, deine Stimme kenne ich, dich habe ich schon mal gehört.
Sujeevan
00:15:58
Sie wollen nicht sagen, dass du ein hässliches Gesicht hast.
Dirk
00:16:01
Mein Gesicht ist nicht hässlich, du bist doof. Nein, aber der Punkt ist halt, dass man sich auch die Kanäle genau aussuchen sollte, über die man was publiziert. Bücher schreiben ist natürlich das eine, Podcast machen, Blog schreiben, Artikel schreiben in Magazinen. Das sind so die Sachen, die man so gemeinhin da sieht. Und je mehr man davon macht und je mehr Leute davon wissen, desto höher ist die Chance, dass du von mehr Leuten angesprochen wirst.
Sujeevan
00:16:32
Ja.
Dirk
00:16:33
Dass das glücklich findet, sozusagen.
Sujeevan
00:16:35
Ja, das gibt es ja auch auf so vielen verschiedenen Ebenen. Also das eine ist halt, selbst Vorträge, Talks zu machen, wenn die in unserem Kontext zu bleiben. Das andere ist natürlich dann auch, kleinere Kunden mal anzunehmen oder zu machen, wenn ich jetzt von meiner Selbstständigkeitsbrille da drauf gucke, weil die mich dann auch eventuell weiterempfehlen. Weil damit erweitest du dann ja auch letztendlich deinen... Deiner Lack-Surface.
Dirk
00:17:01
Im weichsten Sinn hat ja auch das, was wir für Open-Source machen. Im Open-Source-Bereich machen uns zu dem gemacht, wo wir heute stehen. Plus, minus. Und es hat in jedem Fall zu gut bezahlten Jobs geführt. Kann ich sagen. Und einfach, mir ist wichtig, nicht nur machen, sondern auch wissen, welche Zielgruppe man adressiert.
Sujeevan
00:17:20
Ja, und auch machen, wenn es Spaß macht. Und nicht nur wegen, keine Ahnung, des Geldes.
Dirk
00:17:25
Genau, wenn man wirklich darauf aus ist, große Berühmtheit zu erlangen, muss man halt auch genau auswählen, was man da tut. Beteiligung in Open-Source-Projekten ist natürlich dann auch noch was, wo ich das gerade angeschnitten habe. Also wenn man da auch mal Merch-Requests oder Pull-Requests macht und einreicht, dann wird man in solchen Projekten halt auch bekannt und vielleicht ergibt sich da dann auch immer die eine oder andere Chance.
Sujeevan
00:17:46
Ja, ja.
Dirk
00:17:47
Und ich wurde auch immer noch auf Task-Warrior angesprochen, auch wenn ich das sechs Jahre lang gar nicht benutzt habe.
Sujeevan
00:17:57
Ja, ich meine, wir waren ja beide so ein bisschen damals in der Ubuntu-Community aktiv, wenn auch nicht zur genau gleichen Zeit. Aber das hat mir auch geholfen, dann in den Job bei Hitler reinzukommen. Mit den Sachen, die ich außerhalb aus dem Ubuntu-Kontext gemacht habe. Aber die sind halt sehr überlappend. Und dann kommt halt das eine zu dem anderen.
Dirk
00:18:18
Ja, und dein Blog-Scheiben hatte ich zum ersten Buch gebracht.
Sujeevan
00:18:21
Ja.
Dirk
00:18:21
Muss man ja auch sagen.
Sujeevan
00:18:23
Ja.
Dirk
00:18:23
Und da hast du im Prinzip die Artikel, die du in deinem Blog hattest, nur nochmal neu ausformuliert und in ein Buch gepackt.
Sujeevan
00:18:28
Genau, die hatte ich primär für freies Magazin und für mein Blog quasi geschrieben. Pro Linux, kennst du das noch?
Dirk
00:18:35
Ja.
Sujeevan
00:18:35
Da wurden die auch immer veröffentlicht.
Dirk
00:18:37
Aber noch schade, dass es das nicht mehr gibt, ja.
Sujeevan
00:18:39
Ja. Ist auch schon ein paar Jährchen, ist das schon zehn Jahre her?
Dirk
00:18:43
Ja.
Sujeevan
00:18:44
Oder fast. Aber ich glaube, noch nicht ganz, aber es ist schon einige Jahre her.
Dirk
00:18:47
Es ist schon einige Wochen her, ja.
Sujeevan
00:18:48
Genau, und so passiert das dann halt. Ja, ich meine, du kennst vielleicht ja auch den Kelsey Hightower, hier oder da. Natürlich. Der macht ja auch Keynotes bei irgendwelchen großen Events und sonst was und wird hier und da eingeladen und macht effektiv nicht mehr viel anderes. Und ich hatte dann auch mal einen Podcast mit dem angehört und der meinte dann, na ja, wodurch ist er bekannt geworden? Er hat halt Dinge in Public halt gelernt und erzählt. Also auf Twitter, glaube ich, war es hauptsächlich. Und dann, ah ja, ich lerne hier gerade was Neues. Ich schreibe dazu einfach mal Public was. Und das kann dann ja auch verschiedene Formen sein. Und dann kannst du dadurch dann auch ziemlich bekannt werden, wenn du auch einfach Sachen gut erklären kannst. Nicht so wie wir hier.
Dirk
00:19:32
Nicht so wie wir hier, genau. Aber kein Mensch ist nutzlos. Der kann immer noch als Abschreckendes Beispiel ziehen. Da kann man uns dann ganz geflissentlich zuzählen, glaube ich.
Sujeevan
00:19:43
Ja, ja. Genau.
Dirk
00:19:46
Prima.
Sujeevan
00:19:48
Kommen wir zu einem weiteren Shot hier. Bist du eigentlich behindert oder bist du beeinträchtigt, Dirk?
Dirk
00:19:55
Ja.
Sujeevan
00:19:59
Wir hatten neulich eine Diskussion gehabt, wo wir beide mit ein paar anderen noch drin waren. Und da hatten wir die Diskussion bezüglich Behinderung und du meintest dann, naja, Menschen sind noch nicht behindert, sie sind vereinträchtigt. Und dann wurden wir eines Besseren belehrt, dass es da Unterschiede gibt, je nach Kontext vor allem. Und das war mir auch gar nicht so bewusst und dir ja auch nicht. Und dann hatte ich dann auch mal nachgelesen, was das jetzt genau ist und wo sich das unterscheidet, weil es ist halt eine große Überlappung, aber es ist nicht unbedingt dasselbe. Und wir gucken jetzt vor allem auch aus dem rechtlichen Blick drauf, weil dann ja auch in irgendeinem Sozialgesetzbuch irgendwas auch Unterschied gemacht wird, ob man behindert ist oder beeinträchtigt ist.
Dirk
00:20:49
Ich bringe nur eben meinen Satz, den ich auch im Chat gesagt habe, was ich halt glaube, weshalb ich auf Beeinträchtigungen bestehe, ist, die Menschen sind beeinträchtigt in dem, was sie tun können, werden aber behindert durch die Leute um sie herum. Deswegen unterscheide ich das zwischen Beeinträchtigung und Behinderung und das hat gar nichts mit der rechtlichen Definition zu tun, das habe ich neu gelernt, genau.
Sujeevan
00:21:12
Genau, und dann hatte ich halt auch nochmal nämlich geguckt, was heißt denn das jetzt genau? Und wenn man dir zum Beispiel die Lebenshilfe anschaut, die sagt dann halt zum Beispiel, die hat dann auch eine Bezeichnung und die haben sich das quasi dann nochmal unterschieden in Menschen mit Unterstützungsbedarf oder auch Menschen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung. was dann halt noch mal ein bisschen anders klingt, weil Beeinträchtigungen können ja kognitiv als auch körperlich sein. Bei dir ist es beides. Aber da ist es dann natürlich auch immer die Frage, wie fern, und das ist ja auch irgendwie schon sehr, wenn man jetzt auch auf Autismus zum Beispiel guckt, Autismus-Spektrum dann ja auch, es gibt Leute, wo man das dann nicht so direkt merkt, bei einigen, die dann halt quasi, starke kognitive Beeinträchtigungen haben, was das angeht und wie sie im Alltag zurechtkommen oder ob sie alleine zurechtkommen.
Dirk
00:22:15
Ja.
Sujeevan
00:22:17
Spannend fand ich dann aber eher, das, was Aktion Mensch sagt und zwar sowohl erstmal jetzt zur Beeinträchtigung als auch zur Behinderung. Personen haben eine dauerhafte objektiv fest zur Beeinträchtigung alleine. Personen haben eine dauerhafte, objektiv feststellbare körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung. Bei der Behinderung ist es eine Person haben eine dauerhafte, körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung. Da fehlt das objektiv feststellbare. Bei der Beeinträchtigung, weiterhin Aktion Mensch heißt es dann auch noch mal, aus der Beeinträchtigung allein kann nicht abgeleitet werden, ob die Personen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Und bei der Behinderung ist es dann halt so, Einstellung des sozialen Umfelds und Gegebenheiten der Umwelt stellen für diese Person Barrieren dar. Durch die Zusammenwirkung der Beeinträchtigung und der Barrieren können die Personen nicht gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben.
Dirk
00:23:32
Ich nehme das an, dass das da so geschrieben steht, deckt sich aber nicht mit dem, wie ich das erlebe.
Sujeevan
00:23:38
Ja, das sowieso nicht.
Dirk
00:23:40
Ja, weil es können Leute durch beispielsweise, ich mag jetzt gar nicht eine Behinderung aufziehen oder Beeinträchtigungen aufziehen, die da möglich sind, aber es können Leute durchaus behindert sein oder eine Beeinträchtigung haben und trotzdem gleichberechtigt an der Gesellschaft teilnehmen.
Sujeevan
00:23:59
Genau.
Dirk
00:24:00
Also bei der Definition ist es so, dass es erst eine Behinderung ist, wenn die Leute nicht mehr vollumfänglich teilnehmen können. Und da habe ich eine Verstandesbremse. Ich glaube, man kann auch behindert sein und man kann gleichberechtigt teilnehmen.
Sujeevan
00:24:14
Ja, genau. Kommt natürlich stark darauf an, was das jetzt ist. Weil wenn du jetzt querschnittsgelähmt bist, dann kannst du schon relativ gut an vielen Sachen gleichberechtigt teilnehmen. Nicht unbedingt an allem. Aber die Definition war ja vor allem auch, wer in die Richtung, was gesetzlich relevant ist. Und dann spielen ja auch so Sachen wie Schwerbehindertengrad und so weiter halt eine Rolle, was bei meinem Vater zum Beispiel der Fall ist. und genau, und da machst du halt einen Unterschied, ob man von Behinderung oder von Beeinträchtigung spricht, weil bei einer Beeinträchtigung würde es abgelehnt werden, weil passt ja, und bei der Behinderung wird es dann halt nicht abgelehnt.
Dirk
00:24:54
Also der Kollege, der mich darauf hingewiesen hat, dass das einen großen Unterschied macht, der sagte dann auch, er muss darauf drängen, dass es eine Behinderung ist, weil ansonsten würde er keine Hilfe vom Staat bekommen.
Sujeevan
00:25:04
Ja.
Dirk
00:25:06
Genau.
Sujeevan
00:25:08
Es ist auch ein bisschen komplizierter. Ich habe es jetzt auch nicht so ganz im Detail. Ich meine, es kommt ein bisschen darauf an, natürlich so wie groß fasst man den Kreis. Wir verlinken die Seite von Aktion Mensch. Da ist noch so ein Bildchen drauf, wo man dann nochmal sieht, okay, wie baut sich das aufeinander auf quasi und was überlappt mit anderen.
Dirk
00:25:32
Aber es gibt schon, das kann man definitiv sagen, Es gibt schon Länder oder Institutionen, in denen Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung gleichberechtigter behandelt werden als bei uns in unserem Umfeld. Und mit uns meine ich jetzt auch sowohl Schweiz wie auch Deutschland. ja und dabei wäre es gerade in unserem berufsfeld wenn man mal menschen mit körperlicher beeinträchtigung denkt oder körperlicher behinderung denkt ich werde jetzt glaube ich benutze das gleichzeitig gerade mit mit unserer arbeit am schreibtisch und mit mit höhenverstellbaren schreibtischen und mit möglichkeit rollstuhl gerecht das ganze aufzubauen es gibt keinen grund jemand mit der körperlichen beeinträchtigung nicht in it arbeiten zu lassen.
Sujeevan
00:26:18
Punkt. Ja, ich war auch mal bei einer Firma, als Externer, glaube ich. Die Person kannte ich jetzt nicht. Aber da gab es einen blinden Datenbankadministratoren oder einen Systemadministratoren. Ich habe das auch hinterher irgendwann erst gehört. Und dann dachte ich so, wie liest du eigentlich Logs? Da musst du wahrscheinlich ganz anders arbeiten, als wir es tun. aber wahrscheinlich ist er trotzdem effizienter als wir Hast.
Dirk
00:26:50
Du mal die Gelegenheit gehabt zu hören, in welcher Geschwindigkeit blinde Menschen Texte hören? Nee Ich höre Podcasts auf 1,5-facher Geschwindigkeit Ja, ich auch Und das geht gut für mich, Bei blinden Menschen kann ich nicht mehr folgen, das kriege ich nicht mehr zusammen, Die hören so schnell Das kriege ich nicht mehr hin.
Sujeevan
00:27:18
Okay.
