TILpod

Dirk Deimeke & Sujeevan Vijayakumaran

TIL053 - 40 Jahre in Deutschland und mit dem Ego zu OpenTelemetry

01.04.2025 90 min

Zusammenfassung & Show Notes

Vorgeplänkel
TIL-Shorty: 40 Jahre Deutschland/Castrop-Rauxel (für Sujeevans Eltern)
TIL-Shorty: Checklisten
TIL-Shorty: Content für das Business
  • - keine Links -
TIL-Shorty: Egosurfing mit Large Language Models
Thema: OpenTelemetry
Tooltipp: Ultimate Plumber
Tooltipp: Shademap
Nachklapp

Transkript

Sujeevan
00:00:00
Hallo und willkommen zu Folge 53 von Tilpott. Hallo Dirk.
Dirk
00:00:04
Hallo zu Steven. Ich werde das irgendwann nochmal richtig lernen, aber ich übe.
Sujeevan
00:00:10
Mein Name meinst du?
Dirk
00:00:11
Ja.
Sujeevan
00:00:12
Nö, das passt ungefähr.
Dirk
00:00:14
Wenn es so ungefähr passt, dann haben wir ja schon mal ein bisschen was erreicht in diesem Podcast. Nach 53 Episoden.
Sujeevan
00:00:20
Dirk ist stets bemüht.
Dirk
00:00:22
Ja, genau, der zeigt sich stets bemüht. für die Annalen. Wir nehmen am 7. März auf. Das ist noch nicht mal ganz eine Woche, nachdem wir die letzte Episode veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass ein geschätzter Kollege in den Urlaub geht und wenn diese Episode online ist, wahrscheinlich wieder zurück ist.
Sujeevan
00:00:39
Genau. Genau. So, wir haben dies ein bisschen Feedback bekommen. Und zwar ein Feedback, da stand zwar ein Name drunter, also hat mich privat erreicht, aber dadurch, dass auch zum Burnout ging, habe ich mal den Namen, das war jetzt mal der Name raus, weil da ging es um die Gewichtsdecke und effektiv die Zustimmung von dem, was ich auch so ein bisschen gehabt habe. Dem wurde das quasi, ärztlicherweise quasi wegen Burnout Recovery empfohlen und bei ihm hat es keinen so großen Unterschied gemacht und er wird es nicht nochmal tun. Ich meine dann auch nur so, naja, okay, das ist ungefähr so wie bei mir, nur dass ich das für mich entschieden habe und ich würde es, glaube ich, auch wiederholen. So ist es nicht. Also ich finde es ein bisschen gemütlicher, aber ich merke jetzt keinen so großen Unterschied, wie letztes Mal auch gesagt.
Dirk
00:01:33
Vielleicht gehörst du auch einfach nicht zur richtigen Zielgruppe. Kann ja auch sein.
Sujeevan
00:01:37
Ja, keine Ahnung. Aber wie gesagt, ich glaube, andere Faktoren machen viel größeren Unterschied aus. Und ich habe keinen wissenschaftlichen Check gemacht.
Dirk
00:01:48
Genau.
Sujeevan
00:01:49
Und dann noch ein kleiner Seitenhieb von der gleichen Person. Von wegen, naja, dadurch, dass wir dein Medientipp was mit Perfektionismus und, Prokrastination. Genau. Meinte er, naja, dass wir das Open Telemethod-Thema verschoben haben, war ja auch nur Perfektionismus.
Dirk
00:02:07
Nicht ganz unrichtig, ja.
Sujeevan
00:02:10
Genau, aber dafür haben wir das ja heute.
Dirk
00:02:12
Genau. Dann haben wir noch ein Feedback von Ben bekommen, danke auch dafür. Dem hat das Paraprinzip bisher angetan und er konnte sich Areas nicht merken, Areas-Bereiche. Und hat es durch Absichten ersetzt, dann passt es auch in sein Weltbild.
Sujeevan
00:02:28
Gut. Ja, ich hatte auch noch mal ein Feedback auf der Totspur bekommen von einem Kassel-Proxeler-Hörer. Auch zu der Parametode, weil er auch Logsik sehr gerne mag. Da fiel mir so auf, als er mir da was erzählt hat. Ich weiß gar nicht mehr, was du mir erzählt hast. Ich müsste jetzt meinen Podcast wiederhören.
Dirk
00:02:50
Ja, ich habe auch noch Feedback von einem ehemaligen Kunden von mir bekommen, dass er unseren Podcast sehr gerne hört und dass er eigentlich einen längeren Kommentar schicken wollte. Naja, vielleicht reicht es dann für die nächste Episode.
Sujeevan
00:03:01
Steht es bemüht, wahrscheinlich.
Dirk
00:03:03
Ja.
Sujeevan
00:03:04
Genau. Und es gab eine hitzige Diskussion zu, Nudeln kochen in unserer Matrix-Gruppe.
Dirk
00:03:12
Ja, in einer technischen Gruppe hat man sich über Nudeln kochen unterhalten. Wobei, es war ja auch eine Sache, die wir gelernt haben. Übrigens nur so Pro-Tipp für euch getestet, das funktioniert auch mit Reis.
Sujeevan
00:03:25
Moment, wie kochst du Reis?
Dirk
00:03:28
Ja, normale, genauso wie Nudeln. Aufkochen lassen, dann köcheln lassen bis zum Ende der Zeit.
Sujeevan
00:03:34
Hast du etwa keinen Reiskocher, Dirk?
Dirk
00:03:37
Nein, wir haben keinen Reiskocher.
Sujeevan
00:03:39
Ach, du musst noch viel lernen, Dirk.
Dirk
00:03:43
Jawohl, ich werde noch viel lernen. Dabei habe ich in meinem Leben schon mehr vergessen, als du je lernen wirst. Jetzt wäre dieser Spruch auch mal untergebracht.
Sujeevan
00:03:53
Genau, nein, Reiskocher, wichtig.
Dirk
00:03:56
Ja, so viel Reis essen wir nicht.
Sujeevan
00:04:00
Also ich suche einen neuen Podcast-Partner.
Dirk
00:04:03
Wir wechseln ja die Sättigungsbeilage bei uns zu Hause, von daher.
Sujeevan
00:04:07
Ja, Reis, Nudeln, Reis, Nudeln.
Dirk
00:04:10
Ja, ich meine, bin eine Kartoffel, Kartoffel, Süßkartoffel.
Sujeevan
00:04:14
Ja, für mich gehört Kartoffeln eine Beilage zum Reis.
Dirk
00:04:18
Das gibt es bei uns halt nicht. Weder Reis oder Kartoffeln.
Sujeevan
00:04:22
Ja, nee. Bei mir ist Reis mit Kartoffeln. Damit ich beide Beine, meine Herkünfte, meine deutsche und meine sri-lankische Herkunft auf einem Teller habe.
Dirk
00:04:35
Genau. Dieser Teller ist heute international angerichtet.
Sujeevan
00:04:40
Genau. Und damit können wir, glaube ich, auch direkt schon... Was ist eine Überleitung. Und zwar, ja, so ein richtiges Shorty ist auch nichts, also beziehungsweise keins, was ich jetzt neu gelernt habe, ist, aber ich habe jetzt neulich festgestellt, dass meine Eltern seit, also jetzt im April sind es genau 40 Jahre in Deutschland, beziehungsweise 40 Jahre Kastor-Brauxel. Ich stelle mir das immer noch lustig vor, wie meine Eltern, damals sind sie in den Sri Lanka ja geflohen, als Flüchtlinge, wie sie damals dann dachten so, ha, Kastro-Brauxel, that is it, da wollen wir hin.
Dirk
00:05:18
Zu der Weltstadt. Wir wollen uns ja einen internationalen Anstrich geben, da nehmen wir, Van Aekel hört sich ja zu gewöhnlich an, da gehen wir zum lateinischen Pondon nach Kastro-Brauxel.
Sujeevan
00:05:29
Genau, ne, so ganz war es nicht, aber ich habe erst in den letzten Jahren so ein bisschen mal nachgefragt, ja, wie war das eigentlich, warum eigentlich gerade Deutschland, warum hier die Ecke im Ruhrpott und so weiter und das war dann halt witzig, wenn ich das immer gefragt habe, weil meine Mutter dann immer sagte so, ja, weil Papa vorher schon alleine da war.
Dirk
00:05:50
Aha.
Sujeevan
00:05:51
Und... Deswegen halt nach Dortmund der Region gekommen. Aber warum war er jetzt vorher alleine da? Also ich habe es auch noch nicht ganz gut mitbekommen, nicht so ganz verstanden, warum gerade Dortmund, also mein Vater war erst mal alleine da, musste noch zurück, hat dann später noch mal wieder eingereist mit meiner Mutter dann. Und das war damals, ich glaube, das war zwei Jahre in Dortmund. Und dann wollten sie halt wieder nach Dortmund, weil er die Ecke kennt. Das war, glaube ich, aber auch irgendwas in die Richtung von wegen, irgendwer Nachbar, Bekannter, Freunde irgendwie so, waren halt auch schon nach Dortmund und sind dann entsprechend, deswegen dann nach Dortmund gekommen. Ich glaube, so viel haben sie gar nicht drüber nachgedacht. Ich glaube, wir würden viel mehr drüber nachdenken.
Dirk
00:06:40
Ja, oder so wenig wie ich. Job in Zürich angenommen, geguckt, wo man wohnen kann.
Sujeevan
00:06:47
Aber du bist auch nicht weggezogen. Innerhalb der Schweiz bist du nicht umgezogen, oder?
Dirk
00:06:50
Nein. wohnen jetzt seit fast 17 Jahren am gleichen Ort. Wenn die Podcast-Episode erscheint, sind wir 17 Jahre und einen halben Monat da. Beziehungsweise, als ich in die Schweiz gekommen bin, war es ja so, dass ich erst in Zürich eine Wohnung von der Firma hatte. Für drei Monate und danach sind wir dann ins jetzige Haus gezogen. Zur Miete wohlgemerkt.
Sujeevan
00:07:13
Ja. Ja, und jetzt kannst du nicht mehr ausziehen.
Dirk
00:07:17
Das brauche ich auch nicht mehr.
Sujeevan
00:07:21
Genau. Ja, ich meine, das ist jetzt halt für mich halt jetzt quasi, oder nicht für mich, sondern für meine Eltern halt 40 Jahre. Und nachdem sie sich dann halt in Castrop niedergelassen haben, ist es auch dabei geblieben. Und ich finde es ein bisschen spannend, dass... Das, wie, was ist das spannend? Negativ spannend, wie aktuelle Lage eigentlich halt gerade ist, weil viele Sachen, die ich halt auch für meine Eltern gehört habe, wie das damals war, als sie eingereist sind, Flüchtlingsunterkünften, den Fuß zu fassen in Deutschland, da hat sich in den letzten 40 Jahren quasi nicht viel geändert.
Dirk
00:08:00
Ja.
Sujeevan
00:08:02
Nur weil ich auch sagen muss, ich glaube, vor zehn Jahren, sobald die syrische 2015 so die syrische, Flüchtlingswelle da kam, da hatte ich ein bisschen mehr mit denen drüber gesprochen. Und dann war dann halt so typische Storys dann halt, wo ich dachte, da hat sich jetzt nichts geändert. Ein Beispiel. Es gab in Kastrup damals zwei Flüchtlingsunterkünfte und zu der Zeit sind halt relativ viele aus Sri Lanka gekommen. Relativ viele nicht vergleichbar mit den Leuten aus Syrien oder Ukraine zuletzt. Aber entsprechend hatten die dann sprachlich zumindest keine Schwierigkeiten, da mit ein paar Leuten zu quatschen. das war dann halt irgendwie auch so spannend, weil es hieß, naja, bei der Einflüchtlingsunterkunft gab es dann halt eben einen Vorhof, wo man draußen sein konnte. Vor allem dann, als es dann halt ein bisschen wärmer wurde. Dann haben sie halt Volleyball gespielt. Ja, wann haben sie aufgehört mit dem Volleyballspielen?
Dirk
00:09:04
Keine Ahnung.
Sujeevan
00:09:05
Als die Nachbarn wegen Ruhe Belästigung beschwert haben.
Dirk
00:09:11
Naja, typisch das typisch.
Sujeevan
00:09:14
Genau. Und dann hat jeder Aussage gefragt, naja, was habt ihr denn als erstes, was war denn der erste Eindruck? War für meine Mutter, weil sie dann ja, weil mein Vater hat ja quasi zwei Eindrücke. Meine Mutter meinte, Autos, ganz viele Autos. Man muss dazu sagen, sie sind in Ost-Berlin gelandet und sind dann mit dem Zug rüber. Ja, und es gibt ganz viele solche Sachen, die man da so hört. Ich bin froh, dass sie in Deutschland nach Deutschland gekommen sind und nicht irgendwie nach England oder sowas, was wahrscheinlich einfacher gewesen wäre, sprachlich vor allem. Aber ja, letztendlich bin ich mein Leben so wichtig, wie ich es gelebt habe. Deswegen, man kann nie wissen, wie es anders gewesen wäre. Aber ich bin froh, dass ich hier so aufgewachsen bin, wie ich aufgewachsen bin, auch wenn es natürlich immer besser geht.
Dirk
00:10:09
Ja.
Sujeevan
00:10:10
Aber es geht halt auch schlechter. Und das ist gerade, glaube ich, eher schon so ein bisschen besorgniserregend. Weltweit.
