TILpod

Dirk Deimeke & Sujeevan Vijayakumaran

TIL065 - Geschickt Gegendert, mit AI und Warum in den Bildungstrichter

01.03.2026 93 min

Zusammenfassung & Show Notes

Sujeevan und Dirk sprechen über Taskwarrior, Sildes mit Typst und Claude AI. SIe erklären, was es mit FOBO und dem Bildungstrichter auf sich hat, sprechen über das eigene Warum und wie man geschickt gendenrn kann. Erfolg kann eine Falle sein, dazu noch zwei Tooltipps.

Vorgeplänkel
  • - keine weiteren Links -
TIL-Shorty: Zurück zu Taskwarrior
TIL-Shorty: Slides mit Typst und Claude Code
TIL-Shorty: FOBO
TIL-Shorty: Bildungstrichter
Thema: Das eigene Warum
Medientipp: Geschickt Gendern
Medientipp: The Success Trap
Tooltipp: Handy
Tooltipp: Mousam
Nachklapp

Transkript

Willkommen zu einer neuen Folge von Nicht-Bass-Sum von Tilpott. Das ist die Folge, wir nehmen gerade die Folge 65 auf. Es ist Montag, der 16. Februar, 19.17 Uhr. Hallo, Herr Kastrup-Rauxel. Hallo, Herr Kastrup-Rauxel. Hallo, Herr Kastrup-Rauxel.
Sujeevan
00:00:19
Wir reden jetzt einfach gleichzeitig.
Dirk
00:00:22
Genau, wir gucken, dass wir das in Stereo hinkriegen. Genau.
Sujeevan
00:00:26
Genau.
Dirk
00:00:26
Das hat es bei euch auch geschifft.
Sujeevan
00:00:29
Genau, ganz viel Regen hier.
Dirk
00:00:30
Bei uns auch. Furchtbar. Kein Spaß. Und nicht genehmigter Schnee, habe ich gehört, aus Ostwestfalen.
Sujeevan
00:00:39
Also auch hier nicht.
Dirk
00:00:41
Ja.
Sujeevan
00:00:42
Bei dir?
Dirk
00:00:43
Bei mir nicht, bei mir im Moment auch nicht. Gestern hat es geschneit, aber es ist nicht liegen geblieben, glücklicherweise.
Sujeevan
00:00:49
Ja.
Dirk
00:00:50
Und die Schneefälle in Deutschland sind dann eher in der Kategorie niedlich. Aber ja.
Sujeevan
00:00:56
Zumindest in Norddeutschland. oder nördlich von Bergen.
Dirk
00:00:59
Aber es reicht, um die Bahn stillstehen zu lassen.
Sujeevan
00:01:03
Da brauchst du. Da reicht alles.
Dirk
00:01:06
Ja, zwei Tropfen Regen auf der Oberleitung. Das wäre jetzt zu viel gesagt, aber ja.
Sujeevan
00:01:12
Sagen wir drei.
Dirk
00:01:14
Fällt schon auf, dass das Wetter nicht so ganz im Griff ist, sage ich mal so. Wir haben ein kleines wenig Feedback bekommen. Alex, ein Kollege aus der Linux-R-Fahrgruppe hier in der Schweiz, hat mir geschrieben, dass er endlich mal in unserem Matrix-Chat vorbeischauen müsste, weil wir so viel Werbung dafür machen. Hat er schon gemacht? Weiß ich nicht. Nee, ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber er sagt, die Werbung für Matrix wäre im Podcast unüberhörbar. Und er hat unseren Podcast erst vor ein paar Wochen entdeckt. Und er mag die Tooltipps. Sehr gut. Gut, dass wir welche haben wieder.
Sujeevan
00:01:49
Genau, gut, dass ich gerade noch den letzten Tooltip aus der Nase gezogen habe.
Dirk
00:01:53
Ja, genau. Und jetzt wäre eigentlich Zeitwerbung für die Matrix-Gruppe.
Sujeevan
00:01:58
Genau, wir haben diverse Kommentare bekommen in der Matrix-Gruppe. Unter anderem wurde dein Terraform-Verständnis als outdated bezeichnet.
Dirk
00:02:09
Ja.
Sujeevan
00:02:10
Und diverse weitere Sachen, kleinere, die zu diversen Diskussionen geführt haben, die will ich hier nicht weiter darauf eingehen werden.
Dirk
00:02:19
Ich müsste da auch mal den Code sehen, um das wirklich beurteilen zu können, ob es sich wirklich geändert hat. Aber ja, wenn es sich geändert hat, umso besser. Haben die was gelernt, ist doch super.
Sujeevan
00:02:30
Gut, kommen wir zum ersten Shorty.
Dirk
00:02:32
Genau, der erste Shorty ist, ich bin zurück zu Task Warrior gegangen.
Sujeevan
00:02:36
Nein.
Dirk
00:02:37
Doch. Wie kommt das denn? Du hast die Preisschraube ein bisschen angezogen und das ist nicht so deutlich, dass ich es mir nicht hätte leisten können, aber ich bin darüber ins Nachdenken gekommen, ob ich weiter Todoist benutzen möchte und habe dann andere Open Source Tools ausprobiert. Ich habe ausprobiert Super Productivity, ich habe ausprobiert Vicunya, ich habe ausprobiert Logseek als Aufgabenverwaltungstool und ich fand alles, Suboptimal, um es höflich zu sagen. Es hat mich alles nicht so überzeugt, wie ich das gerne hätte und bin dann zurück zu TaskWarrior und habe gemerkt, wie viel in meinem Muskelgedächtnis noch ist, wie viele Sachen ich wirklich noch automatisch gekonnt habe. und TaskWarrior hat einen riesen Sprung gemacht von Version 2 auf Version 3. Es hat auch die Programmiersprache gewechselt und es gibt jetzt einen Sync-Server, der relativ einfach aufzusetzen ist. Das habe ich natürlich dann auch gleich getan. Und es gibt einen TaskWarrior WebUI, was ich mir auch installiert habe und damit habe ich zumindest auf den Geräten, wo ich keine Linux-Kommandozeile habe, Zugriff auf die Aufgaben.
Sujeevan
00:03:47
Ja. Wie gut ist die Web-Oberfläche?
Dirk
00:03:53
Okay. Also jetzt, nein, also bei Todoist war ja, der größte Vorteil bei Todoist war ja ehrlicherweise, dass man das wirklich überall hatte und dass man sich keine Gedanken darüber machen musste. Und wenn man gemessen an Todoist ist die Web-Oberfläche nicht so toll. Gemessen an dem, was ich brauche, ist sie völlig ausreichend. Also eine Aufgabe zu erfassen, so wie ich sie brauche, kann ich ohne Probleme eine Web-UI machen. Die meisten habe ich hinterher sowieso nochmal nachbearbeitet, wenn ich sie mobil erfasst habe zum Beispiel. Von daher ist er jetzt keine große, Kein großer Qualitätsverlust an der Stelle. Ich habe gemerkt, als ich zu Todoist gewechselt bin, dass ich sehr viele Einschränkungen in Kauf genommen habe, die Todoist mitgebracht hat. Also viele Features, die TaskWarrior hatte, hatte Todoist nicht. Dafür wurde ich halt beschenkt, dadurch, dass der Sync wahnsinnig gut funktioniert und dass Todoist allgegenwärtig war. Eigentlich, dass es für jede Plattform irgendeinen Client gab. Und jetzt drehe ich jetzt ein bisschen zurück. Jetzt habe ich es halt nicht mehr überall, TaskWarrior, aber ich kann meine Aufgaben besser verwalten, weil ich die Features besser benutzen kann.
Sujeevan
00:05:00
Ja. Ja, ich bin ja weiterhin bei TootWust. Ich hätte jetzt noch keine Lust gehabt, irgendwie wieder zu wechseln.
Dirk
00:05:07
Ja. Ich habe ein paar Blogartikel dazu geschrieben, die werden wir verlinken, auch warum ich gewechselt bin und was ich sonst noch ausprobiert habe. Nein, im Moment bin ich ganz zufrieden, so wie es ist. Also ich fühle mich wieder wohler. Also für mich das Killerfeature bei Task Warrior war der Dringlichkeitskoeffizient oder Urgency-Coefficient, der hat mir geholfen, die Aufgabenliste relativ gut zu strukturieren und das hilft schon.
Sujeevan
00:05:36
Ja, das vermisse ich auch.
Dirk
00:05:39
Und mit dem GUI geht es eigentlich ganz gut. Also ja, GUI auf der Kommandozeile. Ich habe auf fast allen Geräten, wenn ich am Rechner sitze, habe ich eine Kommandozeile. Die grafische Variante via Web-Server brauche ich eigentlich nur, wenn ich am Handy bin.
Sujeevan
00:05:55
Ja.
Dirk
00:05:57
Und da, wenn ich am Handy was erfasse, muss ich im Nachhinein eh nochmal drüber. Also von daher geschenkt.
Sujeevan
00:06:02
Ja, ja. Dann bist du quasi immer eingeloggt im Bursar und dann ist gut.
Dirk
00:06:06
Ja, oder wenn du dich, das ist mit normaler HTTP-Authentifizierung, also das ist jetzt nichts Besonderes.
Sujeevan
00:06:13
Ja.
Dirk
00:06:13
Und es funktioniert relativ zügig. Und mal eben eine Aufgabe reinhacken und später nachbearbeiten, ist ja gar kein Problem.
Sujeevan
00:06:21
Ja, ja. Ja, ich vermisse bei To-Do ist eigentlich so diese, also A, das, was du gesagt hattest, ein Urgency-Coefficient-Ding, wie das das berechnet, aber halt auch die eine zentrale Übersicht, wo es dadurch dann halt auch sortiert ist. Weil im Moment kriege ich halt durch jede Projekte einzeln durch. Das vermisse ich so ein bisschen. Ich habe zwar theoretisch einen Filter mit, ich glaube, ich habe es genannt, Not Soon, was quasi alles ist, was kein Due Date hat. Aber effektiv sortiere ich jetzt halt alles immer nach, okay, ich möchte das an einem bestimmten Tag machen und nicht ein, ah, was könnte ich denn jetzt machen. Und dann kriege ich bei einigen Sachen halt ewig lange nicht drauf. Und dann, ach ja, das wollte ich auch irgendwann mal machen.
Dirk
00:07:03
Also ich habe To-Do-Is so benutzt, dass jede Aufgabe bei mir ein Due-Date hatte, also ein Fälligkeitsdatum hatte. Das, was aber nicht ganz richtig ist, eigentlich habe ich das Wait-Datum aus Task Warrior vermisst, ab dem eine Aufgabe sichtbar ist. Also eigentlich möchte ich wissen, wann ich an einer Aufgabe arbeiten kann und nicht, wann sie fällig ist. Das sind ja zwei Komponenten. Es gibt ja vier Daten bei TaskWarrior. Es gibt das Scheduled-Datum, das ist das Datum, ab dem eine Aufgabe bearbeitet werden kann. Es gibt das Weight-Datum, das ist das Datum, ab dem eine Aufgabe sichtbar ist. Es gibt das Due-Datum, wenn die Aufgabe fällig ist. Und es gibt das Until-Datum, wann die Aufgabe gelöscht wird.
Sujeevan
00:07:41
Ja.
Dirk
00:07:42
Und gerade das Löschen von Aufgaben ist eigentlich auch keine so schlechte Idee. Man kann sich vorstellen, wenn man Weihnachtskarten verschicken will und es ist der 25. Dezember, dann braucht man die Aufgabe nicht mehr sehen, weil dann ist es zu spät. Kann sie auch gleich gelöscht werden.
Sujeevan
00:07:56
Ja, ja. Aber ja, ich meine, das sind schon verschiedene Punkte, die schon einen Unterschied machen, finde ich.
Dirk
00:08:03
Ja. Letzten Endes kommt es darauf an, wie der eigene Workflow ist. Und meinem Workflow ist halt Task Warrior tatsächlich näher.
Sujeevan
00:08:11
Ja.
Dirk
00:08:16
Es ist jetzt auch keine globale Abrechnung gegen To-Do ist, ganz bestimmt nicht, aber ich merke halt, dass mir das die Philosophie in der Task-Warrior mehr liegt an der Stelle.
Sujeevan
00:08:24
Ja, wobei man mittlerweile sagen muss, es sind auch andere Leute, die das weiterentwickeln.
Dirk
00:08:29
Ja, und ich meine, sie sind auf Rust gewechselt, wenn ich das richtig bekommen habe.
Sujeevan
00:08:33
Aber ich glaube nicht für Task-Warrior selbst, sondern nur für den Server, oder?
Dirk
00:08:37
Das weiß ich jetzt gerade nicht. Ich dachte, Task-Warrior wäre auch, aber bin ich mir gerade nicht sicher. Weiß ich nicht. Ich meine auch Task-Warrior wäre jetzt in den...
Sujeevan
00:08:44
Ja, ich meine nicht.
Dirk
00:08:45
Egal. Es gibt eine zentrale Bibliothek, die nennt sich Task Champion und die zentrale Bibliothek wird auch vom Sync-Server benutzt. Der heißt dann Task Champion Sync-Server.
Sujeevan
00:08:55
Ah ja.
Dirk
00:08:56
Genau.
Sujeevan
00:08:57
Ja, der alte Sync-Server, der fand ich irgendwie auch nicht so...
Dirk
00:08:59
Ja, es war eine Notlösung. Also eigentlich, das merkt man an ein paar Stellen, dass es always als Single Source of Truth System gebaut worden ist und der Sync-Server ist irgendwie dran geflanscht worden. Das merkt man vielleicht auch bei anderen Programmiersprachen, die eigentlich ohne Objektorientierung groß geworden sind, wo hinterher dann nochmal Objektorientierung dazugekommen ist. Das fühlt sich immer so ein Stück weit wie ein Fremdkörper an.
Sujeevan
00:09:23
Ja, genau. Ja, und das lag auch ein bisschen daran, dass der Sync-Server ja auch nochmal komisch einzurichten war und eine spezielle Abfragesprache hatte. Also ein eigenes Protokoll hatte, weil das war ja kein HTTP oder sonst was, also keine Restschnittstelle. Ich weiß nicht, wie es jetzt ist, aber manchmal ist es dann doch einfacher, wenn es eine Restschnittstelle ist und dann fertig.
Dirk
00:09:46
Ja, jetzt ist es HTTP, genau. Und ich glaube, Rest, ja.
Sujeevan
00:09:50
Ja, das ist ja.
Dirk
00:09:51
So genau habe ich nicht reingeguckt, ehrlicherweise.