Dirk
00:27:19
Also ich weiß nicht, ob das drei-, vier-, fünffache Geschwindigkeit ist oder so. Das ist echt unfassbar. Und wenn man dann überlegt, in welcher Geschwindigkeit man dann auch Text oder Logs durchscrollen kann, wenn man drauf trainiert ist, dann macht das eigentlich keinen Unterschied, ob man das als, sehbehinderte oder nicht sehbehinderte Mensch macht.
Sujeevan
00:27:41
Ja, ich dachte jetzt gerade mehr so an Sachen wie, naja, du kannst ja schon sehr, sehr viel filtern, wenn du Locks durchkämpfst. Was man dann teilweise nicht macht, weil du es ja mit den Augen schnell sehen kannst. Okay, einige Sachen natürlich. Klar, krebst du dann erstmal nach Error und dann krebst du das nächste und machst halt deutlich kleiner. Was Blinde vielleicht viel stärker machen und dann auf irgendwas reinspringen, als das vielleicht bei, sehenden Menschen ist.
Dirk
00:28:09
Ich hatte eine Kollegin, die war Rollifahrerin und die hat perfekt mitgearbeitet. Es gab auch keinen Grund, dass sie das nicht tut. Und also gerade in unserer Branche, als ob das irgendwie einen Unterschied macht, könnte mich aufregen über sowas, wenn das nicht klappt. Ehrlich. Ja, könnte mich aufregen.
Sujeevan
00:28:29
Ja, ich erinnere mich an einen Kollegen bei GitLab, mit dem hatte ich jetzt fachlich jetzt nichts direkt zu tun, aber man war halt in den selben Off-Topic-Channels. Und da habe ich dann später für Zufall eigentlich nur mitbekommen, dass der halt nicht hören kann. Und ich verwende ganz bewusst Taubstumm nicht, weil sie sind in der Regel nicht Taubstumm. Das sagt man auch so nicht. Und der kann halt nicht hören. Aber ich habe mit dem hier über, ich und die anderen haben vor allem halt asynchron über Slack, GitLab, Ischios und hast du nicht gesehen kommuniziert. Und ich habe es dann nur gemerkt, weil dann irgendwann Zoom diese Funktion eingeführt hat, dass es halt automatisch generierte Subtitles gibt.
Dirk
00:29:09
Ja.
Sujeevan
00:29:10
Und dann hieß es halt, wir machen das für alle an. Neben wegen für die Leute, die halt Hör-Einbeträchtigung haben. Man muss ja nicht komplett nichts hören, sondern es reicht ja schon, wenn du Schwierigkeiten hast zu folgen, was ja auch neurologisch sein kann, weil gab es noch wer ein anderes im erweiterten Team, weil der hat mich auch gefragt, warum will sie unbedingt, hier Untertitel haben, aber da war das was Neurologisches, dass sie halt besser folgen kann, wenn sie es lesen kann, auch wenn Englisch quasi ihre Muttersprache ist.
Dirk
00:29:45
Ja, und auch für Nicht-Muttersprache heißt es auch toll, wenn sie es lesen können, das macht es ja schon einfacher.
Sujeevan
00:29:49
Genau, und dann so, warum nicht so im schlimmsten Fall ist die Qualität nicht ganz so gut, aber das wird man dann schon merken.
Dirk
00:29:58
Kommen wir vielleicht gleich nochmal drauf zu sprechen, bei auf den Chemnitzer Linux Tagen gab es auch Gebärdendolmetscher, die einige Vorträge begleitet haben.
Sujeevan
00:30:05
Ja, deinen auch? Ne, oder?
Dirk
00:30:07
Nein, nicht, nein. Leider. Was man allerdings machen, ich wollte immer mal Gebärdensprache lernen und ich werde es auch noch lernen, einfach aus Interesse. Und was schwierig ist als hörender Mensch ist, wenn man mit jemandem zu tun hat, der nicht hören kann und man hat einen Gebärdendolmetscher, der mit einem spricht auch noch, also der die Gebärden des nicht hörenden Menschen übernimmt und dann in Sprache bringt, sodass ich dem folgen kann. und wenn ich da mit solchen Leuten spreche, muss ich aufpassen, dass ich nicht den Gebärdendolmetscher angucke, sondern den, der eigentlich mit mir redet.
Sujeevan
00:30:45
Ja, stimmt.
Dirk
00:30:47
Aber wir haben halt die Tendenz, uns der Sprache zuzuwenden und nicht der Person, mit der es eigentlich da kommuniziert wird. Der Gebärdendolmetscher ist ja eigentlich nur ein Hilfsmittel, bitte in Anführungsstrichen.
Sujeevan
00:30:59
Ja.
Dirk
00:31:00
Oder vielmehr die Gebärdendolmetscherin oder beide.
Sujeevan
00:31:04
Ja, ich hatte mich neulich mit einer Lehrerin unterhalten, länger, die an einer Schule, für Kinder mit, Beeinrichtungen unterrichtet. Und sie macht dann halt vieles in Gebärdensprache. Und was ich bis dahin nicht wusste, ist, dass es effektiv für sie wie eine Fremdsprache ist. Es ist halt so, als wenn du Französisch sprechen würdest. Weil es halt eine Sprache ist, die man nicht von Anfang an gelernt hat. und was ich halt auch nicht wusste ist, das fand ich auch super spannend, sie meinte dann, dass es für die Eltern halt andersrum ist, dass das Geschriebene, halt nicht, also die Eltern der Kinder, die meistens halt auch nicht hören können, oder Beeinträchtigungen haben, dass diese halt auch, dass deren Deutsch, geschriebenes Deutsch halt super schlecht ist, weil die hauptsächlich in Gebärdensprache halt hat sich unterhalten. Und dann war es halt so, dass sie dann als Lehrerin den Eltern manchmal dann, Videonachrichten schickt in Gebärdensprache, weil die Eltern das besser verstehen konnten, als wenn sie da deutsche Sätze hingeschrieben hat. Obwohl das normale deutsche Familien waren. Das war mir völlig neu.
Dirk
00:32:27
Ja. Und dass es bei Gebärdensprache auch Dialekte gibt.
Sujeevan
00:32:30
Ja.
Dirk
00:32:31
Es gibt wohl so eine gemeinsame Sprache, Aber das ist jetzt wirklich hören, sagen, da habe ich keine Ahnung von. Aber es gibt auch sehr viele Dialekte und nicht nur Sprachdialekte, also wirklich Sprachdialekte, muss man wirklich so sagen.
Sujeevan
00:32:45
Ja, weil viele Wörter, die gibt es ja nicht unbedingt in jeder Sprache. Also es wird halt anders gemacht.
Dirk
00:32:52
Hat ja auch mit dem Kulturraum zu tun. Also je nachdem, wo du groß geworden bist, benutzt du ja bestimmte Floskeln. Und in dem Moment auch wahrscheinlich verschiedene Gebärden, die halt nicht in anderen Sprachräumen gebräuglich sind.
Sujeevan
00:33:04
Ja, ich weiß zum Beispiel, dass Angela Merkel, wenn über Merkel gesprochen wird, dann hat man quasi mit, dem Zeigefinger quasi den unter dem Mundwinkel so ein bisschen runtergezogen, weil sie da so eine sehr starke, sichtbare Falte hat im Gesicht.
Dirk
00:33:21
Ich dachte, man zeigt die Raute. Die Merkel-Raute.
Sujeevan
00:33:28
Irgendwie sowas war das. Kann auch sein, dass ich nicht ganz richtig bin, aber sowas in die Richtung, wo man dann halt so Merkmal aus dem Gesicht dann halt nimmt. Von irgendwelchen bekannten Personen. und bei anderen Personen, wenn es ein Röhrendem Dirk ist, dann ist es halt irgendwie ein bisschen anders, aber das weiß ich jetzt auch nicht weiter.
Dirk
00:33:45
Ja. Aber ich möchte Gebärdensprache noch lernen und ich werde es auch noch lernen.
Sujeevan
00:33:50
Wann?
Dirk
00:33:52
Weiß ich noch nicht, gucken wir mal. Also ich weiß nicht, ob ihr das, also ihr kennt wahrscheinlich den Applaus, den man gebärdet und zwar ist das, dass die beide Hände in die Luft nehmen und quasi winken mit beiden Händen. Das ist Applaus, Applaus, Applaus, Applaus und das hilft den Hunden auch tatsächlich, wenn man nicht zu laut Applaus macht mit Klatschen und Schreien. Also es hat einen doppelten Nutzen an der Stelle.
Sujeevan
00:34:19
Gut, haben wir noch ein bisschen abgeschwiffen und geschwoffen.
Dirk
00:34:23
Ja, das ist auch ganz gut, weil wir ja nicht so viel Thema haben diesmal. Mir ist wieder was zu Bewusstsein gekommen, was ich durch das Lesen eines Artikels gefunden habe. Und zwar ist es der Survivorship Bias, also quasi die Voreingenommenheit der Überlebenden sozusagen. Und zwar ist das, dass man sich erfolgreiche Ergebnisse oder Ereignisse anguckt und alle Fehlschläge dabei außer Acht lässt.
Sujeevan
00:34:51
Ja.
Dirk
00:34:51
Das wo das eigentlich herkommt ist das ist aus dem zweiten weltkrieg gekommen da sind flieger beschossen worden und zurück an den fliegerhort gekommen und dann hat man sich die die schussmuster unter den tragflächen angeguckt und hat festgestellt wo die meisten schüsse hingegangen sind und die erste idee war diese schussflächen zu zu verstärken dass da nicht so viele noch nicht so viel drauf geschossen wird was man dabei vergessen hat ist dass man eigentlich die sachen schützen müsste die nicht getroffen wurden. Weil man sieht ja nur die Flugzeuge, die zurückgekommen sind. Man sieht ja nicht die Flugzeuge, die abgeschossen wurden.
Sujeevan
00:35:26
Ja, ja, ja.
Dirk
00:35:27
Also sprich, und das ist dieser Survivorship-Bias. Also es gibt ganz, ganz viele Beispiele dafür. Zum Beispiel, wenn man einen erfolgreichen Unternehmer sieht, dass man denkt, ein Unternehmertum ist ohne Risiken, weil man gar nicht die ganzen Leute anguckt, die Fehlschläge haben. Zuckerberg hat seine Ausbildung nicht abgeschlossen, also kann man Millionär werden, ohne eine Ausbildung zu haben. und damit sieht man gar nicht, dass das eher eine Ausnahme von der Regel ist und nicht die Regel.
Sujeevan
00:35:53
Ja, generell bei Startups.
Dirk
00:35:55
Generell bei Startups und um ein umfassendes Bild zu bekommen, muss man sich halt Menschen mit Ausbildung und ohne Ausbildung angucken und gucken, wer mit Ausbildung Erfolg hatte, wer ohne Ausbildung Erfolg hatte, und wer mit Ausbildung keinen Erfolg hatte oder mit Ausbildung einen Erfolg hatte. Wenn man das so gegenüberstellt, dann sieht man halt, dass mehr Leute mit Ausbildung Erfolg haben als Leute ohne Ausbildung und von daher ergibt schon Sinn, Ausbildung zu machen. Aber Survival-Chief-Bias ist halt einfach, wenn man sich nur die positiven Sachen anguckt, ohne sich die negativen Sachen anzugucken.
Sujeevan
00:36:26
Ja, genau. Das hast du eigentlich total oft. Und da musst du auch aufpassen. Weil wenn wir sagen, das Bücherschreiben hat sich für uns gelohnt, dann ist das auch Survival-Chief-Bias, weil wir haben es ja geschafft und gemacht und es hat sich für uns gelohnt. Aber es kann auch sich überhaupt nicht lohnen, in welcher Form auch immer, für wer auch immer das schreibt.
Dirk
00:36:45
Es gibt genügend Leute, die Bücher geschrieben haben, keinen Erfolg damit haben. Wie zum Beispiel. Ja, ein bisschen Bekanntheit haben wir ja darüber schon bekommen. Die Luxurface Area haben wir damit ein wenig vergrößert, um es mal so zu sagen. Oder wenn man so Lebensratgeber sich anguckt, erfolgreiche Menschen schreiben, Lebensratgeber und die Leute, die nicht erfolgreich sind, die schreiben halt keine Bücher. Also sprich, man hört nur von den Leuten, bei denen bestimmte Dinge funktioniert haben und nicht bei denen von den Leuten, bei denen die gleichen Dinge einfach nicht funktioniert haben.
Sujeevan
00:37:15
Ja. Kennst du den Podcast The Diary of a CEO?
Dirk
00:37:20
Nein.
Sujeevan
00:37:22
Schon mal von gehört?
Dirk
00:37:23
Ja.
Sujeevan
00:37:24
Genau, also ich habe da jetzt auch nicht so viel von gehört, aber im Endeffekt ist es ja ein, Podcast mit über nicht nur CEOs, sondern auch generell erfolgreiche Menschen. TM. Also auch irgendwie wie Michelle Obama oder hast du nicht gesehen, glaube ich. Und ich habe da hier und da mal reingehört bei irgendwelchen Leuten, aber in der Regel war das auch nicht so mein Ding, worauf ich Bock hatte, das ständig zu hören. Aber das ist halt alles, was du so unter erfolgreiche Leute abspeichern würdest. Und theoretisch kannst du von denen sehr, sehr viel lernen, was die alles richtig gemacht haben. Aber ich habe da neulich irgendwie so ein Video gesehen von einem, der dann halt genau diesen Podcast kritisiert hat, eben weil das dich in die falsche Fährte rückt, auch wegen Survivorship-Bias, aber halt auch, weil du dann eben, nicht das siehst, was die Leute falsch gemacht haben. Oder vielleicht schon auch falsch gemacht haben, das sie vielleicht auch erzählen, aber was für sie dann halt ins Positive gedrückt wurde, was halt in vielen Fällen dann halt auch nicht unbedingt ins Positive laufen muss. Weil es gibt ja auch so, so viele Storys von jemandem, der zehnmal hingefallen ist, also irgendwas ausprobiert hat und zehnmal hingefallen ist und beim elften Mal hat es dann richtig funktioniert. Das funktioniert dann halt bei dem, aber nicht unbedingt bei vielen anderen.