Dirk
00:10:21
Ja, vor allem, die Themen wiederholen sich ja. Also die letzten Wochen vor der Bundestagswahl haben sich ja viele Leute darüber unterhalten, dass das, was gerade durch die Nachrichtengeleitheit vor 40 Jahren genauso durch die Nachrichten gegangen ist, dass die Wahlprogramme sich in Bezug auf Flüchtlinge und auf Leute, die aus dem Ausland kommen, nicht großartig geändert haben. Also es wird immer mal wieder Thema und es wird ständig Thema.
Sujeevan
00:10:46
Ja, mit voranschreitenden Klimawandel wird es nicht besser, eher schlechter.
Dirk
00:10:50
Ja, und wir werden das noch erleben, wenn es mit dem Klimawandel so weitergeht, dann werden wir keine Wanderung mehr haben der Flüchtlinge, sondern wir werden, nein, falsch, wir werden dann neu auch Klimaflüchtlinge bekommen, nicht nur politische Flüchtlinge.
Sujeevan
00:11:05
Ja.
Dirk
00:11:06
So wollte ich sagen, ja.
Sujeevan
00:11:07
Genau. In wo auch immer dann alles.
Dirk
00:11:11
Aber ja ich habe mich ertappt als vor einigen tagen also kurz vor dieser aufnahme ist ein auto in durch eine menschenmenge in mannheim gefahren und ich habe mich ertappt dabei dass ich froh war dass es kein ausländer war und der der unfall an sich ist schrecklich und was da passiert ist schrecklich und ich war froh dass das nicht wieder instrumentalisiert werden konnte um um Hetze gegen Ausländer zu bringen.
Sujeevan
00:11:39
Ja. Ja, ich ertappe mich dabei auch immer wieder. Was man zu einer gewissen Art und Weise irgendwie nicht vermeiden kann. Weil eigentlich es wird viel zu selten an die Opfer gedacht, weil als das glaube ich Aschaffenburg das war, da waren es sehr vermeintliche Ausländer, der dann auch mit ein Auto irgendwo reingerastet ist. Also Menschen. Und da sind ja auch vermeintliche Ausländer, gestoppen. Ein Frauenkind. Hat jemand über die Opfer gesprochen? Nö. Haben das die Rassisten trotzdem instrumentalisiert? Ja.
Dirk
00:12:28
Natürlich, ja.
Sujeevan
00:12:29
So. Und ja, das ist gerade halt anstrengend, würde ich sagen.
Dirk
00:12:38
Ja, sehr.
Sujeevan
00:12:39
Vor allem, weil ich jetzt halt auch sehr viel merke, dass viele Leute auch, mit denen ich zu tun haben muss, um das so neutral zu formulieren, scheinbar kein Problem haben, solche Sachen halt auch zu äußern. Und sei es äußern durch Likes auf irgendwelchen Social-Media-Plattformen.
Dirk
00:13:00
Ja, ich habe in einem Podcast eine relativ interessante Abrechnung damit erfahren und zwar ist es so, dass das selbstverstärkend ist, dass die Medien den Artikel bringen und dass die Artikel halt geklickt werden. Dadurch, dass sie viel geklickt werden, werden sie nach oben gespült und dadurch, dass sie nach oben gespült werden, werden sie für Politiker sichtbar und wenn sie für Politiker sichtbar werden, dann werden sie thematisiert und instrumentalisiert für deren Ansichten. Das ist leider so. das ist ein sich selbst verstärkender Algorithmus, der da eine Rolle spielt.
Sujeevan
00:13:32
Ja, ich glaube, so Medien thematisch kann man das sehr, gibt es viele verschiedene Faktoren, die da so reinspielen. Die Medien machen da auch einen großen Anteil mit aus. Social Media genauso. Ist ja auch alles irgendwie selbst verstärkend, weil was man dann ja bei diesen ganzen Menschen fahren mit dem Auto und Menschen, um es mal so ganz unabhängig von Nationalitäten oder sonst was oder Herkünften zu haben. Bei drei der Fälle gab es irgendwie einen Brennpunkt bei ARD, beim vierten nicht, weil das war ja ein Deutscher. Es geht also irgendwie wenig um.
Dirk
00:14:09
Die Tat selber, genau. Wenn man sich dann noch überlegt, dass viel mehr Frauen Opfer von Gewaltverbrechen werden, meistens sogar durch Menschen aus ihrer Familie, meistens den Ehepartner, das wird nicht thematisiert in den Medien, wirklich gar nicht thematisiert in den Medien, und es werden Einzelereignisse genommen und die werden hochgekocht, dann ist das einfach traurig.
Sujeevan
00:14:29
Ja, und jedes Mal sind es irgendwie Männer.
Dirk
00:14:33
Ja.
Sujeevan
00:14:36
Unabhängig von Herkunft.
Dirk
00:14:39
Ja, das ist leider wahr.
Sujeevan
00:14:41
Genau. Ich habe das mal als Anlass genommen, um eine kleine Spendenaktion zu starten. Und zwar haben wir immer mal wieder ja schon mal erwähnt, dass wir Sea-Watch unterstützen, die Seenotrettung, weil meine Eltern hatten ja einen sicheren Weg, sie sind per Flieger in Deutschland gelandet. Sie waren, glaube ich, Sri Lanka, Thailand, Moskau, Berlin. Ich glaube, die war eine Woche unterwegs, also eine Woche in Bangkok oder so.
Dirk
00:15:12
Ja.
Sujeevan
00:15:13
Was meine Mutter hinterher als, ah, das war eigentlich ein netter Urlaub. Die hatten da jetzt keine große Gefahr direkt und in Sri Lanka war es auch noch nicht super schlimm. Auch wenn ich natürlich ein paar Onkel habe, die verschleppt wurden. Aber es haben halt nicht jeder, hat halt weil nicht jeder diesen Luxus, wie sie an Eltern hatten. Und deswegen unterstütze ich dann auch eben Sea-Watch, weil ich hatte auch mal mit einer Sozialarbeiterin gequatscht. Die hatte auch dann erzählt, sie dann halt mit Flüchtlingen arbeitet und sie meinte, sie muss halt meistens die jungen Männer, die kaum älter oder kaum jünger sind als sie, dann nochmal durch den ganzen Papiergramm durchgehen, wie die Fluchtroute war oder sonst was, was für die halt auch ziemlich traumatisierend ist. obwohl sie es geschafft haben und, deswegen unterstütze ich halt auch unter anderem oder im Wesentlichen auch Sea-Watch und ich hatte das Ganze schon Anfang März entsprechend jetzt auf Mastodon und auch auf LinkedIn gepostet, habe sogar schon 600 Euro zusammengesammelt und das ist im Rahmen des Berliner Halbmarathons, den ich auch im Anfang April dann entsprechend laufen werde, und den ich eigentlich gar nicht laufen wollte, aber dachte ich, ich möchte irgendwie sowas machen. Und da dachte ich, okay, das passt gerade ganz gut, weil sie auch in der ersten Aprilwoche auch in Berlin damals gelandet sind. Und mich würde es freuen, ich weiß von mindestens einer Person, die auch da 100 Euro gespendet hat aus unserer Podcast-Hörerschaft, weil da stehen Vornamen dran und deswegen konnte ich so ein bisschen eins und eins zusammenzählen. Vielleicht auch ein paar mehr, weil es anonym auch teilweise dann auch entsprechend ist. mich würde es freuen, wenn Leute nicht nur bei Sea-Watch, sondern auch vielleicht bei anderen Organisationen mal spenden, nicht nur immer an sich denken, was ich auch manchmal vergesse, sondern halt auch mehr mal an die Gesellschaft, an alle zu denken.
Dirk
00:17:16
Ich glaube, das hatten wir auch schon mal zum Thema gemacht.
Sujeevan
00:17:20
Bestimmt.
Dirk
00:17:21
Hier im Podcast, also genau. Wir haben ja zwei Patenkinder, meine Frau und ich.
Sujeevan
00:17:26
Wo wir spenden, genau, das hatten wir.
Dirk
00:17:27
Ja, genau. Und da haben wir mal darüber gesagt, dass man Zeit und auch vielleicht Geld spenden kann für Projekte, die einem wichtig sind.
Sujeevan
00:17:34
Ja.
Dirk
00:17:35
Es ist schon ein bisschen was her. Es lohnt sich in jedem Fall, das zu wiederholen. Das ist wichtig.
Sujeevan
00:17:39
Ja, ja. Genau. Soviel dazu. Oder hast du noch Fragen dazu?
Dirk
00:17:48
Ne, also was mich schon interessiert ist, was deine Eltern für sich für ein Fazit ziehen nach 40 Jahren in Deutschland, Vielleicht kannst du das mal vielleicht nicht heute aber vielleicht beim nächsten Mal wenn wir die nächste Folge aufnehmen vielleicht da mal drüber erzählen was sie gelernt haben Ja.
Sujeevan
00:18:11
Ich glaube das ist ein großer Unterschied, ob du meine Mutter oder meinen Vater fragst, weil mein Vater hat gearbeitet. Meine Mutter hat halt auf uns Kindenwald typische Hausfrau. Und meine Mutter denkt halt viel über, was wäre, wenn hätten wir was anders gemacht? Wie hätte sie gearbeitet? Oder wäre sie in London gewesen, dann hätte sie gearbeitet. Und ich denke also, naja, wir sind jetzt so gut aufgewachsen. Klar geht es immer besser. Aber wir müssen jetzt nicht zu sehr auf, was hätte man anders früher anders machen sollen. Weil vieles weiß man halt auch gar nicht. Also lieber, was können wir jetzt anders machen für die Zukunft oder wie können wir anderen helfen, dass das besser wird?
Dirk
00:18:52
Ja, ich glaube, das lohnt sich nicht so, darüber nachzudenken, aber die Frage ist, was man aus 40 Jahren woanders bleiben gelernt hat. Wir sind ja jetzt knapp 17 Jahre in der Schweiz und ich könnte dazu wahrscheinlich auch noch was erzählen, was ich knapp 17 Jahre in der Schweiz gelernt habe.
Sujeevan
00:19:07
Ja. Ich merke halt, ich lerne immer wieder was Neues. Ich merke halt viele Sachen, wo ich die, beim Essen merke ich das häufig, dass ich dann die Begriffe halt nicht kenne, auch heute nicht kenne. Wenn ich halt auf irgendeinem, keine Ahnung, es besser geworden halt, aber wenn ich früher halt Spaghetti Carbonara gesehen habe, dann so, keine Ahnung, was das ist. Oder Cordon Bleu. So, was für ein bleues Zeug. So, und das habe ich heute teilweise halt auch noch so, dass ich das dann halt nicht weiß, weil ich es einfach nicht damit aufgewachsen bin.
Dirk
00:19:44
Ja, wobei man sagen muss, dass auch nicht jeder Deutsche alle deutschen Spezialitäten gönnt.
Sujeevan
00:19:50
Ja, ich meine jetzt allgemeinwissen jetzt auch nicht die spezielleren Sachen.
Dirk
00:19:57
Das merken wir ja, wenn wir unseren gemeinsamen Austausch haben einmal in der Woche, merken wir ja schon häufiger mal, dass es da Unterschiede gibt.
Sujeevan
00:20:05
Ja, genau. Genau. Gut, soviel dazu.
Dirk
00:20:14
Okay. Ich habe ein Buch gelesen, und zwar das Checklistenmanifest oder The Checklistmanifesto. Gibt es gerade nur in Englisch, soweit ich weiß. Und ich habe gelernt, wie sich gute Checklisten zusammensetzen. Und zwar ist das in einigen Punkten aufgeteilt. Checklisten sollen einfach und klar sein. Sie sollen sehr präzise sein, sodass sie relativ schnell abgearbeitet werden können. Sie sollen auf den entsprechenden Anwendungszweck optimiert sein. Sie sollen vor allem praktikabel sein, also dass man wirklich was tun muss. Sie sollen getestet werden und immer angepasst werden und auf Zusammenarbeit getrimmt werden und sich nur auf kritische Punkte fokussieren und nicht alles unterbeten. Also wir hatten das auch mal zum Thema Morgenroutine. Da sollte man nicht aufschreiben, aufstehen, zur Toilette gehen und Zähneputzen, also nicht das Offensichtliche reinschreiben, sondern das reinschreiben, was wirklich einer Überprüfung bedarf. Und Checklisten sollten halt auf Situationen angepasst werden. Die guten Checklisten, von denen der Autor gesprochen hat, die sind alle maximal eine Minute lang. Und er hat da so Sachen im Kopf gehabt, er ist selber Arzt, er hat so OP-Checklisten gemeint, also dass man sich vor der Operation darauf verständigt, ob der richtige Patient da liegt, ob man sich einig darüber ist, welcher Eingriff vorgenommen wird und auf welcher Seite der vorgenommen wird. nicht dass man das verkehrte bein amputiert was auch schon vorgekommen ist und er hat sich halt bei hilfe geholt bei bei bei der bei der luftfahrt von ist wo es hat für piloten brief light checklists gibt und dann auf verschiedene checklisten gibt für notfälle und notlandungen und hat als beispiel da die notlandung auf dem hudson river genommen und wo die beide piloten hat die piloten co pilot hat mit sehr großer erfahrung einfach checklisten durch durchgegangen sind, Mein Learning daraus ist, dass ich mir öfter mal darüber Gedanken machen sollte, ob nicht an bestimmten Stellen Checklisten wirklich sinnvoll sind für mich. Und zwar nicht, um Dinge nicht zu vergessen, sondern um vielleicht Dinge in der richtigen Reihenfolge uns schnell zu tun.