Sujeevan
00:09:54
Genau, meistens ist es irgendwie dann doch irrelevant. Aber wenn es halt so anstrengend ist, Clients dafür zu schreiben, dann ist es irgendwie doch wieder relevant.
Dirk
00:10:01
Ja, genau. Es gibt mittlerweile auch mehrere Clients, die auf die Schnittstelle zugreifen. Also das war eine richtige Entscheidung, das zu machen.
Sujeevan
00:10:08
Ja, genau. Gut.
Dirk
00:10:13
Jo, und nun zu dir.
Sujeevan
00:10:14
Ja, kommen wir zu meinem Shorty. Und zwar hatten wir schon das ein oder andere Mal Typest erwähnt. Wie oft haben wir das eigentlich erwähnt? Ich weiß es nicht mehr.
Dirk
00:10:24
Ja, das ein oder andere Mal.
Sujeevan
00:10:26
Genau. Also was ist Typest? Typest ist grundsätzlich ein, ja, wie nennt man das? Ein Dokumentenerstell- Software-Ding.
Dirk
00:10:40
You get is what you want also ein Latech-Killer, wenn man so will also man beschreibt seine, seine Dokumente in einer Markdown-Sprache und bekommt dann halt so was typografisch korrekt gesetztes am Ende raus in einer Markup-Sprache.
Sujeevan
00:10:55
Genau nicht Markdown.
Dirk
00:10:57
Markdown geht übrigens auch ja.
Sujeevan
00:11:00
Es ist halt eben kein Markdown ich würde sagen, das ist so ein Zwischending zwischen Latich und Markdown, weil Markdown kann ja jetzt nicht wirklich viel, Positionierung oder sonst was. Latich kann das sehr, sehr viel, ist aber sehr umständlich zu nutzen und Types ist irgendwo dazwischen. Ich würde sagen, auch näher an Latich als an Markdown, weil es nicht so einfach zu nutzen ist. Aber das ist halt eben der Unterschied zu Markdown. Man kann ja jetzt nicht irgendwie, ich finde Tabellen fand ich in Markdown immer ein bisschen anstrengend, aber halt auch, wenn man ein gewisses Layout machen wollte, dann ist das halt mit Markdown quasi nicht wirklich möglich, außer mit irgendwelchen Add-ons. Und ich mag Markdown trotzdem, aber bei diversen Sachen wie Slides zum Beispiel, also für Vortragsfolien, fand ich das immer doch recht eingeschränkt, sagen wir es so.
Dirk
00:11:55
An der Stelle ist immer noch lustig, dass wir von Folien reden, ja.
Sujeevan
00:11:58
Genau, das sagst du auch jedes Mal.
Dirk
00:12:00
Ich finde es ja auch immer noch lustig.
Sujeevan
00:12:02
Ich war neulich übrigens an der Schule und weißt du, was ich da gesehen habe?
Dirk
00:12:05
Vorhören.
Sujeevan
00:12:06
Ein Overhead-Projektor.
Dirk
00:12:08
Das gibt es noch.
Sujeevan
00:12:10
Ja.
Dirk
00:12:12
Konnte der PowerPoint darstellen.
Sujeevan
00:12:15
Ich fand das irritierend. Erzähle ich gleich zum Bildungsrichter.
Dirk
00:12:20
Ja.
Sujeevan
00:12:21
Zu meinem nächsten Shorty, weil sonst kommen wir hier ein bisschen durcheinander. Also bei, genau, was ich eigentlich erzählen wollte zu Types ist, dass das Schreiben davon ist schon relativ aufwendig. Also wenn du dann halt Slides zum Beispiel bauen möchtest, Wie weit hast du das schon verwendet?
Dirk
00:12:39
Ich habe einfache Dokumente damit gemacht. Ich habe ganz einfache Slides damit gemacht mit einem super easy Template. Und ja, da ist es fast vom Markdown nicht zu unterscheiden.
Sujeevan
00:12:51
Ja.
Dirk
00:12:52
Also so, wie ich es verwendet habe.
Sujeevan
00:12:54
Bisher zumindest, ja, genau.
Dirk
00:12:55
Ja, genau.
Sujeevan
00:12:57
Und was bei mir immer gibt es mit, ich habe früher, man muss ein bisschen sagen, okay, wo komme ich her, wo kommst du her quasi? Wir haben ja beide Lattich Beamer verwendet für Slides. Und Markdown gibt es ja diverse Sachen, die so Webbrowser-mäßig sind. Die finde ich auch meistens nicht so toll. Markdown-basiert. Und Types schließt so ein bisschen die Lücke dazu. Und da gibt es halt auch vorgefertigte Slides. Slide-Themes. Die fand ich so okay bis schlecht. Weil die teilweise sehr altmodisch aussahen. Das kennt man ja bei Lattich Beamer halt auch. Da hatten wir, du und ich, glaube ich, beide das gleiche Theme verwendet, das Metropolis M-Theme oder wie das hieß, was deutlich moderner war vom Schrifttyp und von der Aufmachung her generell und, Genau, ich habe da halt einmal, als ich bei der CLC-Conf in Mannheim war im November, hatte ich einen Talk gemacht mit Typest-Folien oder mit Typest-Erzeugten. Da habe ich versucht, das Template selbst zu bauen und ich hatte dann, oder ein Theme selbst zu bauen, sodass es ein bisschen unik ist, damit es nicht so einheitlich aussieht und schön aussieht. und ich hatte zu dem Zeitpunkt Kilo-Code verwendet, das hatte ich ja hier schon mal als. Tooltip gehabt, ein Open-Source-AI Tool-Ding, und hatte dann halt noch ein LLM drangenommen von da habe ich ein Ausprobe, Bitcoin, was chinesisches, ein Mistral, also DeepSeq, um dann halt irgendwie so ein paar Slides zu bauen, die hübsch aussehen, weil das Problem, was ich halt häufig habe, ist, dass die Slides entweder, entweder weiß ich nicht, wie ich das hübsch darstellen soll, egal welches Tool, weil ich hab halt auch durch meine GitLab Zeit viel Google Slides halt verwendet, aber das waren halt vorgefertigte Templates, die sie dann da, Theme und Templates, die halt irgendein anderes Team halt gemacht hat. Und jetzt, wo ich es komplett selbst machen muss, wie stelle ich denn das jetzt da, welche Informationen? Und ich hab jetzt mal Cloud Code verwendet, also von Cloud, also von Anthropic, und dachte so, okay, ich muss jetzt mal eben ein paar Slides machen und, Ich war erstaunt, wie gut das funktioniert. Oder beziehungsweise wie schlecht das dann auch im Vergleich zu Quenmystral Deep Seek halt funktionierte. Was ich eigentlich nur gemacht habe, ja, mach mir mal ein modernes, gut aussehendes Slide-Deck. Fertig. Mehr habe ich quasi nicht geschrieben. Also waren glaube ich ein, zwei Sätze. Und da kam direkt halt ein modernes Theme-Template halt bei raus, mit abgerundeten Ecken, wenn du Bilder eingefügt hast, mit einem ordentlichen Farbschema. Wo man denkt, das hätte jemand drüber nachgedacht und obwohl jetzt Types jetzt auch nicht so weit verbreitet ist es war natürlich nicht alles perfekt, aber es hat sehr gut funktioniert, das hat mich dann doch überrascht, weil effektiv arbeitest du halt sehr, sehr viel mit irgendwie Grids und Boxes, sodass du dann halt eben sagst, naja, okay, hier, das ist eine Box von, du hast drei, wie nennt man das?
Dirk
00:16:11
Spalten.
Sujeevan
00:16:11
Spalten, genau. Die willst du aber halt nicht als Tabelle darstellen, sondern halt in Boxen mit abgerudeten Ecken. Dann hast du halt in Types halt drei, hast du einen Grid, wo du dann die einstellen kannst, wie viel Prozent das haben soll und so weiter. Und was ich halt dann viel gemacht habe mit Claude es dann halt gesagt, ich habe diese und diese Informationen. Ich weiß nicht, wie ich die darstellen soll. Mach mal. Kam brauchbar, echt gut brauchbar raus. Ich musste natürlich ein paar Sachen dann noch fixen, als es dann über die nächste Seite geschoben ist und dann, oder auch die Schriftarten zu groß oder zu klein waren oder so weiter. Aber es funktioniert erstaunlich gut. Genau, hast du eine Frage?
Dirk
00:16:56
Nee, gar nicht. Also vielleicht nur noch zur Ergänzung zu erwähnen, dass wenn wir LaTeX installieren, haben wir meist so eine Installation von 4 Gigabyte und wenn wir Types installieren, das ist ein einzelnes Binary, was gerade mal mit 40 Megabyte kommt. Das ist vielleicht auch einer der Gründe, weshalb es deutlich schlanker ist als das, was man so von LaTeX kennt. Kann dafür ein bisschen weniger, okay, aber für das, was ich oder was wir brauchen, einfach genug.
Sujeevan
00:17:24
Ja, Ja, und es ist halt deutlich einfacher zu tippen, weil du nicht ständig Backslash ist und geschwungene Klammern tippen musst.
Dirk
00:17:31
Ja.
Sujeevan
00:17:32
Was ich bei LATI dann doch immer anstrengend fand.
Dirk
00:17:34
Es gibt einen relativ guten, einfachen Editor für Lokal. Typesetter heißt der, den man dafür benutzen kann. Der ist auch gut. Und dadurch, dass das Ding so schlank ist und so schnell ist, kann man sich fast in Echtzeit die Ergebnisse anzeigen lassen.
Sujeevan
00:17:47
Ja, also jetzt für Types. Ja, bei Lattich fand ich das immer problematisch. Die größte fand ich zum Beispiel gar nicht so schlimm, weil letztendlich hat man ja eh Platz. Das Problematische fand ich da noch mehr, dass auch das Generieren der PDF-Dateien gefühlt ewig gedauert hat. Weil hier ist es halt so eine Sekunde und fertig. Und bei Lattich ist es dann halt nicht.
Dirk
00:18:08
Ja.
Sujeevan
00:18:09
Von daher, das war eigentlich schon cool zu sehen, so okay, das hat mich dann auch irgendwie motiviert und da verstehe ich dann manchmal diese AI, die Leute, die AI total toll finden, extremst toll finden. Verstehe ich dann doch, wie das bei mir mit Cloud und mit Types halt gut funktioniert hat. Von wegen so, naja, ich will halt was fertig machen, ich weiß, was ich da haben möchte. Das ist gerade bei Slides ja auch praktisch. Und nach einer Weile hat er natürlich auch den Inhalt, den ich dann da rein tippe, hat er dann auch drin. Und wenn ich dann mache, eine Zusammenfassung Slide, da packt er auch da die richtigen Texte in und denke ich so, ja, da muss ich jetzt noch so zwei Kleinigkeiten anpassen und ich muss da weniger überlegen.
Dirk
00:18:46
Ja, vor allem dieses diesen ganzen Code, den du brauchst, um sauber positioniert Sachen auf dem Slide hin und her zu schubsen. Den brauchst du halt nicht von Hand schreiben. Das ist ja das, was wirklich mühsam ist.
Sujeevan
00:18:57
Ja, genau. Ich habe zum Beispiel dann eine Slide gebraucht, wo ich halt ein Bild von mir hinten drin habe, eine Information, ja, genau, fand ich auch schlimm, ein paar Informationen zu mir und halt meine Bücher, die Bilder von den Büchern. Plus mit einem Satz dazu. Was habe ich also gemacht? Ich habe Cloud Code gesagt. Hier ist mein Profil. Ich, Und hier sind meine Bücher links. Ich packe alle Covers da mit drauf in klein mit ein paar Informationen zu den Büchern. Und er hat sich dann halt aus dem Web dann halt die Sachen runtergeladen. Ich habe denen zwar gesagt, wo er suchen muss. Von da halt runtergeladen, die Bilder. Und richtig positioniert. Und dann so, oh cool, das funktioniert ja direkt. Und das sah gut aus. Das, was ich per Hand gemacht habe, sah halt nicht ansatzweise so gut.
Dirk
00:19:52
Das sah wirklich gut aus. Vielleicht kannst du das ja teilen bis auf den finanziellen Part.
Sujeevan
00:19:58
Achso, ja, ich meine, das war ein Angebot für den Kunden. Deswegen. Das wusstest du natürlich, aber das hatten wir jetzt nicht. Ja, aber ich habe das jetzt halt dann auch nochmal ausgebaut, dass sie das als Theme verwenden können. Das ist dann jetzt das Friday-Theme, was ich dann für Slides eben verwenden werde. Zum Beispiel die Chemnitzer Linux-Tage, wo wir beide dran sein werden.
Dirk
00:20:21
Genau, das werden wir am Ende dieser Folge dann nochmal ausreichend würdigen, glaube ich.
Sujeevan
00:20:27
Genau. Also klar, perfekt ist das alles nicht, aber es hat mir schon einige Stunden abgenommen. Und Cloud Code kostet Geld, muss man dazu sagen.
Dirk
00:20:36
Was ich halt auch an Types relativ klasse finde, was man von Hand nachbauen kann, ist, man kann mit LaTeX MK, und das ist ein Skript, das auf Dateiänderungen wacht und immer wenn es Dateiänderungen gab in einem Verzeichnis oder in den Source-Dateien, dann hat es einfach, die LaTeX-Übersetzung neu angestoßen und in Types ist das Watch-Commando drin, was das automatisch macht. Da muss man gar keine doofen Tricks machen. Das ist schon ein Stückchen Next Generation. LaTeX ist ein klassenmächtiger. Die Frage ist, ob man diese Mächtigkeit wirklich braucht.
Sujeevan
00:21:12
Ja.
Dirk
00:21:15
Mir gefällt halt, dass es super schlank ist, dass es relativ flach ist und dass es sehr, sehr schnell ist.
Sujeevan
00:21:20
Ja. Und so wie es scheint, wenn man bei Types auf der Webseite guckt, dann wird das vor allem im akademischen Umfeld viel genutzt, also genau da, wo auch natürlich viel genutzt wird.
Dirk
00:21:29
Ja. Ich habe mich in einem Forum angemeldet, können wir auch einen Link noch reinstellen, da sind eigentlich Postings, da wird sehr viel diskutiert, da sind jeden Tag neue Postings, also es ist wirklich viel aktive Community da.
Sujeevan
00:21:40
Ja. Was damit auch gut funktioniert, sind Emojis. Echt? Ja, ein Latich funktioniert jetzt ja nicht gut.
Dirk
00:21:48
Ja, habe ich nie ausprobiert, von daher weiß ich das gar nicht.
Sujeevan
00:21:50
Ja, weil es hängt ja auch stark von der, Schriftart ab. Und bei Types, das ist halt mit drin, da kannst du dann halt Emoji Punkt Apple Punkt Queen machen, dann kriegst du halt den grünen Apfel und so weiter.