Dirk
00:38:43
Ja, also ich weiß, Picasso hat tausende von Bildern gemalt, aber nur eine Handvoll sind wirklich bekannt geworden. Oder für Mozart gilt das Gleiche. Dazu sind wahnsinnig viele Sachen komponiert, aber nicht alle sind halt bekannt geworden. ich habe noch zwei beispiele die die man vielleicht schon mal gehört hat und zwar denken wir immer dass früher besser gebaut wurde weil wir weil wir gebäude aus dem anfang des 20 jahrhunderts sehen die immer noch stehen wir vergessen dass die gebäude aus dem anfang des 20 jahrhunderts sie nicht mehr stehen einfach abgerissen wurden und mittlerweile was neues hingebaut wurde auch das ist ja weil welche bei jetzt nicht alle gebäude aus dem 19 20 jahrhundert haben überlebt zum beispiel ja.
Sujeevan
00:39:22
Oder sind Bobben draufgefallen.
Dirk
00:39:24
Oder, genau. Oder Rauchen ist nicht schädlich, weil Leute über 90 auch rauchen. Das ist halt dann auch Survivorship Bias. Oder, was ganz am Rande, viel Ausdauersport macht das Herz gesund, aber die Gelenke kaputt. Also ich meine, das ist die Frage, von welcher Seite du guckst.
Sujeevan
00:39:42
Ja, genau. Und natürlich dann war es schlimmer als das andere. Und in welcher Form natürlich. Genau.
Dirk
00:39:47
Na klar, ich will das jetzt gar nicht werten. Aber das Survivorship Bias sagt halt, dass man nur auf eine Seite guckt und die andere außer Acht ist.
Sujeevan
00:39:53
Ja, genau.
Dirk
00:39:56
Ich habe da noch einen Artikel zugefunden, den habe ich ja auch noch verlinkt, der das eigentlich ganz gut beschreibt.
Sujeevan
00:40:03
Ja, genau. Rauchen ist nicht schädlich. Wie war noch der alte Kanzler? Helmut Schmidt?
Dirk
00:40:09
Helmut Schmidt, genau. Den hatte ich dabei auch im Kopf, als ich das geschrieben habe.
Sujeevan
00:40:13
Ich kenne ihn ja nur aus Erzählungen, von daher.
Dirk
00:40:15
Ja, der hatte schon ein paar Sachen zu sagen. Der Einzige, der sich auf Nichtrauchersendungen rausnehmen konnte zu rauchen, was ziemlich bekloppt ist eigentlich, wenn man es genau sieht.
Sujeevan
00:40:24
Das war dann in den 80ern. Nee, wann war das? 80er, 70er?
Dirk
00:40:29
Nee, der ist irgendwann in den 2000ern gestorben, aber in den 70ern war er halt Bundeskanzler.
Sujeevan
00:40:33
Ja, genau, das meine ich.
Dirk
00:40:36
Oh. Bitte warten Sie, während ich live in der Wikipedia gucke.
Sujeevan
00:40:42
Ob ich recht habe. Ja, ich muss ja gerade überlegen, weil Helmut Kuhl war da 16 Jahre ja auch Kanzler und das war ja dann auch bis 98 oder sowas, glaube ich. das heißt, das müsste ja in den 80ern gewesen sein.
Dirk
00:41:00
Ich finde es gerade nicht auf eine Idee.
Sujeevan
00:41:01
Egal.
Dirk
00:41:04
Bundeskanzler, 74 bis 82. Also so falsch war ich nicht.
Sujeevan
00:41:07
Ja, genau, passt doch.
Dirk
00:41:10
74 bin ich eingeschult worden. Mein Führerschein wird dieses Jahr 40. Nur, dass ich das mal gesagt habe. Okay. Und ich habe überlebt. Damit hätten wir das so weit. auch irgendwie abgehackt, genau.
Sujeevan
00:41:31
Kommen wir zu unserem Thema. Was ein Rückblick auf die Chemnitzer Linux-Tage sind. Da haben wir auch, glaube ich, einiges gelernt oder auch nicht gelernt. Ja. Womit sollen wir anfangen? Mit den Talks, die wir empfehlen können?
Dirk
00:41:43
Ja, können wir machen.
Sujeevan
00:41:45
Genau. Also ich habe mal eine Liste gemacht und ich glaube, deine Liste ist ziemlich genau die gleiche, bis auf eins mehr. Und ich habe die jetzt sortiert nach den meisten Views auf media.ccc.de.
Dirk
00:41:56
Dann müssen wir es eigentlich umgekehrt machen.
Sujeevan
00:41:59
Also das Schlechteste zuerst.
Dirk
00:42:01
Ja, egal. Muss ja nicht das Schlechteste sein. Ist nur Survivorship Bias. Das ist nur von den meisten gesehen worden. Nein, also spielt keine Rolle. Ist egal. Mach mal von oben nach unten. Ist gut.
Sujeevan
00:42:12
Genau. Das erste ist nämlich von unserem Freund Jörg. Der Kunde lügt immer und dem Support kann niemand lesen. Ja, von Jörg Kastning. Ein Freund von uns. Und naja, der Titel hat eigentlich schon dafür geführt, dass der Raum überfüllt war.
Dirk
00:42:31
Ja.
Sujeevan
00:42:33
Also der Vortrag war sehr gut und es geht halt darum, um Kommunikation effektiv zwischen Kunden und Support unter anderem, und das war in dem Sinne halt spannend, weil halt sowohl die Theorie halt beleuchtet hat mit dem Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun. Eine der wenigen Sachen, die ich aus dem deutschen Unterricht aus der 11. Klasse in Erinnerung geblieben ist. Und ich weiß noch ganz genau, dass ich da eine 4 Plus hatte. Nein, ich kann mich nicht an alle meine Deutschnoten erinnern, aber das war einer der besseren. Zumindest in der Abiturphase.
Dirk
00:43:10
Man kann auch mit der schlechten Deutschnote Bücher schreiben.
Sujeevan
00:43:12
Das ist ja mal was Speiers.
Dirk
00:43:14
Wollen wir jetzt nur eben dazu sagen, genau.
Sujeevan
00:43:17
Und... Und genau, der Titel war gut und das hat für mich auch nochmal gezeigt, naja, einen ordentlichen Titel zu wählen macht halt schon einiges aus, ob viele Leute auch in den Talk kommen und sich das dann auch anklicken. Ist ja eine Art Clickbait effektiv auch. Nicht negativ gemeint, sondern einfach nur so, naja, wenn du einen ordentlichen Titel setzt, dann kommen die Leute auch.
Dirk
00:43:37
Der Vortrag von Jörg ist der erfolgreichste der Chemnitzer Linux-Tage auf MediaCCCD.
Sujeevan
00:43:42
Genau, das hat, glaube ich, stand jetzt 1600 Clickbaits. Ja, genau, 1600 Kriegsviews, wie auch immer die das da berechnen. Und der Raum war halt auch nochmal irgendwie die 100, 200, 200 Leute oder so.
Dirk
00:43:56
Ja, ich habe mir irgendwann mal die Hörsaalzahlgrößen rausgesuchen lassen, aber ich habe sie auch wieder veröffentlicht.
Sujeevan
00:44:01
Ja, es waren 100, weil ich war im selben Raum. Aber seien es war ja noch mal ein bisschen überfüllt und dann waren es glaube ich 120, 130 oder so.
Dirk
00:44:07
Ja, mag sein.
Sujeevan
00:44:08
Weil sie den Brandschutz nicht beachtet haben. Und das war eine Feuerwehrmann. Genau. Wie fandest du den Talk? Oder hast du noch was zu sagen?
Dirk
00:44:21
Ich fand den auch gut. Ich würde ein bisschen am Foliendesign noch arbeiten, aber inhaltlich war super.
Sujeevan
00:44:28
Ja.
Dirk
00:44:29
Also was ich toll fand, war, dass Jörg beide Seiten beleuchtet hat. Also zum einen die Seite dessen, der Support in Anspruch nimmt und dessen, der Support leistet, gezeigt hat. Und ich glaube, das ist ganz gut. Und wenn man das versteht, dann hilft das auch besser für die Zusammenarbeit. zusammenarbeit ich habe jörg dann auch noch feedback gegeben und habe dann gesagt also es ging zum beispiel darum dass das der dass die kunden immer immer von aber adam und eva anfangen müssen und alles erklären müssen und da habe ich dann gesagt ja ich finde aber auch von meinem dienstleister erwarten dass seine akte über mich führt und dass ich nicht immer die gleichen fragen bei jedem support kässe beantworten muss, Also, dass zumindest die Umgebung irgendwie irgendwo dokumentiert wird. Das finde ich ganz schade an Support Organisationen, dass das nicht passiert. Das sparen wir auch Zeit mit und damit auch Geld.
Sujeevan
00:45:19
Ja. Ja, deswegen ist auch rund um die Uhr Support teilweise nicht so sinnvoll, wenn dann jedes Mal sich wer Neues ein Ticket angucken muss.
Dirk
00:45:28
Ja.
Sujeevan
00:45:28
Und sich dann wieder reingucken und reinlesen muss.
Dirk
00:45:30
Das stimmt.
Sujeevan
00:45:31
Ja, aber es hilft eigentlich jetzt immer häufig, mehr Kontext zu liefern, warum man etwas macht. Wenn was nicht funktioniert, dann auch zu erklären von Seiten jetzt, wenn man jetzt Selbstkunde ist bei jemandem, dass man dann auch schreibt, warum, was hat man jetzt genau getan oder warum hat man das getan, was möchte man umsetzen, weil manchmal merkt man auch, dass man komplett auf dem Holzweg ist und das ist vielleicht ein Bug oder sonst was unschön umgesetzt, aber es zeigt dann der anderen Person auch noch mal, die das dann bearbeitet, kann das halt auch andersrum sein natürlich, naja, okay, der hat diese Constraint, der kann nicht drum herum arbeiten. Das heißt, ich kann diese fünf Optionen, die wir da noch haben, die möglicherweise das Problem lösen können, aber hier nicht, weil sie können dieses gar nicht anwenden. Es bringt halt nichts, wenn jemand sagt, wir machen hier alles mit Insible. Probier es doch mit Puppet.
Dirk
00:46:25
Standard früher in Foren gewesen, oder? Ich habe ein Problem mit X und wenigstens die ersten drei Antworten sind, nimm doch Y.
Sujeevan
00:46:32
Genau, was manchmal auch in Ordnung ist, aber wenn du es nicht weißt, was ... was die Constraints auf beiden Seiten effektiv dann auch ist.
Dirk
00:46:40
Nee, ist das nicht in Ordnung, weil ich erzähle ja von meinem Problem mit X. Wenn ich ein anderes Tool wollte, würde ich sagen, X ist scheiße, ich möchte gerne ein neues Tool haben. Ich möchte ja mein Problem mit X gelöst haben.
Sujeevan
00:46:48
Ja, genau. Aber genau deswegen meinte ich dann halt auch eben, das kommt auf den Kontext mit angeben, ob man sagen kann, ich kann das Tool austauschen zum Beispiel. Es ist ein elementares Tool. Allein dieser Satz so, wir machen alles mit dem Tool, dann ist es nochmal was anderes, als ich probiere nur gerade mal was aus und das funktioniert nicht. dann ist wiederum, probier Y noch irgendwie besser.
Dirk
00:47:09
Aber das Ansehbeweisungs-Puppes ist schon ein relativ gutes Beispiel. Man stellt das Konfigurationsmanagement nicht mal eben um.
Sujeevan
00:47:16
Ja, genau. Warum dazu kein Kubernetes?
Dirk
00:47:19
Ja, genau.
Sujeevan
00:47:20
Und dann kommt ein, warum dazu kein OpenShift?
Dirk
00:47:22
Oder Rancher.
Sujeevan
00:47:24
Ja, genau.
Dirk
00:47:25
Oder Docker Swarm. Ja, egal. Genau.
Sujeevan
00:47:27
Genau. Nächster Talk. Auch ein schöner Titel. richtig schlecht über Technik schreiben. Das war von, ach wie hießen die beiden nochmal, Tim Schirrmann und Carina Schipper-Heuss, genau. Das sind, sie ist stellvertretende Redakteurin bei, stellvertretende Chefredakteurin des Linux Magazins und Tim Schirrmann ist Autor, freier Autor unter anderem fürs Linux Magazin und die haben in dem Talk, quasi gesagt, was man nicht machen sollte, weil man über Technik schreibt. Das hat mich ein bisschen an meinen Talk erinnert, den ich vor, keine Ahnung, acht Jahren oder so gemacht habe, über was man nicht für Git-Repos tun sollte. Nach dem selben Konzept halt, Dinge erklärt, was man machen kann, was Kacke ist und wie man es besser macht. Das ist gleich unterhaltsamer. Und lehrreicher. Fand ich auch sehr gut.
Dirk
00:48:30
Fand ich auch sehr gut. Da waren noch einige gute Beispiele dabei. Sie haben es, glaube ich, Küchen, nee, nicht Küchenschlacht, sondern Küchen, irgendwas mit Küche genannt, seinen Artikel mal in einem Satz zusammenzufassen.