Sujeevan
00:22:20
Ja, ich weiß nicht, ob ich hier oder hier im Podcast mal von meiner Lieblingscheckliste erzählt habe.
Dirk
00:22:26
Ich glaube nicht.
Sujeevan
00:22:27
Die Steuererklärungscheckliste.
Dirk
00:22:29
Nein.
Sujeevan
00:22:29
Ich habe einmal eine, also vor ein, zwei Jahren, glaube ich, habe ich ein Template quasi für Steuererklärung gemacht als Checkliste. Welche Dokumente brauche ich alles? Wo muss ich nachgucken? Solche Sachen. Und manchmal mache ich das halt sofort, manchmal mache ich das halt später. so von wegen so, hey, ich brauche jede Gehaltsabrechnung zum Beispiel. Oder ich brauche diese Steuerdingens. Oder von jeder Bank. Ich habe irgendwie, keine Ahnung, vier, fünf Bankkonten oder Brokerkonten, wo irgendwelche Kapitalerträge reinläufen. Das klingt jetzt sehr abgehoben. Ich habe auf jeden Fall mehrere Banken, wo ich dann halt gucke, was habe ich von da, das Steuerdokument heruntergeladen, weil die ja nie die alle in E-Mail-Postfächern oder sonst was liegen. Das macht das Ganze viel einfacher. Und jedes Mal, wenn ich, jedes neue Jahr gucke ich natürlich noch mal drüber, was habe ich vergessen oder sonst was. Und dann füge ich das auf dem Template quasi noch mal hinzu, damit ich das fürs nächste Jahr bereit habe. Und dann ist das halt nicht mehr eine Riesensache.
Dirk
00:23:37
Hast du Lust, das mal zu teilen?
Sujeevan
00:23:39
Ich glaube, die ist sehr individuell.
Dirk
00:23:42
Ja, ich glaube, die in großen Teilen ist die gar nicht so individuell, oder? Also ich glaube, klar, wenn du explizit Banknamen drin hast, dann schon, aber ansonsten.
Sujeevan
00:23:50
Ja, also so viel ist das ja eigentlich auch, finde ich, gar nicht. Weil in dem Endeffekt habe ich halt drei oder vier verschiedene Sachen. Einmal die Banken und einmal die verschiedenen, Gehaltsabrechnungen und sowas. Und die Steuerdokumente, die von der Arbeit dazugehören. Die Rechnung von der Selbstständigkeit, was bei mir auch immer nur so eine Handvoll ist. Und dann halt Rechnungen von PC-Sachen, die ich von der Steuer absetzen kann.
Dirk
00:24:19
Aber es scheint ja kompliziert genug zu sein, dass du sagst, dass es sinnvoll ist, dass du eine Checkliste dafür erstellst.
Sujeevan
00:24:25
Kompliziert nicht. Also klar, da sind auch ein paar andere Sachen drin, aber die sind halt sehr individuell. Und deswegen ist das Share-Unhalt, naja, ich kann lieber so ein Meta-Share-Unhalt machen quasi.
Dirk
00:24:35
Ja.
Sujeevan
00:24:36
Dass ich einen Blogpost schreibe, so von wegen, naja, das habe ich da drin. Und darum ist das jetzt halt irgendwie besser, einfacher. Weil es ist halt irgendwie 30 Punkte insgesamt, Weil ich dann halt Januar Gehaltsabrichtung, Februar Gehaltsabrichtung, jetzt auf Gehaltsabrichtung drinstehen habe. Und sowas halt.
Dirk
00:24:53
Also da muss ich ganz ehrlich sagen, das wäre nach dem Arthur Gawande, der das Checklistmanifesto geschrieben hat, wäre das ein Punkt.
Sujeevan
00:25:01
Ja, ich habe es kleiner gemacht, weil ich das manchmal mitten im Jahr, wenn ich dann schon mal ein paar Sachen hin und her kopiere für irgendwie was anderes, dann schiebe ich das schon mal da rein und hake das schon mal ab.
Dirk
00:25:11
Das ist dann eher eine Aufgabenliste, oder? Also in der Checklist, wo ich stehen habe, Gehaltsabrechnungen komplett. Zum Beispiel.
Sujeevan
00:25:19
Ach so, ja, aber ich mache das halt, es ist halt nicht für, dass ich das an einem Tag nur mache, sondern dass ich das immer mal wieder mache. Und dann muss ich halt das damit arbeiten können, womit ich das haben kann.
Dirk
00:25:31
Wenn es jetzt nach dem Buch ginge, wäre das eine Checkliste, die du vor Abgabe der Steuererklärung hast, wo eben dann drinsteht, alle Gehaltsabrechnungen sind dabei.
Sujeevan
00:25:39
Ja, okay.
Dirk
00:25:40
Alle Kontoauszüge von irgendwelchen Vermögenskonten sind dabei zum Beispiel. Genau, ich habe auch so Tasklisten wie kurze Abwesenheit und lange Abwesenheit, wo halt drinsteht, welche Sachen ich auf Pausemodus und auf Ferien stellen muss, wo ich Out-of-Office-Meldungen eintragen muss und, und, und. Aber das sind eher Aufgabenwechseln, Aufgabenlisten, also wo ich Aufgaben drin habe. Und so richtige Checklisten, wo ich einfach nur Dinge abhacke, habe ich nicht. Aber Gehaltsabrechnung oder Steuererklärung wird sicherlich ein guter Punkt.
Sujeevan
00:26:12
Also für mich geht es auch darum, dass ich A, nicht vergesse und B, dass ich die Hürde damit anzufragen möglichst gering halte.
Dirk
00:26:18
Ja, genau.
Sujeevan
00:26:19
Und je mehr Ordnung ich da drin habe, desto einfacher. Und das ist halt relativ stupide Arbeit.
Dirk
00:26:23
Ja.
Sujeevan
00:26:24
Also es ist relativ einfach. Weil ich habe ja auch nochmal hier, okay, da fällt mir gerade noch ein, ich habe halt auch zum Beispiel auch noch drin, welche Dokumente ich brauche für die Arbeitszimmerabrechnung, weil ich ein abschließbares, einen abschließbaren Raum habe und entsprechend dann prozentual alle Nebenkosten dann auch von abschreiben kann. Dann habe ich halt auch Stromkosten mit drin, sodass ich halt nochmal jede Stromrechnung durchgucken muss oder Abschläge dann halt dann berechnen muss. Für Wasser dann halt auch. Das ist irgendwie, keine Ahnung, 11% von beiden Wasserrechnungen, die man dann bekommt, weil das ja nie Kalenderjahr ist. Oder häufig nicht das Kalenderjahr ist.
Dirk
00:27:02
Ja.
Sujeevan
00:27:04
Genau sowas halt.
Dirk
00:27:07
Ich habe in die Sendungsnotizen mal einen Link gebracht zu Holly App, was ich schon seit ein paar Jahren benutze. Damit kann man ganz einfache Checklisten erstellen. Nennt sich Task Tracking for Nerds. Das ist vielleicht nicht ganz Task Tracking, aber es ist ein sehr einfaches Checklisten-Tool für die Leute, die es interessiert.
Sujeevan
00:27:25
Ja, ich hoffe, in Obsidian drin.
Dirk
00:27:28
In Logsik habe ich auch noch Templates, die bestimmte Checklisten beinhalten, ja.
Sujeevan
00:27:33
Ja, ich bräuchte vielleicht auch mehr als nur die Steuererklärung.
Dirk
00:27:38
Ja, also ich habe kurz und lange Office-Abwesenheiten als Thema. Ich habe mir eine lange Liste, aber es ist keine Checkliste gewesen, sondern eine lange Liste gemacht, bevor ich nicht denken muss, als ich den Job gewechselt habe, intern. Also was ich abgeben muss, was ich behalten muss, welche Sachen ich ummelden muss, solche Sachen. Also die Grenze ist da ein bisschen fließend. Also wenn man es zu lang macht, dann ist es eher eine Aufgabenliste und wenn man es zu kurz macht, dann ist es irgendwie auch überhaupt nichts wert. Die Wahrheit liegt da wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.
Sujeevan
00:28:06
Ja, ich meine Checkliste ist ja zum checken, also zum prüfen, darum keine Aufgabenliste, den Unterschied geschieht, das glaube ich nochmal wichtig, weil meine Steuererklärung ist ja sogar mehr eine Taskliste, keine Checkliste.
Dirk
00:28:18
Also bei mir wäre zum Beispiel ein Punkt in der Checkliste, Out of Office einstellen und darunter würden halt fallen, das in Outlook zu tun, das in unserem Projektmanagement-Tool zu tun und solche Geschichten, das man das halt an verschiedenen Stellen tun muss, genau.
Sujeevan
00:28:32
Ja.
Dirk
00:28:35
Gut.
Sujeevan
00:28:36
Gut, und darüber kann man ein ganzes Buch schreiben?
Dirk
00:28:39
Darüber kann man ein ganzes Buch schreiben. Das Buch war eher, bis auf das, was ich jetzt als Quintessenz gebracht habe, ich fand es nicht so, war es nicht lesenswert.
Sujeevan
00:28:48
Ja, okay, deswegen auch kein Medientipp.
Dirk
00:28:51
Deswegen auch kein Medientipp.
Sujeevan
00:28:52
Ja.
Dirk
00:28:53
Genau.
Sujeevan
00:28:55
Gut, kommen wir zum zweiten Shorty von mir. Und zwar habe ich das jetzt mal Content for Business genannt, weil mir viel über die letzten Jahre mal wieder auf, dass Content machen total helfen kann, wenn man ein bisschen, das kann man auch als Karriere verstehen, dass das irgendwie weiterhilft, wenn man Content gemacht hat, weil ich hatte jetzt schon mehrfach gehabt, dass ich Blogpost geschrieben hatte, die ich viel zu selten schreibe, dass mich da darauf Leute ansprechen was für die Arbeit relevant wäre oder relevant war Gleiches für den Podcast. Irgendwelche Podcast-Folgen gemacht und dann, ah ja, das kommen irgendwelche Leute bei der Arbeit, also Kunden dann halt an, dann sagen sie, hey, das möchten wir, ja, das klingt spannend. Oder man greift das nochmal auf, wo ich dann auch mal den einen Kollegen bei einem Kunden mal dann angeguckt habe und sie davon, sie hörten davon, du hörtest davon. Und Und was dann halt irgendwie spannend ist, wie viel Content-Marketing ist das effektiv hier dann auch. Was für einen Unterschied das machen kann.
Dirk
00:30:06
Ja.
Sujeevan
00:30:08
Weil es haben sehr, sehr viele, eigentlich total viel verschiedenes Wissen. Aber die meisten sharen das nicht, was auch okay ist.
Dirk
00:30:15
Ja.
Sujeevan
00:30:15
Aber es kann durchaus hilfreich sein für, je nachdem, was für eine Rolle, was mit Interessen man natürlich dann noch hat.
Dirk
00:30:22
Ja.
Sujeevan
00:30:25
Hattest du was in die Richtung schon mal? Wahrscheinlich.
Dirk
00:30:29
Ja, aber schon, wenn man so einen Blog hat, ist ja auch eigentlich der nächste Schritt, wenn man wirklich ein gutes Blog hat, dass man vielleicht auch vom Verlag mal angefragt wird, ob man für die ein Buch schreiben möchte. Oder dass man darüber halt auch Sachen hat, die einem dann helfen, in einen neuen Job zu kommen. Damit ist man dann gleich im Business auf einmal. Und da gibt es sicherlich Querbezüge, ja.
Sujeevan
00:30:52
Genau. Ja, und vor allem auch bei Dingen, die man gar nicht so bewusst macht. Also, klar, mein Git-Buch, mein DevOps-Buch oder sowas habe ich ja bewusst geschrieben, damit ich mich relevanter fühle, damit ich relevanter bin. So in die Richtung. Aber wenn ich dann mal einen Blogpost über Monorepos schreibe, dann war das einfach nur ein Blogpost über Monorepos, weil ich das Gefühl hatte, gerade darüber schreiben zu müssen. Und daraus ist dann halt irgendein Kundenengagement entstanden, als ich bei GitLab war.
Dirk
00:31:30
Und eine Podcast-Episode, genau.
Sujeevan
00:31:33
Genau. Recycling.
Dirk
00:31:36
Ja, wir recyceln die Themen. Nein, aber das ist ja ganz normal, dass man auch darauf angesprochen wird, was man so privat tut. Ja, genau.
Sujeevan
00:31:46
Und das kann schon hilfreich sein.
Dirk
00:31:49
Interessant ist ja, wenn sich sowas ergibt, per Zufall ergibt, wenn man es gar nicht mit dem Fokus erstellt, dass es irgendwie relevant sein könnte, sondern dass es dann irgendwie doch relevant wird auf einmal.
Sujeevan
00:31:59
Genau, das meinte ich gerade auch. Wenn du zugehört hast.
Dirk
00:32:04
Hast du was gesagt?
Sujeevan
00:32:06
Och Mann.
Dirk
00:32:10
Alle Leute ignorieren mich. Der Nächste bitte.