Dirk
00:22:05
Ah, okay. Ja, gut.
Sujeevan
00:22:08
Was dann doch manchmal schöner ist, als nichts zu haben, was es ein bisschen auflockert.
Dirk
00:22:14
Gucken, ob ich das irgendwo verwenden kann.
Sujeevan
00:22:17
Was ich, das Einzige, was ich vermisse in sowas wie Types und Latix, Beamer und so weiter ist GIFs. Das funktioniert halt in PDFs nicht gut. Oder gar nicht. Ich weiß es gerade gar nicht. Weil manchmal hätte ich dann doch gerne GIFs drin, aber das geht dann. Oder GIFs oder wie auch immer man das heutzutage nennt.
Dirk
00:22:34
Du meinst animated, oder?
Sujeevan
00:22:36
Ja, genau. Nicht animated ist ja langweilig, das ist ja egal. Aber ja. Ja, so viel dazu.
Dirk
00:22:46
Lohnt sich auf jeden Fall anzugucken. Und ein sinnvoller Anwendungsfall von AI, wir haben gleich noch einen zweiten sinnvollen Anwendungsfall.
Sujeevan
00:22:55
Ja, was man zu Cloud-Code noch sagen sollte, ich habe halt, kostet 18 Euro, glaube ich, im Monat. Oder Dollar, ich weiß es gerade nicht. Im Standard. Oder man zahlt dann nur die Tokens. Und ich habe halt auch noch mal Figuren dadurch generiert. weil ich dann halt so einen Kreis brauchte mit Pfeilen zwischen und er hat so, hat er nach ein paar Mal hin und her dann doch hinbekommen aber das hätte ich dann halt selbst halt nicht er hat halt ein SVG generiert, was es dann eingebaut hat gut.
Dirk
00:23:28
Ja aber gerade wenn man nicht so jeden Tag in bestimmten Sprachen codet, ist das natürlich schon eine enorme Arbeitserleichterung, also wenn man jeden Tag das macht, dann hat man fast das Muskelgedächtnis und tippt das so runter Ja, aber, ja, gerade dieses ganze Drumherum zu machen mit AIs ist schon eine Schlau-Geschichte eigentlich. Oder mal drüber schauen zu lassen, ob man irgendwo Fehler gebaut hat.
Sujeevan
00:23:53
Ja. Gut, so viel dazu.
Dirk
00:23:56
Prima. Ich habe einen neuen Begriff gelernt. Der Begriff heißt FOBO.
Sujeevan
00:24:02
Ich kenne nur FOMO.
Dirk
00:24:04
Ja, genau. Vom gleichen Autoren ist es FOBO, Fear of a Better Option. Das ist, dass man ständig vergleicht und versucht die beste Entscheidung zu treffen sich für die beste Entscheidung zu, also die beste Entscheidung zu treffen und man ist gehemmt eine Entscheidung überhaupt zu treffen, weil man nicht die beste Entscheidung treffen kann, weil man immer denkt, es gibt noch eine bessere Entscheidung und dadurch trifft man keine Entscheidung mehr Ist.
Sujeevan
00:24:27
Das nicht wie FOMO?
Dirk
00:24:29
4 of Missing Out ist ja, dass du was vermisst letzten Endes Ne.
Sujeevan
00:24:33
Dass du Angst hast, was zu verpassen.
Dirk
00:24:35
Ja genau Vermissen verpassen, ja.
Sujeevan
00:24:40
Genau, aber das ist, ja okay, jetzt ist es ein bisschen anders gedreht.
Dirk
00:24:44
Ja, aber es ist ja so, wenn wir technische Geräte kaufen, dann warten wir manchmal ab, bis es ein besseres technisches Gerät gibt. Und wenn es das bessere technische Gerät gibt, dann überlegen wir, ob nicht vielleicht bald noch die nächste Generation rauskommen könnte. Dann wäre es ja doof, wenn wir jetzt kaufen. Und das ist 4 of a better option, das sind genau solche Sachen, dass man endlos wartet, bis man wirklich eine Entscheidung trifft oder gar keine Entscheidung trifft am Ende.
Sujeevan
00:25:06
Ja.
Dirk
00:25:08
Und der Autor hat empfohlen, dass man bei nicht so wichtigen Entscheidungen einfach auf die Uhr guckt und bei einer geraden Minutenanzahl sollte man ja sagen und bei einer ungeraden nein oder umgekehrt, als wenn es nicht so sehr darauf ankommt aber dass man sich halt nicht so viel Zeit auf Entscheidungen verschwendet, es gibt sehr häufig bessere, Optionen und man kann vielleicht auch mit der nicht so guten Optionen leben.
Sujeevan
00:25:34
Ja ich meine das hast du bei beiden bei FOMO. Aber eigentlich merke ich gerade das ja teilweise schon gegensätzlich, weil FOMO habe ich vor allem viel bei, Aktiengedöns gemerkt. Dass du ein FOMO hast, wenn du so oh nein, wenn der Aktienkurs jetzt steigt, dann sollte ich es ja jetzt kaufen. Ansonsten verpasse ich ja den Gewinn mitzunehmen. Und bei der Option ist ja quasi genau das Gegenteil. Du hast ja Angst, dass du zu teuer einkaufst und wartest lieber. und dann kommst du es gar nicht und machst gar keine Gewinne, so als Beispiel.
Dirk
00:26:09
Ja, genau. Ich habe Fear of Missing Outern auch so verstanden, dass es solche Sachen sind wie, ich habe den ganzen Tag den Mail-Client offen, weil ich könnte ja verpassen, dass mein Chef mir eine Mail schickt und dann antworte ich nicht schnell genug. ja das ist also so dass er nicht die beste option sondern dass das man was verpasst oder dass man den matrix client die ganze zeit auf hat und dass man dann sonst verpasst dass der zug ab fährt in, im teleport chat weil wenn also wenn man den wieder an macht und da sind 100 neue nachrichten, was tatsächlich passiert das ja ist mir passiert dann reicht es noch zum nachlesen aber zum zum wirklich beteiligen einer diskussion reicht dann halt nicht mehr ja ja, Solche Sachen.
Sujeevan
00:26:56
Ja, ich meine, ich muss da zwangsläufig an Jobwechseldiskussionen denken.
Dirk
00:27:02
Auch das, ja.
Sujeevan
00:27:03
Weil theoretisch kannst du ja die ganze Zeit sagen, okay, ich wechsle jetzt nicht den Job, auch wenn das neue Angebot super klingt, weil eventuell kommt dir noch ein besseres Angebot. Aber wenn das nie kommt, dann wartest du halt ewig, wenn du zufrieden bist vor allem.
Dirk
00:27:20
Ja, aber das geht schon in die gleiche Richtung, ja.
Sujeevan
00:27:23
Ja, genau, das ist ja dann eher Fobo.
Dirk
00:27:25
Ja, genau. Oder dass man denkt, die Angst vor Unbekannten, dass man sagt, ich habe jetzt eine Bombe, die ich kenne, mit der kann ich leben. Ob die Bombe größer ist, wenn ich irgendwo hin wechsle, aber das ist ein anderes Thema. Das kommt nicht in Fobo, das ist eher was anderes.
Sujeevan
00:27:43
Ja, geht in die gleiche Richtung, würde ich sagen, ja.
Dirk
00:27:47
Aber man weiß es halt nicht, wenn man es nicht getan hat. Ich fand die Idee eigentlich ganz witzig und der Artikel, den wir da verlinken werden, der geht darauf ein, dass man halt sich Entscheidungen auch vereinfachen kann, gerade dann, wenn es nicht so wichtig ist und dass man versuchen kann, damit zu leben, dass man vielleicht nicht die beste Option gewählt hat.
Sujeevan
00:28:04
Ja, ja. Ich hätte auch eine bessere Option wählen sollen mit meinem Podcast-Partner.
Dirk
00:28:10
Ja, einen Preis musst du halt zahlen in deinem Leben. Du bist auf ewig mein. Aber das sind solche Sachen. Du hast halt den ersten Besten genommen, hast mich gekriegt. Andere Leute haben da mehr Glück. Das ist schon so.
Sujeevan
00:28:32
Genau.
Dirk
00:28:34
Gut. Prima.
Sujeevan
00:28:36
Kommen wir zum nächsten Schottie. Und zwar habe ich vom Bildungstrichter gelernt. Ich engagiere mich neuerdings bei arbeiterkind.de und arbeiterkind.de ist eine Organisation, die sich für Bildungsgerechtigkeit einsetzt. Grundsätzlich geht es halt darum, dass Kinder aus Arbeiterfamilien oder aus typischen Arbeiterfamilien eher weniger zur Uni gehen, und weniger die akademische Laufbahn einschlagen, einfach weil sie es nicht, aus verschiedenen Gründen, weil sie es nicht kennen und weil sie es dann nicht, Angst vor, Fear of Missing Out, Fear of Missing Out irgendwie dann auch wiederum, so verschiedene Gründe. Und ich meine, klar, so ein bisschen ist das ja irgendwie normal, weil es gibt es ja bei vielen Sachen, das hast du bei Unternehmern ja auch so, wenn du eine Unternehmerfamilie bist, also wahrscheinlich ja das auch Unternehmer wirst. Wenn du eine Akademikerfamilie bist, ist es wahrscheinlich, dass du auch zu studieren gehst. Wenn du nicht Akademiker-Kind bist, dann ist es halt wahrscheinlich, dass du halt eben nicht an eine Uni gehst oder eine Hochschule gehst. Bist du eigentlich Arbeiterkind?
Dirk
00:29:45
Ich bin Arbeiterkind, ja, definitiv.
Sujeevan
00:29:47
Genau. Wie war das eigentlich für dich, als du zur, Wie war das für dich damals, als du dann mit dem Studium angefangen hast?
Dirk
00:29:56
Also ich kann ein Stückchen weiter vorne anfangen. Ich war der Erste aus der Familie, der überhaupt auf ein Gymnasium gegangen ist.
Sujeevan
00:30:01
Ja.
Dirk
00:30:02
Also aus der kompletten Familie, inklusive Tante.
Sujeevan
00:30:05
Ja.
Dirk
00:30:06
Und dann erst recht der Einzige, der an die Uni gegangen ist. Ja.
Sujeevan
00:30:11
Ja. Wie war das für dich im Umgang mit der Familie dann?
Dirk
00:30:16
Schwierig. einfach schwierig weil meine eltern haben relativ lange nicht begriffen dass das kopfarbeit auch arbeit ist und also für sie war arbeit das was was körperlich auslaugt nicht das was geistig auslaugt die die meinung hat sich erst sehr spät geändert also das zu verstehen dass ich dann auch kaputt bin wenn ich einfach nur mit dem kopf was gemacht habe ja und ich habe früher schon artikel gelesen, finde ich leider nicht mehr, also dass zum Beispiel Arbeiterkindern Role Models fehlen, anhand denen sie sich orientieren können und das hatte ich an der Stelle halt auch, genau.
Sujeevan
00:30:55
Ja. Ja, ich meine, grundsätzlich kannte ich das halt auch irgendwie so. Also ich meine, ich bin ja so gesehen ja auch Arbeiterkind, aber ich bin, Akademiker weil mein Opa in Sri Lanka Anwalt war, aber für in Deutschland mussten wir uns das halt selbst erarbeiten, weil meine Mutter hat sehr stark drauf geguckt, dass wir alle studieren und bla bla und das war halt aber auch bei den ganzen Cousins, Cousinen bzw. Onkel-Tanten halt genauso und die Generation halt quasi nicht, bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen hat die Generation von meinen Eltern quasi nicht studiert, weil die halt alle wegen Krieg geflohen sind und haben dann einfache Jobs gemacht und, die Kinder, also ich und meine ganzen Cousins, Cousinen, die ich so habe, ich glaube, ich habe 27 oder so, auf der Welt verteilt, haben halt fast alle studiert, außer die, die in Sri Lanka geblieben sind oder halt da aufgewachsen sind, sagen wir so. Aber was ich halt auch von vielen gehört habe, die auch bei Arbeiterkindee aktiv sind, ich gehe zu so einer lokalen Gruppe in Bochum, da gibt es halt viele, die hatten halt auch wie du halt, waren die die Ersten, die studiert haben und teilweise war es dann halt so, dass sie da komplett blockiert worden sind von der Familie. Ja, wir sind doch so, du bist doch nicht so schlau, du bist nicht so schlau oder wir sind doch nicht so, das ist doch so hochnäsige Leute und so weiter und so fort.
Dirk
00:32:23
Ja, da kommt wieder der Besserwisser und Ja.
Sujeevan
00:32:27
Genau, das gibt es halt in beide Richtungen, von nicht Akademiker über Akademiker als auch von Akademikern zu Nicht-Akademikern. Von wegen, der macht doch nur die Müllabfuhr. Das ist natürlich genauso abfällig und dumm.
Dirk
00:32:39
Dämlich, ja, sehr. Mein Vater hätte wohl das Vermögen gehabt, also das intellektuelle Vermögen gehabt zu studieren. Aufgrund von fehlendem Geld ging es aber nicht. Früher war das noch viel stärker eine Geldfrage als heute, wobei es heute auch eine Geldfrage ist.
Sujeevan
00:32:57
Genau, und ich war jetzt mittlerweile dann halt auch zweimal bei Schulen gewesen. Und zwar das eine Mal in Wanner-Eickel.
Dirk
00:33:07
Ja, genau. Weltstadt, Weltstadt, jeder kennt sie.
Sujeevan
00:33:11
Genau, das war aber nicht die Schule, wo du drauf warst, weil es war eine Gesamtschule und kein Gymnasium. und da hatten wir, also wir in dem Fall, ein anderer Kollege, der da aktiv ist, als auch ich, hatten dann halt vor Schülerinnen und Schülern von der 12. Klasse, also ein Jahr vor dem Abitur oder ein Jahr ein paar Monate vorm Abitur, dann halt so erzählt, okay, wie funktioniert denn das mit dem Studium? Finanzielles vor allem. Ich meine, du weißt ja mit 18 oder 17, 18 ja auch nicht, wie teuer das Leben ist.
Dirk
00:33:42
Nein, das lernst du ja auch in der Schule nicht, ne?