Sujeevan
00:48:45
Also genau, dass wenn du in die Küche gehst, um Kaffee zu trinken und du dann jemanden triffst, dass du dann innerhalb von zwei Sätzen beschreiben sollen, können solltest, worum es in dem Artikel geht.
Dirk
00:48:57
Ja, genau.
Sujeevan
00:48:58
Und wenn du das nicht kannst, dann ist das schon schlechte Ausgangsposition für diesen Artikel.
Dirk
00:49:03
Das ist sowas wie ein Elevator-Pitch, über den haben wir, glaube ich, hier schon mal gesprochen.
Sujeevan
00:49:06
Ja.
Dirk
00:49:08
Aber die haben es eigentlich Küchen-irgendwas genannt. Ich weiß jetzt gerade nicht mehr ganz genau. Vortrag ist auf jeden Fall sehenswert. Und es geht nicht nur darum, Artikel zu schreiben oder Bücher zu schreiben, sondern wie man auch Seiteninformationen für das Wiki gut aufbereitet. Das fand ich noch ganz gut. Küchenzuruf, fand ich es genannt.
Sujeevan
00:49:27
Ja. Vielen Dank. Ja, so ein paar Beispiele fand ich dann auch gut und habe dann auch Fehler, die ich früher mal gemacht habe, die auch mein Lektorat beim ersten Gitbuch nicht erkannt haben. Der Unterschied zwischen Webseite und Website. Die Website mit S-I-T-E ist der gesamte Auftritt zum Beispiel typot.net und alles, was da drunter ist. Die Webseite ist dann eine einzelne Seite, zum Beispiel die Slash-Contact-Seite oder wie auch immer sie bei uns heißt. Und dann gibt es ja auch nochmal die Homepage und das ist dann wirklich nur die Startseite der Web-Seite, die eine Web-Seite ist.
Dirk
00:50:13
Genau. Ja, und wir haben auch noch ein paar Wörter genannt, die oft durcheinander geworfen werden. Also da war das Beispiel Instance. Also eine Instance im Englischen ist keine Instanz im Deutschen. ja genau ich habe dem dem themen dann im nachgang noch geschrieben mein mein horror beispiel ist physisch für das physikalisch ja bei im englischen heißt es physikus server aber es ist nicht der physikalische server sondern ein physischer server genau das geht ja nicht anfassen kann ist physisch und nicht physikalisch der wird nicht bestäunigen wir gucken uns die kinetik nicht an oder die die die energie die drin steckt sondern das ist ein physischer server Ja.
Sujeevan
00:50:57
Genau. Ja, oder ein anderes, ich weiß gar nicht, ob die das Beispiel genannt haben, aber englische Wörter im Deutschen zu verwenden. Weil als ich mein erstes Git-Buch geschrieben habe, dann wollte ich keine deutschen Wörter für Commit, Merge, Branche verwenden. Also als Nomen ist das okay noch halbwegs, aber nicht in Verben zu verpacken. ja das ist dann noch ich habe da etwas committed äh, fängt es dann an, machst du hinten ein T oder machst du ein D? Konjugierst du das jetzt auf Englisch oder auf Deutsch? Oder halt auch so Wörter wie Monitoring. Ich habe das gemonitort. Wie wird das jetzt geschrieben? Und es sieht halt einfach nur komisch aus.
Dirk
00:51:52
Ja, was mir im Kopf geblieben ist, ist das Beispiel 16 Zoll Notebooks. Wenn man schreibt 16 minus Zoll minus Notebooks, dann sind damit gemeint mehrere Notebooks mit 16 Zoll-Birdschirmen.
Sujeevan
00:52:08
Ja.
Dirk
00:52:09
Wenn man schreibt 16 Leerzeichen Zoll minus Notebooks, dann sind das 16 Notebooks vom Zoll. Oder er schreibt von Grenzschützern. Und wenn man 16 Leerzeichen Zoll, Leerzeichen Notebooks schreibt, dann ist das 16 mal 1 Zoll Notebooks. Also Bindestriche sind halt relativ wichtig.
Sujeevan
00:52:30
Ja, genau. Das finde ich auch gut, weil du da eigentlich nicht drüber nachdenkst. Ich meine, in dem konkreten Beispiel wird ja aus dem Kontext eigentlich klar, worum es geht, aber es ist ein schönes, plastisches Beispiel, wie man das auch missverschämen kann, gerade wenn es nicht so eindeutig ist.
Dirk
00:52:44
Ja, und für mich immer noch das tolles Bild ist, ihr kennt das Wort Urinsekten. Wenn man das zusammenschreibt, ist es halt Urinsekten.
Sujeevan
00:52:55
Ja.
Dirk
00:52:56
Auf den ersten Blick, genau. Aber Vortrag ist lohnenswert, würde ich euch in jedem Fall ans Herz legen zu gucken.
Sujeevan
00:53:02
Da kann man gut was lernen. Ich habe jetzt nicht so viel Neues gelernt, aber das ist, wenn jemand was dazu wissen will, dann sollte man sich das anhören. Das ist auch immer schön zu wissen.
Dirk
00:53:12
Es ist aber auch sehr unterhaltsam. Das kann man sich, glaube ich, gut nebenbei mal antun.
Sujeevan
00:53:21
So, nächster Talk. Und zwar noch ein Freund von uns, der Thorsten. Thorsten Franz hat über die digital souveräne Partei, Fragezeichen, zwischen Anspruch und Wirklichkeit erzählt. Thorsten ist bei den Grünen und hat dann ein bisschen was über digitale Souveränität in der Partei halt eben erzählt. er hat da jetzt bis auf ganz am Anfang nicht viel Werbung für die Grünen oder sowas gemacht, also das ging wirklich nur, wie sie das wie sie das da machen, und halt auch ein bisschen aus Nähkästchen geplaudert was auch die Probleme sind, weil man ja irgendwie dann doch, so gerade aus dem Open Source Umfeld sind viele Ideologen unterwegs und das ist dann teilweise auch nicht ganz realistisch umsetzbar, zumindest von jetzt auf gleich.
Dirk
00:54:09
Ich glaube was man da angucken muss ist was man für interne Kommunikation für externe Kommunikation benutzt das macht glaube ich einen Unterschied also wenn man Wähler anspricht lohnt es sich nicht die auf Plattformen anzusprechen wo die sie nicht sind, da muss man gucken dass man sich auch da abholt wo sie sind und wenn man interne Sachen macht dann kann man da auf digital souveräne Lösungen setzen auch wenn die nicht so verbreitet sind ich glaube das macht man den wirklich großen Unterschied.
Sujeevan
00:54:34
Genau weil es ist schön dass wir irgendwie Matrix verwenden oder sowas. Aber wenn man damit mit nicht IT-affinen Leuten ins Kontakt treten will, dann ist es halt, Das ist nicht so sinnvoll.
Dirk
00:54:48
Ja, oder klassisches Beispiel YouTube und Peertube zum Beispiel.
Sujeevan
00:54:52
Ja.
Dirk
00:54:53
Die Massen suchen auf YouTube nach ihren Videos. Also YouTube ist eine Suchmaschine für Videos, wenn man so will. Die gucken halt nicht bei Peertube oder Vimeo oder bei anderen Plattformen.
Sujeevan
00:55:03
Oder MediaCCC.de.
Dirk
00:55:05
Oder MediaCCC.de, genau. Also dazu würde gehören, wenn man das verbreiten möchte, dann muss man halt auch die Plattform bedienen, wo die Massen sind.
Sujeevan
00:55:14
Genau. deswegen.
Dirk
00:55:15
Leider macht das eine rechtsradikale Partei sehr, sehr gut.
Sujeevan
00:55:19
Ja, genau. Und dann gehört dann auch TikTok dazu.
Dirk
00:55:23
Da gehört dann auch TikTok dazu und Snapchat.
Sujeevan
00:55:25
Und hast du nicht gesehen alles.
Dirk
00:55:27
Und Strickliesel. Ah ne, verkehrter Film.
Sujeevan
00:55:32
Ja, oder ein Beispiel, was ich halt spannend fand, ist, ich weiß nicht mehr ganz genau, wie es in dem Vortrag vorkam, aber das war dann auch so, naja, es wird dann ja teilweise gesagt, ja, wir dürfen X, also Twitter, nicht verlassen, weil da sind die Journalisten. Und die Journalisten sagen, wir könnten das nicht verlassen, weil da sind die ganzen Politiker.
Dirk
00:55:51
Aber das ist wirklich ein Klassiker. Man muss ja sagen, dass die Journalisten ja daran interessiert sind, zu lesen, was die Partei macht. Die würden wahrscheinlich auch ein RSS-Feed abonnieren. Die würden wahrscheinlich sogar einen gedruckten Newsletter abonnieren. Es gibt keinen Grund, deswegen auf X zu bleiben. Also wenn das da wirklich der Grund ist.
Sujeevan
00:56:14
Genau. Genau, kann man sich auch angucken. Genau, ist relativ nüchtern, würde ich sagen.
Dirk
00:56:24
Ja. Nein, ich fand es auch wirklich gut. Ich habe mit Toddy im Nachgang auch noch ein bisschen drüber gesprochen.
Sujeevan
00:56:30
Ja. Kommen wir zum nächsten Vortrag. Da saßt du, glaube ich, drin.
Dirk
00:56:36
Ja, genau. Und das war der schlimmste Vortrag.
Sujeevan
00:56:38
Den ich je gesehen habe. Nee, der kommt danach.
Dirk
00:56:41
Freitagnachmittag, Zeit für ein Deployment. Das war dein Vortrag.
Sujeevan
00:56:44
Echt?
Dirk
00:56:45
Ja.
Sujeevan
00:56:45
Und wie fandest du ihn?
Dirk
00:56:47
Habe ich dir ja schon gesagt. Die Slides waren super. Claude Code hat einen sehr, sehr guten Job gemacht. Aber ich fand, du hast viel zu schnell geredet. Und ich fand zum Teil zu viel Text auf den Slides. Inhaltlich super. Inhaltlich total.
Sujeevan
00:57:00
Ja, ich habe ein bisschen, also den Talk habe ich ja zum zweiten Mal gehalten. Einmal auf der CLC und jetzt auf den Chemnitzer Linux Tagen. Und ich habe den Talk nochmal grundlegend umgearbeitet. Und ich hätte doch ein bisschen kürzen sollen. Weil es war dann doch sehr viel.
Dirk
00:57:15
Ja, vor allem zwischendurch mal Luft holen, hätte auch gut getan. Du warst schon wirklich schnell unterwegs.
Sujeevan
00:57:21
Ja, genau.
Dirk
00:57:22
Also nicht so, du sprichst, du hast nicht so langsam gesprochen, wie du hier im Podcast redest. Und du redest hier ja auch nicht wirklich schleichend langsam. Du redest hier halt normal, aber du hast da wirklich viel und schnell geredet. Kannte ich so noch nicht von dir. Habe ich auch in anderen Vorträgen von dir noch nicht so erlebt.
Sujeevan
00:57:38
Ja, ja. Ja, ich glaube, je später es wurde, desto schneller bin ich dann da nochmal durch.
Dirk
00:57:45
Aber es waren alles Sachen, also wie gesagt, die fand ich super, waren alles Sachen, die gesagt werden müssen. Wahrscheinlich hätte, wenn nur eins oder zwei größere Abschnitte rausgenommen hätte, wäre der Talk immer noch sehr, sehr gut gewesen und da hätte es so ein bisschen Zeit gehabt.
Sujeevan
00:57:59
Genau, also worum ging es eigentlich? Naja, was ein Problem mit Freitags-Deployments sind und wie man diese auch lösen kann, weil das war auch der Unterschied zu dem, was ich bei der CLC-Konferenz da in Mannheim gemacht hatte. Da habe ich hauptsächlich die Probleme benannt, aber keine Lösungen. Und dadurch, dass es hier auch bei den CLT auch mehr so Ändernwender sind quasi oder jetzt keine, nicht so viele Manager oder mit Führungsverantwortung, habe ich dann da den Fokus auch mal gesagt, okay, was kannst du jetzt konkret verändern, wenn du das unterste Kurs. Mensch in der Kette da bist.
Dirk
00:58:35
Das fand ich übrigens richtig gut. Du brauchst kein Leiter sein oder keine Sonderrolle haben im Unternehmen. Du kannst das auch als normaler Angestellter tun.
Sujeevan
00:58:44
Ja, und da gibt es auch viele Sachen, die man machen kann. Und wenn das dann immer noch kacke ist, dann such den neuen Job.
Dirk
00:58:52
Das hat mir wirklich richtig gut gefallen, dass es halt nicht nur das war, was man, worauf man warten muss, dass das von oben passiert, sondern dass das halt von unten passieren kann. Ja.
Sujeevan
00:59:02
Und ja, es ist dann halt anstrengender, wenn es von unten kommen muss.
Dirk
00:59:05
Ja, sehr. Da kann man ja nicht nur jammern.
Sujeevan
00:59:10
Genau. Wie ging dein Spruch nochmal? Nicht dein Spruch, sondern der Spruch von, weiß ich nicht, verändere was. Nee, warte. Mecker nicht, sondern tu was dagegen. Oder gebe alles hin.
Dirk
00:59:24
Ach so, ich weiß, äh, Machen ist, wir wollen nur krasser. Meinst du das?
Sujeevan
00:59:29
Nee, ich meine das mit du bist kein Baum, du kannst dich bewegen.