Sujeevan
00:32:14
Genau. Viel mehr habe ich dazu eigentlich auch gar nicht. War relativ kurz. Witzigerweise habe ich dieses Thema schon vor zwei Jahren angelegt gehabt.
Dirk
00:32:25
Ja. Okay, ich beschäftige mich momentan privat so ein bisschen mit Large Language Models und habe da auch verschiedene Sachen mal gemacht. Und das, was ich jetzt neulich getan habe, das habe ich auch in zwei Blogartikeln zusammengefasst. Ich habe mal die Large Language Models gefragt, wer ist Dirk Deimerke? Ich habe halt den Vor- oder Nachteil, jemals in dem man es nimmt, einen weltweit eindeutigen Namen zu haben. Mich gibt es halt nur einmal auf der Welt und es ist ganz interessant zu sehen, was da am Ende rauskommt. Und dann habe ich ein erweiteres Language Model gebeten, mal die Findings der verschiedenen Language Model zusammenzufassen und zu sagen, wo die Unterschiede sind. Wenn man die Gemeinsamkeiten zusammenfasst, dann kommt schon ein relativ gutes Bild dabei raus. Das fand ich sehr überraschend. Wohingegen es bei einigen Language Models, wenn man das alleine stehen darf, das war schon, was hast du gesagt, Verleumdung?
Sujeevan
00:33:18
Ja genau, ich glaube was war denn das? Ich glaube die meisten waren eigentlich relativ, welches hast du getestet? Das war ja Mistral, JetGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Deepsea, Krog und Copilot, und was war Verleumdung?
Dirk
00:33:35
Also erstmal dass ich beim Tatort mitgespielt habe, das war mir neu und das 12. November 1963 in Frankfurt am Main geboren wurde auch Deepsea war der Meinung, ich war ein deutscher unternehmer und als mitgründer der geschäftsführer der firma tipp 24 genau das.
Sujeevan
00:33:50
War die verleumdung.
Dirk
00:33:50
Das war die verleumdung claude als latin konnte mir keine informationen über mich geben was die informationen nicht hat aber ich wurde gemini übrigens auch nicht aber ich fand es ganz spannend was da so rausgekommen ist und ich habe einen weiteren versuch gemacht aber den werde ich jetzt hier nicht veröffentlichen das können die vielleicht mal selber machen ich habe führe ja auch eine Leserliste in Goodreads und in, Bookworm oder Bookworm im Bücherwurm und ich habe die Liste mal exportiert und einem Large-English-Model vorgeworfen und gesagt, was das Large-English-Model denn zu jemandem sagen würde, der diese Bücher gelesen hat. Das ist sehr interessant, was dabei rauskommt und es ist sehr interessant, dass eigentlich alle zu den gleichen Schlüssen kommen könnten, die Zugriff auf die Daten haben.
Sujeevan
00:34:37
Was meinst du genau?
Dirk
00:34:39
Ja, dass ich veröffentliche relativ wenig Privates, außer jetzt meine Leseliste, aber dass man über die Leseliste schon relativ viel über mich rausfinden kann.
Sujeevan
00:34:49
Ja.
Dirk
00:34:51
Weil ich natürlich Bücher lese, die mich interessieren und die auch zu Themen passen, die mich gerade beschäftigen. Und das sind öffentliche Daten.
Sujeevan
00:35:01
Ja.
Dirk
00:35:03
Ja, und so ein Ladd-Denglish-Model kann daraus richtig interessante Dinge zusammenbauen.
Sujeevan
00:35:09
Ich meine, das kann ja fast die Sachen halt zusammen.
Dirk
00:35:13
Ja, genau. Und wir haben, glaube ich, mal was über offene Daten generell gesagt, aber wenn wir über Profilierung in Google reden oder dass unsere Profildaten zusammengesammelt werden, dass uns das Angst macht. Mich hat sehr überrascht, was aus öffentlich zugänglichen Daten, die ich dem Internet zur Verfügung stelle, an Rückschlüssen auf mich gezogen werden können.
Sujeevan
00:35:38
Ja.
Dirk
00:35:39
Und ich habe es ja bewusst ins Internet gestellt, weil ich damit einen Zweck verfolge. Und ich wollte ja auch, dass das öffentlich zugreifbar ist.
Sujeevan
00:35:45
Ja.
Dirk
00:35:47
Und schon interessant.
Sujeevan
00:35:49
Ja.
Dirk
00:35:50
Vielleicht habe ich zum Zeitpunkt, dass der Artikel veröffentlicht wurde, dass diese Podcast-Episode veröffentlicht wird, auch ein Blogartikel nochmal dazu geschrieben. Würde ich dann auch noch verlinken.
Sujeevan
00:36:00
Ja. Ja, ich finde es auch spannend, was sich über die Jahre geändert hat. Aber ich habe ja auch Ego-Surfing, über die verschiedenen AI-LLMs mal probiert, was heißt über die verschiedenen, über ChatGPT im Wesentlichen und Perplexity hatte ich probiert, sowohl kürzlich, nachdem du das gemacht hast, als auch als ChatGPT gerade rauskam, da war ja früher ChatGPT total irgendwas aus der Nase ziehen. Da hat dann zwar irgendwie gehabt, dass ich ein Autor bin, aber ich hatte irgendwelche familischen Bücher geschrieben. Das hat nicht ganz gepasst. mittlerweile ist aber ChatGPT verlinkt da ja auch schon die ich weiß nicht welches Modell aber das verlinkt ja dann auch schon die Quellen woher hat er sich die Infos gezogen, Perplexity macht das ja quasi Sinn und Zweck von Perplexity ist das ja auch, passend dazu fand ich so witzig wie einer unserer Gelegenheitszuhörer und, GitLab-Kollege, hat gesagt, dass wir beide werden bei Perplexity vertauscht oder vermischt. Mit wir meinte er mich persönlich und ihn. Weil ich seinen Namen mit in dem in der Danksagung von meinem Buch drin habe und das dann halt in irgendeiner Leseprobe mit drin ist, steht da halt drin, dass der irgendwie Solutions Architect bei GitLab war. und da waren dann irgendwie so, weiß ich nicht, fünf Punkte oder so drin, die Frage war aber noch mal ein bisschen anders gestellt, weil das mit GitLab konkret zu tun hatte, also die Prompt die, der, das Prompt der Prompt, das Prompt der Prompt, und dann hat das sich irgendwie was zusammen gereimt, was nicht zusammen gehört, also das ist schon sehr, Also das ist spannend. Also weiterhin nicht alles auf bare Münze nehmen, aber es passiert schon deutlich mehr. Also es geht schon deutlich mehr als vor zwei Jahren.
Dirk
00:38:02
Es wird besser, ne? Also wir sind, wir sehen. Unheimlich teilweise schon. Ja, das meinte ich auch gerade mit den Daten, die öffentlich verfügbar sind und am Beispiel Leseliste. Das ist schon spannend, was da mittlerweile rauskommt, ja.
Sujeevan
00:38:16
Ja, ich meine, anfangs konnte der ChatGPT auch nicht, wenn du gefragt hast, wie viele Tage sind zwischen dem 5. März 93 und dem 26. Juni 86, dann konnte das früher das nicht angeben, sondern hat irgendwie was erfunden. wenn du es aber jetzt machst, dann generiert er erst ein Python-Skript, führt das dann aus um dir dann das Ergebnis zu sagen, was schon irgendwie spannend ist, weil du dann halt besser verfolgen kannst da kommt immer noch viel Blödsinn bei rum ich weiß nicht, ob mittlerweile das gefixt ist aber du konntest ja lange aus Strawberry nicht fragen wie viel R da drin sind, das hat er mal falsch gemacht okay.
Dirk
00:38:59
Ja
Sujeevan
00:38:59
Aber ja, es ist schon spannend.
Dirk
00:39:06
Also früher gab es ja eine Suche und die gibt es auch heute noch, eine Suchmaschine, die heißt Wolfram Alpha. Wolfram Alpha war genau für solche Fälle halt konzipiert worden, auch Tage zwischen Daten auszurechnen. Und die Grenzen verfließen immer mehr, muss ich sagen.
Sujeevan
00:39:24
Genau. Ja, Wolfram Alpha hatte ich manchmal früher manchmal genutzt, aber das war mehr so, wenn ich wissen wollte, wie weit zwei Städte auseinander sind, habe ich zwei Städte angegeben, oder Länder. Ja, dann zeige ich da auch ein bisschen die Unterschiede an, wie Höhenlage, Höhenlage, Distanz, Zeitzone, was ein bisschen einfacher war, als über Wikipedia das rauszufinden oder sowas. Oh, habe ich lange nicht mehr genutzt.
Dirk
00:39:50
Ja, ich auch nicht mehr. Aber ich spiele jetzt halt sehr viel mit Lachengis Models, auch lokal rum. Es ist schon erschreckend, wie gut das mittlerweile funktioniert.
Sujeevan
00:40:00
Ja.
Dirk
00:40:03
Gut.
Sujeevan
00:40:04
Kommen wir zu unserem Hauptthema. Was ich letztes Mal ja verschoben hatte. Und zwar ist das Hauptthema dieses Mal Open Telemetry. Was weißt du denn über Open Telemetry?
Dirk
00:40:16
Nix, deswegen bin ich ja hier im Podcast.
Sujeevan
00:40:19
Verdammt, ich dachte, du wolltest mir das erklären.
Dirk
00:40:23
Nein, dass es mehr als Monitoring ist, das kann ich schon sagen.
Sujeevan
00:40:27
Open Telemetry oder Observability ist mehr als Monitoring.
Dirk
00:40:30
Ja.
Sujeevan
00:40:33
Genau, wir hatten ja vor einer ganzen Weile schon ein paar Jährchen her.
Dirk
00:40:39
Folge 10, glaube ich, also wirklich lange her.
Sujeevan
00:40:41
Folge 9 war das.
Dirk
00:40:43
Sie waren 9, ja gut.
Sujeevan
00:40:46
Ich habe es verlinkt. Hatten wir die Folge mit dem DNS-Michi, Michael Friedrich, gemacht. Monitoring, nicht nur mit Prometheus, wo es um Monitoring slash Observability ging. Und wir hatten, glaube ich, auch so ein bisschen Open Telemetry eingestriffen. Damals hatte ich auch gar keine Ahnung von Observability. Heute sieht es ein bisschen besser aus, auch eben durch meinen Job bei Grafana, weil es ja quasi zu meinem Job geworden ist, wo auch ein bisschen die Podcast-Folge schuld war. Weil dadurch fand ich es halt auch irgendwie spannend, weil letztendlich geht es ja um Observability, darum auch mehr proaktiver zu sein, tiefer auch reinzugucken, nicht nur in die Infrastruktur, nicht nur reine Binary Checks zu haben, sondern eben auch gucken zu können, okay, wo, können wir tiefer, also wie können wir tiefer reingucken in Anwendungen, in Infrastruktur, um Probleme zu beseitigen, bevor sie überhaupt auftreten. Und wenn Probleme auftreten, dass man dann auch schneller zur Lösung kommt, auf einem sehr, sehr High-Level. Und ich glaube, ein bisschen tiefer sind wir auch in der letzten damaligen Folge gegangen, wobei ich mich da auch gar nicht mehr so gut dran erinnere. die Frage ist jetzt nur, welche Monitoring und Observability Tools hattest du mittlerweile genutzt?
Dirk
00:42:17
Wollen wir die jetzt wirklich aufzählen?
Sujeevan
00:42:19
Ja, sagen wir die Neueren. In Anführungsstrichen.
Dirk
00:42:24
Die Neueren, also gut, Observability geht so Richtung Promisius und und irgendwelche Agents natürlich in der Firma habe ich mit AppDynamics zu tun gehabt, Ich habe mit Dynatrace zu tun gehabt. Kurz angeklingelt bei Jäger, habe da aber nicht so wahnsinnig viel mitgemacht. Ja, und verschiedene JVM-Monitoring-Zeugs tatsächlich über J-Beans.
Sujeevan
00:42:50
Ja, und dann wahrscheinlich noch die klassischen Monitoring-Systeme wie Nagios Isinga.
Dirk
00:42:55
Check-M-Ka. Du hast ja gesagt, das neuere.
Sujeevan
00:42:58
Ja, ich meine jetzt mit neuer, mit neuer zeitlich, was du zuletzt so die Jahre genutzt hast, weil es gibt ja immer noch viele Leute, die weiterhin Isinga nutzen. Oder Nagios nutzen noch schon.
Dirk
00:43:09
Also bei uns ist sehr viel Checkmk zum Beispiel auch im Einsatz. Genau. Und wir machen mittlerweile auch End-to-End-Monitoring wirklich auch mit ihr, wenn der Kunde das möchte, mit E-Banking-Anwendungen, dass wirklich so ein Demo-User sich im E-Banking anmeldet mit Zwei-Faktor-Authentisierung und dann dabei herausfindet, an welcher Stelle so ein Prozess scheitert.
Sujeevan
00:43:31
Ja. Ja, ich meine, du hattest ja gerade auch schon einige Tools genannt, viele davon ja auch, Closed Source. Was noch gefehlt hat, war quasi New Relic oder Datadoc, die es auch noch gibt.
Dirk
00:43:43
Datadoc gibt es noch. Dann eins, was ich gerade vergessen habe. Verdammt.
Sujeevan
00:43:48
Grafana!