Sujeevan
00:33:45
Genau, es ist halt irgendwie so witzig, wenn du dann so fragst, ja, wie teuer ist denn eigentlich Essen? Eine Mahlzeit. Dann so, ja, so vier Euro. Und dann so, ja, und wie viel ist das jetzt im Monat? Und dann so, 200 Euro. Und dann denkst du so, Vielleicht sollte man doch noch mal ein bisschen nachrichten. Aber ja, es ist dann halt auch irgendwie so spannend, weil ich da auch überhaupt kein Geldgefühl damals, wie teuer überhaupt irgendwas ist. Aber was halt der Punkt von arbeiterkind.de ist, ist halt diesen Bildungstrichter, den es halt gibt. Und der Bildungstrichter sagt halt auch so, naja, du hast halt einmal eine Gruppe von 100 Prozent jetzt quasi, Akademiker-Kindern und Nicht-Akademiker-Kindern. Und mit jeder Stufe weiter. Also gehst du an eine hochschulberechtigte Schule, fängst du ein Studium an, absolvierst du einen Bachelor, absolvierst du einen Master oder machst du eine Promotion, wird es natürlich immer weniger, ganz grundsätzlich. Das ist halt dieser Trichter. Spannend ist aber halt zu gucken, wo der Unterschied ist zwischen Nicht-Akademiker-Kindern und Akademiker-Kindern. Und da merkt man halt schon einen großen Unterschied, allein was strukturell halt gegeben ist.
Dirk
00:34:54
Ja, ich finde an der Grafik eine Sache sehr spannend. Also man sieht schon, dass von 100 Nicht-Akademiker-Kindern 46 an hochschulberechtigten Schulen sind. Bei den Akademiker-Kindern sind das 83. Und von den 46 gehen bei den Nicht-Akademiker-Kindern 27 ins Studium und bei den Akademiker-Kindern 79. Das ist alles okay, verstehe ich alles, aber wenn man sich anschaut, bei den Masterabsolventen, also bei den Masterabsolventen, bei den Nicht-Akademiker-Kindern, das sind elf und zwei machen eine Promotion und absolvieren die, das ist ein Fünftel. Wenn man sich das bei den Akademiker-Kindern anguckt, von 43 Masterabsolventen bei den Akademiker-Kindern, macht nur sechs eine Promotion, das ist ein Siebtel. Das heißt, wenn die Nicht-Akademiker-Kinder sich durchgebissen haben bis zur untersten Stufe, dann machen mehr eine Promotion im Verhältnis, als bei den Akademiker-Kinder der Fall ist.
Sujeevan
00:35:53
Ja.
Dirk
00:35:53
Das finde ich ganz spannend eigentlich.
Sujeevan
00:35:56
Ja, stimmt. Habe ich gar nicht so richtig bemerkt. In dem letzten Schritt wird es dann halt noch mal anders.
Dirk
00:36:01
Du hast es halt nicht so mit Zahlen, aber das ist okay.
Sujeevan
00:36:05
Genau. Aber ja, diese sechs, die halt hinten rauskommen bei der Akademiker-Kinder, das ist halt sechs Prozent effektiv dann halt vor der Akademiker gehen und machen auch eine Promotion, während das bei Nicht-Akademikern 2% sind.
Dirk
00:36:18
Genau, aber wenn man halt die letzten beiden Stufen miteinander vergleicht, von denen die Masterabschluss haben, ist halt prozentual mehr...
Sujeevan
00:36:26
Ja, genau, genau.
Dirk
00:36:29
In absoluten Zahlen sind es immer noch bei den Akademikern mehr, ja.
Sujeevan
00:36:34
Aber ich finde auch, Promotion ist halt eh nochmal was anderes.
Dirk
00:36:39
Ja, aber ich finde den ganzen Bildungsrichter interessant. Darfst du den eigentlich teilen?
Sujeevan
00:36:45
Der ist ja public irgendwo. Ich muss mal gucken, noch einen ordentlichen Link raussuchen.
Dirk
00:36:49
Ja, gerne.
Sujeevan
00:36:51
Ich finde den spannend. Das ist eine soziale Erhebung des deutschen Studentenwerkes von vor ein paar Jahren. Ja, ich meine, ich finde Promotion ist eh so ein bisschen, das ist halt sehr akademisch, also sehr wissenschaftlich und die wenigen, also der Anteil derer, die in die Wissenschaftskarriere einschlagen, sind dann ja doch eher wenig. Allein der Blick von zwischen Masterabsolventen, zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker-Kindern 11% versus 43%. Das sind halt so gut wie viermal so viel. Das ist schon heftig. Wo man auch sagen muss, die Tendenz bei den Nicht-Akademiker-Kindern geht höher oder steigt, während die bei Akademiker-Kinder geringer werden. Ja. Ist dann halt auch spannend.
Dirk
00:37:40
Das hat ja mit vielen Faktoren zu tun, auch mit Druck von zu Hause. Ich finde das auf jeden Fall spannend, das mal in der Grafik zu sehen.
Sujeevan
00:37:48
Ja, und jetzt so im Nachhinein merke ich das dann halt auch. Also durch arbeiterkind.de merke ich dann halt auch so in meinem Umfeld, wie das dann war, weil ich erinnerte mich dann an eine, die mit mir zur Schule gegangen ist, die auch irgendwie so ein 1, irgendwas Habitur hatte. Die hatte dann erst irgendwie Medizin studiert, das ist abgebrochen. Dann hat sie irgendwie Design studiert oder wollte studieren, hat es abgebrochen. Dann noch irgendwie was anderes. Und hat sich dann irgendwie so rumprobiert, was ja erst mal nichts Schlimmes ist. Also finde ich, kann man machen, wenn du merkst, okay, dass es nicht richtig ist.
Dirk
00:38:20
Wenn du es kannst und wenn du das Geld hast, ja.
Sujeevan
00:38:22
Genau, weil ich konnte mich jetzt, hat mich dann wieder daran erinnert, dass sie dann erzählt hat, naja, der kriegt halt von ihren Eltern 800 Euro im Monat.
Dirk
00:38:29
Ja.
Sujeevan
00:38:30
Das ist jetzt eine Story von 2011, 2012 rum.
Dirk
00:38:32
Ja.
Sujeevan
00:38:33
Ja, wer kriegt auch 800 Euro von seinen Eltern.
Dirk
00:38:37
Also ich weiß auch, bei den, Arbeiterkindern, mit denen ich zu tun hatte, ist eigentlich jeder neben der Uni arbeiten gegangen.
Sujeevan
00:38:45
Ja, ich meine, ich habe ja ein duales Studien gemacht, dadurch war es für mich halt eher anders. Was ja auch nochmal dazu kommt, es war für kriegen viele aus Arbeiterkindern halt natürlich eher als aus Akademiker Familien. Aber ja, dann hast du natürlich den Unterschied zwischen wer muss arbeiten, wer muss nicht arbeiten.
Dirk
00:39:01
Ja, bei mir damals gab es noch kein duales Studium und zeitgleich mit meinem Studium hat mein Bruder eine Lehre begonnen. Das Lehrlingsgehalt wurde in das Haushaltseinkommen eingerechnet und dadurch waren wir über den Satz. Also ich hätte irgendwie so zu 20, 30 Mark bekommen können, aber nur wenn ich meine Eltern verklagt hätte. Und das ist ein hoher Preis, sage ich mal so. Ich hätte meine Eltern nie verklagt.
Sujeevan
00:39:28
Ja, wobei man auch sagen muss, ich weiß jetzt nicht, wie sich das von damals zu heute verändert hat. Ich habe ja nie Bafit bekommen.
Dirk
00:39:33
Keine Ahnung, ich weiß es auch nicht.
Sujeevan
00:39:34
Ich meine, deine Story ist jetzt auch schon 30 Jahre her oder so. Mehr als 20?
Dirk
00:39:41
Ich habe genickt.
Sujeevan
00:39:44
Genau, da ändert sich halt auch vieles.
Dirk
00:39:47
Ich habe ja auch einmal die Studiumrichtung gewechselt. Ich habe ja das erste Mal 1987 mit dem Studium begonnen. Das ist 39 Jahre her. Und dann 89, 90 bin ich dann, habe ich dann mit Informatik angefangen. Was auch schon 36 Jahre her ist.
Sujeevan
00:40:06
Genau, da war ich noch nicht im Planung. ja genau genau aber es gibt so viele faktoren und wichtig ist eigentlich dass man sich auch bewusst dass welche privilegien dadurch dann auch hat das ist dann halt nicht nur das geschlecht die hauptfarbe sondern auch eben aus welchem milieu man kommt weil neben dem beispiel zu der einen schulkollegin von damals ich weiß nicht was sie heute tut ich finde sie online nicht das immer gegoogelt. Gab es halt auch einige, die hatten dann auch irgendwie ein Einzelabitur aus dem Freundeskreis und haben dann irgendwie eine Versicherung bei einer Ausbildung bei der Versicherung gemacht, weil die Eltern darauf gedrängt haben, wo ich mir heute auch so denke, also eigentlich hier, dass du etwas viel Besseres machen kannst, als bei einer Versicherung Sachbearbeitung zu machen.
Dirk
00:40:54
Ja, vielleicht war es auch genau das Richtige und sie haben dann später nochmal studiert. Das gibt es ja zum Teil auch.
Sujeevan
00:40:58
Ja, genau, das gibt es auch. Ich meine, ich kenne ja auch den anderen Weg von einer an Freundinnen, die erst studiert hat und dann eine Bäcker-Ausbildung gemacht hat.
Dirk
00:41:07
Das finde ich auch klasse, ja.
Sujeevan
00:41:09
Genau. Das Ding ist ja auch, es muss ja nicht jeder studieren.
Dirk
00:41:13
Nein.
Sujeevan
00:41:13
Es sollte auch nicht jeder studieren, aber es sollte jeder die Möglichkeit haben, zu studieren, wenn er es möchte und das auch das Richtige für die Person ist.
Dirk
00:41:21
Ehrlicherweise muss man ja sagen, dass früher das Universitätsstudium eigentlich auf akademische Berufe vorbereitet hat und das Fachhochschulstudium eher auf Berufe jenseits der akademischen Laufbahn. Und das ist ja durch das duale Studium komplett verändert worden, was gut ist. Also früher hatten Studien viel, viel weniger Praxisrelevanz als heute.
Sujeevan
00:41:40
Ja, gut, aber so viele...
Dirk
00:41:43
Zumindest an der Uni.
Sujeevan
00:41:44
Ja, gut, da gab es auch noch den Unterschied zwischen Diplom und Bachelor, Master. Das ist ja dann doch ein Unterschied.
Dirk
00:41:49
Bachelor, Master? Was ist das denn für ein neumodischer Kram? Wir hatten Diplom und Vordiplom.
Sujeevan
00:41:56
Genau. Ja, ich meine, Unterschiede zwischen Fachhochschule und Universität darf man auch nicht vergessen.
Dirk
00:42:02
Ja, ja, ja, ja, ja.
Sujeevan
00:42:04
Genau. Aber ja, deswegen ist der Bildungstricht halt eben so spannend, weil es eben doch die Unterschiede mal in Zahlen darstellt.
Dirk
00:42:14
Ich stelle gerne noch ein Video in die Sendungsnotizen, wo es darum geht, ich weiß gar nicht, wie das genau ist, Justice Run oder so heißt das, wo ein Workshopleiter vorne steht und sagt, dass die Leute, die, weiß ich nicht, ein intaktes Elternhaus haben, wo beide Eltern noch zu Hause leben, einen Schritt vortreten sollen, dass die Leute einen Schritt vortreten sollen, die sich keine Sorgen um das Mittagessen machen müssen. Und dann wird halt gesagt, das, was ihr jetzt macht, ihr müsst alle 100 Yards laufen. Und es gibt halt Leute, die haben aufgrund ihrer Vorgeschichte eine deutlich bessere Ausgangslage als andere. Ich finde das sehr eindrücklich. Und ich glaube, das muss man sich vergegenwärtigen. Das hilft vielleicht nicht abzuheben.
Sujeevan
00:43:03
Ja, ja. Genau. Ja, und da war ich halt auch eben bei der Schule in Wanne-Eickel und da gab es halt neben dem OHP, da habe ich dann auch erstmal gemerkt, wie modern dann doch die Tafeln sind. Es gibt keine Kreide mehr. Ich dachte so, Gott, es gibt keine Kreide mehr.
Dirk
00:43:24
Das kann ja gar nicht funktionieren ohne Kreise.
Sujeevan
00:43:29
Also es war halt so ein Touchscreen-Display mit einem Whiteboard zum drüberklappen oder zum Ausklappen.
Dirk
00:43:37
Aber ja, es gibt viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Es ist, glaube ich, gut, sich zu vergegenwärtigen, wenn man auf der Sonnenseite ist, dass es einfacher ist.
Sujeevan
00:43:45
Ja.
Dirk
00:43:47
Ohne es zu werten. Also keiner kann was für seinen Background an der Stelle. und warum sollte man seinen Background nicht mitnehmen, wenn man es kann.
Sujeevan
00:43:59
Genau. Gut.
Dirk
00:44:03
Prima. Kommen wir nach fast einer Stunde, glaube ich, oder wie weit sind wir jetzt? Na, dreiviertel Stunde. Zum eigentlichen Thema und das ist das eigene Warum.
Sujeevan
00:44:13
Warum?
Dirk
00:44:14
Warum? Die Eltern, kleiner Kinder werden sagen, das ist dreijährig, oder? Kann das sein?
Sujeevan
00:44:22
Ach, kommt hin.
Dirk
00:44:24
Deiner Nef und deiner Nichte?
Sujeevan
00:44:26
Weiß ich gerade nicht. Aber eine Nichte ist vier, ja. Oder fast vier.
Dirk
00:44:32
Meine Nichte wird dieses Jahr 20, von daher ist das auch ein bisschen raus. Da geht es um das Warum, was wir von Simon Zinik gelernt haben. Simon Zinik hat ja was vom Golden Circle erzählt, und zwar, dass wir Entscheidungen eigentlich von innen nach außen treffen. Vorhin steht das Warum, dann geht es weiter über das Wie hin zum Was. Und es gibt Firmen, die bewerben das von außen nach innen, die sagen, ich habe hier einen Computer mit folgenden technischen Daten, der ist solide gefertigt, will es einkaufen. Und Apple macht das halt andersrum, dass sie mit dem Warum beginnen und sagen, wir glauben, dass wir die Welt durch Innovation stärken und dass wir schöne Sachen machen können. Und übrigens, Computer machen wir auch.
Sujeevan
00:45:22
Ja.
Dirk
00:45:23
Also sie gehen halt den Weg umgekehrt und sagen nicht, dass sie tolle technische Daten haben, sondern sie sagen einfach, was der Grund ist dafür, dass sie bestimmte Produkte tun.
Sujeevan
00:45:33
Also genau das Gegenteil zu AI in fast jedem Tool.