Dirk
00:59:33
Ja, genau. Wenn es dir nicht passt, da wo du bist, dann geh woanders hin, du bist kein Baum.
Sujeevan
00:59:38
Ja, genau, das meinte ich. Genau. Ja, witzig fand ich, du meintest ja auch schon die Slides, fandest du optisch schön. Ja, das war ja das, was ich in, was ich in, war das die letzte Folge mit Cloud Code erwähnt hatte. Und Und witzig fand ich auch, ich hatte ein DevOps-T-Shirt an, in lila. Und mir kam dann hinter einer zu und meinte dann so, dass er es schön fand, dass das T-Shirt, also er fand das T-Shirt schön und meinte, dass er es schön fand, dass das zum Farbschema des Slides gepasst hat. Und ich so, ich habe es gar nicht gemerkt. Das war wirklich nur Zufall.
Dirk
01:00:18
Ja. Ja, fand ich gut.
Sujeevan
01:00:24
Ja. Genau. Dann war ich noch im Vortrag, in dem war es so zufällig auch, von der Idee zum Fachbuch.
Dirk
01:00:33
Da standen wir beide auf unterschiedlichen Seiten der Veranstaltung.
Sujeevan
01:00:37
Genau, wir haben uns gegenseitig in den Talk gelisten und hörten meine Kommentare. Ich habe extra noch mal reingehört.
Dirk
01:00:41
Echt?
Sujeevan
01:00:42
Ja, man hört es.
Dirk
01:00:43
Das hat sich auch gut ergänzt an der Stelle. Das war ja auch lange trainiert.
Sujeevan
01:00:50
Genau, worüber hast du erzählt?
Dirk
01:00:52
Ich habe erzählt, was man tun muss, wenn man seine Idee als gedrucktes Buch im Regal stehen haben möchte. Ich habe den gleichen Vortrag mal vor zwölf Jahren gehalten. Und habe gedacht, dass es mal Zeit für ein Update wäre und habe mal da mit reingenommen, wie AI heute eine Rolle spielt, wenn man so ein Buch schreibt oder KI eine Rolle spielt, wenn man ein Buch schreibt. Und ich habe dazu auch verschiedene Verlage gefragt und ich habe verschiedene Autoren gefragt, ob sie mir was mitgeben wollen für die Hörer. Und einheitlich war die Meinung, man sollte sich von der KI das Buch nicht schreiben lassen. Man sollte seine eigene Sprache verwenden, weil es authentischer ist natürlich und weil es da nicht im Einheitsbrei untergeht. und AI wäre ganz gut, um Konsistenz-Checks zu machen und Grammatik-Checks zu machen und Sprach-Checks zu machen, aber nicht gut, um das Buch selber schreiben zu lassen.
Sujeevan
01:01:41
Ja, genau. Das habe ich bei meinem Talk ja auch gemacht, dass ich dann halt gefragt habe, was fehlt hier noch? Und sonst was. Ja, was passiert daraus? Der Talk wird zu lang.
Dirk
01:01:51
Ja, aber da kann man sich eben auch bei der Struktur helfen lassen und auch sagen, vielleicht muss man auch sehr, sehr viel, viel genauer dem LLM sagen, was man da möchte. Aber man sollte es mit eigenen Worten formulieren, weil man selber hier vorne steht und nicht die AI. Sonst kann man es auch vorlesen lassen.
Sujeevan
01:02:09
Ja, genau.
Dirk
01:02:12
Ich habe gutes Feedback bekommen. sowohl von Autoren, wie auch von Verlagen, wie auch von Teilnehmern, von daher war gut, ja.
Sujeevan
01:02:21
Von wem denn?
Dirk
01:02:22
Ich habe einen von Springer Verlag gehört, der es kannte. Ich habe natürlich an die Leute, die unterstützt haben, habe ich geschickt, dass das Video jetzt fertig ist und im Netz steht, von denen habe ich Rückmeldungen bekommen. Das ist okay von immer noch Asche auf mein Haupt, dass ich den Namen Ullenbohm falsch geschrieben habe. Der Christian hat auch was dazu gesagt. Der war auch im Livestream, den habe ich mir einfach angesprochen. Und ja...
Sujeevan
01:02:50
Genau, du hast mich ja auch angesprochen, oder ich war auch Teil der Slides.
Dirk
01:02:53
Du warst auch Teil der Slides, ja, genau. Du hast ja auch was rückmeldet. Nee, war eine runde Sache, muss ich sagen.
Sujeevan
01:02:58
Ja, ich fand deine Idee gut, dass du nicht nur deine eigene Sicht reingebracht hast, sondern ein paar Zitate mit reingebracht hast. Hatte ich dir, glaube ich, auch schon gesagt, das wäre noch ein bisschen praktischer gewesen, wenn du irgendwie das Buch oder ein Gesicht oder sonst was noch mit auf die Slides gepackt hättest, damit man ein bisschen besser verstehen kann, so, ah, das ist der, Ja, weil meistens kennt man dann doch nicht die Namen der Autoren, aber, weil du hast ja gerade Christian Ullbuben genannt, den meisten wird er nichts sagen, aber wenn wir jetzt sagen, dass der Autor von Java ist auch eine Insel, dann werden viele jetzt denken, ah, das Buch.
Dirk
01:03:33
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, aber als ich so weit war, dass ich das hätte machen können, wäre die Zeit so knapp gewesen, von allen Verlagen das Okay zu holen, ob ich das Bild auch wirklich reinbringen darf.
Sujeevan
01:03:44
Wieso soll es das nicht reinbringen?
Dirk
01:03:46
Ja. Ich hätte immer nachgefragt, grundsätzlich.
Sujeevan
01:03:50
Also bei Fotos?
Dirk
01:03:52
Also ich hatte ja auch eine Dame, die geantwortet hat aus dem Hansa-Verlag, die wollte zum Beispiel auch nicht namentlich genannt werden.
Sujeevan
01:03:59
Ja, genau.
Dirk
01:04:00
Aber ich hätte mir das okay holen müssen, dass ich die Bilder hätte verwenden dürfen.
Sujeevan
01:04:05
Also welche Bilder meinst du jetzt? Gesichter? Fotos und Bücher. Ja, okay, das ist klar. Bücher sind eh public, die stehen ja im Regal. Aber die Fotos verstehe ich schon.
Dirk
01:04:18
Ja, aber vielleicht will ein Verlag mit den Aussagen, die ich da treffe, nicht in Zusammenhang gebracht werden. Von daher, das ist dann immer schwierig. Also ich habe auch schon von Verlagen gehört, die wollen die Folien dann erst sehen, bevor sie das so okay geben, das ein Bild benutzt wird. Das wollte ich nicht aufnehmen. Vielleicht war es auch ein bisschen zu vorsichtig. Ist auch egal, das spielt ja eigentlich keine Runde. Ich habe außer den Vorträgen nur einen anderen noch gehört und das ist Zahlen, Daten und Fakten zur Nutzung von Open-Source-Software in Deutschland. Da waren einige interessante Dinge drin. Was mich am meisten überrascht hat, war, dass die viele Firmen sagen, dass sie keine kompetenten Mitarbeiter aus dem Bereich Open-Source finden. Und die Firmen, die das sagen, sind auch nie auf solchen Open-Soft-Konferenzen anzutreffen. Vielleicht sollten sie da mal schauen, dass sie sich die Leute von solchen Veranstaltungen rekrutieren. Das fand ich noch ganz spannend. Kann man sich angucken. Ob man sich das Video angucken muss, weiß ich nicht, aber die Folien sollte man sich in jedem Fall anschauen. Ich glaube, das lohnt sich.
Sujeevan
01:05:21
Genau, unabhängig von den Talks. Es gibt noch zig andere Talks, die ich nicht angeguckt habe.
Dirk
01:05:28
20 noch auf der Watchlist, die werde ich sowieso nicht alle gucken. Ich tue mich sehr schwer, im Nachgang Videos von Veranstaltungen zu gucken.
Sujeevan
01:05:35
Genau. Spannend fand ich auch, 50% der Einrechnungen mussten abgelehnt werden. Wo wir auch sagen müssen, ich habe ja auch drei eingereicht oder so. Also zwei alleine und eins mit dir und Jörg. Und ich glaube, die anderen haben auch alle mehr als eins eingereicht, die wir so kennen.
Dirk
01:05:54
Ich habe vier oder fünf eingereicht und da gab es ein Missverständnis, sonst hätten sie noch einen weiteren von uns genommen. Aber ja, egal, sei es drum. Ich finde es erstmal toll, dass es so viele Einreichungen gab.
Sujeevan
01:06:03
Ja.
Dirk
01:06:03
Und wenn man sich überlegt, wir hatten sechs parallele Tracks, die komplett voll waren.
Sujeevan
01:06:08
Ja.
Dirk
01:06:09
Und ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass sie, das werde ich vielleicht auch nochmal als Feedback zurückschreiben, es sind einige Vorträge ausgefallen und die Slots sind leer geblieben. Vielleicht hätte man einfach mit einer Warteliste das Ganze noch füllen können.
Sujeevan
01:06:19
Hatten sie ja, teilweise. die hatten oben stehen auf der Programmseite. Statt diesen Talk findet in dem Raum dieser Talk statt, der vorher gar nicht in dem Programm drin stand.
Dirk
01:06:31
Okay, das ist mir nicht bewusst gewesen, dass das tatsächlich passiert.
Sujeevan
01:06:34
Aber die meisten haben auch eher das Problem, dass, Keine fertigen Talks da sind. Also da gab es einige, die da standen, nicht komplett voll, aber manche machen die auch extra so, um es ein bisschen zu splitten, dass die Leute auch essen gehen können oder sowas.
Dirk
01:06:50
Ja. Ich sehe nur zwei Slots, ja ist okay, du hast recht, ich sehe nur zwei Slots, die trotzdem leer geblieben sind.
Sujeevan
01:06:56
Ja.
Dirk
01:06:56
Aber es sind irgendwie zehn Vorträge abgesagt worden.
Sujeevan
01:06:59
Ja.
Dirk
01:07:00
Genau. An ihr sind Verlegte dabei. Ja.
Sujeevan
01:07:04
Genau. ja, es war extremst voll, vor allem der Samstag.
Dirk
01:07:08
Nur der Samstag, ja.
Sujeevan
01:07:10
Der Sonntag war nicht mehr ganz so extremst voll, immer noch voll, aber nicht extremst voll. Ich war auch in irgendeinem Talk, wo ich rein wollte. Ich glaube, es ging irgendwas um Container und dann gehe ich da in die Parmin und fahre rein, gucke, es ist komplett voll. Die Seiten sind auch alle auf dem Boden noch sitzen, Leute. Okay, ich gehe wieder raus.
Dirk
01:07:25
Ja, fast wie auf der Forstim.
Sujeevan
01:07:28
Ja, genau, weil mein Talk war auch soweit voll. Aber da war jetzt nicht überfüllt. Deiner war noch nicht ganz so voll.
Dirk
01:07:39
Drei Viertel vielleicht, ja.
Sujeevan
01:07:41
Genau, also gut gefüllt quasi. Aber kein Raum war irgendwie immer leer oder sowas, glaube ich. Die meisten waren schon irgendwie voll.
Dirk
01:07:51
Es zeigt sich ja, dass Interesse da ist und dass es auch Interesse von Leuten gibt, Vorträge zu halten, was ich beides super gut finde.
Sujeevan
01:07:57
Ja.
Dirk
01:07:58
Und dass man mittlerweile auch mal wieder neue Gesichter sieht, das finde ich auch super.
Sujeevan
01:08:02
Ja.
Dirk
01:08:05
Und dass wir so wenige Vorträge gesehen haben, liegt halt daran, dass wir uns zu viel, zu viel gequatscht haben.
Sujeevan
01:08:10
Ja, aber genau, deswegen bin ich auch da.
Dirk
01:08:13
Deswegen bin ich auch da. Ja, genau.
Sujeevan
01:08:16
Deswegen bin ich vor allem da.
Dirk
01:08:18
Ich nicht nur, weil ich bin vom Lerntyper jemand, der durch Lesen lernt oder durch Sitzen in Klassenräumen, also in solchen Vorträgen. Ich lerne unglaublich schlecht durch Videos gucken. Also ich bin auch da, um die Vorträge zu sehen. Das Quatschen mache ich normalerweise nach, ja, danach.
Sujeevan
01:08:35
Ja.
Dirk
01:08:36
Und diesmal habe ich das Quatschen noch währenddessen viel gemacht, was aber auch sehr schön war. Also ich vermisse jetzt nicht, in irgendeinem Vortrag nicht gewesen zu sein.
Sujeevan
01:08:43
Ja, bei mir ist es also, naja, ob ich jetzt in einem Vortrag bin oder nicht, das ist meistens, ich meine, nee, die wir genannt haben, ich kannte quasi alle vorher, außer die Leute von richtig schlecht über Technik schreiben. Ich kannte den Jörg, ich kannte den Thorsten gut, ich kannte mich gut, ich kannte dich gut. Das war dann nur so, ja, ich gehe zu meinen Freunden in den Talks und die gefallen mir dann zufällig auch.
Dirk
01:09:05
Die Fehlersuche mit Curl hätte ich mir gerne noch angeguckt von Stöbs. Aber das hat leider nicht gepasst. Ist aber auch auf meiner Videoliste.
Sujeevan
01:09:12
Die du nicht angucken möchtest.
Dirk
01:09:15
Ja, ich muss mal schauen. Das muss ich irgendwie mal langsam gebacken bekommen. Ist ja langweilig.