Dirk
00:43:49
Was auch in der freien Variante gibt, irgendwas mit Sys drin. Da komme ich gerade nicht drauf. Ist egal. Ja, egal. Mach weiter.
Sujeevan
00:43:58
Genau. Du hast halt nur Grafana vergessen.
Dirk
00:44:02
Nein, hab ich nicht. ich wollte es nur nicht sagen.
Sujeevan
00:44:07
Genau. Weil Grafana ist ja letztendlich dann auch Observability-Plattform in Endeffekt. Und damit meine ich jetzt den Grafana-Stack im Ganzen. Weil das, was ich ja früher viel hatte, als es bei GitLab war, ist, nein, GitLab ist mehr als nur Source-Gott-Management, habe ich jetzt mit Grafana.
Dirk
00:44:24
Systic habe ich vergessen. Entschuldige bitte.
Sujeevan
00:44:27
Systic ist doch mehr Security-Tool, oder nicht?
Dirk
00:44:30
Nein, es ist mehr Prozessanalyse.
Sujeevan
00:44:32
Ja, okay.
Dirk
00:44:33
Ja.
Sujeevan
00:44:36
Was wollte ich jetzt sagen?
Dirk
00:44:37
Grafana ist auch mehr, GitLab ist mehr als Source Control.
Sujeevan
00:44:40
Grafana ist mehr als der Sport. Und, da gibt es dann ja halt auch Metriken, Logs, Traces und Profiling unter anderem. Und genau diese vier Punkte sind auch die mittlerweile vier Pillars of, Observability. Ich finde immer noch Observability zu sagen, manchmal so ein Zungen. Genau. Was sind denn Metriken, Logs und Traces?
Dirk
00:45:15
Ist das jetzt eine Prüfung schon? Metriken sind Werte, die man auf irgendeine Art und Weise zusammensammelt. Werte, die irgendwas mit dem Tool zu tun haben, was ich da beobachten möchte. Logs sind, je nachdem, was der Programmierer sich dabei gedacht hat, den Standard auszuschreiben. Und was war das Letzte?
Sujeevan
00:45:32
Traces.
Dirk
00:45:34
Traces ist so eine Nachverfolgung eines Prozesses durch ein System also schon ein bisschen aufwendiger.
Sujeevan
00:45:40
Genau. Genau, passt das glaube ich so ganz auf dem High-Level auch ganz gut. Also du hast einen Test.
Dirk
00:45:47
Ja, wenn du was genau wissen willst, dann musst du das schon selber machen.
Sujeevan
00:45:52
Genau. Ja, ich meine im Endeffekt ist halt Metrik auch nichts viel mehr außer eine Messung von einem bestimmten Zeitpunkt zur Laufzeit zum Beispiel von einem Service zum Beispiel. Und das kann man natürlich dann über eine längere Zeit dann machen und dann auch visualisieren zum Beispiel, aber dann halt auch Alerts darauf hingehend machen, sodass man dann auch sehen kann, okay, die Platte läuft, während man früher tendenziell auch eher gemacht hat, wenn die Platte bei 80 Prozent vorgelaufen ist, dann alarmier mich. Und jetzt machst du es halt eher so, wenn du weißt, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt, vorlaufen wird, dass du dann erst, oder wenn es schneller vorläuft, als dir gewohnt ist, weil es hilft dir ja nichts, wenn da irgendwas amok läuft und dann wird das Ganze innerhalb von drei Stunden vorlaufen, statt, drei Jahre. Das wird dann schneller halt schon mal alarmiert, weil so, hey, da solltest du vielleicht mal gucken, bevor das Blatt ervorgelaufen ist und ein Problem bekommt.
Dirk
00:46:54
Ja, genau, aber das ist, glaube ich, ein gutes Beispiel, weil früher dieses, Monitoring mit Prozenten war sehr, sehr unflexibel. Und wenn man dann ein 10 terabyte volume hatte und das ist 80 prozent voll dann hat man immer noch zwei terabyte mit denen man arbeiten kann was nicht so schnell vorläuft wohingegen so eine messung wie zuwachsraten wo man mit dem zu wechseln halt rechnet und sagt wenn das in den zuwachsraten weitergeht dann ist in vier stunden die platte voll sind natürlich wesentlich sinnvoller an der stelle ja.
Sujeevan
00:47:21
Ja, genau. Und ich meine, typische Sachen sind dann natürlich eine CPU-Auslastung, RAM-Auslastung, wenn man jetzt reine Infrastruktur betrachtet, aber man kann ja auch tiefer reinsteigen, wenn man mehr in Richtung Application-Performance-Monitoring geht als Teil von Observability, dass man dann halt auch gucken kann, okay, wie oft wird eine bestimmte Methode aufgerufen oder sowas dann halt.
Dirk
00:47:44
Ja, wobei CPU-Auslastung ist auch so ein Relikt aus alten Zeiten. Wenn die CPU zu 100% ausgelastet ist, dann tut sie das, wofür ich sie bezahle. Es gibt andere Werte, die entscheidender sind wie die Load Average oder der Pressure, der auf der CPU ist, was man eigentlich auswerten sollte stattdessen. Wenn nur ein Prozess ständig Rechenzeit braucht und die CPU zu 100% ausgelastet, ist es alles gut.
Sujeevan
00:48:09
Genau, kommt halt immer ein bisschen drauf an, was man jetzt machen will. Cloud-Native-Umgebung ist, dann nutzt du das dann ja auch eher, um hoch zu skalieren, weil der Gedanke wäre dann ja auch, wenn die Last zu hoch ist, dass du dann eine Node hinzufügst und hoch skalieren kannst. In einem Kubernetes-Cluster zum Beispiel. Und wenn es nicht mehr gebraucht wird, dass du dann wieder automatisch runterskalierst. Das ist ja das Schöne an der Cloud und dann auch an Observability-Tools, wenn man sowas dann auch umsetzen kann.
Dirk
00:48:34
Genau. Runterskalieren nicht vergessen. Genau.
Sujeevan
00:48:36
Genau. Und automatisch ist dann natürlich das Schöne. und genau, Logs hattest du ja auch schon genannt, im Endeffekt ist Logs relativ klassisch man beschreibt quasi, oder Logs sagen kann halt, was passiert ist, Idealerweise, wohlgemerkt Ja klar, die Logs sind immer nur so gut, wie du da auf was rein schreibst, was Sinnvolles rein schreibst gilt natürlich auch bei Metriken, und genau, die gibt es entsprechend auch, ich glaube da muss man gar nicht so viel zu sagen, weil letztendlich ist es halt auch nur ein Timestamp mit einem Textzeile, wo dann entsprechend was drinstehen kann.
Dirk
00:49:20
Ja, vielleicht noch eine Severity, also zu sagen, ob das Info ist, Debug oder Error.
Sujeevan
00:49:26
Und also diverse Informationen, natürlich, wo das aufgetreten ist, also von welchem Tool das vielleicht kam, welche Severity genau, welche Version vielleicht noch von deiner Anwendung das ist.
Dirk
00:49:37
Ja. Es gibt reichlich Beispiele für schlechte Logs, das wollte ich damit sagen.
Sujeevan
00:49:44
Genau, so und dann gibt es halt nochmal Traces und Traces genau dann sinnvoll oder hilfreich, wenn man da halt auch mal genauer verstehen will, welche Anwendung ruft was auf, von vorne bis hinten. Vor allem in so Microservices Umgebungen oder in Distributed Environments, sagen wir es so, gibt sehr, sehr, sehr viele durch eine User-Aktion ausgelöst irgendwie was, wo das über ein API geht, wer über Service A zu B zurück zu A, zu D, und so weiter und so fort geht und wenn dann halt einige Sachen laufen natürlich schneller ab, andere sind langsamer, sodass man da dann auch entsprechend sehen kann, welche Werte da auch durchgereicht werden, was immer durchaus spannend ist, um dann eventuell sogar den einen Trace zu finden, der nur einmal ein Problem bringt oder bei einem User das Problem bringt und dann alle Daten auch mit drin zu haben.
Dirk
00:50:37
Ja.
Sujeevan
00:50:40
So, und damit kommen wir auch fast zur Zusammenfassung von Observability. Das Schöne ist dann halt, wenn du alle drei Sachen kombinierst, Logs, Metrics und Traces, hast du dann eigentlich einen schönen Überblick über dein System und deine Anwendung, um dann halt entsprechend Probleme schneller sehen zu können. Weil wenn du zum Beispiel weißt, okay, wir haben irgendwelche Probleme bei ... Im Online-Shop können irgendwelche Bestellungen nicht ausgeführt werden. Dann kann man das zum Beispiel aus den Traces sehen, weil in Traces dann, wenn man das umgesetzt hat, entsprechend Error drinsteht für bestimmte Fehlermeldungen. Daraus kann man natürlich auch mal Metriken erzeugen. Aus den Traces kann man ja auch Metriken erzeugen. Und was dann ja auch spannend ist, dass man zu dem Trace dann auch entsprechende Logzeile referenziert hat, sodass man dazu dann auch sehen kann, Und okay, was steht denn jetzt im Log dazu überhaupt? Und dann alle benötigten Sachen zusammen hat.
Dirk
00:51:42
Was halt wichtig ist, ist, dass man den Prozess dahinter verstehen muss, der da was tut. Ein klassisches Beispiel ist, wenn man sich die Latenz zwischen zwei Standorten anschaut, wobei die um einen halben Erdball verschieden entfernt sind quasi. Da kann es sein, dass ein Ping relativ okay in der Zeit zurückkommt. Aber wenn ich eine Anwendung habe, die viele kleine CCP-Pakete baut, dann staut sich das halt auf, diese minimalen Zeiten. Also wenn man weiß, dass Millionen von Paketen versendet werden, dann ist selbst eine Abweichung von 0,01 Sekunden schon elementar an der Stelle. Also man muss die Anwendung auch verstehen.
Sujeevan
00:52:18
Ja. Und genau, und so Observability Tools können halt nochmal helfen, das zu sehen, weil du musst dann, weil was du dann ja auch machen kannst, dadurch, dass du die Traces hast, weil dann ja bekannt ist, welche Services du aufrufst da können daraus auch Service Maps generiert werden, sodass du dann halt auch sehen kannst, okay, wie hängen welche Services überhaupt zusammen und, kommt nur an einem Service irgendwo zu Fehlern, dann siehst du das halt auch entsprechend, weil dann die Daten halt aggregiert werden aus den verschiedenen Traces Genau.
Dirk
00:52:51
Und man muss das silo übergreifend machen, das ist eben das Wichtige.
Sujeevan
00:52:55
Ja, genau. Es bringt halt nichts, wenn man nur ein Microservice überwacht, sondern halt eben den ganzen Stack effektiv von einer Anwendung.
Dirk
00:53:04
Ja, oder wenn man jetzt gerade das Beispiel nochmal nimmt mit den vielen kleinen Paketen, wenn der Netzwerker sagt, wieso die Latenz ist doch super.
Sujeevan
00:53:11
Ja.
Dirk
00:53:13
Das hilft an der Stelle gar nicht.
Sujeevan
00:53:15
Genau. Der vierte Punkt zur Observability war doch halt auch Profiling, was quasi der nächste Schritt von Traces ist, sodass du dann nochmal sehen kannst, okay, wie viel CPU-Auslastung habe ich jetzt durch einzelne, Befehle, effektiv, oder einzelne Methoden in der Anwendung, damit ich da hingehen kann und das auch optimieren kann. Was auch durchaus spannend sein kann, weil, wenn du dann auch entsprechend sehen kannst, vor allem bei sehr großen Anwendungen, wenn du dann halt sehen kannst, okay, ich habe jetzt hier so ein paar Operationen, die sind scheiße langsam. Aber ich kann da jetzt tiefer reingucken, da gibt es sogenannte Flame-Crafts für, dann können wir halt viel klarer dann halt auch sehen, so okay, vielleicht sollte ich da doch mal was optimieren, weil das bringt jetzt meinen, den ganzen Fluss deutlich kürzer. Weil manchmal sind das ja dann auch so, klar, du könntest hier und da mal irgendwelche Kleinigkeiten korrigieren, aber wenn du gar nicht jetzt weißt, wie lange das dauert, einzelne Aspekte, einzelne Funktionsaufrufe, dann verbessert du so irgendwas, aber jetzt nicht unbedingt das Wichtigste. Und deswegen wird das auch nochmal mit als vierte Säule von Observability mit angesehen. So, jetzt ist aber die Frage, wie, das ist jetzt halt die sehr schnelle Theorie, die Frage ist jetzt natürlich, wie kommen wir an diese Daten ran? Und da sind wir dann nämlich bei OpenTelemetry, weil das ist eben das Werkzeug für die Anwendungen vor allem, um dann eben da komplett reingucken zu können. was man dazu sagen muss, ist relativ verbreitet, kann man schon sagen, ja. Auch wenn es noch relativ neu ist, es gab es in der Cloud-Native Computing Foundation in der Sandbox seit 2019. Ist jetzt also erst irgendwie so knapp sechs Jahre alt. Und vorher gab es halt nochmal so ein bisschen getrennt sowohl Open Tracing, also auch Open Sensus für Tracing und für Metriken. was dann am Endeffekt dann irgendwie zusammengeführt wurde zu OpenTelemetry, um eben alles zusammenzuführen, weil es eben dann doch irgendwie zusammengehört. Und. Auch wenn es halt eben von den Traces hauptsächlich dann kam. Und im Endeffekt ist OpenTelemetry API-Model, SDK, und ja, Libraries, um tiefer in die Anwendung reinschauen zu können. Und wenn wir da mal so reinschauen, haben wir effektiv drei verschiedene Aspekte, die wir reingucken müssen. Nämlich einmal, wie werden überhaupt diese Telemetriedaten erzeugt? Weil es ist schön, wenn du die zwei erzeugst. Das bringt aber nichts, wenn du die erzeugst, aber nirgendwo abspeicherst. Deswegen brauchst du halt auch irgendwie ein Backend, wo du es eben speichern kannst. Und dann brauchst du aber ja noch irgendeinen Mittelman quasi, der die Sachen dann von Anwendern abholt und in das Backend auch eben schreibt. Weil wenn du jetzt so ein bisschen guckst, wir hatten jetzt ein paar Namen genannt, wie Datadog, New Relic, Dynatrace oder den Grafana-Stack. Letztendlich gehen alle Richtungen auf Servibility, auch wenn sie dann teilweise mehr den Fokus auf Application Performance Monitoring früher hatten, aber das ist ja auch alles so im Wandel. Einige sind auch relevanter geworden als andere. sind halt immer offener als andere, weil wenn du jetzt guckst, eigentlich ist der Grafana-Sec ist halt im Wesentlichen Open-Source mit natürlich, Enterprise-Komponenten. Data.new Relic, Deinetroist ist halt im Wesentlichen Closed-Source und das ist auch so ein Punkt bei OpenTelemetry. OpenTelemetry ist halt ein offener Standard, der von jedem implementiert werden kann. Wenn eine Anwendung oder wenn irgendeine Observability-Plattform OpenTelemetry unterstützt, dann kannst du halt effektiv ich möchte jetzt die Daten, die ich eh schon generiere, woanders hin schieben und fertig, was du halt mit Datadog vergessen kannst, um ein Beispiel zu nennen.