Dirk
00:45:37
Gegenteil zu AI in fast jedem Tool. Und einer der Leitsprüche von Simon Sinek war, es gibt der meistgesehene TED-Talk aller Zeiten, soweit ich weiß. dass die leute nicht das kaufen nicht das was kaufen sondern das warum kaufen also leute kaufen ein apple nicht weil apple tolle technische daten hat sondern weil weil das ökosystem toll ist und weil das image toll ist, Und es gibt alle möglichen Dokumentationen darüber und ich habe mich halt auf die Suche nach meinem eigenen Warum gemacht und habe dazu LLMs benutzt. Jetzt kommt der Link zu dem, was wir vorher über LLMs gesagt haben. Ich habe im Rahmen meiner Leadership-Ausbildung verschiedene Persönlichkeitstests machen dürfen, müssen, sollen und habe diese Tests mal genommen, habe dazu noch das genommen, was mich privat umtreibt und was ich privat auch gerne mache, habe Fähigkeiten und Fertigkeiten von mir genommen und habe das alles einem LLM übergeben und habe dem gesagt, du, wenn du das alles siehst, was wäre denn wohl mein Warum?
Sujeevan
00:46:47
Und was ist das?
Dirk
00:46:50
Du bist doof und stinkst nach Pipi.
Sujeevan
00:46:53
Dabei stink ich nach Kaka.
Dirk
00:46:56
Nein, also das LLM hat mir gesagt, dass ich doof bin und nach Pipi stinke.
Sujeevan
00:47:00
Ach so, ja dann.
Dirk
00:47:02
Nein, es hat dann halt gesagt, also mein Leitspruch ist ja Empowering People. Ich möchte ja Leuten helfen, das Beste aus sich rauszuholen. Und daraufhin hat das LLM dann halt auch einen relativ markigen Spruch rausgelassen, was mein eigenes Warum ist und in welche Richtung das geht und eben dass ich daran glaube, dass Leute großartige Dinge erreichen können, wenn sie entsprechend gefördert werden, eben auch Arbeiterkinder und, dass man das halt wecken muss und dass man den Einstieg da so niederschwellig wie möglich machen muss. Ich lese das gleich auch gerne vor, was dabei rausgekommen ist. Aber es ist ganz spannend, sich damit mal auf die Suche nach dem eigenen Warum zu machen, meiner Meinung nach, um dann halt danach auch auf Basis des eigenen Warums herausfinden zu können, ob das, was man tut, wirklich mit dem eigenen Warum zu tun hat.
Sujeevan
00:47:51
Ja. Ganz überraschend hatte ich damit ja auch zuletzt zu tun. An dieser Stelle musst du Nein sagen.
Dirk
00:48:00
Nein, nein, ich sag das nicht immer. Das ist ja vorher berechenbar.
Sujeevan
00:48:06
Du Spielverderber. Weil ich hatte die gleiche Frage halt für meine Selbstständigkeit. Weil ich mache das ja schon bei Juni oder so. Oder ich sehe zumindest den 1. Juni quasi als Startpunkt für meine Selbstständigkeit. Ich bin halt in einem typischen Freelancing-Projekt halt drin, mache da irgendwelche GitLab-Sachen. Aber ich merke halt so, dass das eigentlich nicht das, was ich machen will. Und ich hatte dann halt auch zum Jahreswechsel dann ein Business-Coaching angefangen. Ich weiß nicht, ob ich es letztes Mal schon kurz erwähnt hatte.
Dirk
00:48:39
Bin mir auch nicht so sicher, aber...
Sujeevan
00:48:42
Also zumindest habe ich halt so einen Business-Coach, der nicht cringe ist, doch kurz erwähnt hatten wir, das fällt mir gerade wieder auf, hatte ich dann halt eben engagiert durch eine persönliche Empfehlung von einem anderen Kollegen und mit denen hatte ich mich dann halt auch zusammengesetzt für einen ganzen Tag und dann hatten wir halt auch so geguckt, okay, wie bauen wir mein Business effektiv auf. und weil ich habe halt irgendwie sehr, sehr viel hier und da gemacht, aber irgendwie nicht so wirklich so, es fehlt halt das Fundament. Irgendwo kletter ich dann halt auf dem Baum rum, aber ich weiß nicht, wie mein Stamm aussieht, so in die Richtung. Und er ist halt auch, findet halt auch super, also Simon Sinek halt super und, dahingehend haben wir halt auch so ein bisschen gemacht und ein paar, ich nenne es jetzt mal Spiele in Anführungsstrichen, dann zu gucken, was ist mir überhaupt wichtig? Und da kamen dann zum Beispiel die psychologischen Grundbedürfnisse nach Grave zum Spiel. Das sind dann diverse Begriffe quasi, die in vier Kategorien eingeteilt werden. Das ist einmal Selbstwertgewinn. Dazu gehört dann sowas wie Wut und Stolz. Also alles, was den Selbstwert betrifft. Dann nochmal den zweiten Topf. Das ist dann Orientierung und Kontrolle. Da können sowohl Angst, Sicherheit als auch Entspannung dazu. Der dritte Topf ist Bindung. Da gehört Dankbarkeit oder auch Trauer dazu. Und der vierte Topf ist dann auch Lustgewinn und Unlustvermeidung. Da gehört dann Verachtung, Freude, Ehrfurcht und so weiter noch dazu. In dem Fall hatten wir dann halt das, weswegen ich das vorhin Spiegel genannt hatte, ist, das waren halt so Kärtchen und ich sollte dann das einsortieren in, finde ich wichtig, finde ich sehr wichtig und ist mir egal. Und irgendwie so, keine Ahnung, Status. Status ist mir relativ egal, mir ist egal. Statussymbole, die in die Richtung sind mir halt völlig egal. Aber dann halt so Sachen wie Gleichberechtigung oder halt nachhaltig und so weiter. Ja, halt eher unter auch völlig egal, brauchst du alles nicht. Nee, und halt unter sehr wichtig dann quasi dann halt auch und das auch explizit zu limitieren. Und das dann als Basis zu nehmen und zu gucken, so was ist eigentlich mein Warum? um darauf dann auch aufzubauen, was ich denn dann überhaupt machen will und anbieten will. Theoretisch kannst du nämlich ganz viel machen, aber ich bin ja in der Luxusposition, mir aussuchen zu können, so ein bisschen, zumindest zu einem gewissen Grad, was ich machen will und wie ich es machen will. Und das war dann quasi die Übung dazu und das war dann halt eigentlich auch ganz schön.
Dirk
00:51:14
Ja, ich hänge gerade daran, dass du sagst, dass Statussymbole jetzt keine große Rolle für dich spielen, bin ich völlig bei dir. Aber Status spielt ja an sich auch schon eine Rolle. Du möchtest ja gerne schon ein geachteter Mensch sein und einen guten Status.
Sujeevan
00:51:28
Genau, deswegen habe ich es nochmal korrigiert. Genau, Status und Pole.
Dirk
00:51:34
Und das hat ja immer zwei oder drei verschiedene Seiten an der Stelle. Und da muss man sich ganz genau überlegen, in welche Richtung das geht.
Sujeevan
00:51:42
Genau, ja. Ja, ich meine, diverse Sachen überlappen sich dann halt auch.
Dirk
00:51:46
Na klar, na klar.
Sujeevan
00:51:47
Nachhaltigkeit oder Umweltbewusstsein oder sowas das geht ja irgendwie dann doch in die gleiche Richtung. Oder überlappt sich. Aber Nachhaltigkeit kann ja auch sein, so naja, du willst dein Business nachhaltig aufbauen. Oder du willst deine Psyche nachhaltig nicht zerstören, indem du zu viel arbeitest oder sowas. Und nicht nur den Umweltfaktor.
Dirk
00:52:04
Ja, wir Deutschen sind relativ gut darin, mehrdeutige Wörter zu verwenden. Himmel ist ein Beispiel. Himmel wird ja im Englischen übersetzt mit Sky und Heaven. Damit weiß man genau, welche zwei eigentlichen Bedeutungen auch noch schon da drin stecken.
Sujeevan
00:52:19
Achso, ja.
Dirk
00:52:22
Aber wir Deutschen können das ganz gut, dass wir einen Begriff für zwei verschiedene Dinge haben.
Sujeevan
00:52:27
Ja. Ja, gut, aber das gibt es ja vier verschiedene Sprachen.
Dirk
00:52:32
Ich kenne nur Deutsch besonders gut, weißt du. Es können natürlich in vielen anderen...
Sujeevan
00:52:35
Du kannst ja nichts anderes.
Dirk
00:52:37
Die einen sagen so, die anderen sagen so. Ich kann auch noch Schwachsinn reden.
Sujeevan
00:52:44
Genau. Was ist denn jetzt dann eigentlich dein Warum?
Dirk
00:52:48
Ja, also wie gesagt, mein Warum ist ja, dass ich gerne Leute ermächtigen möchte, Dinge zu tun. Deswegen halte ich auch Vorträge auf Veranstaltungen und deswegen setze ich mich dafür ein, dass Leute unabhängig von Geld und Status die Möglichkeit haben, sich selbst zu verwirklichen. Einer der Gründe dafür, weshalb ich mich auch für Open-Source-Software engagiere, dass Leute einen sehr, sehr guten Start haben an der Stelle. Das LLM hat es relativ geschwollen rausgedrückt, aber ich denke, ihr kriegt die Idee, wenn ich das mal vorlese. Ich glaube, dass jeder Mensch das Potenzial hat, Großartiges zu erreichen und einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben. Mein tiefster Antrieb ist es, Menschen zu inspirieren und zu stärken, damit sie ihre Fähigkeiten entdecken, entwickeln und nutzen können, um ihre Ziele zu erreichen und ihre Träume zu verwirklichen. Durch das Teilen von Wissen, die Förderung von Gemeinschaft und die Bereitstellung von Werkzeugen und Unterstützung strebe ich eine Welt an, in der jeder die Möglichkeit hat zu wachsen, zu gedeihen, unabhängig von seinem finanziellen, kulturellen oder sexuellen Hintergrund. Ich bin überzeugt, dass kontinuierliches Lernen, Zusammenarbeit und Innovationen der Schlüssel zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben sind.
Sujeevan
00:53:55
Ja, würde ich so unterschreiben.
Dirk
00:53:58
Fertig. Ist mein Warum Christen nicht, so.
Sujeevan
00:54:01
Warum?
Dirk
00:54:05
Das hört sich ein bisschen hochtrabend an, aber das erklärt vieles. Als ich das das erste Mal gelesen hatte, habe ich fast ein Trennchen verdrückt, weil es eigentlich genau das ist, was mich antreibt. Und ich war überrascht, dass man einem LLM zur Verfügung stellen von endlich vielen Informationen, das waren gar nicht so wahnsinnig viele, dass das dabei am Ende rausgekommen ist.
Sujeevan
00:54:27
Ja, quasi das gleiche haben wir halt auch gemacht, ich mit dem Business-Coach daneben. Nur, dass er mich dann quasi auch interviewt hat, mehr oder weniger. Und viele Sachen dann, ich habe halt sehr, sehr viele Storys erzählt, was ich in der Vergangenheit in alten Jobs gut oder schlecht fand. Also was fand ich bei Grafana schlecht, was fand ich bei GitLab gut und so weiter und was hat mich gestört. Zwar mit dem Fokus auf Business-Tätigkeiten, aber das ist ja eh sehr, sehr stark verschwimmt.
Dirk
00:54:56
Spannender wäre ja zu hören, was du bei GitLab schlecht fandst und bei Grafana gut.
Sujeevan
00:55:02
Miteinander? Schwierig. Also gut, bei GitLab wüsste ich schon diverse Sachen, aber die findest du überall.
Dirk
00:55:10
Nein, musst du jetzt auch nicht antworten, aber das Offensichtliche ist ja, das Hauptgefühl dann zu beschreiben und nicht, dass es da auch noch andere Sachen gab.
Sujeevan
00:55:20
Ja, genau. Ich meine, klar, ein paar Sachen vergisst man da nach einer Weile auf, wenn die positiven Sachen über, übertrumpfen quasi.
Dirk
00:55:29
Definitiv, ja.
Sujeevan
00:55:31
Jedenfalls haben wir auch eine Vision, beziehungsweise das Warum, halt fürs Business dann auch entsprechend gemacht, in verschiedenen Längen, kurz und knackig, ein bisschen länger und theoretisch noch ganz viel länger, das habe ich jetzt aber mal nicht, kopiert, beziehungsweise werde ich nicht vorlesen, weil es noch zu lang wäre. Ich fange mal an mit kurz und knackig, wie gesagt, fürs Business. Meine Vision sind menschliche Organisationen, effizient, klar und entspannt im Miteinander. DevOps ist für mich Kultur und genau deshalb bringe ich People, Processes und Tools in Einklang, damit aus Ideen verlässlich Produktion wird. Vom Idea to Production. Wenn ihr freitags deployen könnt, ohne Angst, dann stimmt euer System.
Dirk
00:56:10
Ja, klasse, ja.
Sujeevan
00:56:12
Ist halt die Kurzfassung. Ein bisschen länger ist dann halt auch meine Vision, dass Organisationen, meine Vision ist, dass Organisationen wieder Orte werden, an denen Menschen gern arbeiten, weil Arbeit klar, fair, und machbar ist. Ich wünsche mir Teams, die effizient und erfolgreich sind und dabei entspannt miteinander umgehen. Denn entspannte Organisationen sind produktiver, menschlicher und am Ende liefern sie bessere Ergebnisse. DevOps ist für mich keine Tool-Frage, sondern Kultur. Wie wir Verantwortung über dem, wie wir zusammenarbeiten und wie wir Probleme lösen, ohne uns gegenseitig zu blockieren. Mit Friday Deployments bringe ich People, Process und Tools in die richtige Symbiose, damit aus dieser Idee verlässlich Ergebnis wird, vom Ideal-Tropor-Production. Und wenn Friday-Deployments keine Mutprobe mehr sind, dann weißt du, das System funktioniert.
Dirk
00:57:01
Superklasse. Ja, finde ich gut.
Sujeevan
00:57:05
Genau, weil das hatte ich halt vorher auch irgendwie nicht, weil ich wusste dann auch nie so, weil mich Leute mancher gefragt haben, was machst du jetzt eigentlich? Ja, hab ich immer noch nicht so ganz, weil eigentlich müsste ich nochmal ganz kürzer machen.
Dirk
00:57:18
Nö.
Sujeevan
00:57:20
Nee, also für das, wie das jetzt, was das Ziel für die Aufübung war, war es halt gut. Aber ein einer stell dich mal vor, also der Elevator Pitch im Sinne von wirklich zehn Sekunden in einem Satz. worauf fokussiere ich mich? Das müsste ich halt noch mal ein bisschen kürzen.
Dirk
00:57:43
Da können auch LLMs helfen, tatsächlich. Interessant.