Sujeevan
01:09:20
Genau, also bei mir ist wirklich vor allem Leute wieder zu sehen, weil es dann ja doch eher die, weil wir sehen uns ja, okay, wir sehen uns ein bisschen häufiger, weil ich ja häufiger in der Schweiz bin, aber in der Konstellation sehen wir uns dann ja doch, okay, sich viele Leute halt zweimal im Jahr und das ist dann halt Frostgon und Chemnitzer Linux-Tage.
Dirk
01:09:40
Und ja ich wollte.
Sujeevan
01:09:44
Einen anderen Gedanken fahren.
Dirk
01:09:46
Ich hatte auch noch einen anderen Gedanken du kannst gerne zuerst deinen anderen Gedanken bringen.
Sujeevan
01:09:51
Das Ding woran ich gerade noch gedacht habe, es gibt natürlich auch Vorträge, die ich kacke fand ich glaube in dem einen oder anderen saß da auch drin weil die einfach schlecht vorgetragen worden sind, ich finde gut dass sich Leute, ich habe ja nichts gegen Leute die zum ersten Mal vortragen, aber, Aber, ich kann nur empfehlen, dass, ja, was können wir empfehlen für Leute, die zum ersten Mal was vortragen? Also auf jeden Fall erst mal überlegen, wie eine Art Storytelling mit in den Talk mit reinzubauen. Irgendeine Story, die man erzählt, Probleme, die man löst und nicht runterrattern von irgendwelchen, ja, das geht auch und das geht auch. Das Beispiel mit richtig schlecht über Technik schreiben, finde ich ein gutes Beispiel, wie man es machen kann. Effektiv war es eine Liste von Fehlern, die man machen kann. Das hättest du richtig langweilig vortragen können. Oder du machst halt eine Liste mit, das ist das Negativbeispiel, so macht man es richtig. und dann halt mit netten Anekdoten voranbringt. Und wenn du dann aber, keine Ahnung, ich war mal bei irgendeinem Talk vor ein paar Jahren, ich war es Frostcon und da hast du nicht gesehen, ich glaube, das war über Renovate und da wurden dann halt die einzelnen Parameter runtergerattert und ich bin eingeschlafen und habe nichts behalten. Und dann lieber halt zu erzählen, was sind für Probleme, die gelöst werden und wie geht das jetzt mit diesen Parameter?
Dirk
01:11:14
In so einem Vortrag war ich auch und da muss ich ganz ehrlich sagen, mich interessiert es nicht, in einem Vortrag zu sehen, wenn ich an irgendeiner Stelle eine Konfiguration ändere, dass sich an einer anderen Stelle was tut. Und wenn ich eine zweite Sache in der gleichen Konfiguration ändere, dass sich dann noch was anderes tut. Das fand ich nicht so sexy. Da bin ich tatsächlich auch rausgegangen. Ich sag bewusst den Titel nicht.
Sujeevan
01:11:36
Ja, ist das dann eben auch drin.
Dirk
01:11:39
Aber auch die Kollegen vom Linux Magazin oder Kolleginnen und Kollegen vom Linux Magazin, die haben ja gesagt, man soll sich wirklich eine Story einfallen lassen. Und ich hab dann gesagt, ich hab keine Story. Und da hat der Tim mir gesagt, doch, du hast eine Story. Du erzählst halt im Fluss von einfach gehst du in Richtung schwer und auch das kann eine Story sein.
Sujeevan
01:11:58
Ja.
Dirk
01:11:59
Und wahrscheinlich ja dann doch an irgendeiner Stelle was richtig gemacht zu haben. Bin gelobt worden für das Zitieren. Also wo ich die Zitate der Leute, die was dazu beigetragen haben, gebracht habe, dass man das so genau so macht mit dem Namen drunter. Aber Story ist wichtig. Aber trotz alledem, auch wenn die Story wichtig ist, wichtig ist auch sich zu trauen. Und das ist, glaube ich, die größte Hürde.
Sujeevan
01:12:24
Ich will auch nicht, mein erster Talk war auch scheiße. Nicht nur der erste.
Dirk
01:12:29
Ja, du hast die Steilvorlage schon gebracht.
Sujeevan
01:12:34
Nein, tatsächlich, weil du brauchst ja ein paar Vorträge, bis sich das erledigt hat. Und was eine gute Möglichkeit ist, das zu üben, sind Meetups. Es gibt zumindest in größeren Städten Meetups und da kann man mit den Leuten halt auch reden und gucken, ob man da mal einfach mal zu Übungen was reinzukommen, da sind dann halt vielleicht 10, 20 Leute und nicht 100, 200. Und das wird dann halt auch nicht aufgezeichnet, was manchmal auch ganz schön ist, beim ersten Mal und dadurch kannst du halt schön was üben.
Dirk
01:13:06
Ich kann einen Vortrag empfehlen von Damien Conway, der ist in der Perl-Community relativ aktiv, jetzt haben wir schon wieder das Beispiel Perl, tut mir leid, der einen Vortrag darüber gehalten hat, Instant Better Presentations, den ich sehr ans Herz legen kann, den gibt es bei YouTube, den suche ich euch noch raus, der hat auch so ein paar Tipps, also zum Beispiel, dass man nur maximal mal so fünf Topics auf eine Folie bringt und nicht mehr solche Sachen. Dafür habe ich ein Erstlingswerk von einer Vortragenden auf der Frostcom gehört. Der war wunderbar und die war super nervös. Da ging es um Trusted Computing, also diese Trusted Platform Module, TPM, Nutzung unter Linux. Den fand ich toll. Die hat es richtig, richtig, richtig gut gemacht. Und man hat hier die Nervosität angemerkt, aber die hat es wirklich gut gemacht, muss ich sagen.
Sujeevan
01:13:57
Ja, genau. Ansonsten hilft es auch mit, vorher noch mal irgendwen das selbst vorzutragen.
Dirk
01:14:05
Ja, oder sich selber oder dem Hund. Tatsächlich, man muss es einfach nur mal sprechen.
Sujeevan
01:14:08
Ja, das sollte man auf jeden Fall machen. Das versuche ich auch jedes Mal zu machen. Das habe ich diesmal nicht ganz so gemacht. Und das hat man dann gemerkt, weil sonst hätte ich gemerkt, dass es so lang ist. Und du musst es ja auch nicht laut vortragen. Aber es kann ja schon einmal wirklich alles in einen Timer setzen und durchgehen. was würdest du jetzt erzählen, auch was nicht auf den Slides drin ist und ähm.
Dirk
01:14:32
Ich würde es auch nicht laut machen, aber ich würde es zumindest flüstern.
Sujeevan
01:14:36
Ja, genau so.
Dirk
01:14:37
Also gesprochene Sprache ist langsamer als gelesen.
Sujeevan
01:14:40
Genau, genau. So geflüstert oder gewurmelt. Gedacht, so wie du es halt vortragen würdest, nur nicht unbedingt laut aussprechen, wenn man es komisch findet. Aber auch sowas kann man ja theoretisch aufnehmen und Freunden schicken oder sowas oder Kollegen schicken und dann sagen sie, was sagst du dazu, was kann ich noch verbessern, wenn man das das erste Mal macht. Aber ja.
Dirk
01:15:04
Ja was nehme ich noch mit von der veranstaltung ich hatte richtigen karte als sie wieder nach hause gekommen bin so ein veranstaltungs karte ich habe problem gehabt wieder in den normalen alltag zurechtzufinden eigentlich hätte ich mir gewünscht die veranstaltung oder zumindest mit den leuten da ja auch mit dir wäre der normale alltag dass man so immer zugriff aufeinander hat und miteinander diskutieren kann das hat schon eine andere qualität mit leuten mit einem ähnlichen Mindset zu diskutieren. Also der Kater hat mich dieses Mal echt kalt erwischt, das hatte ich so.
Sujeevan
01:15:32
Ohne Alkohol.
Dirk
01:15:33
Ohne Alkohol.
Sujeevan
01:15:34
Wir machen trotzdem süchtig.
Dirk
01:15:35
Ja, und die Restaurant war nicht ganz so gelungen.
Sujeevan
01:15:39
Um es vorsichtig zu formulieren. Wie lange haben wir auf, wir waren bei irgendeinem Griechen und wie lange haben wir auf das Essen gewartet?
Dirk
01:15:46
Eineinhalb Stunden.
Sujeevan
01:15:47
Nee, ich glaube das war mehr, das haben wir als zwei.
Dirk
01:15:49
Als zwei Stunden. Dafür haben wir dann, als der Jörg dann in die Küche gegangen ist, haben wir dann Vorspeise und Hauptgericht auf einmal bekommen.
Sujeevan
01:15:55
Ja, also wir haben, ich glaube, wir waren um Viertel nach sieben oder so da und ich glaube, und dann haben wir erstmal eine halbe Stunde gebraucht, bis überhaupt wir Getränke bestellen konnten.
Dirk
01:16:07
Korrekt, also wir waren um sieben da, wir haben für sieben den Tisch gehabt, genau.
Sujeevan
01:16:11
Und dann hat es nochmal irgendwie anderthalb Stunden oder so gedauert und dann haben sie aber noch USO oder sowas vorbeigebracht. Und dann kam Vorspeise und Hauptgericht gleichzeitig.
Dirk
01:16:23
Aber auch nur, weil Jörg nachgefragt hat. Ich habe das Gefühl gehabt, die haben vergessen, für wen den Fünftest was war.
Sujeevan
01:16:29
Korrelation oder Kausalität? Wer ist auch gekommen, wenn er nicht nachgefragt ist?
Dirk
01:16:33
Das können wir nicht mit Bestimmtheit sagen.
Sujeevan
01:16:36
Aber ja, es war wirklich sehr. Ja, und dann haben wir dann erst die Bewertung auf Google geguckt und dann gemerkt, es ist normal bei denen.
Dirk
01:16:43
Ja, leider. Und wir haben das nur gemacht, weil ich in der Schweiz kaum Griechen habe, weil ich mal wieder griechisch essen gehen wollte. Das ist meine Schuld. Ich gebe es zu.
Sujeevan
01:16:52
Ja, genau. Aber ja, das ist dann irgendwie dann auch wieder spannend. Aber das Essen hat sehr gut geschmeckt.
Dirk
01:16:59
Das fand ich auch. Wir haben jetzt auch gut geschmeckt.
Sujeevan
01:17:00
Aber dadurch, dass die Experience da so beschissen war, hat es wieder nicht gut geschmeckt.
Dirk
01:17:05
Das User-Interface war irgendwie überarbeitbar.
Sujeevan
01:17:09
User-Experience.
Dirk
01:17:11
User-Experience, ja. Das Interface auch, das ist immer an uns vorbeigelaufen.
Sujeevan
01:17:16
Stimmt, genau. Und hat den Uso hinter uns fallen lassen.
Dirk
01:17:22
Hast du noch irgendwas gelernt?
Sujeevan
01:17:28
Habe ich noch was gelernt? Ich glaube nicht so, aber warst du noch an irgendwelchen Ständen? Oder was hältst du von den Ständen generell?
Dirk
01:17:37
Ich bin an vielen Ständen vorbeigelaufen, mehrfach. Ich habe aber an keinem Halt gemacht. Ich fand den Stand vom Linux-Magazin, der hatte ja die perfekte Position gehabt, direkt vor der großen Treppe. Und ich habe gehört, dass hier irgendwie zweieinhalbtausend Hefte losgeworden sind auf der Veranstaltung.
Sujeevan
01:17:52
Ja, das ist billiger als Altpapier.
Dirk
01:17:56
Nö, bei Altpapier ist es schon gütziger. Aber ich habe mich an keinem Stand wirklich lange aufgehalten.
Sujeevan
01:18:02
Ehrlich.
Dirk
01:18:03
Es gab einen Stand, den ich mir gerne angeguckt hätte, Osrox, weil ich mit denen über den Matrix-Server sprechen wollte und habe es dann irgendwie doch nicht gemacht.
Sujeevan
01:18:11
Ich habe mir den Unishop angeguckt, weil es da Bücher gibt und dein Ladenhüter war dabei, meins nicht.
Dirk
01:18:18
Ja, aber am Ende der Veranstaltung war der auch nicht mehr da, der Ladenhüter.
Sujeevan
01:18:22
Wahrscheinlich hatte jemand Mitleid, weil er erwähnt hat, dass es sein Rucks zu kaufen gibt und meins nicht.
Dirk
01:18:27
Also wenn du in meinen Rucksack geguckt hättest, das ist ein anderes Thema.
Sujeevan
01:18:32
Genau. Aber hast du neue Leute kennengelernt?
Dirk
01:18:35
Ja, habe ich.
Sujeevan
01:18:37
Ich habe ein paar Hörer von uns kennengelernt. Oder wir, glaube ich auch. Und der eine hat schon ganz gesagt, ich muss eigentlich mal in euren Matrix-Chat kommen. Dann sag ich, ja, Ben, das solltest du, wenn du das jetzt hörst.
Dirk
01:18:54
Ja, und einen Kollegen aus Wien haben wir noch getroffen, der zum Mittagessen noch zu uns gekommen ist, dass es sehr nett war. oder war der aus Wien, zumindest war er aus Österreich.
Sujeevan
01:19:04
Ja, genau.
Dirk
01:19:06
Das war noch total nett, finde ich. Überhaupt ist es nett, die Leute wieder zu sehen.
Sujeevan
01:19:10
Ja, nach deinem Vortrag hat er auch mit zwei Leuten gequatscht. Das war der Ben und der Falk, glaube ich, war das.