Dirk
00:57:28
Ja.
Sujeevan
00:57:29
Und gerade so aus dem Open-Source- Open-Standard-Gedanken ist das eigentlich ganz schön, weil du dann halt eben nicht dich einschießt in eine Anwendung, sondern eben, auf einen offenen Standard setzt. Wobei man auch sagen muss, die ganzen Closed-Source-Sachen die es schon länger gibt, die gibt es halt schon länger. Entsprechend ist das. Haben die halt ihre eigene Tools, weil es halt damals OpenTelan natürlich nicht gab. Die reichen das teilweise auch nach. So, und was jetzt halt eben das Schöne ist, oder was ist das Schöne? Also ja, offener Standard ist schön. Man muss das halt implementieren. Und das ist jetzt natürlich die Frage, wie man das genau macht. So, und zwar kannst du jetzt in, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, das Instrumentieren das Schöne ist. Du kannst, also in deinen Anwendungen, um in die Anwendung reinzuschauen, da gibt es halt einmal die Auto-Instrumentierung und eine Code-basierte Instrumentierung und bei Instrumentierung geredet man eigentlich nur davon um zu sagen, okay, ich möchte jetzt da halt die Open-Tele-Metrie-Sachen drin haben, damit ich das dann mit ausführen kann, am einfachsten ist dann nämlich die, die Auto-Instrumentierung zu nutzen, damit man eigentlich nur effektiv einen Agent mit einer Library hinzufügen muss, um dann die ganzen Daten da rauszuziehen was es natürlich schon einfach macht, wenn das alles automatisch geht. Aber man bekommt halt nicht immer unbedingt alle Daten raus. Manchmal, du musst ja auch ein bisschen unterscheiden zwischen, naja, ich habe jetzt die ganzen Funktionsaufrufe oder Methodenaufrufe, die ich abgebildet habe automatisch, weil das geht natürlich relativ einfach. Aber wenn ich dann natürlich noch mal tiefer reingucken will, zum Beispiel wenn ich die fachlichen Komponenten mit drin haben will, wie hat es auch, dass sich irgendwas tatsächlich den Warenkorb erreicht in einem Online-Job, dann muss ich halt da noch mal in den Tisch rangehen. Hast du eine Frage?
Dirk
00:59:37
Nein, ich wollte nur sagen, dass das ja generell der Grundsatz für Monitoring gilt, weil für Observability im Allgemeinen wer viel misst, misst, misst. Also man muss schon aufpassen, dass die Messungen auch zu dem passen, was ich wirklich überwachen möchte.
Sujeevan
00:59:51
Ja, also die, ja, ich glaube für Observability passt der Spruch nicht so ganz. es kommt ein bisschen drauf an, mit welcher Brille du da drauf guckst, weil im Regel willst du halt schon irgendwie alles haben, den ganzen Überblick haben, weil es ja mehr ist, naja, du willst ja die Unknowns abgreifen, deswegen musst du halt die, Logs, Metriken, Traces halt eben abspeichern, nicht unbedingt alles, alles, du musst nicht unbedingt alle Traces haben, da arbeitest du eher mit Sampling, dass du irgendwie 10% der Sachen hast.
Dirk
01:00:24
Ja.
Sujeevan
01:00:27
Aber du willst dann, und du willst auch nicht zu allem ein Alerting haben. Du willst nicht zu jedem Tracen ein Alerting haben, wenn ein Error ist. Aber du willst ja schon so einen Durchstich dann eben haben, um tiefer reinziehen zu können.
Dirk
01:00:38
Klar, aber ich möchte das vor allem, dass die Systeme mit der Businesslogik beschäftigt sind und nicht mit dem Tracing oder mit dem Monitoring.
Sujeevan
01:00:47
Ja, ja, klar.
Dirk
01:00:48
Das wollte ich damit sagen.
Sujeevan
01:00:51
Genau, weil du hast ja, ja, das bringt, Open Telemetry bringt auch einen gewissen Auferhältnis mit sich. Wie genau, weiß ich tatsächlich nicht. Also wie viel genau. Weil du kannst dann halt eben durch die metrigen Logs und Traces dann halt überall das OTLP-Protokoll dann auch entsprechend an, entweder direkt an eine Observability-Backend oder Plattform schicken oder halt eben von einem Collector an einen Collector schicken oder vom Collector abholen lassen, der das Ganze dann auch eben weiter schickt. Wir waren aber ja gerade auch nochmal bei dieser Auto-Instrumentierung eine Code-basierte Ding, da muss man auch mal ein bisschen unterscheiden, über welche Programmiersprache man spricht, weil je nachdem, welche Programmiersprache man sich anschaut, beziehungsweise welche man nutzt, bei den einen hast du da out of the box schon viel, viel mehr drin, Java zum Beispiel, als bei Go. Und da macht es ein bisschen Unterschied, wie gut das Ganze unterstützt wird, abhängig von der Programmiersprache. Gibt es aber auch auf OpenTelemetry.io eine ganze Liste zu was ist Stable, und was ist in Beta oder in Entwicklung zum Beispiel. Weil wenn wir uns da zum Beispiel das jetzt angucken würden zum Stand jetzt März 2025, ist es eigentlich Traces bei fast jeder Sprache Stable außer bei Rost, während wir bei Metriken oder Logs haben wir halt bei diversen Programmiersprachen, dass es noch in Development ist. was man zernutzen kann, aber halt noch nicht komplett stabil ist oder halt in Beta ist, das hängt dann halt sehr stark davon ab, welche Programmiersprache man verwendet.
Dirk
01:02:31
Ja. Ich wollte zu gerade noch sagen, dass der Solaris-Kernel bietet zum Beispiel unglaublich viele Probes an, die man einstellen kann, wo man Metriken abgreifen kann. Aber wenn man alle Metriken zeitgleich abgreift, während der Kernel irgendwas tut, ist der Kernel mehr mit dem Abgeben von Daten beschäftigt als mit dem Ding. Deswegen lohnt sich das für Deep Dives erst. Also zu sagen, ich habe jetzt einen Punkt, wo ich merke, dass was Mist läuft und jetzt schalte ich ein und jetzt gucke ich mir die Probes an und jetzt gucke ich, gucke ich, mache ich einen Deep Dive, was da passiert.
Sujeevan
01:03:05
Ja, das ist beim Profiling zum Beispiel, ist das dann relevant.
Dirk
01:03:08
Ja, genau.
Sujeevan
01:03:09
Als Logs, Metrics, Traces ist noch ein bisschen was anderes als Profiling. Beim Profiling würdest du dann mehr expliziter reinschauen. Aber ja, genau, guter Punkt. Das ist eh sehr spannend, Und wenn du manchmal siehst, dann viele verbinden, vor allem mit Datadog, eine teurere Rechnung. Und dadurch, dass ich also ein bisschen den Anblick mittlerweile habe, noch nicht super tief drin bin, allerdings. Es gab auch mal, muss ich mal gucken, ob ich das nochmal finde, von ich glaube, Coinbase gewesen, die ihre Datadog-Rechnung public gestellt haben, die halt verdammt hoch war, also irgendwie zweistelliger Millionenbetrag dann halt waren. wo du dann uns überlegst, wenn allein Observability schon so viel kostet, wie viel ist das dann auf, wie viel kostet die tatsächliche Cloud? Wo manche ist das dann total unverhältnismäßig, da muss man natürlich auch aufpassen, was man tatsächlich dann da hat, weil das ist schon ein relativ teures Business, muss man dazu sagen.
Dirk
01:04:06
Ja, generell. Also die kommerziellen Tools, die nehmen es von den Lebendigen, würde man im Ruhrgebiet sagen.
Sujeevan
01:04:12
Genau. Ja, aber Grafana ist ein bisschen anders, geht jetzt aber dann zu sehr in die Details von den wie es intern auch funktioniert. Da merkt man so ein bisschen.
Dirk
01:04:22
Ist ja auch kein Grafana-Weber-Podcast.
Sujeevan
01:04:24
Ja, das auch.
Dirk
01:04:26
Nein, alles gut.
Sujeevan
01:04:27
Wir wollten auch mehr über Open Telemetry sprechen.
Dirk
01:04:30
Ja, genau.
Sujeevan
01:04:31
Als über den Grafana-Stack effektiv. Genau. Aber wenn wir schon dabei sind, bei Profiling, da hatte ich jetzt auch mal eine spannende Story gehört von einem Kunden, der hat dann halt Profiling ausprobiert. und dadurch, dass es ein großer Kunde war, den jeder kennt, hat man dann relativ schnell gesehen, okay, ich kann jetzt hier total viel Rechen-CPU-Power einsparen, innerhalb kurzer Zeit und kann dann mehrere hunderttausend Euro sparen pro Jahr. Und dann lohnt sich das schon einmal mal zu machen, so einen Querstich zu überprüfen. Wir sparen jetzt ein paar hunderttausend und gut ist. Ja, das ist dann durchaus... Spannend.
Dirk
01:05:17
Seitennotiz mal an der Stelle, man nimmt solche Use Cases ja gerne, um seine eigenen Kosten zu rechtfertigen an der Stelle. Aber nicht jedes Feindling, was man hat, ist mehrere hunderttausend Euro wert.
Sujeevan
01:05:27
Je größer natürlich die Infrastruktur ist. Also wenn du jetzt, keine Ahnung, wenn du von der Google sprichst, macht das einen Unterschied. Machen kleinere Änderungen schon eher einen Unterschied. als die x-kleine Webseite.
Dirk
01:05:46
Ja, unbedingt.
Sujeevan
01:05:49
Das ist halt schon wichtig, darauf den Fokus zu setzen. Klar, das ist jetzt, ich finde es immer ganz schlimm, wenn man dann irgendwie dann sieht, ja, hier, dann sparen sie 500 Millionen oder 500.000 Euro an Kosten und dann, was sind das, die Kosten? Na ja, EDA-Kosten.
Dirk
01:06:05
Ja, genau.
Sujeevan
01:06:07
Produktivität in Dollar auszuzeichnen, finde ich immer so ein bisschen, ja, aber nein, das ist immer so ein bisschen schwierig. finde ich, weil du hast ja trotzdem, irgendwelche Kosten hast du eh immer, auch wenn Produktivität wichtig ist.
Dirk
01:06:19
Ja, ich erinnere daran, dass ein Telekommunikationsprovider meinen Eltern ein neues Dings, sag schon, ein neues Modell aufschwassen wollte, weil sie ja damit viel Geld sparen könnten und alles, was sie vorgeschlagen hatten, war deutlich über deren Telefonrechnung, also von daher ergibt das an der Stelle dann auch keinen Sinn.
Sujeevan
01:06:38
Ja, das finde ich in dem Sinne witzig, weil ich, wenn mich jetzt manchmal irgendein so einen Verkäufer anruft quasi. Ich hatte das neulich jetzt auch, dass mich die Telekom angerufen hat oder irgendjemand von der Telekom und wollte mir einen Vertrag abgäut, schmackhaft machen.
Dirk
01:06:51
Ja, genau sowas war das.
Sujeevan
01:06:52
Und ich zahle irgendwie mit 30 Euro eigentlich schon relativ viel für meinen, Telekom, das ist halt Telekom-Vertrag. Und da wollten sie mir ein unbegrenztes Datenvolumen halt aufschützen. Und ich dachte so, ich lasse den mal reden. Und dann erzählt er so, ja, und da kann ich hier ein Angebot machen und da ein Angebot machen. Sie sparen also 20 15 Euro pro Monat im Vergleich zum Standardtarif und unbegrenztes Volumen. Ist das nicht was? Ich brauche eigentlich kein unbegrenztes Volumen. Ja, aber es ist doch besser als die 10 GB, die sie jetzt haben. Ja, ich brauche es aber nicht. Dann so, okay, dann brauchen sie es wohl nicht.