Sujeevan
00:57:47
Ja, ich meine, das war ja auch eine Teilausgabe von einem LLM.
Dirk
00:57:50
Ja, klar. Also ich meine, das können LLMs auch wirklich gut aus. Aus Notizen halt Fließtext machen.
Sujeevan
00:57:54
Ja, genau.
Dirk
00:57:56
Mir ist durch den Kopf gegangen, als du mir das erzählt hast, auch mit dem Golden Circle und was dir deinem Business Coach da erzählt hast, dass du das bei mir viel billiger hätte es haben können.
Sujeevan
00:58:08
Genau.
Dirk
00:58:10
Ja, aber es gibt zwei Bücher von Simon Sinek, die wir gerne auch in die Sendungsnotizen packen. Da ist zum Beispiel auch ein Arbeitsbuch drin, wie man das eigene Warum halt finden kann. Empfehlung ist, dass man das mit jemandem zusammen macht und möglichst mit jemandem, der einen nicht so gut kennt. Von daher wäre ich da der Verkehrte gewesen. Einfach um solche Gespräche zu führen. Aber das Workbook ist eigentlich genau das, was du auch gemacht hast.
Sujeevan
00:58:37
Ja, genau. Das wollte ich mir auch noch mal wieder lesen. Ich habe die Bücher ja schon mal gelesen, aber muss ich doch mal tun, glaube ich. Also jetzt aus dem Blick klingel für meine Selbstständigkeit und auch eben.
Dirk
00:58:49
Ja, auch für dich selber. Ich meine, das geht ja Hand in Hand. Also du willst dich ja nicht verkaufen, sondern in dem, was du gerade vorgelesen hast, was dein Business war rum ist, da steckt ja ganz viel Suchivern drin.
Sujeevan
00:59:02
Ja, genau, weil das war uns wichtig, weil bei uns kam dann, das wurde dann auch so ein Running Gag mit meinem Business Coach, so von wegen so, ah, schon wieder Effizienz. Weil mich halt Ineffizienz halt total ärgert, auch bei GitLab, wenn es Prozesse gab, die halt ineffizient sind. Weil dann so, ey, warum sollte ich hier was unnötig kompliziert machen, wenn es auch einfach geht. Und das schlägt sich eigentlich überall wieder.
Dirk
00:59:27
Also ich kann jedem wirklich nur ans Herz legen, so eine Session mal zu machen. Und das zieht sich über mehrere Stunden oder vielleicht sogar mehrere Tage, je nachdem, wie man das macht, dass man sich selber mal untersucht, was einen wirklich antreibt, was das eigene Warum ist.
Sujeevan
00:59:42
Ja, sowohl bei deinem Warum als auch beim Idem ist es überhaupt nicht technisch. Du kannst das theoretisch jedem erzählen.
Dirk
00:59:50
Genau, und das fand ich eben auch genau spannend. Also ich mache Technik, um es leichter zu machen für Menschen. An der Stelle. Und manchmal mache ich auch einfach nur Technik, weil ich damit Geld verdiene, um Freizeitaktivitäten zu finanzieren, in denen ich mein Warum nach vorne treibe.
Sujeevan
01:00:07
Ja.
Dirk
01:00:08
Also sprich, wenn ich mal wirklich eine scheiß Phase habe, wenn das Schmerzensgeld überwiegt, das passiert ja auch, dann weiß ich immer noch, dass ich davon von dem Geld, was ich verdiene, zum Beispiel zu den Chemnitzer Linux fahren kann.
Sujeevan
01:00:19
Ja.
Dirk
01:00:19
Und mir auch eine Übernachtung und ein Essen da leisten kann.
Sujeevan
01:00:24
Ja, Essen kriegst du eh von denen.
Dirk
01:00:29
Weil das merke ich auch, dass wir mit dem, was wir privat tun, was unser Privates warum nach vorne treibt und auch unsere Motivation uns im Open Source Bereich zu engagieren nach vorne treibt, dass wir davon Leuten, die sowas nicht machen, sehr komisch angeguckt werden. Die können das gar nicht verstehen.
Sujeevan
01:00:48
Wie, du machst sowas kostenlos?
Dirk
01:00:50
Ja, nicht nur kostenlos. Wenn du das mal zusammenzählst, Hotelübernachtung plus Bahnfahrt plus Zeitaufwand plus Urlaubstage, da fragen sich die Leute schon, warum gibst du da, weiß ich nicht mittel bis hoch dreistellig aus, um da hinzufahren und dann gibst du sogar noch gratis einen Workshop oder einen Vortrag wie beglopp bist du denn?
Sujeevan
01:01:17
Genau.
Dirk
01:01:19
Und das ist der Zeitpunkt, wo man weiß, dass man mit den verkehrten Leuten redet. Genau.
Sujeevan
01:01:23
Ja. Genau. Das ist ein guter Satz des Themas.
Dirk
01:01:30
Genau. Aber da würde mich wirklich interessieren, ob Leute bei uns im Chat das ähnlich sehen oder dass sie sowas selber schon mal gemacht haben, ob sie vielleicht ein eigenes Warum haben, was sie vielleicht auch im Chat mit uns teilen wollen. Das fände ich total spannend und das hören wir natürlich in den Vorgeplänkel der übernächsten Episode, also in der nachfolgenden Episode verlesen, wenn es uns erlaubt ist.
Sujeevan
01:01:52
Ja. Ja, man muss halt schon sich Zeit dafür genommen haben. Das ist wichtig, nicht nur was. Und die habe ich mir auch lange nicht genommen. Also erst nur durch den Business Coach effektiv.
Dirk
01:02:03
Ja.
Sujeevan
01:02:04
Genau.
Dirk
01:02:05
Prima.
Sujeevan
01:02:06
Gut, kommen wir zu den Medientipps.
Dirk
01:02:11
Medientipps. Genau.
Sujeevan
01:02:13
Und zwar habe ich ein Triggerwort. Gendern. Genau, und zwar gibt es die Seite geschickt gendern.de und das zeigt auf sehr viele, sehr, sehr viele Beispiele für Wörter, die halt in der Regel generisches Maskulinum sind, wie man die abwandeln kann, sodass man kein Binnen-i verwenden muss oder kein Sternchen-Innen verwenden muss und trotzdem das lesbar ist. So ein paar Sachen kennt man natürlich, wie Studenten und Studentinnen sind dann halt Studierende. Das sind dann ja auch alle mit drin quasi und das gibt es halt auch bei sehr, sehr vielen Wörtern kann man das auch eben machen. Statt Absenderadresse, dann die Absendeadresse. Und ich habe das implizit gemacht oder explizit halt in meinem Buch gemacht, im DevOps-Buch gemacht und ich hatte dass bei einer Amazon-Fünf-Sterne-Bewertung hat mich eine Frau dafür gelobt, dass ich immer mal wieder auch, von einer Entwicklerin und von einer Chefin geschrieben habe. Also nicht mit Sternchen, sondern einfach nur hier und da. Mal waren es Frauen, mal waren es Männer. Aber in der Regel habe ich versucht, gendergerechte Alternativen zu nutzen, die halt neutral sind und alle halt mit inkludieren.
Dirk
01:03:42
Ja, ich finde das super.
Sujeevan
01:03:44
Und häufig, das hat noch einen netten Nebeneffekt, dass du dann halt häufig auch eher die Tätigkeit fokussierst, weil wenn man von dem Entwickler spricht oder der Entwicklerin spricht, dann setzt das den Fokus immer sehr auf die Person ab. Aber eigentlich willst du den Fokus ja auch, oder den Jobtitel zum Beispiel, aber eigentlich willst du ja den Fokus auf die Entwicklung selbst legen. Und du bist kein Entwickler, ich bin auch kein Entwickler, aber wir entwickeln hier und da mal Software. Ja, dann ist es halt eigentlich schon mal besser, sowohl inhaltlich als auch geschlechtsneutral effektiv, wenn man dann halt spricht von diejenigen Personen, die entwickeln. Das kannst du natürlich nicht in jedem Satz machen, sonst lesen sich die Sätze total beschissen. Aber dann macht das halt Sinn, so na ja, die Personen mit Entwicklungshintergrund, oder mit Systemadministration, die sich hauptsächlich mit der Systemadministration beschäftigen, für die klappt das dann halt besser. Und die Seite geschickt-gendern.de hat halt sehr, sehr viele Beispiele, was man verwenden kann. Die werde ich, glaube ich, auch häufiger mal verwenden, um zu gucken, was für Wörter gibt es, die man entgendern kann, effektiv.
Dirk
01:05:05
Ich kannte die seite nicht und ich liebe sie ehrlich also es ist eine sache die ich schon immer immer gesucht habe ich bemühe mich sehr zu gendern und ich weiß dass ich sehr häufig scheitere aber nicht weil ich es nicht will sondern weil ich einfach blöd bin und ich daher bin ich ganz froh wenn wir wenn ich da so möglichkeiten habe mal nachzuschauen wie man das auch auf eine andere art und weise sagen kann ja ja, Ohne dass es halt so sich doof anhört.
Sujeevan
01:05:35
Ja, genau. Ja, ich meine, ein anderes Beispiel, was ich ja auch gerade sehe, ist der Abteilungsleiter oder die Abteilungsleiter im Plural und dann halt Abteilungsleitung, beziehungsweise Abteilungsleitungen. Das setzt halt wieder den Fokus auf die Leitung der Abteilung und nicht auf ist das jetzt eine Person oder sind das mehrere Personen? Weil das gibt es ja auch nochmal. Aber ich rede zum Beispiel auch häufig von meiner Steuerberatung, weil es ist zwar eine Steuerberaterin und sie hat auch nur Frauen als Mitarbeiterinnen, aber mir geht es ja um die Steuerberatung selbst. Ich kriege eine Steuerberatung oder eine Lohnbuchhaltung und, Und das ist halt nicht der Steuerberater.
Dirk
01:06:25
Es gibt eine Sache, mit der ich Schwierigkeiten habe, und das ist, wenn englische Jobtitel verwendet werden und die eingedeutscht werden.
Sujeevan
01:06:32
Zum Beispiel Coaching.
Dirk
01:06:33
Coaching oder Engineerin. Oder im Englischen gibt es halt kein Geschlecht an der Stelle.
Sujeevan
01:06:40
Ja, ich meine, das wird ja irgendwie dann gemacht, wenn die Wörter vermeintlich, würde ich mal sagen, Standard geworden sind.
Dirk
01:06:49
Ja, aber dann sollte man sich lieber ein anderes Wort aussuchen. Also das deutsche I-N an den englischen Begriff anzuhängen, halte ich für falsch. Also da habe ich persönlich Mühe mit.
Sujeevan
01:07:00
Ja, also es kommt von mir auch darauf an, wie man das Wort verwendet, weil Ingenieurin finde ich komisch, weil du sagst halt Ingenieur. Und Coaching, dann hast du dann eher, was ist Coach auf Deutsch?
Dirk
01:07:16
Trainer, Trainerin?
Sujeevan
01:07:17
Ja, irgendwie sowas dann halt. Weil da fühlt sich das komisch an. Ich hatte noch irgendein anderes Beispiel, was mir auch entfallen ist. Du hast ja viele Begriffe, wo es Englische sind, die aber so normal angedeutscht sind.
Dirk
01:07:31
Ja.
Sujeevan
01:07:32
Aber das sind meistens, glaube ich, auch eher Dinge, wie Computer oder sowas, nicht unbedingt.
Dirk
01:07:37
Ja, auf jeden Fall muss ich sagen, ich finde die Liste ziemlich klasse. Und die ist sehr, sehr, sehr, sehr umfangreich.
Sujeevan
01:07:44
Ja.
Dirk
01:07:45
Ich sage zum Beispiel häufig, wenn ich über die Firma rede, für die ich arbeite, von Arbeitgeberinnen rede, dass ich von Arbeitgeberinnen rede, von der weiblichen Form. Und weil das in der Schweiz auch zum Teil üblich ist und auf der anderen Seite zeigt das auch so ein bisschen die Fürsorgepflicht, die eine Arbeitgeberin gegenüber dem Arbeitnehmer hat oder der Arbeitnehmerin hat. das ist halt kein Faust an Faust das ist ja das, wo ich ehrlicherweise sagen muss, wahrscheinlich Mühe hätte nochmal in Deutschland zu arbeiten dass dieser ständige Krieg zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin ja, Das ist ja miteinander, man versucht ja zusammen was zu erreichen.
Sujeevan
01:08:26
Ja. Ja, wobei ich gucke gerade auch noch mal ein bisschen über die Liste. Nicht jedes Beispiel finde ich gut, die da gelistet werden, wie Hacker, Plural. Personen, die fremde Digitaldaten nutzen. Finde ich ja so. Hackende finde ich halt auch komisch. Hackende Person geht wiederum halbwegs.
Dirk
01:08:45
Hexe.
Sujeevan
01:08:46
Hexe, genau. Aber das ist ja bei dem CCC, da gibt es ja die Hacker und die Hexen.
Dirk
01:08:52
Ja, genau.
Sujeevan
01:08:54
Aber dann von einer umfunktionierenden Person umfunktionierenden Personen zu reden, finde ich dann äh, nee.
Dirk
01:09:01
Ja, also ich nehme es mit einer Prise Salz, natürlich.
Sujeevan
01:09:04
Ja, nicht jedes Beispiel halt.
Dirk
01:09:06
Ja, genau, nicht jedes Beispiel. Ich habe jetzt neulich, ich versuche immer den Begriff Blacklist zu vermeiden. Und ich habe immer damit Allowlist und Denylist gearbeitet, was für mich ganz gut funktioniert hat.
Sujeevan
01:09:18
Das ist auch genauer.
Dirk
01:09:19
Ich fand aber auch Graylist ganz interessant, eigentlich als Begriff. Graylist und Whitelist.
Sujeevan
01:09:24
Ja. Was gibt es denn als Alternativbegriff für Graylist?
Dirk
01:09:30
Ja, dann sind wir für mich wieder bei Allowlist und Denilist.
Sujeevan
01:09:34
Ja, das sind ja verschiedene. Ich meine, die Greylist ist ja ein Mix aus schwarz und weiß.
Dirk
01:09:43
Ja, eigentlich schon, ja. Ich weiß, was du meinst. Ich weiß es nicht, aber das zeigt halt da, dass man bei inkludierender Sprache schon gut aufpassen muss.
Sujeevan
01:09:55
Ja.
Dirk
01:09:57
Vor allem, und das glaube ich, ist bei den meisten so, dass sie es nicht so meinen. Dass sie es gerne inklusiv formulieren wollen und dann die Worte für das inklusiv zu formulieren.
Sujeevan
01:10:07
Ja. Ja, genau. Ich spreche halt auch häufiger eher von Leuten als von Jungs.