Dirk
01:19:17
Ja.
Sujeevan
01:19:20
Und ich habe sehr lange gefragt, warum sie uns hören, aber das konnten sie uns auch nicht so richtig sagen.
Dirk
01:19:26
Wenn wir schon nicht wissen, was wir machen, warum sollten die denn wissen, warum sie uns hören?
Sujeevan
01:19:29
Ja. ne, der eine meinte auch so, naja, weil es halt nicht nur um Technik geht, sondern auch wieder mal was anderes reden.
Dirk
01:19:35
Eben, mh.
Sujeevan
01:19:37
Ob wir Beeinträchtigte oder Behinderten sind.
Dirk
01:19:40
Ich habe ein gutes Feedback bekommen, generell zu der Veranstaltung von jemandem, der nicht aus dem technischen Bereich kommt. Die Kollegin hat nur ihren Mann begleitet auf die Veranstaltung. Die hat gesagt, dass relativ viele Themen dabei waren, die sie auch interessiert haben, die auch nicht technisch waren. Sie war überrascht, wie viele nicht technische Themen auf der Veranstaltung waren.
Sujeevan
01:19:58
Ich habe es gar nicht so genau beachtet.
Dirk
01:20:00
Ja, mein Vortrag von der Idee zum Fachbuch ist ja kein technisches Thema.
Sujeevan
01:20:04
Ja, genau.
Dirk
01:20:05
Richtig schlecht über Technisch schreiben ist auch kein technisches Thema. Statistikauswertung, OSS-Nutzung in Deutschland ist auch kein technisches Thema. Das ist ein Kulturthema. Oder das mit den...
Sujeevan
01:20:16
Digitale souveräne Partei, auch kein...
Dirk
01:20:18
Ja, grenzwertig.
Sujeevan
01:20:22
Aber kann sich da reinsetzen, ohne keine Ahnung zu wissen, was älter passt.
Dirk
01:20:26
Das mit den Fotos, mit den Buttons, das war auch kein technisches Thema. Es waren doch einige nicht-technische Themen dabei.
Sujeevan
01:20:31
Ja, ja. Mein Thema mit Freitagnachmittags ist so halb Technik, halb kulturell.
Dirk
01:20:39
Ja, prima wäre es ein kulturelles Thema. Aber ja, es hat natürlich einen technischen Hintergrund.
Sujeevan
01:20:45
Ja, genau. Gut.
Dirk
01:20:48
Gut, gut.
Sujeevan
01:20:51
Wir sehen uns dann ja wieder auf der Frostcon. Der CFP ist offen.
Dirk
01:20:56
Ja, habe ich schon was eingereicht.
Sujeevan
01:20:57
Streber. Ich muss noch.
Dirk
01:21:00
Ja, Silvia wird auch was einreichen.
Sujeevan
01:21:02
Ui, ui, ui, ui. Was sagt sie? Was macht sie? Was will sie machen?
Dirk
01:21:07
Das lässt sich überraschen. Erstmal muss der Vortrag genommen werden.
Sujeevan
01:21:09
Über Java-Migrationen?
Dirk
01:21:11
Na, was, Open-Source-Nutzung mit Lerntheorie zu tun hat. Das ist, glaube ich, mal ganz spannend. Das ist mal ein ganz anderer Ansatz. Sie ist ja Hundeverhaltensbeideraterin. Vieles aus dem Hundetraining kann man natürlich auch auf Menschen adaptieren. Ich wollte ja erst so einen Hack der Hacker haben, dass sie mal sagt, wie sie mich erzieht, dass ich die Dinge tue, die sie von mir möchte. Aber sie wird dann, glaube ich, eher was gesagt, gedanklich hat sie den schon fertig. Das muss ja nur noch genommen werden. Und wir müssen überlegen, wo wir eine Ferienwohnung finden, wo wir mit zwei Hunden unterkommen. Von daher, das wird auch nochmal spannend. Da muss dann halt einer immer draußen bleiben. Hoffen wir mal, dass das Wetter gut ist.
Sujeevan
01:21:49
Ja. Gut. Kommen wir zu dem Tooltip.
Dirk
01:21:54
Ich habe einen Tooltip aus dem Binärgewitter-Podcast übernommen. Grüße. Und zwar geht es um das SBB-TUI. SBB sind die Schweizer Bahn und TUI ist ein Text-User-Interface. Damit kann man auf der Kommandozeile mit der Go-Applikation Fahrplanverbindungen suchen.
Sujeevan
01:22:10
Ui.
Dirk
01:22:11
Wirklich klasse gemacht.
Sujeevan
01:22:12
Ja.
Dirk
01:22:13
Ich muss sagen, wirklich klasse gemacht. Wenn es das als DB-TUI gäbe, es wäre auch noch cool.
Sujeevan
01:22:18
Ja.
Dirk
01:22:20
Mir gefällt es richtig gut. Ich brauche das so. Ich habe ja auf meinem Dienst-Notebook ein WSL, ein Windows-Subsystem von Linux. Und wenn ich da mal nach der Bahn gucken muss, wenn man die Bahn fährt, mache ich das natürlich lieber auf der Kommandozeile, als dass ich mich auf der Webseite durchklicke. Das hat mir echt gut gefallen.
Sujeevan
01:22:36
Ja, das ist auch relativ neu. Sehe ich gerade.
Dirk
01:22:39
Und ist sogar richtig gut. Aber ist nicht auf meinen Mist gewachsen, habe ich halt im Benergewitter-Podcast gehört. Link auch dazu in den Sendungsnotizen.
Sujeevan
01:22:50
Genau. Von einem Menschen aus Lausanne. Oder so.
Dirk
01:22:56
Die Menschen sind nicht schlecht. Zumindest nicht automatisch.
Sujeevan
01:23:02
Genau. Ja, aber es ist halt SBB. Man kann nichts anfangen.
Dirk
01:23:06
Ja, aber wenn man auf die GitHub-Seite guckt, da ist so ein Animated-Gift drauf. Das ist schon ganz interessant eigentlich.
Sujeevan
01:23:14
Gut. Dann kommen wir mal zu meinem Tooltip. Und zwar kann man das erreichen unter it-tools.tech. Und zwar gibt es da ganz viele kleine Tools, in Anführungsstrichen nenne ich das jetzt mal, womit die du beim täglichen Arbeiten als ITler gebrauchen könntest. Das kannst du im Webbrowser nutzen, das kannst du aber auch selbst hosten. Viele Sachen gibt es als Kommandozahlen-Tools sowieso, wie ein Passwort-Generator, New-UID-Generator, irgendwas zu hashen, irgendeinen Token generieren, irgendeine PDF-Signatur zu checken, irgendwelche Farben zu konvertieren, JSON zu XML, XML to JSON, Tommel zu YAML, Markdown zu HTML und ganz viele Sachen, die du hier und da brauchst, auch irgendwas mit IP-Adressen, glaube ich, oder SQL-Pudifine.
Dirk
01:24:11
IBAN-Tester, nicht schlecht.
Sujeevan
01:24:14
Weil ich habe manchmal dann ja auch so den Fall, dass du Sachen wie irgendwelche JSON-Files hast, die du mal putifyen willst. Und theoretisch kannst du die zwar auf irgendwelchen Seiten dann reinkippen, die dann auch nur JavaScript machen, aber du weißt dann eigentlich auch nicht, ob die wirklich nur JavaScript machen oder ob die nicht den Inhalt nehmen und den Go-Hee wegschicken. Und das ist mit dem eigentlich ganz cool, weil du dann das auch selbst hosten kannst. Ja, sehr cool. Und dann weißt du zumindest, das liegt dann eher bei dir oder kannst es halt auch nachprüfen. Und Lorem-Ipsum-Generator, für alles Mögliche gibt es ja irgendwelche Sachen, aber du kannst es dann halt auch eben nutzen lassen. kommt jetzt natürlich stark darauf an, wer was wo wie macht. Aber fand ich recht praktisch, wenn man es braucht.
Dirk
01:25:02
Ja, gefällt mir gut.
Sujeevan
01:25:04
Und das ist auch eine elendig lange Liste. Und du kannst dann halt auch deine Kamera testen, zum Beispiel.
Dirk
01:25:12
Ja.
Sujeevan
01:25:13
Oder einen QR-Code generieren, ganz fancy.
Dirk
01:25:16
Ah ja, das wollte ich sowieso noch mal machen.
Sujeevan
01:25:19
Oder ein Gitchi-Cheat ist da auch drin. oder ein KronTab-Generator. Du kannst auch Man-Pages lesen, aber du kannst auch da gucken. Es ist halt eine lange Liste an Sachen, die du machen kannst.
Dirk
01:25:31
Ja, aber wirklich lang. Schick. Sehr, sehr schick.
Sujeevan
01:25:36
Genau, ist mir irgendwo über Mastodon, glaube ich, über den Weg gelaufen. Was ich auch super praktisch finde, das habe ich jetzt noch nicht gebraucht, aber den Regex-Tester. Da gibt es einen Regex-Cheat-Cheat, womit du ein paar Sachen nachgucken kannst. Ich kann mir das nie merken. und weil dafür nutze ich es zu selten und es gibt auch noch einen Regex-Tester, den man dann verwenden kann, um die Sachen zu testen, ob es funktioniert.
Dirk
01:25:58
Sehr cool. Wunderbar.
Sujeevan
01:26:02
Das war's.
Dirk
01:26:03
Ich möchte als Medientipp eine Episode aus den WDR 2 Sonntagsfragen picken und zwar mit Tanja Knopp. Gisela Steinhauer interviewt Tanja Knopp Strategien für den Krisenfall. Tanja Knopp ist irgendwie das relativ hohes Tier beim Roten Kreuz und die Nummer zwei, was Krisenstab vom Roten Kreuz in Deutschland angeht, die so ein paar Tipps dazu gibt, worauf man achten muss, wenn man auf eine Krise zusteuert, also wie viel Getränke man zu Hause haben muss, was man so an Lebensmitteln zu Hause haben muss, dass man zum Beispiel ein Kurbelradio haben sollte für den Fall, dass die Batterien alle sind, kein Strom da ist und solche Sachen. Und fand ich ganz hörenswert, 20 Minuten, die sich lohnen, sehr, sehr, sehr, sehr gut erzählt und sie hat dann auch die verpiss dich Schnelltasche drin, also so Notfallgepäck falls man mal schnell irgendwo hin muss.
Sujeevan
01:26:55
Aber dann das in echt und nicht in ich bin ein Präpper.
Dirk
01:27:01
Nein, nein. Es geht zum Beispiel darum, dass man für 14 Tage Wasser zu Hause haben sollte. Das bedeutet halt zwei bis drei Liter Trinken am Tag plus zum Waschen und auch zur Toilette gehen. Solche Sachen spielen da halt eine Rolle. Dass man Dosen zu Hause haben sollte und dass man die Dosen im normalen Gebrauch haben sollte, sodass man immer die Ältesten auch wieder verbraucht, dass man nicht irgendwann abgelaufene Dosen hat. wenn man Nudeln hat, dann sollte man sich besser Ravioli nehmen, die man auch kalt essen kann, falls man keine Wärme machen kann. So trockene Nudeln, die man nicht kochen kann, bringen dann auch irgendwie keinem was. Also wirklich gut gemacht, gut erzählt, lohnt sich zu hören. Das sind wirklich gute Tipps. Ich habe das mit dem Stöps besprochen und der hat noch den Buchtipp gegeben, der auch auf meiner Leseliste schon lange drauf ist, das Buch Blackout.
Sujeevan
01:27:48
Ja, das habe ich gelesen.
Dirk
01:27:50
Von Marc Eising und der sagt, seitdem er das gelesen hat, da hat er immer Notvorräte zu Hause.
Sujeevan
01:27:55
Also das ist ja ein Marc-Elsberg heißt der.
Dirk
01:27:59
Elsberg oder Eisberg?
Sujeevan
01:28:00
Elsberg. Das Buch ist schon ein paar Jährchen alt. Ich habe das auch schon vor ein paar Jahren gelesen. Ja, kam 2013 raus. Ich habe es auch gelesen. Ich erinnere mich jetzt nicht mehr auf die Details. Es wurde auch verfilmt mittlerweile. Moritz bleibt treu. Deutsch ausgibt es nicht mehr. Ja. Ja, ich finde, heute ist das Gefühl schon aktueller als damals, weil heute mehr Angst haben vor Blackout wegen, weil die bösen, bösen erneuerbaren Energien ja dazu führen, dass das Stromnetz ihr Dingens ist. Vor allem, es geht darum, dass halt eine Kettenreaktion effektiv halt auch ist, dass dann der Strom ausfällt und wir kriegen dann das Stromnetz nicht wieder am Laufen, weil es kein Strom da ist, so in die Richtung. Ich habe es nicht mehr ganz im Kopf. und ein bisschen hat mich das an erinnern, als dann vor ein, zwei Jahren, wo in Spanien, Portugal auf der iberischen Halbinsel der Strom ausgefallen ist durch eine Kettenreaktion, da haben die das dann halt wieder ans Laufen bekommen, aber da waren halt ein ganzes Land, oder zwei Länder dann, glaube ich, halt ohne Strom.
Dirk
01:29:14
Ein Arbeitskollege von mir hat von seinen Eltern erzählt, was die da gemacht haben in der Zeit, ja.
Sujeevan
01:29:19
Und dann denkst du dann auch so, vielleicht ist es doch nicht so abwegig.