Dirk
01:07:31
Kaufen sie 5 Brötchen zum Preis von 4, aber ich brauche doch nur 3. Aber 5 Brötchen sind doch billiger.
Sujeevan
01:07:36
Ja, genau so in die Richtung. Also klar, ich hätte gerne unbegrenztes, aber effektiv denke ich jetzt auch schon kaum nach über mein Mobilfunkvolumen.
Dirk
01:07:45
Ich habe Unbegrenztes.
Sujeevan
01:07:47
Ja, du zahlst aber auch wahrscheinlich 80 Euro oder Franken.
Dirk
01:07:50
Ich bin auch in der Schweiz, das ist auch nochmal ein bisschen teurer. Ich habe sogar 40 Gigabyte in der EU, also von daher.
Sujeevan
01:07:56
Ja. Genau. Ähm... Genau, aber wir wollten eigentlich gar nicht über Double-Volumen.
Dirk
01:08:07
Nein, wir wollten über Kosten. Wir haben gerade kurze Kosten angerissen und dass die Lösungen sehr teuer sind und dass sie nicht immer das an Geld zurückbringen, was sie wirklich kosten.
Sujeevan
01:08:16
Genau, sehr oberflächlich behandelt, genau so. Aber zurück zu OpenTelemetry, was ja noch ein bisschen spannend ist, ist, wir haben ja Loks, Metrics und Traces, aber wir haben ja verschiedene Arten von Möglichkeiten, Metriken zu versenden. Weil wir haben ja sowohl Prometheus-Metriken oder beziehungsweise zwei verschiedene Formate, um Metriken rauszusenden in der Cloud-Native-Welt quasi. Aber Prometheus-basierte Metriken als OpenTelemetry-basierte Metriken, die beide halt funktionieren grundsätzlich. Und da ist dann natürlich auch die Frage, okay, wann nutzt man jetzt welches? Macht man jetzt eher die OpenTelemetry-basierte Variante oder macht man die Prometheus-basierte Variante. Ja, die Antwort ist spannend. Letztendlich ist es irgendwie so ein Mix aus beidem. Kommt ein bisschen drauf an, was man sich anguckt, weil das Schöne an Prometheus ist halt, dass es relativ simpel und einfach gehalten ist mit diesen Exportern, die man da hat, dass man auf der Part-TV darauf zugreifen kann und die Sachen abgreifen kann, was halt vor allem so für infrastrukturelle Themen halt praktisch ist. Wenn wir jetzt aber mehr in die Anwendung gucken und dann halt auch mehr fachlich in die Anwendung gucken, dann nutzt man da eher OpenTelemetry oder sollte man eher OpenTelemetry verwenden, um dann da reinzugucken, um mehr Insights zu bekommen. Genau. Hast du noch Fragen dazu?
Dirk
01:09:48
Nein, im Moment nicht. Aber das, was du gerade über Promis jetzt gesagt hast, ist ein guter Punkt. Also wir haben da ja TCP-Verbindungen. Und wenn man nicht unbedingt jeden Wert braucht, erzeugt TCP doch nochmal durch einen höheren Overhead als UDP an der Stelle. und das ist einer der Punkte, wo es bei also ich bring das Thema mit den Latenzen nochmal, weil das so ein eindrückliches Beispiel ist, so ein TCP-Handshake braucht halt einige Male, bis er hin und her geht und so die UDP halt nicht und wenn man viele, viele Daten generiert, dann macht sich das bemerkbar, also je nach System, was man da beobachtet, Ja Ja.
Sujeevan
01:10:25
Ich meine, wenn ich so mit ein paar Kunden geredet habe und dann höre, was die so an Logs und Metriken oder vor allem Logs rausschicken das sind ja schon manchmal terabyteweise Daten pro Stunde oder sowas wenn es noch wenig ist ich.
Dirk
01:10:40
Habe in Erinnerung, dass das CERN irgendwie terabytes pro Sekunde an Daten erzeugt, die haben die Speicherinfrastruktur muss fantastisch gigantisch sein.
Sujeevan
01:10:49
Ja ja, da hast du halt andere Probleme zu Skalierungsprobleme die du so als es ist für mich auch spannend von GitLab kommt, weil da hattest du ganz andere, Skalierungsthematiken, als das bei so einer Observability-Plattform.
Dirk
01:11:07
Definitiv.
Sujeevan
01:11:08
Weil bei, Bei GitLab ist jetzt nicht so relevant aus Skalierungsgründen, ob du es jetzt in der Public Cloud hast oder irgendwie auf deinen eigenen Host hast, weil effektiv so viel lässt, das ist halt jetzt auch nicht drauf. Das meiste macht halt irgendwie, wenn du ständig Pipelines halt ausführen lässt. Aber bei Grafana gehen die meisten halt eher dann doch eher Richtung Cloud, weil das keine Lust hat, selbst zu betreiben. Was schon recht aufwendig ist, also in der hohen Skalierung selbst zu betreiben. Klar, ich habe das jetzt auch bei mir zu Hause laufen, aber das ist halt nur, weil ich es kann, nicht, weil ich es unbedingt möchte oder muss.
Dirk
01:11:47
Ich habe es auf meinem Server auch laufen, ja.
Sujeevan
01:11:49
Ja, ich meine jetzt nicht den, was hast du genau laufen?
Dirk
01:11:53
Ja, Grafana.
Sujeevan
01:11:54
Ja, Visualisierung meinst du jetzt wahrscheinlich, ne?
Dirk
01:11:56
Ja, ja, klar.
Sujeevan
01:11:56
Ja, ich meine jetzt aber die metrigen Logs, Traces, Backends.
Dirk
01:12:02
Ja.
Sujeevan
01:12:04
Genau. Die habe ich nämlich zusätzlich, ich will nochmal lokal laufen. genau was wir da noch eben ansonsten noch haben ist wir hatten ja jetzt so relativ oberflächlich natürlich, ich finde es auch schwierig über Code-basierte Sachen in, Audioform zu reden aber klar, wir haben jetzt die Anwendung instrumentiert, sagen wir jetzt mal entweder automatisch oder per Code oder beides effektiv, und dann gibt es halt auch entsprechenden Kollektor, den man verwenden kann gibt es auch verschiedene, die das Ganze dann eben abholen von der Anwendung. Und dann kann man auch in diesem Kollektor zum Beispiel OpenTelematic Collektor, Grafhan Alloy oder auch irgendwie Vector heißt das glaube ich noch der andere, dass man die ganzen nochmal verarbeiten kann, Und bearbeiten kann, weil kommen wir wieder zu dem Punkt hin zurück, man muss ja nicht unbedingt alles haben an die Trinken, weil es gibt ja dann ja auch irgendwie, also nicht nur die Trinken, sondern an Telemetriedaten, sodass man zum Beispiel sagen kann, okay, ich möchte jetzt diese und diese, diese Daten, die droppst du jetzt mal schön, auch wenn sie von der Anwendung zum Beispiel automatisch generiert werden durch die Autosventierung und schickst sie dann erst zu einem Telemetry Endpoint, um dann auch Sachen zusammenzufassen zu können, verkleinern zu können, um auch nur das Nötigste zu speichern. Je nachdem natürlich wieder die, was man da braucht. Aber dann hast du halt eher auch den Fall, dass du es an einer Stelle dann machst oder an einer Stelle dann auch entsprechend die Zugangsdaten letztendlich hinterlegst, um das auch an einen Becken zu schicken, statt es in die Anwendung direkt mit reinzubacken, was du halt auch machen kannst. Wo wir auch wieder zu deinem Punkt zurückkommen, so von wegen, naja, theoretisch, wenn die Observability-Plattform nicht verfügbar ist, dann sollte deine Anwendung erst einmal weiterlaufen. Deswegen, dass man lieber separat machen sollte, dass der Collector das halt einsammelt und hinschickt, wenn es nicht verfügbar ist, dann ist es halt nicht verfügbar, das ist jetzt nicht so schlimm. Aber wenn man das dann so in die schlecht, schlimm in die Anwendung verbandelt, dass das dann abstürzt oder sonst was, bringt das dann auch nichts.
Dirk
01:14:20
Anmerkungen an die Hörer, ich habe gerade genickt, genau. Ja.
Sujeevan
01:14:27
Genau. Viel mehr. Hast du noch Fragen?
Dirk
01:14:35
Nope. Nope. Nope. Nope.
Sujeevan
01:14:39
Genau, weil ich glaube, das meiste habe ich jetzt auch so weit abgedenkt. Also klar, wir könnten auch mal viel tiefer einsteigen, aber ich glaube, das reicht jetzt dann im Wesentlichen auch. Ich finde das in dem Sinne spannend, dass... Was man da teilweise für Daten halt rausbekommt. Aber letztendlich lohnt sich das auch nur, wenn du tatsächlich da reinschaust. Wenn du da nicht reinschaust, dann musst du da in die Richtung auch nichts machen. Wenn du nicht reinschauen kannst, weil die Anwendung von irgendjemand anders geschrieben wird, die kein Optelemetry mit drin haben, hilft es dir auch nicht, wenn du viel mit externen Anwendungen halt sprechen musst, effektiv.
Dirk
01:15:18
Also viel Business-Prozess, viel Business-Software ist ja in Java geschrieben. Java hat sehr viele Möglichkeiten von außen in die JVM reinzugucken. Und auch da Profiling direkt von außen zu betreiben ich bin großer fan davon die die wichtigen metriken zusammenzufassen und auch mit open telemetry zusammenzufassen aber noch luft zu lassen dass man noch ein deep dive in richtung profiling unternehmen kann wie ich das gerade gerade mit dem solaris können erklärt habe man muss nicht alle messpunkte die zur verfügung stehen auswerten um überblick zu haben und die kunst besteht darin die richtigen messpunkte zu finden und auch zusammenzufassen, Ja.
Sujeevan
01:16:00
Ich meine, was Grafana auf dem Backend zum Beispiel, aber auch Cloud-only, also für Paying-Customers letztendlich macht, ist, dass du dann da auch sehen, dass du dann automatisch erkennt, welche Daten nutzt du gar nicht und dass er die dann vom Prinzip aus gar nicht abspeichert. was da natürlich Kosten spart. Das ist dann teilweise 30, 40 Prozent. Da siehst du ja, okay, hier, wenn du eine Logzeile hast, wo jedes Mal nur drinsteht, ja, HTTP 200, okay.
Dirk
01:16:30
Ja, genau.
Sujeevan
01:16:32
Dann hast du da jetzt keinen so großen Mehrwert von.
Dirk
01:16:35
Klassiker.
Sujeevan
01:16:36
Dann hast du lieber einmal einen Eintrag drinstehen. Innerhalb von dieser Stunde gab es 200.000 Mal ein HTTP 200.
Dirk
01:16:44
Ja.
Sujeevan
01:16:45
In den Logs. Reicht.
Dirk
01:16:47
Ja, genau. Man weiß ja auch, dass die ganz großen Log-Sammellösungen relativ teuer sind und nach Log-Volumen bezahlt werden. Da kann man schon eine ganze Menge Geld sparen, wenn man das vernünftig filtert.
Sujeevan
01:16:59
Ja, wir haben Splunk vergessen. Wir haben Splunk vergessen in der Auflistung von den Tools.
Dirk
01:17:05
Ich wollte den Namen jetzt gerade nicht sagen, aber da gab es auch mal diesen Witz, dass gerade irgendwer an 4 Milliarden Dollar bezahlt hat. Die Leute haben sich gefragt, ob es die Splunk-Rechnung war oder ob es das Unternehmen gekauft wurde. oder?
Sujeevan
01:17:18
Ja, genau, Cisco hat ja Spunk gekauft.
Dirk
01:17:20
Ja, genau.
Sujeevan
01:17:21
Genau. Das war ja auch ein paar Milliarden. Ja, genau. Das ist der typische Witz. Genau. Ich kann, wer da tiefer reingucken will, kann halt in OpenTelemetry I.O. reingucken. Da steht jetzt nochmal im Detail drin. Ich muss da quasi auch nochmal tiefer reingucken, im Sinne von mal tatsächlich eine Anwendung instrumentieren, weil im Moment habe ich mir so die Theorie, beziehungsweise vorinstrumentierte Anwendungen genutzt. Das finde ich dann doch spannender, das so zu machen, dann eben als irgendwelche proprietäre Sachen zu nutzen, wo du dann nicht so einfach von wegswitchen kannst.
Dirk
01:18:01
Wann kommt dein Buch?
Sujeevan
01:18:04
Ach, gar nicht. Zu Observability?
Dirk
01:18:07
Ja, genau.
Sujeevan
01:18:09
Das würde mich tatsächlich interessieren, aber ich brauche erstmal ein bisschen Erfahrung in dem Thema generell, bevor ich da was machen könnte. Unabhängig davon, dass es zu viel Aufwand ist.
Dirk
01:18:20
Im Gegensatz zu vielen anderen Säulen, die durchs Dorf getrieben wurden, habe ich das Gefühl, dass das Open Telemetry durchaus etwas ist, was bleiben wird. Ja. Und dass es kein Hype-Thema ist, sondern dass es uns auch weiter begleiten wird.