Dirk
01:10:15
Ich spreche manchmal häufiger von Personen und Menschen.
Sujeevan
01:10:18
Ja, genau. Das gucke ich dann auch. Leute, Personen, Menschen, weil es halt einfach neutral ist.
Dirk
01:10:23
Genau.
Sujeevan
01:10:25
Menschen mit Migrationshintergrund und nicht irgendwie sowas.
Dirk
01:10:30
Ja.
Sujeevan
01:10:32
Gött auch. Oder Leute, die zur Fahrschule gehen. oder Personen, die zur Fahrschule gehen.
Dirk
01:10:39
Wobei ich gerade sagen muss, dass meine Nichte gerade ihre Theorieprüfung bestanden hat, aber das ist ein anderes Thema. Ich bin ja total überrascht, aber jetzt kommen wir in Schwafeln, wie teuer ein Führerschein in Deutschland geworden ist. Mein lieber Herr Gesangsverein.
Sujeevan
01:10:51
Was waren das? 3.000 bis 4.000 ungefähr?
Dirk
01:10:54
40 Pflichtstunden.
Sujeevan
01:10:56
Ja, erzähl weiter.
Dirk
01:11:00
Ich hatte 10 und das war damals schon viel. Das war schon nach einer Reform. Die vor mir hatten gar keine Pflichtstunden.
Sujeevan
01:11:09
Ja.
Dirk
01:11:11
40 Pflichtstunden?
Sujeevan
01:11:12
Bei mir waren es, ich weiß nicht mehr, Pflichtstunden waren nur die Sonderfahrten bei mir. Und ich rede hier von 2010.
Dirk
01:11:19
Ja.
Sujeevan
01:11:20
Und du musstest halt natürlich normale Stunden machen. Die meisten sind aber am Ende zwischen 30 und 40 gelandet. Die meisten aber eher bei 40.
Dirk
01:11:28
Ich habe 14 gehabt.
Sujeevan
01:11:30
Ja, schau, wie du fährst.
Dirk
01:11:33
Nein, ich hatte irgendwie fünf Überlandfahrten, drei Nachtfahrten und zwei Autobahnen oder umgekehrt. das weiß ich jetzt nicht mehr.
Sujeevan
01:11:39
Genau, das waren auch so die Pflichtsachen, die musstest du zwangsläufig machen, aber halt auch normale Dinge überhaupt richtig.
Dirk
01:11:44
Ich hatte meine dritte Fahrstunde schon auf der Autobahn.
Sujeevan
01:11:48
Ja, das weiß ich für mich nicht mehr.
Dirk
01:11:49
Nein, ich will damit nur sagen, dass sich das schon enorm verändert hat.
Sujeevan
01:11:56
Die Preise haben sich halt extrem verändert, ja.
Dirk
01:11:58
Ja, und selbst wenn sich die Preise nicht verändert hätten, wenn du die vierfache Anzahl an Fahrstunden brauchst, dann wird der Führerschein noch nahezu viermal so teuer.
Sujeevan
01:12:06
Ja, ich hatte ja auch knapp 35, 40 Fahrstunden. Und bei mir war es nicht so teuer wie heute. Bei mir waren es irgendwie 1200 Euro oder sowas. Echt? Ja, ja. Deswegen sage ich ja, das ist nicht die Fahrstunde selbst, sondern die...
Dirk
01:12:20
Ach, ich hatte auch kurz über 1000 Euro. Das ist spannend.
Sujeevan
01:12:24
Irgendwo zwischen 1000 und 1500. Aber das ist halt die letzten 10 Jahre oder die letzten 5 Jahre vor allem halt extrem teuer geworden. Ja.
Dirk
01:12:31
Ja, nun. Genug gelästert.
Sujeevan
01:12:34
Aber mein Bruder wohnt ja in Australien und der findet die Autofahrer da schrecklich und findet die in Deutschland super. Und dann meinte ich so, die fahren auch hier auch bekloppt und sonst was. So Reichsverschlussverfahren funktioniert doch hier auch nicht und bla bla. Der Unterschied ist aber, dass hier alle zur Fahrschule gehen müssen und das ordentlich lernen, während du in Australien halt so ein L-Board hinten aufs Auto klatscht und fährst dann mit deinem Vater oder Mutter.
Dirk
01:13:00
Ist ja in der Schweiz auch so.
Sujeevan
01:13:02
Und da lernst du natürlich ganz anders, beziehungsweise Homeschooling mehr oder weniger. Und das kann halt gut sein, ist es aber häufig dann halt auch nicht. Dann fahren halt alle bekloppt.
Dirk
01:13:12
Kann ich für die Schweiz bestätigen. Also nicht, dass alle bekloppt fahren, aber die haben auch L hinten dran. Die lernen auch mit dem Elternteil zum Beispiel. Und das Stimme ist ja, dass die Sachen weitergelehrt werden, die dann auch falsch sind zum Teil. Als ich mit dem Führerschein fertig war, war mein Vater total überrascht, dass man 100 auf Landstraßen fahren darf. Er hat Tempo 90 gelernt. Das ist jetzt ein geringer Unterschied. Aber hier ist, glaube ich, erst in den 2000ern der Fußgängerüberweg als verbindlich halten anerkannt worden. Und manche Eltern bringen das heute noch nicht bei.
Sujeevan
01:13:49
Ja, genau, solche Sachen. Mein Vater auch, aber es war genau das Gleiche. Es war jeder Generation, glaube ich, so.
Dirk
01:13:55
Ja, genau.
Sujeevan
01:13:56
Aber ja, da gibt es viele. Als ich in Australien dann vor ein bisschen über ein Jahr selbst rumgefahren bin, habe ich aber auch gemerkt, wie schlimm das da ist.
Dirk
01:14:05
Sag nichts über deinen Vater, ich bin fast genauso alt.
Sujeevan
01:14:10
Genau, die 12, 13 Jahre.
Dirk
01:14:12
Ja, ist das 13 Jahre?
Sujeevan
01:14:13
Mein Vater wird jetzt 70.
Dirk
01:14:16
Ja, dann sind es 12 Jahre.
Sujeevan
01:14:17
Ja, siehst du, ich bin eher an deiner Nichte als an dich, älterstechnisch.
Dirk
01:14:21
Ja, du könntest mein Sohn sein. Da kann man mal sehen, was ich schweigen habe. Ein anderes Thema. Aber geschickt gendern ist natürlich eine Webseite, die man kennen sollte. Ich finde das super, dass du die gezahlt hast.
Sujeevan
01:14:36
Genau, das kam auch als Kommentar auf LinkedIn, nachdem ich das gepostet habe, mit dem mit meinem Bewertung bei Amazon, wo ich gelobt wurde.
Dirk
01:14:45
Ich finde das gut.
Sujeevan
01:14:47
Kommen wir zu deinem Medientipp.
Dirk
01:14:49
Ja, genau. Ich habe einen Artikel als Medientipp, The Success Trap. Da geht es vor allem darum, dass man, wenn man Erfolg hat, dass man Schwierigkeiten hat, um, Ohne Vorbehalte was Neues zu machen, weil man immer an diesem Erfolg gemessen wird. Also am einfachsten erklärt sich das vielleicht dadurch, dass man sagt, wenn ich 10.000 im Jahr verdiene, dann würde ich keinen Job annehmen, bei dem ich 8.000 verdiene, weil es ja eine Verschlechterung ist. Und das Success Trap zahlt genau darauf ein, wenn man irgendwo Erfolg gehabt hat, dann möchte man ja nichts machen, was den Erfolg zunichte macht, sondern man möchte wenigstens das, was man mit dem Erfolg erreicht hat, weitermachen. Das heißt, je erfolgreicher man wird, desto begrenzter werden die Wahlmöglichkeiten und desto weniger wird die Freiheit. Da habe ich mir nie Gedanken drüber gemacht und ich war relativ überrascht und das hat mich echt eine Woche oder zwei beschäftigt, mich damit auseinanderzusetzen. Einfach mal ein ganz anderer Blick, also Erfolg ist nicht nur gut, es begrenzt auch Möglichkeiten und nimmt Freiheiten.
Sujeevan
01:15:48
Ja, ich muss da auch sofort an die, an diese Grafik denken, wo du quasi, also du hast ja deinen Lebensweg, was du halt in gut und schlecht quasi einsortieren, kannst und dann bewegst du dich im Graph nach oben, oben im Sinne von besser und hin und wieder gibt es natürlich Schritte und halt von links nach rechts auf der X-Achse und auf der Y-Achse halt irgendwie doch besser und schlechter quasi und dann hast du natürlich immer mal wieder halt so, okay, du lernst dazu, es geht höher, du machst Fehler, dann gehst du ein bisschen zurück, aber davon lernst du auch wieder, also gehst du irgendwie wieder hoch, und irgendwann bist du dann, keine Ahnung, bei, sagen wir mal, in der Mitte des Grafen und du kannst dann ja auch weiterlaufen Richtung besser oder du kannst halt nach unten laufen und wenn du aber die ganze Zeit Angst hast, was falsch zu machen oder zu wenig zu machen, dann machst du vielleicht genau das falsch, was du machst.
Dirk
01:16:38
Ja.
Sujeevan
01:16:39
Und dann sind wir wieder bei deinem Thema.
Dirk
01:16:41
Und dann sind wir wieder bei Fear of a Better Option, ja genau.
Sujeevan
01:16:45
Genau.
Dirk
01:16:46
Dann schließe ich so ein bisschen den Kreis. Aber mich hat der Artikel wirklich sehr, sehr stark ins Nachdenken gebracht. Wir haben beide schon ein bisschen was erreicht in unserem Leben und wenn man sagt, dass das, was wir erreicht haben, uns unfreier macht, das finde ich schon, ich habe das nie so gesehen, musste dem Artikel aber recht geben.
Sujeevan
01:17:06
Ja, ich meine, manchmal merke ich das dann halt auch so, dass als ich bei dem Kunden, bei dem ich jetzt bin, auf Leute getroffen bin, mit denen ich schon früher mal an anderen Stellen gearbeitet habe und der eine dann zu mir meinte, als er dann gehört hat, dass ich da anfange und wir halt irgendwie fünf Jahre oder sechs Jahre halt nichts voneinander gehört haben, dachte er sich, was, der kommt hier hin, also im Sinne von, auf das Niveau hier bringt er sich hier runter. Da dachte ich so, ja, könnte man jetzt schlecht sehen, aber es ist dann halt auch, muss man aber halt nicht.
Dirk
01:17:41
Ja, es kommt ja auch immer darauf an, welche Metrik man anlegt. Also es kann ja sein, dass was, was sich von außen schlechter anfühlt, für dich selber besser ist.
Sujeevan
01:17:49
Ja, und einige Sachen weiß man natürlich auch nicht, bis man da drin ist.
Dirk
01:17:52
Ja, also meine Eltern hatten immer als maximales Ziel, Nachkriegsgeneration möglichst viel Geld zu verdienen und unser Ziel ist dann eher zufriedener zu sein. Natürlich ab einer bestimmten Menge an Geld, die wir haben. Das muss man dann auch immer sagen. Aber die Wertigkeit ist zum Teil unterschiedlich. Also ich möchte meine Rechnung natürlich schon bezahlen können, aber ich möchte auch was haben, wo ich nicht jeden Tag mit Ärger zur Arbeit gehe, sondern eher wo ich abends auch zufrieden nach Hause komme.
Sujeevan
01:18:25
Ja, genau. Dass du nicht darüber nachdenken musst, ob du jetzt was kaufst zum Mittagessen, weil du Hunger hast oder nicht.
Dirk
01:18:32
Ja, genau. Die Grundbedürfnisse müssen in jedem Fall gestellt sein.
Sujeevan
01:18:37
Ja, das fiel mir vor allem dann auf, als ich meine Neuseeland-Tour hatte.
Dirk
01:18:43
Ja.
Sujeevan
01:18:43
Und ich jeden Tag außerhalb essen musste.
Dirk
01:18:45
Ja.
Sujeevan
01:18:46
Dann dachte ich so, das ist eigentlich schon viel Geld. Aber dann aufs Ganze betrachtet, denke ich so, ach, ob ich jetzt diese 15 Euro pro Tag jetzt habe oder nicht habe, fällt mir am Ende dann auch nicht mehr auf. Das ist schon ein gewisser Luxus, den man sich ein großer Luxus leisten muss. Dafür habe ich in Rostels gepennt.
Dirk
01:19:08
Ja, wenigstens nicht unter der Brücke. Ist doch schon mal ein Schritt nach vorne, genau.
Sujeevan
01:19:13
Ich hätte in den Mietwagen pennen können.
Dirk
01:19:16
Das macht Nackenschmerzen.
Sujeevan
01:19:19
Grotgesuch wäre es gewesen.
Dirk
01:19:20
Für sie getestet. Ja, ähm. Gut, gut, gut, genau.
Sujeevan
01:19:27
Musste ich mir auch mal durchlesen. Kommen wir zu den Tooltips. und ganz überraschend habe ich schon wieder ein Text-to-Speech, nein, Speech-to-Text.
Dirk
01:19:38
Wir haben zu viel AI in dieser Sendung.
Sujeevan
01:19:42
Genau, aber wir starten mit dem Warum und nicht dem mit dem AI-Powered.
Dirk
01:19:50
Nicht mit dem Was.
Sujeevan
01:19:52
Genau, außer jetzt hier. Ich hatte in zwei Folgen vorher irgendwann, zwei, also jeweils zwei Text-to-Speed, nein, Speech-to-Text, ich verdrehe das immer, Speech-to-Text-Tools empfohlen. Und jetzt kommt das dritte. Das erste war Whisper Flow. Das ist ein Venture Capital unterstütztes Ding, was unter Mac und Windows funktioniert. Ich glaube, unter Linux funktioniert das nicht. Womit du halt neu modernes Speech-to-Text halt machen konntest. das halt auch durch einen LLM zum Beispiel jagen konntest, um dann besseren Text zu haben. Geht halt über deren Cloud und sonst was, musst du bezahlen und deren Anwendung ist relativ fett. So, und dann haben wir aber, dann hatte ich dann auch Super Whisper empfohlen. Super Whisper war glaube ich auch Mac only, ich weiß das gerade gar nicht mehr. Oder Mac und Windows, aber nicht Linux, kann das sein. Und das war halt auch ein kommerzielles Tool oder quasi, dass du einen Preis zahlen konntest oder kannst, wenn du es verwenden willst. Kann aber auch relativ viel. Und die meisten Features braucht man aber irgendwie auch nicht. Oder bruchte ich nicht. Und dann gibt es jetzt aber noch das Tool Handy.
Dirk
01:21:17
Handy.