Dirk
01:29:23
Nein, auf allem ich weiß, dass es lustige Stimmen gibt, die sagen, ja, dann kannst du mit deinem Elektroauto nicht mehr fahren und wenn die Leute mit dem Verbrenner mal wüssten, dass dann auch die Pumpe bei der Taktstelle nicht funktioniert, weil die nämlich elektrisch funktioniert, dann, ja, ist halt kein einfaches Thema, aber Tipp ist diese Podcast-Episode 20 Minuten, lohnt sich mal zu hören, ist ganz spannend.
Sujeevan
01:29:46
Mich erinnert das gerade noch an meinen, Tue, das Air Force Base Camp, weil du meintest ja auch gerade, ja, irgendwie Wasservorräte oder sonst was haben, weil da hatte ich das ja auch den einen Abend, wo ich dann, weil es ja so kalt war und der Winter durchgezogen hat, dass ich dann morgens Wasser trinken wollte, die Wasserflasche aber eingefroren war, ich wollte aufs Klo gehen, das Wasser dort ist eingefroren, wollte die Hände waschen, geht natürlich nicht, weil das Wasser ist eingefroren, wollte die Spülung machen durch einen Bottich, der da ist, um wo ich dann mit so einer, Schöpfkelle, ja genau, aber geht ja auch nicht, weil war ja eingefroren und dann wollte ich die Zahnpasta rausdrücken aber ging ja auch nicht, weil war ja eingefroren und dann merkst du erst mal so, da kommt ja auch einiges zustande.
Dirk
01:30:39
Ja, das stimmt.
Sujeevan
01:30:44
Gut, Kommen wir zu meinem Medientipp. Und zwar ist das ein Blogpost von einem Herrn, der sich über GitHub-Actions aufregt. Das habe ich aus zwei Gründen gemacht. Einmal, weil ich ihn innerlich spannend fand. Und zweitens, weil ich die Art und Weise, wie ich es geschrieben habe, total unterhaltsam fand.
Dirk
01:31:06
Okay. Kommt gleich auf die Leseliste, ja.
Sujeevan
01:31:11
Also es geht eigentlich nur darum, dass er, das ist vielleicht auch ein bisschen übertrieben, ich weiß es ehrlich gesagt nicht so, weil ich habe nicht super viel Erfahrung mit GitHub Actions. Aber er sagt dann halt so, naja, und effektiv betrifft das aber auch Konkurrenzprodukte à la GitLab CI und sonst was, die Kritikpunkt der hier nennt, nur dass das halt auf GitHub Actions auffokussiert hat. Weil er meint dann so, naja, du nutzt dann halt, du hast dann irgendwie eine Pipeline in deinen Projekten und dann schlägt dann halt was fehl und dann musst du dann halt durch das Log gucken und Und er sagte dem, ist schon so oft, hast du dann halt extremst lange Log-Files. Und bei GitHub Actions führt das wohl laut ihm zumindest mehrfach dazu, dass dann das Bowser-Fenster abschmiert, weil das Log-File zu lang ist.
Dirk
01:31:59
Okay.
Sujeevan
01:32:00
Hatte ich jetzt bisher nicht, aber ich nutze auch GitHub nicht täglich. So, oder? Da muss man halt auch unterscheiden. Wobei ich dann auch so dachte, wie hatte ich denn das jetzt bei GitLab? Und dann fiel mir dann so auf, na ja, du hast dann halt auch eine Begrenzung drin, teilweise, wie viel du dann darstellen kannst. Und wenn es dann zu viel ist, dann musst du es halt auch runterladen und angucken. Und dann hast du halt die UI-Elemente nicht, aber dafür schützt es nicht ab. Aber dann kannst du es auch nicht mehr so einfach durchsuchen teilweise, oder manchmal doch, je nachdem, welche Tools du verwendest. Und er lässt sich halt auch nochmal über das YAML da aus, was ich auch ein bisschen komplex finde, was halt ein bisschen, nur weil es noch ein bisschen aufgebautes YAML ist. Worüber es sich auch noch auslässt, ist der Marketplace. Und das finde ich schon kritisch, weil es werden halt ständig irgendwelche GitHub-Actions eingeführt von irgendwelchen Leuten, die irgendwas gemacht haben. Aber dann hast du halt wieder irgendeine Dependency-Helder drin, die du auch von Jenkins hattest und jetzt halt bei GitHub-Actions hast. Und effektiv hat dann halt jeder die Möglichkeit, diesen GitHub-Token zu lesen, wenn dieses Action genutzt wird. Du musst halt diesen Leuten vertrauen, die das dann halt machen. und das ist dann auch ein bisschen ein anderer Attack, Fokus effektiv als wenn du irgendeine Abhängigkeit hast, die du reinziehst, hast du vielleicht dann halt auch aber in dem Fall, dann kann halt jemand auch GitHub Token rauslesen und dann halt einen Quellcode manipulieren oder da was hinzufügen wenn diverse. GitHub Actions nicht richtig abgesichert sind oder nicht aktualisiert werden, da wird es wahrscheinlich auch noch mehr kommen über die nächste Zeit dass da Lücken ausgenutzt werden, Und die Runner-Thematik fand ich auch spannend, weil GitHub als auch GitLab haben die gleichen Probleme. Sowohl GitHub als auch GitLab bieten ja Runner an, die du nutzen kannst, also Hosted Runner auf GitHub.com oder GitLab.com, die aber super langsam sind. Woran merkst du, dass das ein Problem ist? Es gibt Firmen, die das als Business anbieten, die schneller sind. Was dann halt auch irgendwie komisch ist, also warum bieten irgendwelche Vendoren schnellere Hosted Runner an? als irgendwelche Vendoren, statt der eigentliche Haupt-Vendor.
Dirk
01:34:12
Man könnte ja sogar sagen, dass das ein Business-Modell für GitHub wäre, zu sagen, wirf mal ein bisschen Coins ein, dann bekommst du halt schnell einen Runner und wenn du das nicht machst, dann kriegst du den langsamen Runner. Wäre ja auch eine Möglichkeit.
Sujeevan
01:34:23
Gibt das ja auch. Da gibt es ja verschiedene, Größen quasi, dass du verschiedene Größen vor allem hast. Wenn die aber immer noch langsamer sind, als andere das selbst zu machen, oder über irgendeine andere Firma zu gehen, dann ist das halt schon komisch. Und dazu fällt mir halt auf noch, und da hatte ich neulich auch eine Diskussion mit jemandem gehabt, was mir gar nicht so bewusst war. Das hat jetzt nur am Rande was mit dem Blogpost zu tun. GitHub hatte vor einer Weile, vor ein paar Monaten angekündigt, dass sie für jede CI-Minute zwei Cent abrechnen, wenn es Self-Hosted-Runner sind. Wo du dann denkst, ich bringe meinen eigenen Runner mit, die ich bezahlen muss und muss dann noch 2 Cent dafür bezahlen, pro Minute bezahlen. Ich weiß nicht mehr, oder was? 0,2 Cent pro Minute. Ist auch egal, hauptsache pro Minute bezahlen, dass ich dann noch meinen eigenen Runner nutzen darf. Das haben die dann auch wieder revertet und gesagt, ist doch doof, machen wir doch nicht. Was ja schon ein bisschen merkwürdig ist.
Dirk
01:35:29
Ja, aber die können ja LLM damit nicht trainieren, wenn du es auf deine eigene Infrastruktur machst.
Sujeevan
01:35:34
Ne, es geht nur darum, dass die Runner, dass du deinen eigenen Runner mitbringst, aber trotzdem GitHub.com verwendest.
Dirk
01:35:42
Ja, ja, schon verstanden. Aber das, was der Runner macht und die Ergebnisse, die der Runner rausspuckt, die Logdateien, die der Runner...
Sujeevan
01:35:50
Die landet ja trotzdem auf GitHub.com. Ist ja egal, ob du das Host mitnimmst oder nicht, das Selfhost.
Dirk
01:35:54
Je nachdem, wie du den Runner konfigurierst. Wenn der lokale Runner nur Erfolg oder nicht Erfolg rausgibt...
Sujeevan
01:36:00
Nee, das tut er ja nicht, weil du siehst ja die ganze Log-Ausgabe. Du kannst das nicht einschränken. Macht auch keinen Sinn, weil sonst würdest du ja in deiner Pipeline nicht sehen, was da gemacht hat.
Dirk
01:36:10
Dann habe ich das irgendwo anders gesehen. Da habe ich nämlich nur gesehen, bekommst du nur einen Erfolg oder Fehlschlag.
Sujeevan
01:36:15
Nee, da wird mehr gemacht. Achso, genau. Und das macht halt auf den ersten Blick, macht das natürlich keinen Sinn. Dass du für deinen eigenen Runner bring your own device quasi, aber du musst trotzdem dafür bezahlen. Ich hatte dann aber eine Diskussion mit jemandem gehabt und dann wurde mir auch klar, warum die das eigentlich gemacht haben. Weil vor allem GitHub hat das Problem, dass die jetzt extremst viele Leute halt diesen ganzen AI-Coding, Web-Coding-Zeugs nutzen und extrem viel Code Richtung GitHub pushen. Und dann natürlich auch sehr, sehr viele CI-Pipelines laufen, die dann die Infrastruktur deutlich mehr nutzen, als das normale, echte Menschen wären. Und dadurch wird halt die Infrastruktur deutlich höher verwendet, als es vorher der Fall war. Das heißt, die Marge, die du vorher ausgerechnet hast, die funktioniert jetzt halt nicht mehr. Gleichzeitig geht jetzt, wenn du auf die GitHub-Status-Page guckst, siehst du dann halt auch, dass die Availability halt deutlich runtergegangen ist. Und über die Jahre und vor allem halt zuletzt die paar Jahre. Das heißt, die sind schon am Strugglen, dass sie da Copilot und Claude und hast ja nicht gesehen. Die das ja auch selbst pushen und haben jetzt mit der Infrastruktur am Strugglen, weil es halt deutlich teurer wird.
Dirk
01:37:36
Ja.
Sujeevan
01:37:37
Und das merkt sich halt gerade, ich meine, Source Cloud Hosting ist jetzt nicht so das Teuere, aber wenn bei jedem Commit halt nochmal eine Pipeline läuft, dann wird das ganz schön teuer. Vor allem, wenn man bedenkt, die sind halt auf Public Clouds unterwegs. und GitHub ist teilweise nicht auf Azure. Die sind nicht komplett migriert, soweit ich weiß. Und das gleiche Problem hat aber auch GitLab und Konsorten halt auch, dass wenn du deinen eigenen Runner mitbringst, die ausführst, und die laufen dann ja bei Azure oder GCP oder sonst was, die haben ja alle Egress-Kosten netzwerkseitig. Das heißt, jedes Mal, wenn du dann eine CI-Pipeline laufen lässt, kostet das dann halt für ein Git oder GitLab halt Geld, weil es halt ausgehender Netzwerktraffic ist.
Dirk
01:38:25
Ja, logisch.
Sujeevan
01:38:26
Und wenn es halt deutlich, deutlich mehr ist dank AI, dann wird das ganz schön teuer und dadurch rechnet sich das gar nicht mehr.
Dirk
01:38:32
Ja.
Sujeevan
01:38:33
Nur ist das pro Minute zu berechnen halt auch falsch, weil dann sollten die das pro Traffic berechnen. Ja.
Dirk
01:38:39
Ja.
Sujeevan
01:38:39
Ja, ich meine, sie sind jetzt zurückgerudert, aber es ist halt schon ein Problem und ich glaube schon, dass sie da noch was tun werden, also alle Anbieter wahrscheinlich und das macht halt schon einen Unterschied, ob man pro User berechnet wie früher, weil das geht dann jetzt halt nicht mehr, wenn es halt so weit ausgenutzt wird, dass halt sehr, sehr viel mehr Last da drauf kommt, berechnet pro User. Ja, fand ich spannend. Aber genau, zurück zu diesen Blogposts. Die hat halt auch nochmal geschrieben, naja, effektiv fängst du dann irgendwann an Bash-Skripte zu schreiben für deine CI-Pipeline. Und das ist auch wieder unabhängig, ob GitLab, GitHub oder sonst was. Auch wenn du dich auf GitHub beziehst. Und dann hat man wieder andere Probleme, weil du halt Bash-Skripte verwalten musst, die du zwar lokal wieder anfangen musst, aber du willst eigentlich auch keine Bash-Skripte schreiben. Und dann kommt halt noch ein Ding von wegen Bildkeit als CI-Tool ist wohl besser. Ich habe es nie ausprobiert, habe es persönlich auch nicht getestet, aber ich fand es halt spannend, auch mal so die negativen Aspekte zu betrachten, die man sonst manchmal nicht so betrachtet.
Dirk
01:39:42
Sehr cool. Ist auf der Leseliste, werde ich mir auch noch zu Gemüte fragen.
Sujeevan
01:39:45
Ist nicht super lang, von daher geht das.
Dirk
01:39:48
Ja.
Sujeevan
01:39:49
Gut.
Dirk
01:39:51
Damit wären wir am Ende dieser Episode.
Sujeevan
01:39:55
Ja.
Dirk
01:39:57
Ja, famose letzte Worte.
Sujeevan
01:39:59
Ja, muss, ne?
Dirk
01:40:01
Muss und selbst, genau.
Sujeevan
01:40:03
Leg dich wieder hin. Wir hören uns in der Uniform.
Dirk
01:40:06
Kommt in die Matrix, kommentiert. Lasst uns nicht doof sterben. Genau, kommentiert, schreibt uns. Und bis dann.
Sujeevan
01:40:15
Ja, ciao.
Dirk
01:40:17
Ciao.

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