Sujeevan
01:18:34
Ja, ich meine, es ist halt effektiv eine Art, ja, es ist kein Protokoll, aber auch, es ist auch ein Protokoll. Es ist Protokoll, es ist API, es ist SDK, es sind Libraries, es ist irgendwie so ein Sammelsorium aus verschiedenen Sachen. Aber ja, es ist halt ein offener Standard. Es ist halt genauso.
Dirk
01:18:50
Wie es nicht so schnell gehen wird. Ja, genau. Und solange es diesen Standard nicht gab, hat jeder Hersteller sein eigenes Süppchen gekocht. Das tun sie ja zum Teil immer noch. Die sagen ja, du musst voll auf uns umsteigen, damit du alle Möglichkeiten nutzt, die unser Tool dir bietet. Aber mittlerweile ist OpenTelemetry so groß geworden, dass sich die Hersteller nicht leisten können, daran vorbeizugehen.
Sujeevan
01:19:13
Ja, genau. Das ist natürlich bei jeder Grafana macht zum Beispiel sehr viel oder macht halt nur OpenTelemetry. Die Konkurrenz quasi, die macht auch OpenTelemetry, aber halt kommt darauf an, wie stark sie dann eingebunden sind. Das ist jeder ein bisschen anders. Und ich finde es für mich dann aus meiner Rolle ja eigentlich auch ganz gut, dass ich dann sagen kann, hey, okay, wenn ihr hier drauf geht, dann könnt ihr auch, im besten Fall oder im schlechten Fall, je nachdem natürlich aus welchen Augen man betrachtet, dann einfach den Kollektor auch woanders hinschieben und wenn da die Daten reingeladen, das ändert sich jetzt nichts daran, dass du immer noch deine ganzen Alertings und sonst was vielleicht umbauen musst, aber zumindest hast du die Daten schnell woanders hingeleitet, beziehungsweise du kannst auch mehrere Sachen parallel betreiben, wenn du es möchtest.
Dirk
01:19:59
Ja, ja. Könnten das fast auch noch aufmachen, dass Monitoring und Alerting auch zwei verschiedene Paschur sind, aber das lassen wir mal besser.
Sujeevan
01:20:07
Ja, genau. Alerting im Rahmen von Monitoring. Ja, im Rahmen von Observability und Monitoring.
Dirk
01:20:16
Es gibt viel mehr Alarme, als es eigentlich braucht, aber das ist ein anderes Thema. Das soll ein anderes Mal erzählt werden. Ja.
Sujeevan
01:20:24
Genau.
Dirk
01:20:26
Nein, gut. Ich glaube, einen guten Überblick gegeben, der Kollege.
Sujeevan
01:20:32
Genau. Ja, Profiling, aber wie gesagt, eher separat betrachtet, weil wir es teilweise jetzt gemischt haben. Das ist noch nicht offiziell Teil von OpenTelemetry, aber daran wird auch gerade gearbeitet. Aber es ist halt Teil von Observability. Ja. Genau, soviel dazu.
Dirk
01:20:54
Sehr gut.
Sujeevan
01:20:56
Kommen wir zu den Tooltipps.
Dirk
01:20:58
Das war ein großer Ritt. Genau. Ich habe ein interessantes Tool gefunden. Das Tool nennt sich Ultimate Plumber. Ist ein Kommandozeilen-Tool, mit dem man sich diese Pipe-Grab-Orgie zusammenbasteln kann. Also man kann dann Sachen auf der Kommandozeile einfach ausgeben. Und wie man das so kennt, wenn man aus einem riesen Log-Datei sich die Logzeilen ausgeben lassen möchte, die für einen wirklich wichtig sind wo man eine gesammlung von grepp grepp minus v und was sich sonst noch alles hintereinander baut das erlaubt halt alte mit plan bei interaktiv das heißt ich machte einen cut in richtung alte mit plan war und dann kann ich interaktiv da oben eingeben was was gekreppt werden soll und so weiter ohne dass ich ständig die letzte kommandozeile wiederholen muss, fand ich ganz witzig.
Sujeevan
01:21:47
Ah, okay. Ja, ich sehe gerade, wenn man da auf die Seite geht, auf die GitHub-Seite, ist so ein Gift da drin.
Dirk
01:21:55
Ja, genau.
Sujeevan
01:21:56
Das macht es deutlich, ja. Ja, stimmt, das sieht ganz praktisch aus, wenn man es braucht.
Dirk
01:22:01
Ich habe es in unsere GitLab-Instanz gestellt als Issue, und dann habe ich es nie wieder gebraucht, aber ich finde die Idee trotzdem gut.
Sujeevan
01:22:11
Ja, ich meine, ich habe auch lange nichts mehr damit gemacht. Und die meisten Sachen, die ich früher damit gemacht habe, da wäre ein ordentliches Log-Management-Tool halt sinnvoller gewesen. Was ich halt früher nicht hatte. Jetzt habe ich mehr damit zu tun, als Mini-Bus.
Dirk
01:22:26
Ich bin im Moment ja ein bisschen weniger technisch unterwegs. Also von daher.
Sujeevan
01:22:30
Ja, ja. Ja, ich meine, gut, je nachdem, wie man es betrachtet, ich auch.
Dirk
01:22:36
Aber sich so eine Kommando-Zeite zusammenbasteln zu können ist sicherlich sicherlich hilfreich gerade wenn man bestimmte logdateien sucht und ich würde mich daran erinnern wenn ich es mal wieder brauche ja auch.
Sujeevan
01:22:49
Gut. Das klingt praktisch, wenn man es braucht. Weiteres Tool, was praktisch sein kann, wenn man es braucht, ist ShadeMap.app. Das ist ein Online-Tool, wo effektiv OpenStreetMap mit drin ist, wo du aber für jeden Tag im Jahr zu jeder Uhrzeit quasi visualisieren kannst, wo, wann, welcher Schattenwurf ist. das ist insbesondere für solche Sachen wie ich habe hier einen Garten oder ich habe ein Dach mit Solarmodulen oder ich möchte auf dem Dach Solarmodule draufpacken, wann ist denn da Schatten drauf oder wann nicht und da sind irgendwelche Sachen komplett immer im Schatten weil es ja sehr stark davon abhängt wie hoch die Sonne steht im Sommer oder im Winter dann auch entsprechend, das kann gerade für so ich meine für große Dachanlagen macht das eh die Solarfirma. Ich habe ja eine große Anlage auf dem Dach, aber es gibt ja auch Leute, die wollen Vulkan-Solar aufstellen und das macht man eher selbst. Dann kann man das relativ einfach dann auf die eigene Adresse dann auch entsprechend draufwerfen.
Dirk
01:24:01
Ja, coole Idee.
Sujeevan
01:24:02
Und dann siehst du dann relativ schnell, ohne irgendwo was bezahlen oder sonst was zu müssen, wie der Schattenwurf ungefähr ist, wo du es am besten dann platzierst oder ob es sich überhaupt lohnt. Also ob es überhaupt lohnt, musst du selbst rausfinden, aber ob Schatten überhaupt Schatten drin ist oder vielleicht auch nicht. Weil ich hatte jetzt schon einmal bei so Freunden, die dann sagten, ja, nee, hier auf Garagendach geht nicht, da habe ich Schattenwurf. Und dann habe ich da drauf geguckt und so, ja, aber nur an diesen Monaten. Im Frühling oder im Winter, wo eh die Sonne nicht sehr oft scheint. Oder sehr wenig scheint. Und der Rest des Jahres kann sich das halt schon lohnen. Vor allem bei billigen, günstigen, Balkon-Solar-Modulen.
Dirk
01:24:50
Nein, cool.
Sujeevan
01:24:51
Was auch nicht nur dafür praktisch ist, sondern auch, wenn man irgendwo wandern geht oder sowas und dann sehen will, ob du jetzt die Uhrzeigersinn wandern willst oder andersrum, kannst du natürlich dann auch sehen, wie die Sonne da lang geht.
Dirk
01:25:07
Ich finde die Webseite ziemlich gut und ziemlich gelungen. Ich frage mich gerade, ob sie wirklich die Gebäudehöhen drin haben, um den Schattenwurf genau bestimmen zu können.
Sujeevan
01:25:18
Müsste ja, ne? Da sind ja auch Bäume drin.
Dirk
01:25:21
Müssten sie eigentlich, ja.
Sujeevan
01:25:23
Weil ich sehe da auch die Bäume, die in der Straße stehen. Aber ich weiß das halt auch nicht voraus, der das jetzt rausgerechnet hat, weil... Oder ob das jetzt einfach mit irgendwelchen Annahmen ausgeht. Weil letztendlich ist es ja OpenStreetMap-Daten. Aber ich habe keine Ahnung. Oder ob da noch was aus Google Maps quasi nochmal geklaut hat. Keine Ahnung.
Dirk
01:25:46
Ich weiß es auch nicht.
Sujeevan
01:25:48
Ich glaube aber, das sind einfach die OpenStreetMap-Daten. Das heißt, wahrscheinlich funktioniert das nicht ganz so gut für da, wo es nicht drin ist.
Dirk
01:25:54
Ja. Wobei OpenStreetMap, da wo ich es benutze, tatsächlich genauer ist als Google Maps.
Sujeevan
01:25:59
Ja, das ist auch nicht so schwer.
Dirk
01:26:02
Ja. Nein, cool. Sehr schön.
Sujeevan
01:26:06
Ja. Kann sogar in höherer Qualität abgoiden für Geld.
Dirk
01:26:11
Okay.
Sujeevan
01:26:13
Ah, da steht dann sogar. Okay. Ja, ich habe es gefunden, weil du kannst dann auf der Webseite bis unten halt irgendwo auf höhere Qualität anklicken.
Dirk
01:26:20
Ja.
Sujeevan
01:26:20
Und du siehst dann halt Basic versus Premium. Bei Basic ist es kostenlos. Die Datenquelle das Volunteer Database and Estimates. Also wirklich OpenStreetMap entsprechend, Fehlerrate 1 bis 3 Metern. Du kannst aber auch Premium verwenden, da wurde dann aber irgendeine LiDAR-Foto- Quarmenti-Quelle genutzt. Wahrscheinlich haben die das dann eingekauft und dann darauf gemacht und dann hast du eine Fehlerrate von 0,25 Meter. Für das ist auch schon mal ein Kosten, 4 Dollar pro Quadratkilometer.
Dirk
01:26:54
Okay.
Sujeevan
01:26:56
Ja. Ja, macht da einen Sinn für Solarinstallatoren, die dann sowas dann sitzen. Also je nachdem, wie groß die Leute sind. Oder die Gebiete sind.
Dirk
01:27:06
Sehr cool. Cooles Tool.
Sujeevan
01:27:09
Genau. Da weiß man, wo der Schatten fällt.
Dirk
01:27:13
Ja, du hast einen Schatten. Ja, genau.
Sujeevan
01:27:16
So.
Dirk
01:27:18
Gut.
Sujeevan
01:27:21
Diesmal haben wir keine Medien-Tipps, glaube ich.
Dirk
01:27:26
Dann habt ihr es geschafft, liebe Hörer.
Sujeevan
01:27:29
Und Hörerinnen.
Dirk
01:27:31
Oh ja, natürlich und Hörerinnen. Mensch, 90% der Zeit, oder 95% der Zeit klappt das. Und jetzt gerade ausgerechnet nicht.
Sujeevan
01:27:39
Genau. Ansonsten kommt gerne in die Matrix-Gruppe, schickt uns Feedback. Direkt, indirekt, über die Webseite, per E-Mail, per Brieftaube, per Fax.
Dirk
01:27:55
Wir haben keine Fax. Wir haben beide keine Fax, genau.
Sujeevan
01:27:58
Per Post.
Dirk
01:27:59
Aber wenn ihr Fax to E-Mail habt, dann würde das gehen, ja.
Sujeevan
01:28:04
Genau. Post? Nein, keine Post, bitte. Unsere Adressen sind ja public. Ja, sind sie.
Dirk
01:28:13
Irgendein Land, Dänemark, glaube ich, wird ab 2026 keine Briefpost mehr zulassen.
Sujeevan
01:28:19
Äh, ja, nein. Die staatliche Post möchte es nicht mehr. Es gibt dann aber noch private Post, also private Postdienstleister.
Dirk
01:28:27
Ja, aber erschreckend genug. Ich kenne genügend Leute, die nicht in der Lage sind, irgendwelche Technik zu verwenden.
Sujeevan
01:28:36
Ja, musste ich von dir sprechen. Wobei da auch stand wohl irgendwie, dass der günstigste Brief, den du schicken konntest, 4 Euro waren umgerechnet. in Dänemark. Aber ja, ich meine, ich kriege immer noch zu viel Post.
Dirk
01:28:53
Vier gar nicht mehr so viel zum Glück, ja.
Sujeevan
01:28:56
Also, ja, es wird weniger. Aber es ist immer noch gefühlt vier.
Dirk
01:29:00
Ja. Überwiegend Spam.
Sujeevan
01:29:03
Ja.
Dirk
01:29:06
Postwurfsendungen scheinen immer noch zu billig zu sein.
Sujeevan
01:29:09
Ja. Ja, es scheint wohl noch zu funktionieren.
Dirk
01:29:12
Mittlerweile machen wir Annahme verweigert und tun es im Briefkasten. ja gut prima danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal tschüss.

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