Sujeevan
01:21:18
Genau. Handy.computer. Unter der URL erreicht man das. Und das ist ein Open Source Open-Source-Speed-to-Text-Tool, was unter Mac, Windows, Linux funktioniert, was zum Beispiel nicht unter Android und iOS oder so funktioniert. Der Whisperflow funktioniert, glaube ich, auch unter iOS zumindest. Und das Prinzip ist halt genau, nahezu genau gleich. Du kannst, runterladen, quasi welche Open Source Modelle oder Open Wades Modelle du verwenden möchtest, um den Speech Text zu machen. Da gibt es zum Beispiel OpenAI Whisper. Das kannst du dir so, es steht unter einer MIT-Lizenz, kann man sich so runterladen. Das wird zum Beispiel auch bei uns verwendet im Podcast, um die Transcriptions zu erzeugen. aber es gibt zum Beispiel dann auch Parakid, was da empfohlen wird, womit man dann halt auch transkribieren kann, was dann zum Beispiel auch schnell ist und genau ist. Und die kannst du halt runterladen und fertig. Und da kannst du dir natürlich, entscheiden, ob du nicht doch Whisper Large verwendet willst, also ein größeres Modell, was so langsamer ist, aber dafür genauer ist. Weil bei mir kommt das zum Beispiel so, dass bei Handy, wenn ich dann dort nutze und Castro Brauxel sage, dann kommt da Castro Brauxel raus.
Dirk
01:22:46
Ja, ich dachte, das war eine Ecke.
Sujeevan
01:22:50
Und das funktioniert ja dann bei Whisper Flow oder Super Whisper dann zum Beispiel ein bisschen besser. Wobei ich das jetzt nicht so ausführlich getestet habe. Und das ist halt schon praktisch, weil manchmal kannst du dann diverse Sachen dann halt schneller runterschreiben. Ich nutze es so nicht aktiv. Ich habe es ja jetzt dreimal ein Tooltip gehabt zu diesem Speech-to-Text, aber es macht halt schon einen krassen Unterschied, was es heute gibt, hinzudem, was es halt vor der AI-Ära gibt, gab. Und ja, Handy ist halt Open Source, ist halt das Schöne.
Dirk
01:23:24
Ja. Ich benutze auch manchmal Spracheingabe, um Aufgaben zu erfassen.
Sujeevan
01:23:30
Ja.
Dirk
01:23:31
Einfach kurz.
Sujeevan
01:23:32
Ja.
Dirk
01:23:33
Muss ich zwar eh nachbearbeiten, aber es ist egal, dann habe ich es nicht mehr im Kopf.
Sujeevan
01:23:36
Ja. Ja, ich meine, ich habe es auch letztes Mal erwähnt, dass ich dann einen Artikel lange, den muss ich scheiße, den muss ich auch noch weiterschreiben, habe ich auch schon drei Monate gemacht, dass ich dann halt vorhin reingeredet habe und dann bin ich halt schneller mit dem Schreiben.
Dirk
01:23:50
Ja.
Sujeevan
01:23:53
Genau. Aber du kannst dann auch bei Handy zum Beispiel benutzen, definierte Wörter. Wie, Castro brauchst du wahrscheinlich.
Dirk
01:24:01
Genau, automatisch übersetzt nach Wanne-Eicke. So wie das halt muss.
Sujeevan
01:24:07
Genau.
Dirk
01:24:07
Prima.
Sujeevan
01:24:09
Gut, soviel dazu.
Dirk
01:24:10
Ich habe auch was und da hast du ja im Vorgespräch gesagt, schon wieder eine Wetter-App. Ja, schon wieder eine Wetter-App. Diesmal als Flatpack. Und zwar ist das Musam oder Musam. Ich weiß gar nicht, wie man das ausspricht. Das ist eine sehr schön gestaltete Wetter-App für ein GOM-Desktop. Ich habe auch erklärt, warum ich eine Wetter-App brauche. Und zwar muss ich natürlich täglich mit meinen Hunden raus. Das gibt es auch als Snap übrigens, wollte ich noch sagen. Und da ist es schon gut, wenn man geht und es nicht regnet. Also wenn man sich regenfreie Zeiten raussuchen kann. Und deswegen habe ich eine Wetter-App. Man kann halt jeden beliebigen Standort da reintragen. Und ich kann auch gucken, wie das Wetter bei meinem Bruder zu Hause ist. direkt vor der Haustür. Nein, also zumindest in der Stadt ist oder wie es bei dir in Wanneichel, wo dein Kastro-Proxel ist, genau. Und einfach schön gestaltet, sind alle Informationen drin, die man so braucht, auf einer relativ kleinen Seite. Für mich lohnt sich das.
Sujeevan
01:25:14
Ja. Und wie aufwechselst du deine Wetter-Apps?
Dirk
01:25:18
Gar nicht so häufig. Nicht so häufig wie die Linux-Distribution.
Sujeevan
01:25:23
Weil du hast auch so zwei aber das war für ein Handy, glaube ich.
Dirk
01:25:28
Das war es für das Handy, breezy weather für das Handy, genau.
Sujeevan
01:25:30
Ja, okay. Na gut, das ist was anderes.
Dirk
01:25:34
Ja, und jetzt bei mir ist es auch so, ich bin ja, wenn ich nach, ich wohne ja in der Nähe von Zürich und mein eigentliches Team, in dem ich bin, das ist in Bern und wenn ich nach Bern fahre, möchte ich schon wissen, wie das Wetter wird, nicht, dass ich die verkehrten Klamotten anhabe, weil das, sind 100 Kilometer dazwischen, da kann das Wetter schon, ja, 3, 4, 5 Grad unterschiedlich sein.
Sujeevan
01:25:53
Ja, Ja, du gehst häufiger raus, als ich joggen gehe. Ganz überraschend.
Dirk
01:26:01
Ja, ich gehe sogar häufiger am Tag raus, als du wahrscheinlich vor der Tür bist.
Sujeevan
01:26:06
Ja, die 200 Meter zähle ich nicht rein, von zu Hause bis zum Büro.
Dirk
01:26:11
200 Meter sind es bei mir nie.
Sujeevan
01:26:13
Ja, genau, deswegen zähle ich das nicht, weil das ja zwar vor der Tür ist, aber naja, kann ich schnell rüber huschen und werde immer noch nicht nass, so gefühlt.
Dirk
01:26:22
Zwischen den Tropfen durchlaufen, genau.
Sujeevan
01:26:24
Ja, genau. gut prima damit sind wir im nachgeplänke wir sehen uns ja ein paar wochen und zwar auf den klima salinox tagen ja und sind vorträge von dir angenommen worden ja.
Dirk
01:26:40
Es ist ein vortrag angenommen worden.
Sujeevan
01:26:42
Cool von mir auch ich wusste das gar nicht sagt doch mal welcher vortrag, Mein Vortrag, wie hieß denn der nochmal? Freitagnachmittag, Zeit für ein Deployment.
Dirk
01:26:54
Ja, mein Vortrag ist von der Idee zum Fachbuch. Den habe ich vor zwölf Jahren schon mal auf dem Deluxe Day in Dornbirnen gehalten, diesmal mit AI. Diesmal mit ein paar mehr Informationen und ich muss noch ein paar Fragen zusammenstellen, die ich an die Verlage schicke, um das geballte Wissen damit mit reinfließen zu lassen.
Sujeevan
01:27:12
Ja, so viel Zeit hast du nicht mehr.
Dirk
01:27:15
Ja, das geht ja relativ schnell. Ich habe, meinen persönlichen Lektor, der ja auch dein Lektor ist, den habe ich ja schon angespitzt, der hat sofort den Verlagsleiter mit den Kopien genommen, da werde ich dann Antworten bekommen. Zwei, drei andere Verlage sind jetzt alle bei Heise, was irgendwie auch kein gutes Zeichen ist. Da werde ich dann meine Ansprechpartner nochmal anspitzen. Es muss ja nicht hundertprozentig repräsentativ sein, es soll ja eine Idee davon geben, was man tun muss, um ein Buch im Regal stehen zu haben. Ich werde dich wahrscheinlich auch nochmal interviewen. Und vielleicht noch jemand anderen. Genau.
Sujeevan
01:27:55
Ja, da komme ich mit rein. Und dann werde ich dich aber korrigieren.
Dirk
01:28:00
Ja, mach das mal.
Sujeevan
01:28:00
Das ist falsch, was du da sagst. Das stimmt nicht.
Dirk
01:28:04
Ich freue mich drauf. Ich freue mich auf die Diskussion danach. Wir schreiben gerade an der achten Auflage unseres Linux-Buchs.
Sujeevan
01:28:11
Du warst ja seit der ersten eine Auflage dabei, ne?
Dirk
01:28:13
Ich war eigentlich Mitinitiator, ja.
Sujeevan
01:28:16
Ah, okay, du bist schuld.
Dirk
01:28:17
Ja, einer von zweien. Der zweite ist schon lange nicht mehr da, der hat das erste Buch schon nicht mehr mitgeschrieben, der die eigentliche Idee hatte.
Sujeevan
01:28:25
Echt, wer war denn das?
Dirk
01:28:26
Markus Fischer, damals in der Ubuntu-Community auch sehr, sehr aktiv, der mich ins Bruch holt hat und dann wollte er sich auf seine Dissertation eher stürzen als auf das Deluxe.
Sujeevan
01:28:35
Ja, okay. Aber der hat auch andere Bücher geschrieben, kann das sagen?
Dirk
01:28:38
Ja, viele Ubuntu-Bücher geschrieben, ja.
Sujeevan
01:28:40
Ja, gibt es Ubuntu-Bücher eigentlich noch?
Dirk
01:28:43
Ich glaube nicht, oder?
Sujeevan
01:28:45
Also zumindest nicht diese fetten Oschis.
Dirk
01:28:47
Das weiß ich nicht mehr.
Sujeevan
01:28:49
Es gibt halt diese Einstiegsbücher.
Dirk
01:28:51
Den Kofler gibt es natürlich immer noch.
Sujeevan
01:28:53
Ja, gut.
Dirk
01:28:54
Der Kofler.
Sujeevan
01:28:55
Der Kofler. Ja, ich mache den Vortrag von der CLC, den ich in der Wimme gehalten habe, mache ich quasi jetzt noch mal. Nur halt auf Chemnister Linux tragen. Da wird es auch aufgezeichnet. Das heißt, da gibt es noch eine Aufzeichnung für später. Ich glaube, auf Media CCC landen die mittlerweile, was ich auch ganz gut finde. Und da werde ich aber nochmal deutlich überarbeiten, auch mit dem Feedback, was ich da bekommen habe.
Dirk
01:29:22
Ja.
Sujeevan
01:29:23
Und es wird keine Dauerwerbesendung.
Dirk
01:29:25
Also ist das auf jeden Fall der Videoaufzeichnung zugestimmt?
Sujeevan
01:29:30
Ja, genau. Genau, habe ich zugestimmt.
Dirk
01:29:33
Genau.
Sujeevan
01:29:35
Aber ja, ich freue mich darauf. 28. und 29. März in Chemnitz, also für die kurzentschlossenen. Die können da noch hinkommen. Da sind auch diverse Freunde von uns mit Vorträgen vorhanden.
Dirk
01:29:50
Familientreffen halt, genau.
Sujeevan
01:29:52
Ich freue mich zum Beispiel auf den Jörg mit Der Kunde lügt immer und dem Support kann niemand lesen. Das ist auch ein schöner Titel.
Dirk
01:30:00
Ich freue mich auf den Vortrag, der direkt nachkommt. Schlecht über Technik schreiben, glaube ich, heißt der.
Sujeevan
01:30:06
Richtig schlecht über Technik schreiben.
Dirk
01:30:08
Da bin ich gespannt drauf, das passt dann zum Buch ziemlich gut, glaube ich. Es gibt einige Vorträge, die ich spannend finde und die ich gerne sehen möchte.
Sujeevan
01:30:18
Ja, ich wollte auch noch bei digital souveräne Partei zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Thorsten. Genau, von den Grünen. Die Grünen. Genau. Und es gibt aber auch noch ein paar DevOps-Talks, wo ich mich über einige Sachen rüchte. Ein Talknamen ist Jenkins Showcase. Jenkins.
Dirk
01:30:42
Deswegen gelacht F8.
Sujeevan
01:30:43
Ja, genau, von damals.
Dirk
01:30:48
Ja, ich habe bis auf eine Lücke von zwei Stunden, habe ich, glaube ich, für jeden Slot einen Vortrag gefunden, den ich gerne sehen möchte.
Sujeevan
01:30:56
So genau habe ich, glaube ich, noch nicht geguckt.
Dirk
01:30:58
Und wie es dann immer so ist auf Veranstaltungen, werde ich die sowieso nicht alle sehen, sondern mich irgendwie draußen verquatschen.
Sujeevan
01:31:04
Ja.
Dirk
01:31:05
Was dann auch wichtiger ist, weil die meisten kann man im Video nachschauen.
Sujeevan
01:31:09
Was man dann nie tut.
Dirk
01:31:11
Wir sind halt vom Organisationsteam gefragt worden, ob wir einer Videoaufzeichnung zustimmen. Das haben wir.
Sujeevan
01:31:17
So gut wie alle, aber nicht alle gemacht.
Dirk
01:31:21
Ja, und dann kann man das hinterher dann auch angucken.
Sujeevan
01:31:25
Hier, da ist noch ein, du wolltest doch mal Videoschnitt lernen. Da gibt es ein How-to oder Videos mit KDE in live. erstellen.
Dirk
01:31:32
Habe ich, glaube ich, auf der Liste. Ja, ich wollte es wirklich lernen. Ja, ist schon richtig.
Sujeevan
01:31:39
Ja, ja. Gut.
Dirk
01:31:41
Gut, gut. Also wir würden uns freuen, euch zu sehen. Wenn ihr auch auf den Chemnister Linux Tagen seid, dann meldet euch auch gerne per Mail oder Mastodon oder Matrix.
Sujeevan
01:31:52
Spricht euch das nicht ganz weird an.
Dirk
01:31:54
Ja. Dann können wir bestimmt auch abends ein Kaltgetränk zusammennehmen.
Sujeevan
01:31:59
Das wäre jetzt auch sehr inklusiv.
Dirk
01:32:01
Oder tagsüber ein Heißgetränk.
Sujeevan
01:32:06
Toll, ich will aber tagsüber ein Kaltgetränk. Und haben sein Heißgetränk.
Dirk
01:32:11
Mach doch deinen Scheiß alleine. Geh doch, wo du wohnst. Genau. Prima, dann, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt, dann könnt ihr jetzt langsam abschalten. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Sujeevan
01:32:28
Tschüss.
Dirk
01:32:29
Ciao.

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